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Veröffentlicht am 16.07.2020

Interessante Prämisse, leider absolut langweilig!

DUNKEL
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~ Abgebrochen auf S. 137 ~

Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich das Buch abbrechen möchte oder nicht. Ich habe es immer wieder zur Hand genommen, wieder ein paar Seiten gelesen, aber leider komme ...

~ Abgebrochen auf S. 137 ~

Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich das Buch abbrechen möchte oder nicht. Ich habe es immer wieder zur Hand genommen, wieder ein paar Seiten gelesen, aber leider komme ich einfach nicht voran, kann mich einfach nicht zum Lesen motivieren.
Die Prämisse klingt auf den ersten Blick total interessant: eine ältere erfahrene Ermittlerin, die einen letzten Fall übernehmen darf, bevor sie pensioniert wird, eine russische junge Frau, die statt ein neues Leben den Tod findet und am spannendsten von allem, Huldas Geschichte wird quasi von hinten nach vorne erzählt. Der 1. Band ist quasi ihr letzter Fall und Band 2 spielt 15 Jahre vor.
Trotzdem konnte mich die Geschichte leider nicht catchen. Positiv fällt auf jeden Fall Ragnar Jonasons Schreibstil auf. Er schreibt analytisch, akkurat und ohne viel Schnickschnack. Ebenso die Atmosphäre kann er mit Bravour erschaffen. Es ist düster, kalt, trostlos, Island als unwirtschaftliche Gegend, in der Hulda mit Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Mobbing zu kämpfen hat.
Hulda ist eine sehr karge, einsame, kauzige Persönlichkeit, die es sich sehr schwer tut Nähe und Freundschaften aufzubauen. Was ihr und der Geschichte fehlt ist ein(e) Partner*in. Sie ist sehr viel alleine unterwegs, nur mit ihren Gedanken umgeben. Um es gerade heraus zu sagen, es war einfach nur langweilig! Sie fährt eigentlich nur die ganze Zeit herum, quatscht mit den Leuten, die nichts zu sagen haben und folgt einem Wagen Bauchgefühl . Ich kann natürlich nicht sagen, was noch in den nächsten 200 Seiten passieren wird, aber mich zieht die Geschichte mit ihrer depressiven Trostlosigkeit herunter.
Ich habe einfach etwas Anderes erwartet. Ein Fall der dem Leser die Schuhe auszieht, flott und ereignisreich geschrieben ist und mit Hulda als kauzige Protagonistin, die vllt. doch den ein oder anderen Rückhalt in ihrem Kollegium aufweisen kann.
Ich bin leider ziemlich enttäuscht und werde die weiteren Bände nicht lesen. Ich vergebe 2/5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2019

In der Dunkelheit verbirgt sich mehr als wir ahnen...

Sieben Arten Dunkelheit
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Meine Bewertung fällt mir ein wenig schwer, weil alle Anderen den Bewertungen zufolge sehr angetan von der Geschichte sind. Trotzdem werde ich frei meine persönliche Meinung äußern, dafür habe ich schließlich ...

Meine Bewertung fällt mir ein wenig schwer, weil alle Anderen den Bewertungen zufolge sehr angetan von der Geschichte sind. Trotzdem werde ich frei meine persönliche Meinung äußern, dafür habe ich schließlich das Exemplar bekommen.
Ich bin leider nicht unbedingt begeistert von der Geschichte, angesehen von der Grundidee, die ich wirklich toll und innovativ finde.
R'hee, Krigk, Ayumi, David und Co. blieben für mich die ganze Geschichte über leider sehr blass. Sie scheinen interessant zu sein, aber wirklich viel erfährt der Leser nicht über ihre Hintergründe, Vergangenheit und Träume/Wünsche. Ich hätte mir noch mehr Tiefe gewünscht.
Der Schreibstil hat mir durchaus gefallen, schön locker und angenehm, leider fand ich den Erzählstil manchmal ein wenig komisch. Der wechselnde Ich Erzähler wurde durch kleine Passagen des allwissenden Erzählers durchbrochen, der nicht nur unnötig kleine Teile spoilerte, sondern auch irgendwie störend wirkte. Ebenfalls die kleinen Texte am Anfang jeden Kapitels spoilerten den jeweiligen Inhalt!
Leider gab es auch nur wenige Beschreibungen, die die Stadt und auch die Insel noch plastischer hätten darlegen können. So hätte es überall spielen können.
Manche Szenen werden viel zu schnell abgehandelt, sodass sich auch dir Intrigen teils unlogisch und undifferenziert darstellen und Erklärungen zunächst fehlen, die nur in Teilen am Ende geklärt werden. Besonders stören mich die Übergänge, die sehr steif und undynamisch wirken!
Insgesamt hat mir die Geschichte nicht besonders gut gefallen, obwohl die Grundthematik und der Schreibstil zunächst vielversprechend geklungen haben. Ich kann leider keine Empfehlung aussprechen.

