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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2025

Liebe zwischen den Zeilen

Die Bibliothek der geborgten Herzen
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Chloe arbeitet in einer Bibliothek. Als ihr beim Bücher aussortieren der Roman „Wendekreis des Krebses“ von Henry Miller in die Hände fällt, ist sie neugierig. In der Annahme, dieses Buch könnte noch einen ...

Chloe arbeitet in einer Bibliothek. Als ihr beim Bücher aussortieren der Roman „Wendekreis des Krebses“ von Henry Miller in die Hände fällt, ist sie neugierig. In der Annahme, dieses Buch könnte noch einen Wert haben, spielt sie mit dem Gedanken es zu verkaufen und nimmt es mit. Beim durchblättern entdeckt sie Eintragungen in dem Buch, die sich wie ein Briefwechsel zwischen Liebenden lesen. Als zufällig ihr mürrischer Nachbar Jaspar von dem Buch erfährt, will er es Chloe für einen hohen Geldbetrag abkaufen. Da Chloe nun umso neugieriger geworden ist, was es mit dem Buch auf sich hat, löst sie Jaspars Scheck nicht ein, sondern vertieft sich in das Buch. Anhand der Schrift von Jaspars Scheck, erkennt sie, dass es sich bei der einen Person um seine Handschrift im Buch bei den Randnotizen handelt.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, im heute und im Jahr 1960. Sie wird abwechselnd auf den Zeitebenen und aus der Sicht der Protagonisten geschildert.
Die Handlungen der Protagonisten konnte ich teilweise nicht nachvollziehen. Es wirkte auf mich zu konstruiert. Auch gab es zu viele Zufälle damit die Fäden für die Geschichte zusammenlaufen konnten.
Die Schicksale der Protagonisten sind mir nahegegangen, obwohl mich auch nicht alles wirklich überzeugt hat und nicht authentisch war.
Es war mir einfach zu viel Drama, jedoch eine Liebesgeschichte mit Charme.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Geschichte mit Potenzial, Schwache Umsetzung

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen
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Tansania 2024: June und Sanrdra wandeln nun zusammen mit Wendy, der Enkeltochter von Anni, auf den Spuren der Vergangenheit ihrer Großmütter. Wendy lebt in Tansania, auf der Rosenfarm, die einst Anni gegründet ...

Tansania 2024: June und Sanrdra wandeln nun zusammen mit Wendy, der Enkeltochter von Anni, auf den Spuren der Vergangenheit ihrer Großmütter. Wendy lebt in Tansania, auf der Rosenfarm, die einst Anni gegründet hat. Was hat Luise schreckliches getan, dass es zum Bruch der drei Freundinnen gekommen ist …?
Deutschland 1938: Anni ist mit ihrem Siegfried glücklich. Sie hofft bald auf einen Heiratsantrag von ihm. Doch in der Zwischenzeit möchte auch Anni etwas tun, einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen. Als Siegfried ihr die Möglichkeit zu einer Tätigkeit gibt, ist sie überglücklich etwas für ihn tun zu können. Ein schrecklicher Betrug zwingt Anni jedoch schließlich zu einer plötzlichen Flucht ...

Es handelt sich hier um den dritten Band der „Glücksfrauen“ in dem das Geheimnis, welche Schuld Luise auf sich geladen hat, endlich gelüftet wurde. Die ersten beiden Bände dieser Reihe zeigten schon Schwächen. So ahnte ich schon, dass die Aufklärung dieser Schuld am Ende konstruiert sein könnte …, und so kam es dann auch. Die Aufklärung ist um einige Ecken gedacht und sehr unbefriedigend. Mich hat auch gestört, dass die Kinder von Maria und Jakob einfach verschwunden blieben. Im zweiten Band gab es keine Erklärung zu ihnen. Ich hoffte nun im dritten Band auf eine Aufklärung wo sie geblieben sind. Weil Sandra die beiden sonderbarerweise gar nicht kannte, obwohl sie doch Tante und Onkel von ihr gewesen sind und sogar noch hätten leben können.
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, was das Potenzial dieser Geschichte sehr beeinträchtigt. Hätte man auf die Gegenwart verzichtet und die Geschichte nur in der Vergangenheit erzählt, wären es vielleicht nur zwei Bände geworden, aber vieles wäre schlüssiger und glaubwürdiger gewesen. Nicht nur die Erklärung von Luises Schuld ist unzufriedenstellend, auch wie es zu der Aufklärung kam, dass eine Massai, die damals selbst noch ein Kind war, so viel von Annis Schicksal erzählen konnte ist nicht authentisch. Auch die Darstellung von Anni als Agentin hat mich nicht überzeugt. So naiv wie sie erst dargestellt wurde, sollte sie sich plötzlich total gewandelt haben.
Die Gegenwart mit den ständigen Lovestorys und Beziehungsproblemen der Enkelinnen plätschert meistens so vor sich hin.
Um die Geschichte zu verstehen, ist es notwendig auch die ersten beiden Bände in der richtigen Reihenfolge gelesen zu haben.

