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Veröffentlicht am 31.10.2022

Einmal Hölle und zurück

Fate of Storms
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„Fate of Storms“ ist das Finale der dämonisch göttlichen Trilogie vom Autorinnenduo Meredith Wild und Angel Payne.
Halbdämonin Kara und Halbgott Maximus wurden im letzten Band brutal auseinandergerissen. ...

„Fate of Storms“ ist das Finale der dämonisch göttlichen Trilogie vom Autorinnenduo Meredith Wild und Angel Payne.
Halbdämonin Kara und Halbgott Maximus wurden im letzten Band brutal auseinandergerissen. Ihre unmögliche Verbindung hat neue und alte Feinde auf den Plan gerufen, die ihrer Liebe ein Ende setzen wollen. Kara hat ihrem vorbestimmten Schicksal an der Seite eines mächtigen Dämons den Kampf angesagt, obwohl ihre Familie an diesen Deal gebunden ist. Durch ihren Widerstand wird der Herrscher der Hölle höchstpersönlich auf Kara aufmerksam und entführt sie in sein Reich. Er hat jedoch nicht damit gerechnet, dass der Halbgott Maximus wortwörtlich Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um seine große Liebe zurückzuholen.

Der Vorgängerband endete mit einem bösen Cliffhanger, an den das Finale nahtlos ansetzt. Meredith Wild und Angel Payne hatten ihren beiden Helden nur ein kurzes Glück gegönnt, bevor alles höllisch den Bach runter geht. Literally. Der Schreibstil liest sich wie gewohnt leicht und flüssig und die Perspektiven wechseln kapitelweise zwischen Kara und Maximus.
Kara wirkt manchmal wie eine starke Kämpferin, aber dann lässt sie vieles auch einfach nur geschehen oder trifft widersprüchliche Entscheidungen. So richtig tief hat sie mein Herz nicht berührt, denn vieles bleibt leider oberflächlich.
Bei Maximus geht es mir ähnlich und würde fast behaupten, dass Karas Grandpa Gio für mich die interessantere und facettenreichere männliche Hauptfigur war. Man kann Kara und Maximus ihre knisternde Chemie auf keinen Fall absprechen, aber stellenweise wirkt es so, als wäre dies das einzige, was sie haben.
Im Hinterkopf vergleiche ich diese Trilogie mit einigen thematisch ähnlichen Büchern und ich muss leider sagen, dass diese an Tiefe, Logik oder Emotionen besser abschneiden. Positiv ist, dass die Spannung durchgängig gehalten wird und es nicht langweilig wird. Der Unterhaltungsfaktor ist gut und reicht absolut für amüsante Lesestunden.

Mein Fazit:
Die Reihe wird mit diesem Finale durchaus gelungen abgeschlossen und ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.07.2022

Friends with benefits

Dubious Decision (Miami High Flyers Teil 2)
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„Dubious Decision“ ist der zweite Band der Miami High Flyers Reihe von Arizona Moore.
Chelsey Harper steckt mitten in ihrer Facharztausbildung und hat keinen Nerv für Beziehungsgeschichten. Selbst unverbindlichen ...

„Dubious Decision“ ist der zweite Band der Miami High Flyers Reihe von Arizona Moore.
Chelsey Harper steckt mitten in ihrer Facharztausbildung und hat keinen Nerv für Beziehungsgeschichten. Selbst unverbindlichen Affären hat sie abgeschworen, seitdem sie schlechte Erfahrungen machen musste. Der Basketballstar Jordan Lewis gehört zu ihrem engeren Freundeskreis und flirtet mit jeder Frau, die nicht schnell genug fliehen kann. Doch der attraktive Player muss sich über mangelndes Interesse keine Sorge machen. Als Chelsey nach einem Autounfall Jordans Reha übernehmen muss, kommen sich beide trotz aller Vorsätze immer näher und geben dem Knistern nach. Doch die heiße Affäre verursacht bei Chelsey und Jordan nicht nur emotionale Schwierigkeiten.

