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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2022

Ein Team ist ein Team

Einsame Entscheidung
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Der deutsche Kommissar Leander Lost ermittelt bei der portugiesischen Polizei. Durch sein Asperger-Syndrom hat er es nicht leicht, doch sein Team akzeptiert und schätzt ihn so wie er ist. In diesem 5. ...

Der deutsche Kommissar Leander Lost ermittelt bei der portugiesischen Polizei. Durch sein Asperger-Syndrom hat er es nicht leicht, doch sein Team akzeptiert und schätzt ihn so wie er ist. In diesem 5. Fall bekommen sie es mit einem Chemiekonzern zu tun, der für die Zulassung eines Kunstdüngers in der EU über Leichen geht.
Für mich als Neuling in der Lost-Reihe von Gil Ribeiro war es nicht ganz einfach in die Story einzusteigen. Viele Personen gleich zu Anfang verwirrten mich, hier wäre ein Personenregister vielleicht hilfreich gewesen. Auch konnte mich der Kriminalfall nicht überzeugen, das Ganze war mir ein bisschen zu konstruiert. Die Spannung dümpelte anfangs auch ein bisschen vor sich hin, nahm aber zum Ende hin immer mehr Fahrt auf.
Am besten haben mir die unterschiedlichen Charaktere und ihre teilweise schrulligen Eigenheiten gefallen. Ich werde der Serie aber nochmal eine Chance geben und mit dem ersten Teil beginnen um die Protagonisten besser kennenzulernen. Für diesen Krimi gebe ich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 20.03.2022

Der Horrormetzger

Eis. Kalt. Tot.
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Das Ermittlertrio Kirsten Vinther, Jesper Baek und die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen bekommen es in Kopenhagen mit einem brutalen Mörder zu tun, der seine Opfer bizarr zur Schau stellt. Schnell ...

Das Ermittlertrio Kirsten Vinther, Jesper Baek und die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen bekommen es in Kopenhagen mit einem brutalen Mörder zu tun, der seine Opfer bizarr zur Schau stellt. Schnell stellt sich heraus, dass er sich mit der Inszenierung nach den grönländischen Mythen und Sagen richtet.
Die Story ist spannend geschrieben und die Handlung hat mich gleich von Anfang an gefesselt. Sehr interessant fand ich die verarbeiteten Informationen zur grönländischen Geschichte.
Die Charaktere waren nicht so nach meinem Geschmack. Kirsten ist mir zu aufgedreht und hektisch, Jesper dagegen der beruhigende Gegenpol. Bei beiden wollte aber nicht so recht ein Bild vor meinen Augen entstehen. Der Charakter der Leiterin des Kommissariats blieb ein bisschen nebulös. Sie wurde meist nur mit "die Therkildsen" betitelt. So etwas mag ich nicht.
Die Inszenierung und zur Schaustellung der Leichen fand ich etwas unglaubwürdig und definitiv sehr detailliert und brutal beschrieben. Außerdem hätte die Autorin gern weniger Kraftausdrücke verwenden können.
Für mich hat es für diesen Thriller leider nur für 3,5 Sterne gereicht. Der Schreibstil von Anne Nordby gefällt mir aber sehr gut, sodass ich Ihre Thriller auf jeden Fall weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 12.03.2022

Der Schleifenmörder

Perfect Day
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Seit Jahren werden kleine Mädchen entführt und ermordet. Der Weg zu den Leichen kennzeichnet der Täter mit roten Schleifen. Lange Jahre tappt die Polizei im Dunkeln, doch dann wird der international renommierte ...

Seit Jahren werden kleine Mädchen entführt und ermordet. Der Weg zu den Leichen kennzeichnet der Täter mit roten Schleifen. Lange Jahre tappt die Polizei im Dunkeln, doch dann wird der international renommierte Philosophieprofessor und Anthropologe Walter Lesnik verdächtigt und festgenommen. Seine Tochter Ann glaubt nicht an seine Schuld und versucht auf eigene Faust die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Die Autorin schafft mit ihrem tiefgründigen Schreibstil eine beklemmende Atmosphäre und schickt den Leser auf eine Lesereise mit Überraschungen und einer Story die auch zum Nachdenken anregt.
Durch die Perspektivwechsel zwischen Ann und dem Psychopathen baute sich immer wieder subtile Spannung auf, leider kam es aber auch immer wieder zu einigen Längen.
Die Charaktere konnten mich irgendwie nicht überzeugen. Manche Handlungen von Ann kamen mir überzogen vor und einige Abläufe in der Geschichte haben mich etwas verwirrt.
3,5 Sterne für einen Thriller, den man lesen kann, aber auch nichts verpasst, wenn man es nicht tut. Schade, ich habe hier mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 08.03.2022

War es wirklich der Zorn Gottes?

