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Veröffentlicht am 17.06.2017

Vom Bauernsohn zum Prinzen

Endrik
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Endrik die Reise des Königs ist der Auftakt einer auf drei Bände angelegte Reihes des Autors Marc Baron. Erzählt wird die Geschichte von Endrik, dem Sohn von König Broda der getarnt als Bauernsohn aufwuchs. ...

Endrik die Reise des Königs ist der Auftakt einer auf drei Bände angelegte Reihes des Autors Marc Baron. Erzählt wird die Geschichte von Endrik, dem Sohn von König Broda der getarnt als Bauernsohn aufwuchs. Die Welt von Endrik wird bestimmt von Kirchenmännern die sich in der Kunst der Beherrschung von Sapalen verstehen. Sapale sind Edelsteine die eine anziehende Wirkung auf Menschen ausüben und demjenigen der sie zu nutzen versteht große Macht verleiht. Da Endrik direkt nach seiner Geburt ein großes Potential zum beherrschen eines Sapals zeigte sollte er dem Einfluss der Kirche entzogen werden und so wuchs er bei Pflegeeltern auf. Zum jungen Mann herangewachsen sieht sich Endrik plötzlich der Gefahr der Entdeckung ausgesetzt und seine Pflegeeltern fliehen mit ihm. Nach deren Tod sucht Endrik weiter nach Pedro der ihn einst zu seinen Pflegeeltern brachte. Die Reise dahin und seine Abenteuer werden in der Geschichte geschildert.

Der Schreibstil ist eher einfach gehalten. Das hängt sicherlich auch mit der angestrebten Zielgruppe ab 6 Jahren zusammen. Für 6 jährige ist der Text durchaus anspruchsvoll. Viele der Rezensionen haben dies meiner Meinung nach nicht beachtet und es aus der Sicht eines Erwachsenen beurteilt. Sieht man das Buch eher mit Kinderaugen so ist alles in der Geschichte enthalten was ein Abenteuer ausmacht. Der junge Endrik der sich in Gefahr sieht, die Weggefährten die ihm helfen und zu Freunden werden und auch erste aufkeimende Gefühle für Fleur sind vorhanden. Es sind nicht zu viele Charaktere und sie sind auch nicht so kompliziert angelegt, so das man als Kind/ Jugendlicher der Geschichte gut folgen kann. Es gibt sicherlich noch Potential nach oben, aber die Geschichte ist so angelegt, dass man als Leser neugierig auf die Fortsetzung wird.

Veröffentlicht am 17.06.2017

Eintauchen in alte Zeiten

Schwertbrüder
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Mit dem Buch Eburonenlied 1 – Schwertbrüder entführen uns die Autoren Judith und Christian Vogt in die Welt der Römer und Gallier in den Jahren um etwas 55-50 vor Chr. Erzählt wird die Geschichte des Aufstandes ...

Mit dem Buch Eburonenlied 1 – Schwertbrüder entführen uns die Autoren Judith und Christian Vogt in die Welt der Römer und Gallier in den Jahren um etwas 55-50 vor Chr. Erzählt wird die Geschichte des Aufstandes der verschiedenen Stämme gegen das römische Reich. Initiator dieses Aufstandes ist Ambiorix ein König der Eburonen, dieser ist auch geschichtlich belegt, ebenso wie einige der anderen Akteure.

Die Autoren schaffen es eine spannende Geschichte aus den verfügbaren Daten dieser Zeit zu erzählen. Die einzelnen Figuren werden lebendig und mit Engagement der Autoren erschaffen. Mir hat es Spaß gemacht in dieses Geschichte einzutauchen. Wobei Spaß bei einem Buch über Krieg, Tod und Leid vielleicht nicht der ganz passende Ausdruck ist. Die Schlachten werden sehr plastisch geschildert und das Ganze um so berührender, weil immer wieder einzelne Schicksale herausgestellt werden. Da liegen Jubel über den getöteten Feind nah beim eigenen Untergang. Die negativen Seiten von Unterwerfung und Rebellion werden hier nicht beschönigt, für allzu zart besaitete Gemüter sicherlich nicht die richtige Bettlektüre.

Das Einzige, das mich an diesem Buch gestört hat waren die Sprünge im Erzählverlauf. Einige Male passierte es, das ich erst mal gar nicht wusste in welcher Situation des Buches ich gerade bin. Erst nach weiterem etwas verständnislosem Lesens wurde mir klar worum es ging. Da wären für mich klarere Abschnitte besser gewesen um meinen Lesefluss nicht zu unterbrechen. Daher kann ich dem Buch auch keine 100 % Bewertung geben. Das Geschichte selber finde ich gut rüber gebracht und lesenswert, wer sich nicht daran stört mal ein paar Sätze lang nicht zu wissen wo er/sie sich gerade befindet, dem kann ich Schwertbrüder als Lektüre empfehlen, ich habe mich beim Lesen der rund 350 Seiten nicht gelangweilt. Ich werde auf jeden Fall Band 2 Verbrannt auch lesen, möchte ich doch zu gerne wissen wie es mit den Akteuren weiter geht.

