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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2021

Wunderbares Buch über die Macht der Neuanfänge

Die Mitternachtsbibliothek
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Eins meiner neuen Lieblingsbücher. Es ist einfach zu lesen, unkompliziert geschrieben - aber dennoch in keinem Fall oberflächliche und seichte Unterhaltung. Ein Genremix aus Fantasy und Belletristik, wird ...

Eins meiner neuen Lieblingsbücher. Es ist einfach zu lesen, unkompliziert geschrieben - aber dennoch in keinem Fall oberflächliche und seichte Unterhaltung. Ein Genremix aus Fantasy und Belletristik, wird dies jeden ansprechen der an die Macht der Neuanfänge glaubt oder glauben will. Besonders aber, würde ich dieses Buch der Millenial-Generation empfehlen, da es viele Themen gekonnt aufgreift die uns beschäftigt. Depressionen, Überarbeitung, Perspektivlosigkeit und Zukunftsangst werden hier thematisiert. Und auch wenn sich das jetzt hoffnunglos liest, würde ich argumentieren, dass es genau das Gegenteil ist. Dieses Buch macht Hoffnung dass man auch im trivialen Alltag Schönes finden kann, dass man einen größeren und positiveren Einfluss auf seine Umwelt und Mitmenschen hat als man vielleicht selber sehen kann. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.04.2022

Inspirierend und auch zum Blättern geeignet

Stell dir vor ...
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Dieses Buch kann als Inspiration dienen für eine Zukunft die wir uns aktuell gar nicht wagen können vorzustellen. Viele von uns existieren nur im spätkapitalistischen, umweltzerstörerischen Gedankengut ...

Dieses Buch kann als Inspiration dienen für eine Zukunft die wir uns aktuell gar nicht wagen können vorzustellen. Viele von uns existieren nur im spätkapitalistischen, umweltzerstörerischen Gedankengut - es ist eine Abwärtsspirale. Wie aber der aktuelle IPCC Bericht zeigt, müssen wir wagen weiterzudenken. Stell dir vor…nimmt sich Inspiration aus bereits existierenden Projekten und erlaubt sich diese im Kleinen existierenden Ideen weiterzuspinnen. Das Buch ist in einzelne Kapitel strukturiert und muss daher nicht unbedingt konsekutiv gelesen werden, sondern eignet sich auch zum Reinblättern. Was ich mir noch etwas mehr gewünscht hätte, wäre den Fokus auch noch etwas stärker auf Ideen zu lenken die umgesetzt werden könnten, bei denen es noch gar kein Beispiel aus der realen Welt gibt, sondern vielleicht Ideen aus der Wissenschaft - so kann am Ende das Gefühl aufkommen, dass alles zusammengenommen doch nicht reichen wird um den Klimawandel zu unterbrechen. Aber, insgesamt ist es sehr inspirierend und schafft es auch meinen „climate doom“ zu unterbrechen und daher gibt es von mir 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.04.2022

Philosophische Annäherung ans Reisen

Lovely Planet
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Lovely Planet ist eine philosophische Annäherung an das Thema Reisen - warum reisen wir, was erhoffen wir uns davon, wie gestaltet sich die Reiserealität, und wie können wir das Reisen für alle Beteiligten ...

Lovely Planet ist eine philosophische Annäherung an das Thema Reisen - warum reisen wir, was erhoffen wir uns davon, wie gestaltet sich die Reiserealität, und wie können wir das Reisen für alle Beteiligten positiver gestalten.

Das Buch ist dabei in 7 Unterkapitel aufgeteilt, die verschiedene Bereiche des Reisens beleuchten, die Auswirkung von Reisenden auf die Einheimischen, die Auswirkungen von Reisen (insbesondere Flugreisen) auf das Klima und die Umwelt, die Gestaltungsmöglichkeiten für nachhaltigeres Reisen. Dabei sind die Überlegungen der Autorin oftmals eher philosophischer Natur und dienen so als Denkanstoß um sein eigenes Verhalten zu hinterfragen. Dadurch bietet es einen guten Einstieg in die ethischen und umwelttechnischen Fragen des Reisens.

