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Veröffentlicht am 07.03.2023

Vieles blieb mir zu unausgegoren

Krypto - Geheimnisvolle Meereswesen (Band 1) - Eine sensationelle Entdeckung
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Inhalt:
Huch! Im Wasser hat sich was bewegt! Ob das ein Seeungeheuer war? Kaum ist Ophelia zu ihrer neuen Pflegefamilie direkt ans Meer gezogen, lassen die Abenteuer nicht lange auf sich warten. Zum Glück ...

Inhalt:
Huch! Im Wasser hat sich was bewegt! Ob das ein Seeungeheuer war? Kaum ist Ophelia zu ihrer neuen Pflegefamilie direkt ans Meer gezogen, lassen die Abenteuer nicht lange auf sich warten. Zum Glück findet sie in dem alten Fischer Bernard einen Verbündeten, der ihre Begeisterung für unerforschte Meereswesen teilt. Zusammen gehen die beiden der Sache auf den Grund und machen eine atemberaubende Entdeckung. Doch nicht nur in der Tiefe lauern ungeahnte Gefahren …

Meinung:
Ophelia hat endlich eine Pflegefamilie gefunden. Ihre neuen Eltern sind super nett und dann wohnen sie auch noch direkt am Meer. Als Ophelia ihren Nachbarn, den älteren Fischer Bernard kennenlernt, verstehen die Beiden sich auf Anhieb super gut. Denn sie teilen die Begeisterung für unerforschte Meereswesen. Gemeinsam machen Ophelia und Bernard eine atemberaubende Entdeckung im Meer, die alles bisher gekannte auf den Kopf stellt.

Ich muss sagen, dass mich der Klappentext und das coole Cover sofort angesprochen haben. Zudem fand ich es faszinierend und mal etwas anderes, dass es sich bei Autor Hans Jørgen Sandnes um einen Norweger handelt. Denn Bücher vor norwegischen Autoren habe ich bisher sehr selten gelesen.

Den Einstieg fand ich zunächst sehr interessant. Als Leser lernt man das Mädchen Ophelia kennen, die endlich eine neue Pflegefamilie erhält. Ich fand es spannend, dass Ophelia sich stark für Kryptozoologie interessiert. Ganz besonders ist dabei, dass auch ihr Nachbar Bernard ein großes Interesse daran hat. Die Beziehung der Beiden ist wirklich etwas ganz Besonderes und gefiel mir richtig gut. Zwar trennen Ophelia und Bernard etliche Jahre voneinander, doch im Herzen ähneln sie sich sehr.

Auch der Graphic Novel mit seinen interessanten und coolen Illustrationen, die übrigens vom Autor selbst stammen, trafen meinen Geschmack.

Damit hören jedoch die positiven Punkte für mich auf. Denn ich muss sagen, dass ich mit der Geschichte nicht wirklich warm geworden bin. Ich wusste ehrlich gesagt teilweise nicht, was mir diese nun mitteilen möchte. Auch fand ich das Ende sehr platt und schnell abgehandelt. Dies mag man damit entschuldigen, dass es sich bei diesem Band um einen Reihenauftakt handelt, dennoch hätte ich mir hier etwas anderes gewünscht.

Zudem hätte ich es toll gefunden, wenn die Geschichte ein wenig mehr Text gehabt hätte. Oftmals erzählen die Bilder die Geschichte über ein paar Seiten hinweg weiter. Diesen Aspekt finde ich bei manchen Graphic Novels gut gemacht, hier hat es leider nicht meinen Geschmack getroffen.

Fazit:
Ich hatte hohe Erwartungen an Krypto, da es von der Idee her wirklich sehr vielversprechend klang. Doch leider kam ich mit diesem Graphic Novel nur bedingt klar. Vieles blieb mir zu unausgegoren und auch der geringe Textanteil war nicht nach meinem Geschmack.
Daher gibt es von mir 3,5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 04.08.2022

Nicht meine Geschichte

Das Buch der Seelen
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Inhalt:
Seit Generationen gehört Elsies Familie ein Fotostudio. Elsie liebt die alten Kameras, die gemalten Bildhintergründe und die historischen Fotografien mit ihren gezackten weißen Rändern. Besonders ...

