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Veröffentlicht am 02.04.2022

zurück im Bobiversum

Himmelsfluss
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Wir sind wieder zurück im Bobiversum. Eigentlich könnte alles gut sein, die anderen sind besiegt und die Menschheit und die Paven beschäftigen sich fürs erste mit sich selbst. Doch manchen Bobs wird es ...

Wir sind wieder zurück im Bobiversum. Eigentlich könnte alles gut sein, die anderen sind besiegt und die Menschheit und die Paven beschäftigen sich fürs erste mit sich selbst. Doch manchen Bobs wird es etwas langweilig und die replikative Abweichung führt dazu, dass sich Untergruppen abspalten die gefühlt mit dem ursprünglichen Bob nur noch wenig gemein haben.

Genau diesen Bob begleiten wir nun auf der Suche nach Bender, der schon sehr früh verloren ging. Was er dann erst einmal findet übersteigt seien Vorstellungskraft. Eine Megastruktur wie diese Topopolis hat bis jetzt niemand erschaffen können, also muss es sich hier um eine Technologie handeln, die alles übersteigt, was die Bobs bis dahin selbst entwickelt haben. Und so wird die Suche nach Bender auch das Erkunden einer neuen Spezies und einer neuen Gesellschaft.

Mir hat auch dieser Band aus dem Bobiversum wieder sehr gut gefallen. Ich konnte nicht unbedingt immer allen technischen Vermutungen folgen, trotzdem fand ich die Idee, wie sich das Bobiversum weiterentwickelt sehr spannend. Die Unterschiedlichkeit der einzelnen Bobs ist schon sehr erstaunlich und ich fand es erschreckend, wie dann plötzlich Konflikte unter den unterschiedlichen Bob-Gruppen ausbrechen, bis hin zu offen feindlichen Konflikten.

Die Anspielung auf Serien und Spiele der alten Erde zeigt wieder, wie sehr der Autor auch selbst Fan von Science Fiction ist. Ich fand das doch ziemlich lustig. Ob jeder jedoch mit den diversen Anspielungen etwas anfangen kann, sei dahingestellt.

Das Ende des Buches ist dann so gehalten, dass es neue Möglichkeiten einer Fortsetzung eröffnet. Ich hoffe zu mindestens sehr darauf noch mehr Geschichten aus dem Bobiversum lesen zu können.

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Veröffentlicht am 25.03.2022

toller Abschluss der Reihe

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein wilder Tanz
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Mit diesem Buch geht nun die Geschichte rund um Magda Mehring, Celia Fuchs und allen anderen bekannten Figuren aus der Vorbänden der Polizeiärztin zu Ende. Magdas Leben ist mittlerweile eingerichtet mit ...

Mit diesem Buch geht nun die Geschichte rund um Magda Mehring, Celia Fuchs und allen anderen bekannten Figuren aus der Vorbänden der Polizeiärztin zu Ende. Magdas Leben ist mittlerweile eingerichtet mit ihrer Praxis und ihren Aufgaben als Polizeiärztin. Sie und Kuno haben immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben Otto, dem kleinen Bruder von Elke, wiederzufinden. Die neue Methode Fingerabdrücke abzugleichen und eine Kartei mit gespeicherten Vergleichsmaterial aufzubauen, hilft ihnen dabei.

Celias Ehe mit Edgar wird immer schwieriger, der Tod seines Vaters macht ihn zum Konzernführer und drängt damit auch Celia in eine Rolle, die sie nicht einnehmen will. Doris Kaufmann hat es geschafft und macht Karriere beim Film.

Die Leser begleiten die Frauen abwechselnd durch ihr Leben im Berlin der Jahre 1924 bis 26. Wie schon in den Vorgängerbänden werden die gesellschaftlichen Verhältnisse und hier vor allem die Probleme der Frauen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Gleichzeitig begleiten wir die einzelnen Figuren in ihrer Entwicklung. Gerade Celia hat in den drei Bänden viel durchgemacht und muss nun ihr Leben selbst in die Hand nehmen und sich entscheiden, wie sie ihr Leben führen will. Und auch für Magda und Kuno stellt sich die Frage, wie sie ihr Leben weiterführen wollen.

Am Ende treffen wir auch auf Figuren, die Fans von Helene Sommerfeld bereits bekannt sind Riccarda Thomasius und ihre Töchter Henny und Antonie haben auch einen Auftritt in diesem Buch. Ich fand es auch geschickt gelöst, wie die Autorin die Familie Stinnes und den berühmten Ernst Gennat in ihrem Buch untergebracht hat. Einerseits so deutlich beschrieben, dass man die Personen erkennen kann und doch so verändert, dass man sich an Abweichungen von den Vorbildern nicht stören kann.

Ich habe das Buch wieder gerne gelesen. Durch die Wechsel der Protagonisten stellt sich ein guter Lesefluss ein, man will immer wissen wie es weitergeht. Sicher hätte man manches vielleicht straffen können, trotzdem habe ich mich nicht eine Sekunde beim Lesen gelangweilt. Schön fand ich, dass in diesem Buch auch wieder Nebenfiguren aus den anderen Bänden ein wenig mehr Aufmerksamkeit bekommen haben. So darf man hier Bergmann und Lise besser kennenlernen, die in den Vorgängerbänden eher nur Staffage waren.

Ich kann diese Reihe nur empfehlen, ich fand sie durchgehend spannend und gut zu lesen. Gut, dass ich noch die Reihe der Ärztin hier liegen kann, die werde ich wohl auch bald lesen.