Gut fand ich auch das Personenverzeichnis und die Spurensuche am Ende des Buches. Ich hätte mir aber noch am Anfang des Buches einen Hinweis auf diese Verzeichnisse gewünscht, da man in einem ebook nicht mal eben bis ans Ende blättert. Da wäre ein Inhaltsverzeichnis am Anfang des Buches hilfreich, so das man direkt die gewünschte Seite ansteuern könnte.

Veröffentlicht am 11.06.2017

Gut umgesetzt und auch für jüngere Leser geeignet

Dindra Drachenreiterin
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Mit Dindra Drachenreiterin ist dem Autor Manfred Lafrentz eine unterhaltsame Geschichte rund um eine junge Frau und Drachen gelungen. Dindra erfüllt sich mit der Ausbildung zur Drachenreiterin einen Traum. ...

Mit Dindra Drachenreiterin ist dem Autor Manfred Lafrentz eine unterhaltsame Geschichte rund um eine junge Frau und Drachen gelungen. Dindra erfüllt sich mit der Ausbildung zur Drachenreiterin einen Traum. Dies geht jedoch nicht ohne Komplikationen einher und der Autor entwirft eine archaische Welt in der Drachen für Regen in einem trockenen Land sorgen. Der Schreibstil ist auch für jüngere Leser geeignet, da er ohne großartige Schnörkel daherkommt und auch übermäßige Gewaltdarstellungen werden vermieden. Ein Spannungsbogen bleibt durchgehend in der Geschichte erhalten und ich war neugierig darauf wie Dindra mit ihrem Leben fertig wird und die Komplikationen meistert. Die Charaktere werden gut gezeichnet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter.

Auch die Herkunft der Drachen wird in dieser Geschichte unter einem für mich mal neuem und interessanten Konzept erklärt. Insgesamt ein lesenswerter Roman der sein Potential nicht zu 100 % ausschöpft, aber dennoch nie langweilig wird.

Veröffentlicht am 19.05.2017

Familiengeheimnisse

June
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June ist ein Roman aus der Feder der Autorin Miranda Beverly-Whittemore. Die Autorin entführt die Leser in zwei Welten, zum einen die Kleinstadt St. Jude im Jahr 1955 und die Kleinstadt St. Jude im Jahr ...

June ist ein Roman aus der Feder der Autorin Miranda Beverly-Whittemore. Die Autorin entführt die Leser in zwei Welten, zum einen die Kleinstadt St. Jude im Jahr 1955 und die Kleinstadt St. Jude im Jahr 2015.

Cassandra „Cassie“ Danvers hat von ihrer Großmutter June ein altes Herrenhaus in St. Jude geerbt. Dorthin zieht sie sich zurück und hadert damit das sie den Tod ihrer Großmutter nicht hat kommen sehen. In dieser traurigen Situation wird Cassie eröffnet das sie die Erbin des Filmstars Jack Montgomery ist. Nun fängt sie an im Leben ihrer Großmutter zu suchen um der Wahrheit auf den Grund zu kommen.

Der Schreibstil dieser Geschichte ist ruhig und in stetigem Fluss. Die Handlungsstränge aus dem Jahr 1955 und 2015 werden parallel zueinander erzählt und der Leser entdeckt immer mehr die Geheimnisse die June und Jack verbinden. Die Charaktere werden facettenreich dargestellt, sind aber nicht immer Sympathieträger, an einigen Stellen hapert es bei mir am Verständnis für ihr Verhalten. Das nimmt der Geschichte letztendlich auch ein wenig den Schwung, dennoch wurde ich einige Stunden lang ganz ordentlich unterhalten. Einiges in der Geschichte ist vorhersehbar aber trotzdem warten auf den Leser noch einige Überraschungen. Ein Buch das man gut im Urlaub lesen kann um ein wenig Zerstreuung zu erhalten.

Veröffentlicht am 17.04.2017

Schöne ruhige Geschichte

Die zwei Leben der Florence Grace
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Die zwei Leben der Florence Grace von Tracy Rees entführt die Leser in die Welt des 19. Jahrhundert nach England. Florence erfährt kurz vor dem Tod der Großmutter das ihre verstorbene Mutter zur angesehen ...

Die zwei Leben der Florence Grace von Tracy Rees entführt die Leser in die Welt des 19. Jahrhundert nach England. Florence erfährt kurz vor dem Tod der Großmutter das ihre verstorbene Mutter zur angesehen Grace gehört hat. Da auch der Vater von Florence verstorben ist nimmt die Familie Grace Florence zu sich. Nun schwer fügt sich Florence in das neue Leben ein und erfährt dabei auch die Höhen und Tiefen des Lebens und der Liebe.

Die Geschichte ist in ruhigen Tönen erzählt und der Schreibstil ist bildhaft und lässt den Leser tief eintauchen in das Leben Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Charaktere werden gut gezeichnet und die Entwicklung von Florence ist gut nachvollziehbar. Es gibt keine spektakulären Spannungsbögen und vieles ist vorhersehbar. Für mich bei einer Lektüre die ich zur Entspannung lese durchaus erwünscht. Trotz einiger Längen fand ich das Buch lesenswert und kann es als ruhige Geschichte, die man mal nebenbei lesen möchte empfehlen.