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Veröffentlicht am 30.05.2022

Nah und doch fern

Dunbridge Academy - Anyone
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„Dunbridge Academy – Anyone“ ist der zweite Band der emotionalen Dunbridge Academy Reihe von Sarah Sprinz.
Charles Sinclair und Victoria Belhaven-Wynford sind seit ihrer Kindheit beste Freunde und gleichzeitig ...

„Dunbridge Academy – Anyone“ ist der zweite Band der emotionalen Dunbridge Academy Reihe von Sarah Sprinz.
Charles Sinclair und Victoria Belhaven-Wynford sind seit ihrer Kindheit beste Freunde und gleichzeitig heimlich ineinander verliebt. Aber über diese Gefühle sprechen beide nie. Tori datet stattdessen den umschwärmten Valentine, der jedoch alles andere als gut für sie ist. Die Aufmerksamkeit von Charles richtet sich hingegen auf Eleanor, mit der er auch die Hauptrollen in der alljährlichen Theateraufführung der Dunbridge Academy spielt. Er ist Romeo und Eleanor ist seine Julia. Und ausgerechnet Tori soll als Drehbuchautorin deren heiße Liebesgeschichte schreiben. Das sollte ihr eigentlich nichts ausmachen, aber was wenn doch?

Ich war schon vom ersten Band total hin und weg und habe mich sehr auf die Geschichte von Tori und Charles gefreut. Die unterschwellige Spannung zwischen den beiden war ja von Anfang an zu spüren, aber wie so oft, ist die richtige Kommunikation alles. Das ist auch der Rat von Beziehungs-Yoda Henry, der im ersten Band aus seinen Fehlern lernen durfte.
Tori ist eigentlich eine toughe und selbstbewusste Frau, die sich unter dem toxischen Einfluss von Valentine selbst klein macht. Man kann es manchmal gar nicht mit ansehen, wie sie und Charles sich abquälen, weil sie viel zu viel Angst vor ihren echten Gefühlen haben. Umso schöner ist es, wenn Tori wieder zu ihrer alten Stärke zurück findet.
Charles ist ein absolut liebenswerter Charakter, den ich sofort ins Herz geschlossen habe. Er ist sehr sensibel und steht normalerweise zu seiner verletzlichen Seite, außer wenn es um Tori geht. Ich finde es wunderschön beschrieben, wie sich die beiden doch irgendwann ihren Unsicherheiten stellen und aufeinander zu gehen. Sie haben diese unglaubliche Chemie, bei der man weiß, dass sie füreinander bestimmt sind. Gleichzeitig ist es großartig, dass Sarah Sprinz ihre Emotionen und ihre enge Beziehung vor allem authentisch bleiben lässt und nie in Klischees abdriftet.
Das Wiedersehen mit den bekannten Charakteren hat viel Spaß gemacht und vor allem Eleanor ist fantastisch. Der böse Cliffhanger macht die Wartezeit auf den dritten Band nicht leichter und ich bin schon überaus gespannt.

Mein Fazit:
Eine wunderschöne Lovestory, die mich echt berührt hat! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und fünf Sternchen!

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Hot as hell

A Touch of Darkness
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„A Touch of Darkness“ von Scarlett St. Clair ist der packende Auftakt zu ihrer Hades & Persephone Trilogie.
Als einzige Tochter der Demeter lebte Persephone, die Göttin des Frühlings, bisher versteckt ...

„A Touch of Darkness“ von Scarlett St. Clair ist der packende Auftakt zu ihrer Hades & Persephone Trilogie.
Als einzige Tochter der Demeter lebte Persephone, die Göttin des Frühlings, bisher versteckt vor der Welt. Da sie selbst keine göttliche Macht besitzt, möchte Persephone unerkannt unter den Sterblichen ein normales Leben führen. Sie liebt ihr Studium, hat Freunde und freut sich auf ihren neuen Job als Journalistin. Eine Partynacht im angesagten Club Nevernight ändert jedoch alles. Persephone trifft auf den attraktiven und mysteriösen Hades und schließt ohne ihr Wissen eine Wette mit ihm ab. Sie muss nun für den Gott der Unterwelt neues Leben in seinem Reich erschaffen oder ihre Seele gehört für immer ihm.

Ich liebe die griechische Mythologie und habe schon einige mehr oder wenige gute Adaptionen davon gelesen. Das Buch von Scarlett St. Clair würde ich eindeutig zu den guten einordnen, denn ihre Geschichte von Hades und Persephone konnte mich echt faszinieren. Die Story wird komplett aus der Perspektive von Persephone erzählt, aber die Autorin lässt irgendwann auch einen Blick in Hades´ Gedanken zu. Der lockere und leichte Schreibstil hat mir gefallen und ich war von Anfang an in der mitreißenden Lovestory gefangen.
Persephone ist eine Göttin ohne göttliche Kräfte, außer man würde dazuzählen, dass sie jede Pflanze zum Verdorren bringen kann. Das ist für eine Tochter der Demeter natürlich demütigend und deshalb bleibt Persephone auch lieber inkognito. Hades ist der Gott, vor dem sie ihre Mutter immer gewarnt hat, aber wie das mit Warnungen so ist, machen diese das Verbotene umso interessanter. Ihre Neugier wird Persephone schnell zum Verhängnis. Wobei es echt schlimmeres gibt, als der angebetete Love-Interest des düsteren Unterwelt-Hotties zu sein.
Es knistert heißer als die Hölle zwischen Hades und Persephone, auch wenn sich Persephone am Anfang gegen die starke Anziehung wehrt. Im Laufe der Handlung darf sie jedoch eine starke Entwicklung durchmachen und zeigen, was wirklich in ihr steckt.