Inhalt:
Seit Generationen gehört Elsies Familie ein Fotostudio. Elsie liebt die alten Kameras, die gemalten Bildhintergründe und die historischen Fotografien mit ihren gezackten weißen Rändern. Besonders das Bildnis des jungen Lords Aidan Storm hat es ihr angetan. Diesem Bild erzählt sie hin und wieder sogar ihre Sorgen. Was sie nicht weiß: Er kann sie hören.
Als Aidans Foto eines Tages aus dem Album verschwindet, ist Elsie untröstlich. Aber dann taucht der junge Lord plötzlich wieder auf. Ausgerechnet auf Instagram…

Meinung:
Elsies Familie leitet seit etlichen Generationen ein Fotostudio und auch Elsie selbst liebt es besondere Motive mit ihrer Kamera einzufangen. Dabei haben es ihr ein paar Bilder aus dem Familienalbum ganz besonders angetan. Unter ihnen das Bildnis des jungen Lords Aidan Storm. Eines Tages jedoch verschwindet das Album und kurze Zeit darauf steht plötzlich Aidan direkt vor Elsie. Wie kann dies sein? Aidan müsste doch eigentlich schon seit Jahrzehnten tot sein.

Den Büchern von Mechthild Gläser wohnen immer besondere Momente und ein Hauch von Magie inne. Daher war ich ganz gespannt darauf, wie die Autorin "Das Bildnis des Dorian Gray" zu ihrer ganz eigenen Geschichte umgewandelt hat. Denn diese Buchvorlage war Inspiration für das neue Werk von Mechthild Gläser.

Ich muss sagen, dass ich mich lange Zeit schwer mit diesem Buch getan habe. Über die Hälfte der Geschichte musste erzählt werden, bis ich anfing warm mit der Story zu werden. Tatsächlich war ich bereits kurz davor das Buch abzubrechen. Was wirklich äußerst schade gewesen wäre. Denn eigentlich ist der Grundgedanke zu dem Buch absolut vielversprechend.

Jedoch hatte ich schon Probleme damit eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Ich kann nicht sagen, dass Elsie oder Aidan mir unsympathisch gewesen wären, aber irgendwie konnte ich absolut keine Bindung zu den Beiden aufbauen und es ließ mich erstaunlich kalt, was Elsie und Aidan so trieben.

Auch die Handlung an sich plätscherte für mich über einen großen Zeitraum nur dahin. Dabei sind durchaus Spannungsmomente gegeben, da nicht nur Aidan aus seinem Bild entschwindet, sondern noch deutlich schlimmere Wesen. Aber auch mit diesem Punkt konnte mich die Geschichte einfach nicht packen.

Toll ist der Handlungsort, an dem die Geschichte spielt. Edinburgh ist eine wunderschöne Stadt. Da ich selbst schon mal dort gewesen bin, kannte ich manche Schauplätze.

Das Ende konnte mich dann tatsächlich noch packen und mitreißen. Leider kam dies etwas sehr spät, da ich mich durch gut zweidrittel des Buches doch eher gequält habe.

Fazit:
Eigentlich mag ich die Bücher von Autorin Mechthild Gläser wirklich sehr gerne, verpackt sie doch immer allerlei tolle Ideen und Überraschungen in ihre Geschichten. Mit diesem Buch konnte sie mich jedoch nicht wirklich überzeugen. Die Charaktere ließen mich erstaunlich kalt und auch der Geschichte fehlte es in meinen Augen ein wenig an Charme.
Daher gibt es leider nur 3,5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 03.08.2022

Zu dicker Wälzer, hätte gerne kürzer sein können

Obsidio. Die Illuminae Akten_03
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Inhalt:
Kady, Ezra, Hanna und Nik sind nur knapp dem Angriff auf die Sprungstation Heimdall entkommen und befinden sich nun mit 2.000 anderen Flüchtlingen auf dem Frachtschiff Mao. Da der Zugang zum Wurmloch ...

Inhalt:
Kady, Ezra, Hanna und Nik sind nur knapp dem Angriff auf die Sprungstation Heimdall entkommen und befinden sich nun mit 2.000 anderen Flüchtlingen auf dem Frachtschiff Mao. Da der Zugang zum Wurmloch zerstört ist und die Vorräte knapp werden, bleibt ihnen nur, nach Kerenza zurückzukehren – zu dem Ort, von dem sie vor sieben Monaten vor einer feindlichen Invasion flohen.