Man kann die Teile der Reihe problemlos unabhängig voneinander lesen, auch wenn die Figuren des ersten Bandes wieder eine Rolle spielen. Das Hauptmotiv From-Friends-to-Lovers stürzt die beiden Hauptcharaktere ins Gefühlschaos und bringt ihre sämtlichen Prinzipien ins Wanken.
Die ehrgeizige und zielstrebige Chelsey fühlt sich zwar zu Jordan hingezogen, aber sie ahnt auch, dass jegliche Annäherung ein Spiel mit dem Feuer ist. Und wie es aussieht, scheinen sich ihre schlimmsten Befürchtungen auch tatsächlich zu bewahrheiten. Chelsey tat mir mit ihren naiven Hoffnungen oft leid und ich konnte nicht jede ihrer Entscheidungen nachvollziehen. Manchmal hätte ich ihr mehr Rückgrat und Selbstbewusstsein gewünscht.
Ich muss zugeben, dass ich Jordan ehrlicherweise über einen Großteil der Handlung hinweg nicht besonders sympathisch fand. Ich habe kein Problem mit seiner Player-Attitude, aber sein Verhalten gegenüber Chelsey ist größtenteils selbstsüchtig und unfair. Er nutzt ihre Schwächen gnadenlos aus und gibt ihr am Ende die Schuld dafür. Im zweiten Teil des Buches kann er wenigstens ein paar Punkte gutmachen, obwohl er dort einen der fiesesten Moves vom Stapel lässt.
Die Entwicklung der Charaktere konnte mich nicht in allen Belangen überzeugen. Die eigentlich intelligente Chelsey lächelte viele Tiefschläge einfach weg und der rücksichtslose und oberflächliche Jordan mutiert zum Vorzeige-Partner. Das Ende ist trotzdem schön und ein gelungener Abschluss für die Geschichte.

Mein Fazit:
Die Sports Romance setzt die Reihe passend fort und bekommt von mir trotz kleiner Abstriche gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.05.2022

Für Zwischendurch

Love not Lost - Atemlos
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„Love not Lost - Atemlos“ von Carly Phillips ist der Auftakt zur neuen Serie der Autorin, die im sonnigen Rosewod Bay spielt.
Kane Harmons führt seine eigene kleine Autowerkstatt in Rosewood Bay und hat ...

„Love not Lost - Atemlos“ von Carly Phillips ist der Auftakt zur neuen Serie der Autorin, die im sonnigen Rosewod Bay spielt.
Kane Harmons führt seine eigene kleine Autowerkstatt in Rosewood Bay und hat mit seinen familieneigenen Problemen eigentlich genug zu tun. Bei einem Abschleppauftrag trifft er auf Halley Ward, mit der er damals zur Schule ging. Aus dem introvertierten Mädchen, welches Kane früher immer beschützt hat, ist eine attraktive Frau geworden, die er unbedingt näher kennenlernen will. Halley ist Malerin und lebt äußerst zurückgezogen. Ihre Vergangenheit hat Narben hinterlassen, die es ihr schwer machen, sich auf andere Menschen einzulassen. Aber Kane bleibt verdammt hartnäckig und kratzt an ihrem Schutzwall.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und so bin ich völlig neutral an die Geschichte herangegangen. Carly Phillips hat einen leichten und flüssigen Schreibstil und man ist relativ schnell am Ende der ziemlich vorhersehbaren Lovestory angekommen. Die Autorin greift in ihrem Buch zwar einige gewichtige und interessante Themen auf, aber diese werden nur flüchtig und keinesfalls ausreichend abgehandelt.
Halley ist eine leidenschaftliche Künstlerin, deren Sozialkontakte sich auf ihre Schwester und ihre Tante beschränken. Ihre traumatische Vergangenheit hat Spuren hinterlassen und lässt Halley sehr vorsichtig sein, wen sie in ihr Leben lässt. Die Begegnung mit Kane reißt Halley aus ihrer Isolation und langsam fasst sie tatsächlich Vertrauen und lässt sich auf ihn ein.
Kane ist aber der ersten Sekunde heiß auf Halley, woraus er kein Geheimnis macht. Er ist durchaus sympathisch, aber so richtig kann der Funke bei mir persönlich nicht überspringen. Vielleicht weil ich den Charakteren ihre angeblich tiefen Gefühle nicht abnehmen kann.
Die Handlung schwimmt immer an der Oberfläche und taucht nie so richtig ein. Die Ecken und Kanten der Protagonisten sind nur angedeutet, so dass sich beim Lesen keine enge Bindung entwickelt. Als Strandlektüre, wenn man nicht viel Nachdenken will, funktioniert diese Geschichte aber sicher gut.

Mein Fazit:
Eine leichte Lovestory für zwischendurch, die nicht allzu sehr in die Tiefe geht. Trotzdem hat man unterhaltsame Lesestunden. Von mir gibt es insgesamt 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 29.04.2022

Tragisch

Das Leuchten deiner Worte
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„Das Leuchten deiner Worte“ von Eliza Hart erzählt eine bewegende Geschichte über Verlust und Trauer, die harte und wichtige Themen aufgreift.
Lorenzo ist Medizinstudent und absolviert gerade ein Praktikum ...

