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Veröffentlicht am 10.04.2022

Welt ohne Männer

Die andere Hälfte der Welt
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Die andere Hälfte der Welt – Christina Sweeney-Baird
Wer auch immer in Pandemie-Zeiten noch Lust auf eine Dystopie inklusive Killer-Virus hat, dem sei dieser Roman ans Herz gelegt. Er wurde bereits vor ...

Die andere Hälfte der Welt – Christina Sweeney-Baird
Wer auch immer in Pandemie-Zeiten noch Lust auf eine Dystopie inklusive Killer-Virus hat, dem sei dieser Roman ans Herz gelegt. Er wurde bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie fertiggestellt und hat trotzdem teils beängstigende Parallelen zur Realität.
Schottland, 2025, ein tückisches Grippevirus befällt die Menschheit. Naja eigentlich nur die Männer und zu neunzig Prozent tötet es diese auch. Innerhalb weniger Monate verändert sich die Welt vollkommen. Die Frauen müssen sowohl mit ihrer Trauer um Ehemänner, Brüder, Söhne zurechtkommen, als auch mit einer Welt ohne Männer. Wirtschaft und Politik, viele Bereiche stehen vor dem Kollaps ehe die Frauen das Ruder übernehmen. Wird die Welt besser dadurch, dass sie von Frauen regiert wird?
Wer nun hier einen feministischen Roman erwartet, ist meiner Meinung nach falsch. Ein solcher ist es nämlich nicht. Obwohl die Männer sterben, sind die Frauen die Opfer, die als Hinterbliebene und Traumatisierte eine neue Welt aufbauen müssen. Ich persönlich sehe den feministischen Aspekt nicht unbedingt. Es ist vielmehr eine Studie, wie gehen die Menschen mit dieser Situation um? Währenddessen und Danach? Deshalb werden die Perspektiven und Blickwinkel verschiedener Frauen beleuchtet. Was bedeutet es für die Einzelne, die Familie zu verlieren? Was tut sie alles, um das zu verhindern und womit tröstet sie sich nach der akuten Trauerphase? Die Menschen, Männer, wie Frauen, machen Fehler. Bei Weitem nicht alle sind auch nur ansatzweise sympathisch, aber sie sind menschlich und in einer absoluten Ausnahmesituation. Ich fand das extrem spannend.
Besonders literarisch geschrieben ist dieses Werk jedoch leider nicht. Die Autorin setzt vielmehr auf Emotionen und hält mit der Kamera quasi direkt auf die trauernde Mutter, die gerade ihren kleinen Jungen begraben musste. Da gibt es viele sehr heftige Szenen. Das kann man gut finden oder nicht, ich fand es auf jeden Fall fesselnd und berührend.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass man durch diese vielen unterschiedlichen Frauen, die begleitet werden, kaum Nähe zu einer einzelnen Figur aufbauen kann. Einige Standpunkte sind auch sehr ähnlich, sie verschmelzen ein bisschen zur größeren anonymen Masse. Aber vielleicht ist auch gerade das beabsichtigt.
Auf jeden Fall ist dies ein hochinteressanter, topaktueller Roman, der zum Nachdenken anregt. Gerade in unserer Zeit. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.03.2022

Laura und Nash

Whitestone Hospital - High Hopes
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Laura und Nash Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit dem Hintergrund des Krankenhausalltags. Zugegeben, am Anfang fand ich Lauras Monologe, mit denen sie die Vorgeschichte erzählt ziemlich umständlich ...

Laura und Nash Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit dem Hintergrund des Krankenhausalltags. Zugegeben, am Anfang fand ich Lauras Monologe, mit denen sie die Vorgeschichte erzählt ziemlich umständlich und langatmig. Doch bald schon hatte mich die Geschichte und ich war mittendrin. Die Liebesgeschichte ist toll und der medizinische Background hochinteressant. Dies ist der erste Band einer Reihe und endet mit einem extrem fiesen Cliffhanger. Offensichtlich geht es mit Laura und Nash weiter. Ich muss gleich mal gucken, wann der nächste Band erscheint.... 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 17.03.2022

Caroline und Grady

Heart of Texas - Das Land so weit
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Caroline und Grady
Dies ist der dritte Band der Heart of Texas Reihe und man ist gut damit beraten, die einzelnen Teile in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Was soll ich sagen. Jeden einzelnen Band will ...

Caroline und Grady
Dies ist der dritte Band der Heart of Texas Reihe und man ist gut damit beraten, die einzelnen Teile in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Was soll ich sagen. Jeden einzelnen Band will ich unbedingt lesen um zu erfahren, wie es den einzelnen Figuren, die man ja schon gut kennt, weiterhin ergeht. Nach jedem Buch hab ich dann wieder denselben Kritikpunkt: 200 Seiten sind einfach zu wenig, da hätte man noch viel mehr draus machen können....!!!!
Dieser Band hat mich nun wirklich gefesselt, auch wenn ich dafür nur gut zwei Stunden gebraucht habe. Deshalb gibts von mir diesmal 4 Sterne und ich bin wieder gespannt auf Band vier....!