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Veröffentlicht am 17.12.2024

Langatmige Liebesgeschichte

Das Mädchen im Nordwind
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2019: Sofie steckt gerade in einer schwierigen Beziehung. Um zur Ruhe zu kommen und sich ihrer Gefühle zu Thomas bewusst zu werden, nimmt sie sich eine Auszeit in Island. Sie ist Tischlerin und hat in ...

2019: Sofie steckt gerade in einer schwierigen Beziehung. Um zur Ruhe zu kommen und sich ihrer Gefühle zu Thomas bewusst zu werden, nimmt sie sich eine Auszeit in Island. Sie ist Tischlerin und hat in Island einen Job angenommen um ein kleines Häuschen zu renovieren. Durch Zufall findet sie ein Buch mit Aufzeichnungen die im Jahr 1936 beginnen. Sie beginnt darin zu lesen, ist mit der Zeit aber auch so fasziniert, dass sie nicht mehr aufhören kann dem Leben von Luise und Jonas in dem Buch zu folgen. Luise lebt in Lüneburg und ist die Tochter eines wohlhabenden jüdischen Kaufmanns. Als Jonas, der aus Island stammt, und Luise sich kennen- und liebenlernen, wird die Situation immer schwieriger. Für Juden gibt es immer mehr Gesetze in Deutschland, die ihnen das Leben erschweren. Der baldige Kriegsausbruch macht es nicht leichter …

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen.
In der Vergangenheit bei Familie Rosenberg dreht es sich hauptsächlich um den Judenhass und die ihnen auferlegten Gesetze und Verordnungen von den Nazis. Nebenbei wird die Liebe zwischen Jonas und Luise erzählt. Auch wird die Homosexualität von Luises Bruder Heinrich erwähnt. Die Erzählung zieht sich über fast vier Jahre hinaus, in denen Carl Rosenberg, Luises Vater, viel zu lange wartet um einer Auswanderung zuzustimmen ...
In der Gegenwart erfährt man, dass Sofie in Deutschland eine schwierige Beziehung mit Thomas geführt hat, die ihr nach einem schweren Schicksalsschlag erst richtig bewusst wird. In Island möchte sie den Kopf frei bekommen und über alles nachdenken, als unvermittelt Björgvin in ihr Leben schlittert. Der Fund des Notizbuches bringt Sofie die Geschichte von Luise nahe, mit der sie sich mehr beschäftigt als den Angehörigen lieb ist …

Die ersten 400 Seiten plätschert die Geschichte in der Vergangenheit, wie auch in der Gegenwart vor sich hin. Es passiert nicht spektakuläres. Im letzten Drittel wird die Geschichte dann etwas hastig zu Ende gebracht.
Zu den Protagonisten konnte ich in der ganzen Geschichte keine Beziehung aufbauen. Die Figuren bleiben blass. Luises tolerante Einstellung zur Homosexualität ihres Bruders hat mich überrascht, es passt nicht in die Zeit. Auch die Ignoranz von Carl Rosenberg, gegenüber der politischen Situation, bis er einer Auswanderung zustimmt, zieht sich viel zu lange hin. Der Roman ist mit seinen 560 Seiten langatmig in die Länge gezogen. Die Geschichte hat Potenzial. Wäre der Roman kürzer und nicht künstlich in die Länge gezogen worden, hätte man mehr daraus machen können.


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Veröffentlicht am 22.03.2024

Familienzerwürfnis bis tief in die übernächste Generation

Der Duft von Marzipan
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Lübeck 1957: Luisa Linde, Tochter des Direktors vom Holstentor-Museum und Henry Hawkins, Sohn des Leiters einer bekannten Marzipan-Manufaktur treffen sich schon einige Zeit heimlich. Als ihre Familien ...