Veröffentlicht am 11.01.2019

Über das Scheitern einer kompletten Familie...

Der Vogelgott
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Ich weiß immer noch nicht wirklich wie ich anfangen soll. Meine Gedanken sind noch ziemlich ungeordnet, weil ich eherlicherweise ein wenig verwirrt und enttäuscht bin. Der Klappentext verspricht Großes ...

Ich weiß immer noch nicht wirklich wie ich anfangen soll. Meine Gedanken sind noch ziemlich ungeordnet, weil ich eherlicherweise ein wenig verwirrt und enttäuscht bin. Der Klappentext verspricht Großes und etwas Außergewöhnliches, aber das habe ich nicht wirklich bekommen.
Zunächst positiv möchte ich hier den Schreibstil nennen. Dieser lässt sich wirklich lockerleicht lesen und es gibt keine schwierigen Thermini, die stören. Die Autorin hat auf jeden Fall Talent. Auch die metaphysische Ebene, die zwischen den Zeilen schimmert, finde ich sehr interessant und faszinierend. Der Mythos ist wirklich ein wenig unangenehm und widernatürlich, aber trotzdem sehr faszinierend wie weit sein Arm greift und auf wie viele Ebenen es Einfluss hat.
Die Handlung hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Sie war sehr langatmig, langweilig und es hat sich leider gezogen wie Kaugummi. Es gibt sehr viele Wiederholungen, die einfach unnötig sind und das Lesen eher erschweren. Des Weiteren muss ich anfügen, dass ich nach ca. 100 Seiten immer noch nicht wirklich wusste, um was es geht und in welche Richtung die Geschichte gehen würde. Der Mythos und somit die Grundidee sind sehr spannend, aber die Einflechtung in die Geschichte war sehr monoton und verlief in allen vier "Geschichten" fast identisch. Genauso wie es noch andere Elemente gab, die immer wiederholt wurden mit den identischen Gefühlen der jeweiligen Protagonisten.
Mit den Protagonisten konnte ich mich so gar nicht identifizieren. Ich habe gemerkt, dass die Vier und ich Extreme sind. Sie stellen Werte bzw. Handlungen dar, die ich nicht nachvollziehen und auch nicht ausstehen kann. Ich hätte sie gerne an der ein oder anderen Stelle geschüttelt oder das Buch an die Wand geworfen, wenn es mein Eigenes gewesen wäre.
Das Ende ist zwar offen, aber trotzdem passt es zur Geschichte. Ein wenig traurig, unheimlich und seltsam.
Insgesamt hat mir das Buch hinsichtlich der Ausarbeitung, der Charaktere und der Handlung nicht gefallen, obwohl der Schreibstil, die Grundidee und das Ende durchaus akzeptabel sind. Die letzten 50 Seiten habe ich nur noch quergelesen, weil ich das Buch nicht abbrechen wollte...

Veröffentlicht am 24.06.2018

Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte...Eine sprachliche Naturgewalt?

Die Farbe von Milch
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ch habe zuvor nicht viel von dem Buch gehört und der Klappentext hat mich sehr angesprochen, doch leider muss ich sagen, dass mir der Roman nicht besonders gut gefallen hat und ich auch den positiven Stimmen ...

ch habe zuvor nicht viel von dem Buch gehört und der Klappentext hat mich sehr angesprochen, doch leider muss ich sagen, dass mir der Roman nicht besonders gut gefallen hat und ich auch den positiven Stimmen nicht ganz zustimmen kann.