Meinung:
Währenddessen hat Asha, Kadys Cousine, BeiTechs Überfall auf Kerenza überlebt und sich dem dortigen Widerstand angeschlossen. Als Rhys, Ashas verflossene Liebe und mittlerweile BeiTech-Soldat, auftaucht, stehen sie sich auf feindlichen Seiten gegenüber. Und während die Uhr tickt, beginnt ein allerletzter Kampf auf dem Planeten und im Weltraum, Helden fallen und Herzen werden gebrochen.

Nach dem Angriff auf die Sprungstation Heimdall und der damit verbundenen Flucht, werden die Ressourcen für Kady, Ezra, Hanna und Nik und all die anderen Flüchtlinge immer knapper. Daher bleibt ihnen nur eine Reise nach Kerenza.
Dort hat Asha, Kadys Cousine, den Angriff von BeiTech überlebt. Gemeinsam mit weiteren Widerständlern versucht sie BeiTech im verborgenen die Stirn zu bieten. Doch dann taucht eines Tages ihre alte Jugendliebe Rhys auf. Er gehört jedoch nicht zum Widerstand, sondern arbeitet für BeiTech.

Wer die Illuminae Akten 1 und 2 gelesen und geliebt hat, der wird sehr gut nachempfinden können, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, dass der Verlag sich nun doch dazu entschieden hat, den dritten und finalen Band der Reihe zu übersetzen.

Meine Vorfreude auf diesen Abschlussband war wirklich enorm. Dennoch hatte ich die Angst, dass ich nach so vielen Jahren einfach nicht wieder in die Geschichte reinfinden würde. Diese Sorge war zum Glück unbegründet, denn die Grundstory war mir nach kleineren Rückblicken innerhalb dieses Buches wieder sehr präsent. Natürlich hatte ich gerade mit einigen Nebencharakteren ein wenig Probleme, diese richtig zuordnen zu können. Doch das trübte mein Lesevergnügen nicht wirklich.

Viel mehr hatte ich Probleme damit, dass mir die erste Hälfte des Buches einfach viel zu wenig Interessantes passiert. Für mich plätscherte die Geschichte ein wenig vor sich hin. Es passiert zwar durchaus etwas, aber diese Geschehnisse langweilten mich eher, als dass sie mich an die Seiten fesseln konnten. Kurze Zeit war ich sogar versucht das Buch komplett beiseite zu legen.

Zum Glück habe ich durchgehalten. Denn in der zweiten Hälfte der Geschichte habe ich endlich das Feuer, die Situationskomik und auch die Brutalität bekommen, die ich von Amie Kaufman und Jay Kristoff erwartet habe. Und all diese Komponenten gibt es in der zweiten Hälfte in Hülle und Fülle. Gerade die Beziehung zwischen Kady und der künstlichen Intelligenz AIDAN hat wieder ihren ganz eigenen Charme und entwickelt sich in ungeahnte Bahnen weiter.

Was an dieser Reihe einfach phänomenal und super besonders ist, ist die Aufmachung der Bücher. Hier darf man sich auf Chatnachrichten, Aufzeichnungen von Funksprüchen, Berichten von Auswertungen der Videokameras oder Tagebucheinträge freuen. Auch ist dieses Mal ein kleiner Comic und mehrere Skizzen im Buch zu finden. Die Aufmachung ist daher wirklich grandios!

Das Ende lässt einen als Leser zufrieden zurück. Es passt für mich sehr gut zur Reihe und lässt den Leser durchaus Raum für eine eigene Interpretation.

Fazit:
Nachdem ich wusste, dass das Finale der Illuminae Akten nun doch ins Deutsche übersetzt wird, war meine Vorfreude enorm. Doch leider konnte das Buch meinen Erwartungen nicht standhalten. Ich war überrascht darüber, wie wenig mich die erste Hälfte des über 600 Seiten dicken Wälzers angesprochen hat. Ich war sogar kurzzeitig soweit das Buch komplett wegzulegen. Zum Glück habe ich dies nicht getan, denn die zweite Hälfte hat die zu erwartende Brutalität und Spannung geboten.
Dennoch kann ich am Ende nicht mehr als 3,5 von 5 Hörnchen vergeben.