Die Begine und der Turm des Himmels
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Beim Bau des Ulmer Münsters geschehen im Jahr 1413 seltsame Unfälle. Die Bewohner der Stadt befürchten, dass die Beginen Gottes Zorn über die Stadt gebracht haben. Der Spitalmeister nutzt diese Stimmung ...

Beim Bau des Ulmer Münsters geschehen im Jahr 1413 seltsame Unfälle. Die Bewohner der Stadt befürchten, dass die Beginen Gottes Zorn über die Stadt gebracht haben. Der Spitalmeister nutzt diese Stimmung um mit Anschuldigungen nur so um sich zu werden. Die Begine Anna Ehinger will dem Ganzen auf den Grund gehen und begibt sich in große Gefahr.
Der Schreibstil ist fesselnd und spannend und ich konnte mich beim Lesen sehr gut ins Mittelalter versetzen lassen. Die Charaktere wurden von der Autorin schön in Szene gesetzt, sodass sie vor den Augen des Lesers lebendig wirken.
Für mich war dies das erste Buch aus der Serie um die Begine Anna und so fehlte mir ein bisschen die Vorgeschichte von Anna und Lazarus dem Siechenmeister, trotzdem kam ich gut in die Story rein. Besonders gut gefallen, haben mir die Beschreibungen und Erklärungen zu den Behandlungsmethoden der Siechenmeister und Wundärzten zur damaligen Zeit.
Das Ende und die Auflösung kamen mir ein bisschen schnell, da hätte ich gern noch ein bisschen mehr über die Beweggründe erfahren. Aber alles in Allem ein schöner historischer Krimi, der mich gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 15.02.2022

Freundschaft bis in den Tod

In ewiger Freundschaft (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 10)
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Bestseller-Autor Severin Velten wird des Plagiats beschuldigt und das ausgerechnet von seiner Lektorin Heike Wersch. Er versteht die Welt nicht mehr, war sie es doch, die ihm den Vorschlag gemacht hat, ...

Bestseller-Autor Severin Velten wird des Plagiats beschuldigt und das ausgerechnet von seiner Lektorin Heike Wersch. Er versteht die Welt nicht mehr, war sie es doch, die ihm den Vorschlag gemacht hat, einen chilenischen Autor als Inspiration zu nutzen. Als Heike Wersch seit Tagen nicht mehr erreichbar ist, wird Pia Sander um Hilfe gebeten. Als in der Wohnung von der Vermissten Blut gefunden wird, beginnen Pia Sander und Oliver Kirchhoff zu ermitteln. Schnell gerät Velten in den Fokus der Polizisten, doch als die Ermittler versuchen hinter die Kulissen vom Winterscheid Verlag zu schauen, ist das Verschwinden der Lektorin nicht das einzige Geheimnis.
Nach langem Warten habe ich mich sehr auf den 10. Taunuskrimi von Nele Neuhaus und ein Wiedersehen mit Pia Sander und Oliver Kirchhoff gefreut. Die Autorin hat eine unbestreitbare Gabe die Charaktere zum Leben zu erwecken und ihre Geschichten komplex aufzubauen. Leider hatte ich bei diesem Band Schwierigkeiten in die Story hineinzukommen und durch einige Längen ging die Handlung auch nur schleppend voran. Durch die vielen Verwicklungen kommt jeder mal in den Fokus der Ermittlungen und jeder scheint hier ein Geheimnis zu haben. Was ich auch sehr interessant fand, allerdings blieb mir alles irgendwie zu farblos.
Als Fan der Reihe war ich von diesem Krimi enttäuscht, werde sie aber weiterverfolgen, denn ich bin gespannt, wie es mit Pia und Oliver weitergeht. Von mir 3,5 Sterne.

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