Mary und die anderen Charaktere blieben die ganze Zeit ein wenig blass in der Geschichte und bestanden größtenteils nur aus ihren Aufgaben. Man erfuhr nicht wirklich, woher sie kommen, was sie antreibt oder was sie erlebt haben, bevor das Buch an einer bestimmten Stelle einsetzt. Auch war mir Mary teils ein wenig aufdringlich und zu frech, obwohl ich ihre Direktheit teils unterhaltsam fand. Ihr Großvater war mir noch am sympathischsten, weil er einfach da war und eine Abwechslungs neben der Langatmigkeit der täglichen Aufgaben bot.

Die Handlung war nicht wirklich facettenreich und bestand ausschließlich aus der Monotonie der täglichen Aufgaben. Ich kann bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, dass die Autorin damit die Situation von Früher darstellen wollte und auch die Ungebildheit der Protagonistin, aber zusammen mit dem Schreibstil, der nur aus einem parataktischen Satzbau, vielen Wortwiederholungen und Aneinanderreihungen bestand, bin ich fast vor Langeweile eingeschlafen.

Das Buch war langweilig, vorhersehbar und kalt ohne Details, aber dennoch hat es für mich sehr überzeugend die Mentalität der vergangenen Zeit dargestellt. Es stand die Arbeit im Mittelpunkt und die Tüchtigkeit, wenn man nicht spurte wurde man geschlagen oder misshandelt. Auch die Situation mit unehelichen Kindern wurde am Rande thematisiert.

Mary war eine innovative Protagonistin, die teils ziemliche peinliche und unangemessene Sachen gesagt hat, aber das fand ich erfrischend. Ihre Situation war gut dargestellt, aber mir fehlen die Details und die Tiefe, die auch nicht wegen dem Satzbau aufgebaut werden konnte, doch dadurch wurde Marys Ungebildheit sichtbar und unterstrichen.

Insgesamt muss ich leider zugeben, dass mich das Buch nicht wirklich überzeugen konnte, aber es gibt sicher andere Leser, die das Buch durchaus für literarisch wertvoll halten. Jedoch sollte man nicht die Spannung, Abwechslung und Sprachgewalt schlecht hin erwarten. Es war nicht schlecht für ein einmaliges "zwischendurch" Lesen.

Veröffentlicht am 01.06.2017

Sommer, Sonne und der Glamour von L.A., leider nicht meins...

DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben
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Ich bewundere die Arbeit, die in das Buch hineingesteckt wurde, doch ich muss ehrlich sagen, dass ich mich total auf dieses Buch gefreut habe. Das Cover ist ein total Blickfang und der Klappentext hat ...

Ich bewundere die Arbeit, die in das Buch hineingesteckt wurde, doch ich muss ehrlich sagen, dass ich mich total auf dieses Buch gefreut habe. Das Cover ist ein total Blickfang und der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht.

Eden war anfangs sehr sympathisch, doch dann wurde sie immer unauthentischer. Ich hatte das Gefühl, dass sie etwas anderes ausstrahlt und denkt, als das was sie sagt. Es kann daran liegen, dass sie noch so jung ist, aber ich finde sie ziemlich oberflächlich.

Man erfährt am Rande etwas über den Konflikt mit ihrem Vater, aber er wird nicht gelöst, nicht mal Ansatzweise.

Tyler ist natürlich ein heißer Blickfang, das kann ich nicht bestreiten. Ein Badboy trifft Goodgirl, eine typische 0815 Geschichte mit ein paar speziellen Extras.

Zum Einen verstehe ich nicht, was an ihrer Liebe verboten sein soll. Sie sind nicht miteinander verwandt, nur ihre Elternteile sind zusammen und mehr nicht. Sie sind Halbgeschwister, doch das hat nichts mit ihren Eltern zu tun. Es ist nicht abstoßend und ich dachte mir die ganze Zeit nur, na dann, schnapp ihn dir und seid zusammen! Das ist nicht moralisch verwerflich.

Das Setting hat mich andererseits sehr beeindruckt und ich fand auch toll wie die Umgebung in die Geschichte integriert wurde und die Recherche war auch toll, aber das ist leider auch der einzige Pluspunkt, neben dem heißen Badboy Tyler.

Eden ging mir nach kurzer Zeit tierisch auf die Nerven und ich weiß noch nicht, ob ich weiterlesen werde und bin selber überrascht, wie wenig mir das Buch gefallen hat, weil ich sonst immer total auf dieses Genre stehe.