„Das Leuchten deiner Worte“ von Eliza Hart erzählt eine bewegende Geschichte über Verlust und Trauer, die harte und wichtige Themen aufgreift.
Lorenzo ist Medizinstudent und absolviert gerade ein Praktikum im Krankenhaus. Er liebt seinen Beruf, aber mit den emotionalen Belastungen musste er sich bisher wenig auseinandersetzen. Das ändert sich, als die siebzehnjährige Jules nach einem Suizidversuch auf der Intensivstation landet. Sie liegt im künstlichen Koma und Lorenzo fühlt sich magisch zu ihr hingezogen. Als er zufällig ihr Tagebuch findet, kann er nicht widerstehen, die Gründe für ihren Selbstmordversuch zu recherchieren. Er liest ihre geheimsten Gedanken und kommentiert ihre Gefühle mit seinen eigenen.

Die beiden Wattpad-Autorinnen thematisieren in ihrem Buch keine leichten und unbeschwerten Fragen, sondern man sollte die Triggerwarnung durchaus ernst nehmen. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, auch wenn der Inhalt absolut nicht leicht ist.
Der Selbstmordversuch von Jules ist der düstere Ausgangspunkt, um den sich die weiteren Geschehnisse ranken. Ich muss zugeben, dass ich am Anfang so meine Probleme mit Lorenzo hatte, der mich einfach zu stark an den Vorbild-Stalker Joe Goldberg erinnert hat. Seine Faszination für die komatöse Jules war für mich persönlich ein wenig creepy und auch seine Tagebuchaktion fand ich etwas grenzwertig. Aber das ist nur mein subjektiver Eindruck.
Lorenzo und seine Gefühle stehen eindeutig im Vordergrund, auch wenn Jules immer wieder und teils indirekt über ihr Tagebuch involviert wird. Nach und nach enthüllen sich die tragischen Beweggründe für die Verzweiflungstat von Jules, die wie Puzzlestück ineinander greifen. Die Story ist schon sehr aufrüttelnd und berührend, auch wenn sie mich eben nicht ganz erreichen konnte. Der Epilog ist für mich persönlich das Highlight, da er den perfekten Schlusspunkt für die Geschichte setzt.

Mein Fazit:
Für mich erreicht das Buch nur knapp die vier Sterne, was hauptsächlich am konsequenten Ende liegt. Trotzdem würde ich die tragische Story weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 24.02.2022

Amüsante Zeitreise

#London Whisper – Als Zofe ist man selten online
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„#London Whisper – Als Zofe ist man selten online“ von Aniela Ley ist ein unterhaltsames Young Adult Zeitreiseabenteuer.
Die 15-jährige Zoe genießt ihr Austauschjahr in London mit heimlichen Mitternachtspartys ...

„#London Whisper – Als Zofe ist man selten online“ von Aniela Ley ist ein unterhaltsames Young Adult Zeitreiseabenteuer.
Die 15-jährige Zoe genießt ihr Austauschjahr in London mit heimlichen Mitternachtspartys und ihren Freundinnen. Doch die letzte Party endet nicht mit einem Kater im Bett, sondern im Jahr 1816, wo Zoe auf einmal als Zofe der schüchternen Miss Lucie arbeiten soll. Für Zoe kein Problem, denn sie passt sich überraschend schnell der aufregenden Situation an. Bei einem Ball lernt Zoe zufällig Lord Falcon-Smith kennen, der sich ebenfalls als Zeitreisender entpuppt. Entgegen aller Standesregeln müssen beide zusammenarbeiten, denn wer zu lange in der Vergangenheit verweilt, dem droht ein furchtbares Schicksal.

Der Einstieg, bei dem man die Austauschschülerin Zoe kennenlernt, ist sehr gut gelungen, denn man baut sofort eine Verbindung zu ihr auf. Ich mag Zoe und ihre offene und direkte Art und sie ist mir auf Anhieb sympathisch. Auch die anderen Charaktere und Nebenfiguren sind liebevoll gezeichnet und wachsen einem schnell ans Herz.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die Sprache ist genau auf das Zielpublikum zugeschnitten. Ich würde das Buch auf jeden Fall ab etwa 12 Jahren empfehlen, da der gesamte Aufbau und Ausdruck ziemlich einfach gehalten sind. Das soll keine Kritik sein, denn für diese Altersgruppe passt es. Nicht so stimmig fand ich, dass Zoe völlig problemlos und total locker in der Vergangenheit klar kommt. Ihr Verhalten und ihr vorlautes Auftreten als Zofe sind ehrlicherweise komplett unrealistisch und historisch weichgezeichnet. Aber für Zwölfjährige ist es durchaus in Ordnung. Der Spannungsfaktor ist ebenfalls altersangemessen und sorgt für ein wenig Nervenkitzel.
Das Buch ist der Reihenauftakt und so darf man sich über einen Cliffhanger am Ende nicht wundern. Die Handlung lässt viele Fragen offen und ich bin neugierig, wie es mit Zoe und Hayden weitergehen wird.

Mein Fazit:
Die leichte Story ist nicht besonders anspruchsvoll, aber nett für zwischendurch und bekommt von mir gute 3,5 Sterne!

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