Veröffentlicht am 29.06.2022

Die Autorin und ich werden wohl keine Freunde mehr

Die Marveller – Magie aus Licht und Dunkelheit - Das gefährliche erste Jahr
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Inhalt:
Ella Durand hat es geschafft: Als erste Fabuliererin aus der Dunkelwelt erhält sie einen Platz am Arkanum, dem magischen Marveller-Internat über den Wolken. Doch sie merkt schnell, wie schwer es ...

Inhalt:
Ella Durand hat es geschafft: Als erste Fabuliererin aus der Dunkelwelt erhält sie einen Platz am Arkanum, dem magischen Marveller-Internat über den Wolken. Doch sie merkt schnell, wie schwer es ist, gegen die alten Vorurteile anzukommen, die die Marveller ihrem Volk gegenüber haben.
Als Ellas Lieblingsmeister auf mysteriöse Weise verschwindet und die Fabulierer in Verdacht geraten, muss Ella eine schwere Entscheidung treffen. Zusammen mit ihren neuen Freunden Jason und Brigit macht sie sich auf eine gefährliche Suche zwischen Licht und Dunkelheit. Um die Unschuld ihrer Familie zu beweisen und ihren Mentor zu retten – bevor es zu spät ist …

Meinung:
Ella ist eine Fabuliererin und die erste ihrer Art, die einen Platz am Arkanum,
dem magischen Marveller-Internat, erhält. Ella freut sich riesig darüber, muss jedoch schnell erkennen, dass die Marveller ihr und ihrem Volk gegenüber wenig Sympathie entgegenbringen. Viel mehr wollen viele Marveller Ella am liebsten sofort von der Schule fliegen sehen. Daher hat Ella am Arkanum keinen leichten Stand. Doch zum Glück findet sie Freunde, die ihr den Alltag an der Schule angenehmer gestalten.

Von Autorin Dhonielle Clayton habe ich bereits vor einiger Zeit ein Buch gelesen. Dieses konnte mich damals leider nicht so wirklich überzeugen. Die Marvellers klangen jedoch nach einer Geschichte ganz nach meinem Geschmack und auch die ersten Bewertungen zu dem Buch klangen sehr vielversprechend.

Leider muss ich sagen, dass ich auch mit diesem zweiten Werk der Autorin nicht so ganz warm geworden bin. Dabei kann ich festhalten, dass dies keinesfalls am Ideenreichtum der Autorin liegt. Denn Dhonielle Clayton hat bewiesen, dass sie es versteht interessante Welten zu erschaffen und aufzubauen. Man merkt der Autorin an, dass sie sich mit Ellas Welt sehr viel Mühe gegeben hat. Denn man erfährt sehr viel über das Thema Magie und die Art wie die Marveller leben.

Mir persönlich ging dies dann jedoch zu sehr ins Detail. Das Buch ist mit über 450 Seiten nicht gerade dünn. Jedoch beschreibt die Autorin ihre Welt so detailliert, dass sie mich streckenweise beim Lesen der Geschichte verlor. Für mich wäre eine deutlich spannendere Geschichte dabei herausgekommen, wenn das Buch gut 150 Seiten dünner gewesen wäre.

Was mir gut gefallen hat ist, dass in diesem Buch viel Wert auf die Darstellung der beiden verschiedenen Völker gelegt wird. Viele Parallelen lassen sich hier zu unserer Welt ziehen. Denn Ella hat mit jeder Menge Vorurteilen, teilweise starkem Mobbing und Diskriminierung zu kämpfen.

Das erste Schuljahr von Ella ist daher ein Wechselbad der Gefühle für das Mädchen. Doch zum Glück findet sie Freunde, die ihr das Leben leichter machen.
Gegen Ende der Geschichte kommt dann auch ein wenig Spannung auf.

Fazit:
Auch mein zweites Werk von Autorin Dhonielle Clayton hat es leider nicht geschafft mich zu überzeugen. Dabei kann man der Autorin sicherlich nicht vorwerfen, dass sie keine ansprechende und faszinierende Welt erschaffen hat. Für mich drehte sich jedoch zu viel um das Thema Schule und die eigentliche Handlung kam nur sehr schleppend voran.
Ich vergebe 3,5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 02.05.2022

Ähnlich wirr und verrückt wie der Klassiker, jedoch etwas zäh

Disney. Twisted Tales: Alice im Bann der Herzkönigin
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Inhalt:
Die achtzehnjährige Alice ist anders als die Mädchen in ihrem Alter – sie ist neugierig und an allem interessiert. Doch als sie Fotos entwickelt, tauchen plötzlich altbekannte Gesichter auf: die ...