Mein Fazit:
Dieser Auftakt macht süchtig und ich kann die Fortsetzung kaum erwarten. Höllisch gute fünf Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 28.05.2022

Emmabelle & Devon

Boston Belles - Rake
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„Boston Belles – Rake“ von L.J. Shen ist der vierte und abschließende Band ihrer gleichnamigen Reihe, in dem auch die vierte Boston Belle ihr Herz verliert.
Emmabelle Penrose ist eine selbstbewusste Geschäftsfrau, ...

„Boston Belles – Rake“ von L.J. Shen ist der vierte und abschließende Band ihrer gleichnamigen Reihe, in dem auch die vierte Boston Belle ihr Herz verliert.
Emmabelle Penrose ist eine selbstbewusste Geschäftsfrau, die einen der verruchtesten Clubs in Boston besitzt. Sie liebt ihre Unabhängigkeit und Männer sind für sie einmalige Wegwerfartikel. Emmabelle will zwar keinen Mann in ihrem Leben, aber ein Baby wäre ihr großer Wunschtraum. Diesen Traum muss sie sich aufgrund einer medizinischen Diagnose jedoch möglichst sofort erfüllen und statt eines Samenspenders bietet sich spontan der attraktive Anwalt Devon Whitehall an. Die beiden überzeugten Singles schließen also einen Vertrag über ihre Co-Elternschaft, in dem Gefühle grundsätzlich ausgeschlossen sind. Aber das funktioniert natürlich nicht.

Ich liebe die Bücher von L.J. Shen und ich war sehr neugierig auf die Geschichte von Emmabelle, die charakterlich so ganz anders als ihre drei besten Freundinnen ist. Alle vier sind total unterschiedlich und doch spürt man ihren engen Zusammenhalt und ihre tiefe und vorbehaltlose Freundschaft.
Emmabelle ist die Wilde, Selbstbewusste und Unabhängige, die niemanden für ihr Glück braucht und alles in ihrem Leben ohne Hilfe schaffen möchte. Das ist ihr bisher erstaunlich gut gelungen, aber sie übersieht oft ihre Grenzen und dass Hilfe nicht immer an Bedingungen geknüpft sein muss. Emmabelle ist unglaublich stark und zeigt niemals offen ihre Schwächen. Doch in manchen Situationen bringt sie einen auch komplett zur Verzweiflung mit ihrem absichtlich abweisenden Verhalten. Die Gründe werden in Rückblicken deutlich und man kann ihre Reaktionen dann ein wenig besser verstehen.
Devon hat sein eigenes Päckchen zu tragen und seinen Lebensweg danach ausgerichtet. In manchen Dingen ist er Emmabelle gar nicht so unähnlich und im Vergleich zu den anderen drei Helden ist er fast schon „normal“. Seine Vergangenheit ist genauso berührend und tragisch wie die von Emmabelle und auch er benötigt einige Zeit, um die alten Wunden zu überwinden.
Die Chemie zwischen Emmabelle und Devon knisterte schon in den Vorgängerteilen heiß und heftig. Ihre Beziehung oder Nichtbeziehung gleicht einer Gefühlsachterbahn, die einem ein Schleudertrauma verursacht und bei der beide nicht immer glänzende Entscheidungen treffen. Obwohl die Autorin hier sehr ernste und traumatische Themen anschneidet, ist dieser Band wieder deutlich humorvoller. Emmabelle und Devon liefern sich amüsante Schlagabtausche. Auch die anderen drei Couples dürfen wieder zu Wort kommen und sorgen für beste Unterhaltung.

Mein Fazit:
Der vierte Band rundet die Reihe gelungen ab und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 28.05.2022

Einmal Hölle und zurück

Midnight Chronicles - Todeshauch
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„Midnight Chronicles – Todeshauch“ ist der fünfte und vorletzte Teil der packenden New-Adult-Fantasy-Reihe von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl.
Nach einer Pause im vierten Band geht nun die spannende ...

„Midnight Chronicles – Todeshauch“ ist der fünfte und vorletzte Teil der packenden New-Adult-Fantasy-Reihe von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl.
Nach einer Pause im vierten Band geht nun die spannende Geschichte von Roxy und Shaw weiter, die in Band 3 mit einem ganz bösen Cliffhanger endete. Roxy ist in Shaws Armen gestorben und er würde Himmel und Hölle stürzen, damit er sie wiederbekommt. Gerade erst haben beide zusammengefunden und nun hat sich die Todesvision erfüllt. Roxys Seele ist in der Unterwelt, während Shaw an ihrer Rettungsmission arbeitet und gleichzeitig die verlorenen Seelen für den Fluch des Todesboten einsammelt. Kann Shaw seine große Liebe Roxy retten und wenn ja, was bedeutet das dann für ihn?