Lübeck 1957: Luisa Linde, Tochter des Direktors vom Holstentor-Museum und Henry Hawkins, Sohn des Leiters einer bekannten Marzipan-Manufaktur treffen sich schon einige Zeit heimlich. Als ihre Familien dies erfahren, sind sie gegen diese Beziehung und setzen alles dran die beiden Liebenden auseinander zu bringen. Sie wollen sie sogar mit anderen, von ihnen Auserwählten, verkuppeln. Die Abneigung der beiden Familien gegeneinander liegt tief in den ersten Weltkrieg der Großväter von Luisa und Henry vergraben. Doch leider äußern weder ihrer beider Eltern noch die Großväter sich zu diesem Grund. Die beiden Liebenden gehen der Sache auf den Grund …
Die Geschichte plätschert langatmig vor sich hin. Die Kriege werden immer wieder, bei jeder sich bietenden Gelegenheit benannt und die Schwere der Zeit ausgeschmückt. Auch die Beteuerungen der Liebe zwischen Luisa und Henry wird ständig ausführlich beschrieben. Die beiden Haupt-Protagonisten konnten mich emotional nicht erreichen. Ich hatte mir vorgestellt etwas mehr über Lübeck und die Marzipan-Herstellung zu erfahren. Leider war das nicht der Fall. Die Geschichte spielt immer nur rund ums Holstentor und die Marzipan-Herstellung wird nur sehr blass benannt. Henry kann sich für die Firma seines Vaters nicht begeistern, dafür Luisa aber umso mehr. Sie hat Interesse an neuen Rezepturen. Man hätte bei der Länge der Geschichte Luisas Arbeit in der Manufaktur mehr ausmalen können, statt der ständigen Wiederholungen der Kriegs- und Liebes-Darstellungen.
Ich würde diesen Roman eher in die Kategorie „Young Adult oder New Adult“ einordnen. Die Geschichte wirkt künstlich und nicht authentisch.

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Schöne Geschichte, leider wurde das Potenzial nicht ausgeschöpft

Villa Amalfi
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Tramonti, Sommer 1950: Ida ist 16 Jahre alt und hat es als unerwünschte Tochter, mit ihrem Vater wirklich nicht gut getroffen. Er ist aggressiv, ein Säufer und Schläger. Die Mutter kann sich gegen ihn ...

Tramonti, Sommer 1950: Ida ist 16 Jahre alt und hat es als unerwünschte Tochter, mit ihrem Vater wirklich nicht gut getroffen. Er ist aggressiv, ein Säufer und Schläger. Die Mutter kann sich gegen ihn leider nicht durchsetzen, da der Vater auch gegen sie gewalttätig wird. Als der Vater Ida mit einem viel älteren Mann verheiraten will, sieht die Mutter den Zeitpunkt gekommen, an dem Ida ihren eigenen Weg gehen muss. Sie schickt Ida zu ihrer Tante und ihrem Onkel und bittet die beiden in einem Brief Ida zu helfen um nach ihren eigenen Wünschen leben zu können. Nachdem Ida einen Job im Hotel Amalfi bekommen hat, trifft sie auf die verwöhnte Tochter der Hotelbesitzer, Guendalina, und den schrecklichen Kellner Aurelio. Beide sind sie heimtückisch und gemein zu Ida. Guendalina und Aurelio spielen Ida übel mit. Ida sieht sich in die Situationen mit ihrem Vater zurück versetzt und glaubt, dass sie es so verdient hätte und nichts wert sei. Die Hotelbesitzer des „Villa Amalfi“, Annalisa und Signor Vittorio, die Eltern von Guendalina, sind dagegen sehr nett zu Ida.
Nach dem Lesen des Klappentextes und der Leseprobe hatte ich eine turbulente und spannende Geschichte erwartet. Die Geschichte plätschert jedoch in den ersten zwei Abschnitten eher vor sich hin. Erst im dritten Abschnitt nimmt sie Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich.
Jegliche Probleme in Idas Leben werden recht schnell gelöst. Auch gibt es sehr viele Zufälle in der Geschichte. Dadurch wirkt die Geschichte nicht authentisch. Der Charakter von Ida wird in der Geschichte eher als unfehlbar dargestellt. Desto mehr trifft Ida am Ende eine unerwartete Entscheidung mit der man als Leser, bei ihrer Persönlichkeits-Beschreibung, nicht gerechnet hätte. Das Ende ist dann umso überraschender und hinterlässt viele Ungereimtheiten und Fragen, bei denen ich hoffe, dass sie vielleicht noch im zweiten Band beantwortet werden. Deshalb bin ich auf die Fortsetzung sehr gespannt.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Das Cover gefällt mir. Es zeigt das Ambiente in dem die Geschichte spielt und lässt Urlaubsstimmung aufkommen.
Die Beschreibung der Landschaft, Umgebung und Protagonisten ist bildhaft gut dargestellt.
Wer eine leichte Urlaubs-Lektüre sucht, bei der man nicht über die vielen Unstimmigkeiten nachdenken sollte, könnte an dem Roman durchaus seine Freude haben.
Die Idee zu der Geschichte gefällt mir gut, die Umsetzung hingegen konnte mich in dem ersten Band nicht überzeugen.
Idas Rezept „Tagliolini al Limone“ durfte ich leider nicht kennen lernen, da ich das eBook gelesen habe und das Rezept nur in der Printausgabe enthalten ist.




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