Inhalt:
Die achtzehnjährige Alice ist anders als die Mädchen in ihrem Alter – sie ist neugierig und an allem interessiert. Doch als sie Fotos entwickelt, tauchen plötzlich altbekannte Gesichter auf: die Herzkönigin, der verrückte Hutmacher, die Raupe. Irgendetwas an ihnen ist unheimlich und schließlich entdeckt sie darauf ein schwer verletztes Mädchen … Alice kehrt an den Ort des Unsinns aus ihrer Kindheit zurück, um die tyrannische Herrschaft der Herzkönigin zu beenden. Aber wird ihr das gelingen – vor dem Ende der Zeit?

Meinung:
Alice ist mittlerweile achtzehn Jahre alt und anders als die Mädchen in ihrem Alter. Denn Alice Zeit im Wunderland hat sie stark geprägt. Als eines Tages auf den von ihr entwickelten Fotos plötzlich der verrückte Hutmacher, die Raupe oder gar die Herzkönigin auftauchen, merkt Alice, dass irgendwas im Wunderland nicht zu stimmen scheint. Und so macht sich Alice erneut auf den Weg ins Wunderland, um der Herzkönigin ein für allemal das Handwerk zu legen.

Aus der Twisted Tales Reihe habe ich bisher nur die Geschichte über Mulan gelesen, die mich leider nicht so ganz überzeugen konnte. Umso gespannter war ich auf die Interpretation von Alice Geschichte.

Was mir hier sehr gut gefallen hat ist, dass Alice bereits im Wunderland war und der Leser in dieser Geschichte erfährt, wie ihre zweite Reise ins Wunderland aussieht.

Ich muss vorwegsagen, dass ich noch nie der allergrößte Alice im Wunderland Fan gewesen bin und ich die Geschichte immer als sehr wirr und verrückt empfand.
Autorin Liz Braswell setzt genau an diesem Punkt an und hat für mich eine wirklich gelungene Geschichte geschrieben.

Denn Liz Braswells Interpretation des Wunderlandes braucht sich vor dem Original wirklich nicht zu verstecken. Es geht auch in diesem Buch wieder sehr irr und wirr zur Sache. Doch genau das habe ich auch von diesem Titel erwartet. Fans von Alice im Wunderland werden hier auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

Was sehr schön ist, ist, dass wir viele alte Bekannte des Klassikers treffen. Neben dem verrückten Hutmacher tauchen unter anderem auch das weiße Kaninchen und die Raupe auf. Und natürlich darf auch der ultimative Bösewicht, die Herzkönigin, nicht fehlen.

Dabei spielt die Geschichte gut 11 Jahre nach dem eigentlichen Klassiker. Dies merkt man Alice an. Sie ist reifer geworden und hinterfragt die Dinge mehr. Ich empfand Alice als eine tolle Protagonistin.

Dieses Mal spielt die Geschichte jedoch nicht komplett im Wunderland. Autorin Liz Braswell hüpft auch in die richtige Welt und bietet dem Leser so zusätzliche Abwechslung.
Dennoch kann ich nicht umhin zu sagen, dass auf knapp 500 Seiten sich doch die ein oder andere Länge durch die Geschichte zieht. Für mich hätte das Buch auch gerne 100 Seiten kürzer sein können. So merkte ich, dass manches Mal meine Gedanken beim Lesen abdrifteten, da mich die Geschichte einfach nicht packen konnte.

Fazit:
Liz Braswell hat eine sehr interessante Geschichte über Alice zweiten Besuch im Wunderland geschrieben. Das Wunderland ist ähnlich wirr und verrückt, wie man es aus dem Klassiker gewohnt ist. Daher werden Fans von Alice im Wunderland auch diese Geschichte lieben. Für mich hätte das Buch jedoch gut und gerne 100 Seiten kürzer sein können, da die Geschichte sich doch manches Mal arg zieht.
Ich vergebe gute 3,5 von 5 Hörnchen.