Dies ist das dritte Buch der Reihe, welches sich der mitreißenden Lovestory von Roxy und Shaw widmet. Das Entsetzen über die Enthüllung von Shaws wahrer Identität und der Schock über Roxys grausames Ableben haben sich noch nicht ganz gelegt, da geht es fast nahtlos weiter. Auch die Entscheidungen des Vorgängerteils haben ihre Konsequenzen, die sich auf die Gesamthandlung auswirken. Die beiden Autorinnen haben die Story geschickt aufgebaut und immer wieder gibt es gute und böse Überraschungen, die die packende Dynamik zusätzlich anheizen.
Roxy und Shaw sind von Anfang an mein Lieblings-Couple und sie erhalten mit drei Büchern auch die größte Aufmerksamkeit. Nach der ersten zarten Annäherung in Band 1, über die Entscheidung füreinander in Band 2, müsste nun eigentlich das Happy End folgen. Aber dafür stehen die Zeichen schlecht und noch fliegen keine rosaroten Luftballons in den Himmel. Zu viele Hindernisse stehen Roxy und Shaw im Weg und die Anzahl der Gefahren steigt mit jeder Minute exponentiell an. Die beiden sind so süß zusammen und gleichzeitig ist es herzzerreißend, was sie alles durchleiden müssen. Neue und alte Feinde formieren sich und der fünfte Band stellt die Weichen für das Finale und den Showdown im letzten Teil. Es bleibt auf jeden Fall spannend und ich kann den Abschlussband kaum erwarten.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.05.2022

Unterhaltsamer Schlagabtausch

Wie man eine Lady verführt (Regency Romantics 2)
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„Wie man eine Lady verführt“ ist der zweite Band der unterhaltsamen Regency Romance Reihe von Martha Waters.
Lady Diana Templeton genießt ihre Freiheit und Unabhängigkeit, die sie nur als Witwe haben ...

„Wie man eine Lady verführt“ ist der zweite Band der unterhaltsamen Regency Romance Reihe von Martha Waters.
Lady Diana Templeton genießt ihre Freiheit und Unabhängigkeit, die sie nur als Witwe haben kann. Jeremy, Marquess of Willingham, kennt Diana schon seit ihrer Kindheit und genau so lange dauern ihre spitzen Schlagabtausche an. Ihr neuester Disput führt zu einer Wette, dass Jeremy innerhalb eines Jahres verheiratet sein wird. Doch der verrufene Frauenheld denkt nicht im Traum daran. Dafür macht er Diana kurze Zeit später einen anderen Vorschlag. Da sich seine letzte Geliebte abfällig über seine Bettqualitäten geäußert hat, schlägt er Diana eine Affäre vor, wobei sie ihm ein ehrliches Feedback geben soll. Diana ist nicht abgeneigt, denn sie will sich nach Jahren endlich einen Liebhaber nehmen und die Affäre mit Jeremy sendet die passenden Signale. Doch haben beide bei dem Arrangement vergessen, dass sie seit Ewigkeiten heimlich ineinander verliebt sind.

Wer den ersten Teil gelesen hat, der hat die explosive Chemie zwischen Diana und Jeremy bereits bemerkt und wie stark die versteckten Emotionen unter ihren oberflächlichen Streitereien brodeln.
Diana ist alles andere als die umtriebige Witwe mit lockeren Moralvorstellungen, so wie es ihr Ruf aussagt. Hinter ihrer äußeren Fassade steckt viel mehr und sie lässt nur ganz wenige Menschen hinter ihre Schutzmauern blicken. Jeremy ist einer der wenigen, der sie ein bisschen kennt, aber schnell wird klar, dass auch er über vieles im Unklaren war.
Das gleiche könnte man über Jeremy selbst sagen, denn auch er trägt seinen skandalösen Ruf wie einen Schutzschild. Er empfindet schon immer viel mehr für Diana als vermutet und so stellt sich die Frage, ob dieses Arrangement tatsächlich eine schlaue Idee ist.
Ich mag die beiden sympathischen Hauptfiguren und ihre witzigen Kabbeleien. Natürlich ist es vorhersehbar, wie die ganze Sache ausgehen wird, aber trotzdem ist die Story unterhaltsam und humorvoll erzählt. Der leichte und lockere Schreibstil von Martha Waters gefällt mir gut und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Dass letztendlich in der Handlung nicht wirklich viel passiert, hat mich in diesem Fall nicht gestört.

Mein Fazit:
Die witzigen Dialoge und die zwei liebenswerte Gegner haben großen Unterhaltungswert, so dass ich sehr gern eine Leseempfehlung ausspreche!

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