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Veröffentlicht am 16.03.2022

Atrato

Der Fluss ist eine Wunde voller Fische
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Der Fluss ist eine Wunde voller Fische – Lorena Salazar
Dieser Roman lebt von einer stimmungsvollen Atmosphäre und einer treffenden poetisch knappen Sprache. Die Handlung selbst ist nämlich recht schnell ...

Der Fluss ist eine Wunde voller Fische – Lorena Salazar
Dieser Roman lebt von einer stimmungsvollen Atmosphäre und einer treffenden poetisch knappen Sprache. Die Handlung selbst ist nämlich recht schnell runtererzählt. Eine junge Frau und ihr Sohn sind auf dem Weg zur leiblichen Mutter des Sohnes. Die junge Frau ist nämlich weiß und der Junge schwarz. Dennoch sieht sie ihn als ihren Sohn an. Die beiden bleiben namenlos. Sie reisen in einem kleinen Boot auf dem Fluss Atrato in Kolumbien und kommen ihrem Ziel immer näher. Es gibt Gespräche mit Mitreisenden und ab und an wird an einem Ort entlang des Flusses haltgemacht und übernachtet. Zudem schweift die junge Frau, die Ich-Erzählerin der Geschichte immer wieder in Erinnerungen an ihre Kindheit, oder die Kindheit des Jungen ab.
Auch das ein oder andere Drama ereignet sich auf dieser Reise. Und gegen Ende muss der Junge eine Entscheidung treffen. So richtig nahe kommt man den Protagonisten allerdings sehr lange leider nicht. Es bleibt immer eine gewisse Distanz. Erst im letzten Viertel passieren einschneidende Ereignisse, die plötzlich auch diese Distanz, eine gewisse Apathie im ewigen Fließen des Flusses durchbrechen. Jetzt erst zeigt die Autorin ihr ganzes Können. Diese letzten Seiten, wenn man schon denkt, es passiert nichts mehr, fand ich ganz grandios.
Kulturell reißt dieser Roman einiges an. Das ist hochinteressant, doch auch hier reicht die Kürze dieser Geschichte nicht wirklich aus, um tiefer einzusteigen. Auch geschichtlich wird insbesondere im letzten Teil deutlich, dass der Leser sicherlich gut daran täte, sich mit Kolumbiens Hintergründen näher auseinanderzusetzen. Gerade leicht macht es einem die Autorin dabei nicht, liefert sie doch nicht einmal eine zeitliche Einordnungshilfe. Dieser Roman wäre perfekt für eine intensive Leserunde geeignet.
Sprachlich ist dieses Werk auf jeden Fall bemerkenswert. Die Sätze sind meist kurz, dennoch exotisch und ungewöhnlich. Die Autorin lässt den Fluss lebendig werden und beschreibt die Umgebung sehr detailliert.
Insgesamt ist dies eine sinnliche Geschichte über einen Fluss im kolumbianischen Dschungel, der die Lebensader der Gegend darstellt. Über Mutterschaft und Abgründe unterschiedlicher Art. Der Roman beschreibt sprachgewaltig eine atemberaubende Landschaft und tiefgehende Ängste. Ein beeindruckendes Werk, das mich nicht immer berühren konnte. Auf jeden Fall eine lohnenswerte Reise nach Südamerika! 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 02.03.2022

Parisa und Johannes

After Hours
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Parisa und Johannes
Eine schöne Liebesgeschichte in der Welt der Anwälte und Unternehmer.
Parisa und Johannes haben sich bereits als Teenager kennen- und liebengelernt. Doch damals, vor zwölf Jahren, ...

Parisa und Johannes
Eine schöne Liebesgeschichte in der Welt der Anwälte und Unternehmer.
Parisa und Johannes haben sich bereits als Teenager kennen- und liebengelernt. Doch damals, vor zwölf Jahren, ist alles furchtbar schiefgelaufen. Nun benötigt Parisa Hilfe. Sie ist angeklagt als Geschäftsführerin ihres Unternehmens, betrogen zu haben. Johannes ist mittlerweile Strafanwalt und eilt ihr sofort zu Hilfe. Die alten Gefühle lassen natürlich nicht lange auf sich warten.
Dieser Roman hat mir sprachlich und inhaltlich sehr gut gefallen. Es ist spannend und emotional. Einzig störend fand ich persönlich den ständigen Wechsel der Handlungsstränge "Jetzt" und "vor zwölf Jahren". Ich mag es generell nicht so gerne, ständig aus dem Lesefluss gerissen zu werden.
Dennoch ein unterhaltsames Leseerlebnis und 4 Sterne!

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