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Veröffentlicht am 12.03.2022

schöne Lektüre

Ashington – Verliebt in einen Earl
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Miriam braucht eigentlich keinen Mann, aber sie weiss, dass ihre Schwester nur so die Chance auf ein besseres Leben hat. So verbringt sie die Saison bei ihrem Onkel und ihrer Tante und lässt sich in die ...

Miriam braucht eigentlich keinen Mann, aber sie weiss, dass ihre Schwester nur so die Chance auf ein besseres Leben hat. So verbringt sie die Saison bei ihrem Onkel und ihrer Tante und lässt sich in die Gesellschaft einführen. Und schon bald reißen sich die Verehrer um sie, nur dass die beiden Brüder Ashington und Compton vorerst andere Gründe haben, um ihre Gunst zu buhlen. Und bald muss sie entscheiden, wem ihr Herz gehört.

Abbi Glines liefert einen gelungenen Regency Roman, der alles bietet, was man als Leser erwartet. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht Miriams, Ashingtons und Comptons erzählt und so bekommt man einen guten Einblick in das jeweilige Gefühlsleben. Es gibt immer wieder witzige Situationen, besonders Miriams Onkel und Tante sind beide für sich schon liebenswert und zusammen wirklich absolut ein grandioses Paar.

Mir hat das Buch großen Spaß gemacht, es war flüssig und angenehm zu lesen und auch wenn manches vorhersehbar war, eine gute Geschichte. Ich würde mich sehr freuen, wenn es noch weitere Bücher aus der Feder der Autorin geben würde, der Epilog lässt auf jeden Fall darauf hoffen.

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Veröffentlicht am 09.03.2022

furioses Ende

Cassardim 3: Jenseits der Tanzenden Nebel
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Der Kaiser ist tot und doch ist noch nicht alles gut. Amaias Status als neue Kaiserin ist umstritten und sie wird nicht anerkannt von den Fürsten. Noar versucht sie aus der Schusslinie zu bringen, allerdings ...

Der Kaiser ist tot und doch ist noch nicht alles gut. Amaias Status als neue Kaiserin ist umstritten und sie wird nicht anerkannt von den Fürsten. Noar versucht sie aus der Schusslinie zu bringen, allerdings ist beiden klar, dass sie handeln müssen, um Cassardim zu retten. Notfalls auch mit ungewöhnlichen Verbündeten.

Nun liegt also der letzte Band der Reihe um Amaia und Noar vor. Nachdem im letzten Band klar wurde, dass Noar das Chaos in sich trägt, stellte sich von Anfang an die Frage, wie es zu einem guten Ende kommen soll. Der Autorin ist das gut gelungen, das Ende ist wirklich furios, überraschend und auch versöhnlich. Bis dahin ist die Geschichte durchgehend spannend geschrieben und man vergisst durchgehend, dass die Protagonisten ja alle schon eine Menge Jahre auf dem Buckel haben. Gefühlt verhalten sie sich eher wie junge Erwachsene. Was der Geschichte auch gut tut, so ist nicht immer alles bitterernst und es ist auch einmal Zeit für Leichtigkeit und Spaß.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, es nimmt den Leser mit in eine andere Welt, die mit interessanten Gestalten und Wesen nur so gespickt ist. Mein absoluter Favorit ist Flummel, der wirklich zu süß beschrieben ist. Das Ende war für mich perfekt und dank eines Epilogs konnte ich zufrieden Abschied von Cassardim nehmen.

Ich kann die Reihe auf jeden Fall empfehlen, ich hatte sehr viel Lesevergnügen damit.

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Veröffentlicht am 06.03.2022

schöner Abschluss

Die Frauen vom Jungfernstieg. Irmas Geheimnis
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Hamburg 1907: Oscar Troplowitz ist immer noch auf der Suche nach der Möglichkeit eine haltbare Creme herzustellen. Dem Unternehmen Beiersdorf geht es gut und Oscar kann viele Dinge umsetzen, die er sich ...

Hamburg 1907: Oscar Troplowitz ist immer noch auf der Suche nach der Möglichkeit eine haltbare Creme herzustellen. Dem Unternehmen Beiersdorf geht es gut und Oscar kann viele Dinge umsetzen, die er sich auch für die Belegschaft überlegt hat. Gerda, Irma und Toni unterstützen ihn dabei. Irma ist mittlerweile Mutter eines Sohnes und in ihrer Ehe angekommen. Und Toni Kümmert sich mit Herrmann um Ellma und Elfi, Herrmanns Schwester.

Dies ist nun also das letzte Buch rund um die drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Toni engagiert sich sehr in der Arbeiterbewegung und im Fahrradverein, Irma geht durchaus in ihrer Mutterrolle auf und Gerda ist dabei das neue Heim mit Kunst zu schmücken.

Mir hat das Buch wieder ausgesprochen gut gefallen. Die drei Freundinnen sind mir mit den Büchern ans Herz gewachsen und selbst wenn sie sich albern benehmen, sind sie immer noch sympathisch. Es werden auch wieder Intrigen im Hintergrund gesponnen, allerdings in einem Maße, in dem es noch passend ist.

Alles in allem ist das eine schöne Reihe. Mir hat es Spaß gemacht das Ehepaar Troplowitz und ihre Firma zu begleiten und zu erfahren, wie viele Dinge, die heute noch ein Begriff sind, entstanden sind. Und ich fand es toll, dass es auch damals schon Unternehmer gab, denen das Wohl der Mitarbeiter auch am Herzen lag.

Von mir also wieder eine Leseempfehlung für dieses Buch, es war ein gelungener Abschluss der Reihe.

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