Eine sehr ruhige, atmosphärische Geschichte, die erst zum Ende hin Fahrt aufnimmt.
Die Liebe tanzt barfuß am StrandLütteby ist ein wahrer Wohlfühlort im Norden Deutschlands, der durch Kleinstadtcharme und viel zu neugierige Mitmenschen auch perfekt in die Serie "Gilmore Girls" passen würde. Durch eine Verfeindung mit ...
Lütteby ist ein wahrer Wohlfühlort im Norden Deutschlands, der durch Kleinstadtcharme und viel zu neugierige Mitmenschen auch perfekt in die Serie "Gilmore Girls" passen würde. Durch eine Verfeindung mit dem Nachbarort Grotersum und dessen Bürgermeister kämpft Lütteby um den Erhalt der Werte der Stadt. Die Fehde der beiden Orte reicht aufgrund einer alten Geschichte bis weit zurück in die Vergangenheit...
Mittendrin im Spektakel ist Hautprotagonistin Lina, die sehr bodenständig, ruhig und auch ein wenig gefangen im Alltagstrott ist, das sie eigentlich andere Pläne für ihr Leben hatte und nun vor sich her lebt. Neben Lina gibt es noch deren äußerst sympathische (und weise) Großmutter Henrikje, ihre beste Freundin Sinje, den neuen Chef Jonas und die zahlreichen Mitbewohner Lüttebys, die selbst meine Nerven das ein oder andere Mal strapaziert haben. All das könnte eine super Mischung für einen Wohlfühlroman sein und für den ein oder anderen wird es das auch. Mich konnte die Geschichte leider gleich zu Beginn nicht abholen und dadurch auch im Verlauf nicht mehr fesseln.
Das liegt vor allem an der ruhigen Handlung, die überwiegend aus Ortsbeschreibungen besteht und innerhalb derer man zunächst in Ruhe die Bewohner und Lütteby selbst kennenlernt. Aber nebenher passiert doch recht wenig, was für mich darin resultierte, dass mir der rote Faden fehlte. Alles plätschert vor sich her, ohne einen wirklichen Spannungshöhepunkt. Erst ganz zum Schluss kommen viele Probleme zusammen, deren Ausgang aber auch nicht mehr aufgeklärt wird, sondern deren Lösung wohl auf den Folgeroman verschoben wurde.
Die Liebesgeschichte rundum Jonas und Lina war schön zu lesen und kommt ohne große Dramatik aus. Nur Linas Handlungen habe ich nicht wirklich verstanden, denn sie schafft Probleme, die recht leicht aus der Welt zu schaffen wären, insbesondere, weil der Verursacher absolut unsympathisch ist.
Fazit: Der Fokus des ersten Bandes liegt auf der Einführung des Ortes und der Menschen und weniger auf der Geschichte selbst.