Spannend bis zum Schluss
Das HexenmädchenDrei Menschen werden innerhalb kurzer Zeit tot in ihren Wohnungen aufgefunden, bald darauf verschwinden zwei kleine Mädchen. Nils Trojan überkommt das Gefühl, dass die Taten miteinander zusammenhängen ...
Drei Menschen werden innerhalb kurzer Zeit tot in ihren Wohnungen aufgefunden, bald darauf verschwinden zwei kleine Mädchen. Nils Trojan überkommt das Gefühl, dass die Taten miteinander zusammenhängen und begibt sich auf die Suche nach der „Hexe“, von der die Mädchen zuvor öfter sprachen.
Das Hexenmädchen ist der vierte Teil der Reihe um den Berliner Kommissar Nils Trojan. Ich würde jedem empfehlen, die Reihe chronologisch zu lesen, da die Beziehungen der Charaktere eine besondere Rolle in den einzelnen Büchern einnehmen und aufeinander aufbauen.
Max Bentow wirft einen wie immer mit der ersten Seite direkt ins Geschehen. Sein Schreibstil ist einfach, weist jedoch ein enormes Tempo auf und wird durch die kurzen Kapitel, sowie den ständigen Perspektivwechsel darin unterstützt.
Nils Trojan ist ein Kommissar, der vollkommen nahbar wirkt. Sein Erscheinungsbild, seine Probleme, seine Wünsche – all das könnte auch auf den Mann von nebenan zutreffen. Nils Trojan würde nicht – wie viele andere Kommissare aus Büchern – aus der Masse herausstechen, sondern in und mir ihr untergehen. Dieser Aspekt macht Trojan auf seine Weise zu einem Charakter mit dem man mitleiden kann. Ein wenig stört mich jedoch, dass Nils Trojan bisher kaum eine Entwicklung durchmacht und seine Probleme immer noch die gleichen (auch im Ausmaß) sind.
Das Hexenmädchen konnte wieder mit einer spannenden Storyline überzeugen, der Täter konnte mich am Ende nicht überraschen, jedoch habe ich dennoch bis zur letzten Sekunde mitgefiebert und gespannt die Seiten durchgeblättert.