Ich habe mich bereits aus eigenem Interesse mit vielen der Themen die beleuchtet werden beschäftigt und viele der Denkanstöße umgesetzt, da es das Reisen für mich und meine Mitmenschen angenehmer macht. Aus diesem Grund hätte das Buch für mich gerne an einigen Stellen etwas konkreter, datenbasierter und fokussierter insbesondere auf den Umweltaspekt sein dürfen. Das ist jedoch eine persönliche Geschmacksfrage - wer einen breitgefächerten Einstieg ins Thema sucht wird hier auf jeden Fall fündig werden!

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Veröffentlicht am 21.05.2021

Spannender historischer Politthriller

Die Akte Adenauer
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Ralf Langroth ist mit „Die Akte Adenauer“ ein durchweg spannender Politthriller gelungen, der gut recherchiert zu sein scheint. Dies macht die Leseerfahrung glaubhaft, man fühlt sich wirklich in das Deutschland ...

Ralf Langroth ist mit „Die Akte Adenauer“ ein durchweg spannender Politthriller gelungen, der gut recherchiert zu sein scheint. Dies macht die Leseerfahrung glaubhaft, man fühlt sich wirklich in das Deutschland der 50er Jahre zurückversetzt.

Der Protagonist der Geschichte ist ein Deutsch-Amerikanischer Soldat, der auch nach dem zweiten Weltkrieg noch für die USA arbeitet. In dieser Funktion wird er zum BKA abgestellt um den Mord an einem hochrangigen Polizisten aufzudecken. Dabei gerät er in die Fugen der Deutsch-Amerikanischen Spannungen und entdeckt zunehmend, dass die Nazi-Vergangenheit des Landes nicht so sehr abgeschlossen ist wie es scheint.

Ich hatte wirklich große Freude diesen Thriller zu lesen, da ich ein historisches Interesse an Deutschland im 20. Jahrhundert mitbringe und es deshalb spannend fand dieses Thema prosaisch aufgearbeitet zu lesen. Dem Autor gelingt es gut einen Spannungsbogen aufzubauen, welcher sich durch das Buch hindurchzieht. Es ist eindeutig nicht der zähneknirschendste Thriller den ich jemals gelesen habe, es passiert nicht auf jeder Seite etwas, man sitzt nicht die ganze Zeit beim Lesen am Rande des Sofas. Aus diesem Grund würde ich es fast eher dem Krimi-Genre zuordnen. Meines Erachtens nach macht es das Buch aber nicht weniger lesenswert.

Der einzige Kritikpunkt den ich habe, ist dass es dem Autor nicht gut gelingt, glaubhafte zwischenmenschliche Beziehungen zu schreiben - weder bei den Protagonisten, noch bei den Antagonisten. Diese hätten auch einfach herausgelassen werden können, was der Qualität der Geschichte auf keinen Fall geschadet hätte.

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Veröffentlicht am 27.04.2021

Feministische internationale Lektüre

Kim Jiyoung, geboren 1982
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Kim Jiyoung, geboren 1982 erzählt vom Leben einer koreanischen Frau im Millenial Zeitalter. Gefangen zwischen den traditionellen Forderungen an Frauen, sich um Kinder, Haushalt, Mann, Eltern und Schwiegereltern ...

Kim Jiyoung, geboren 1982 erzählt vom Leben einer koreanischen Frau im Millenial Zeitalter. Gefangen zwischen den traditionellen Forderungen an Frauen, sich um Kinder, Haushalt, Mann, Eltern und Schwiegereltern zu kümmern und ihren eigenen Wünschen für ihr Leben, droht sie zu zerbrechen. Kim Jiyoung steht sinnbildlich für viele koreanische Frauen, aber auch Frauen aus anderen Kulturkreisen werden sich mit ihr identifizieren können. Ist doch die Mysoginie in allen Teilen der Welt ein prävalentes Phänomen. Das Buch ist in einem recht nüchternen Tonfall geschrieben, und auch kurz gehalten - dies mag einigen Lesern vielleicht weniger gefallen. Ich fand es aber für diese Erzählung besonders gut, dass ein beschreibender Tonfall verwendet wurde - so lassen sich Kim Jiyoungs Erfahrungen auf die Allgemeinheit projezieren.

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