Spannender Plot, aber ein wenig anders als erwartet
Queen of Magic – Das Zeichen der KöniginDie junge Shay lebt einsam und von allen verlassen von Tag zu Tag. Dabei muss sie ständig mysteriöse Gegebenheiten, wie ein Tattoo auf ihrem Arm, das sich ständig verändert, aus Angst vor ihrer Pflegemutter, ...
Die junge Shay lebt einsam und von allen verlassen von Tag zu Tag. Dabei muss sie ständig mysteriöse Gegebenheiten, wie ein Tattoo auf ihrem Arm, das sich ständig verändert, aus Angst vor ihrer Pflegemutter, welche ihr psychische Diskrepanzen unterstellt, verstecken. Ihr einziger Lichtblick sind die bald anstehenden Prüfungen, die sie mit einer bestmöglichen Zensur bestehen möchte. Doch als eines Tages plötzlich Theon und Nat in ihrem Zimmer auftauchen, ändert sich Shays Leben schlagartig. Denn die Welt, die die beiden ihr offenbaren, lässt Shay in größter Gefahr schweben: Shay ist Thronanwärterin in Amenthes! Und diese sterben in dem Königreich in Scharen...
Auf Grund des edlen Covers habe ich eine glamouröse Geschichte mit prunkvollen Schlössern, zahlreichen Bällen und einer Menge Magie erwartet. Letztendlich war "Queen of Magic" doch ein wenig anders als erwartet, allerdings keinesfalls in einer negativen Art und Weise. Denn der Roman rund um Shay, Theon und Nat spielt zu einem Großteil auf der Erde - klassische Urban Fantasy eben. Die Welt um Amenthes nimmt dabei meines Erachtens nach eine eher nebensächliche Rolle ein. Doch das, was der Leser davon erfährt, ist durchaus spannend. Gerne hätte ich noch mehr von dieser fremden Welt erfahren.
Was an Tiefgang im Worldbuilding fehlt, machen die Charaktere allerdings schnell wieder wett. Wie ich es von Liane Mars bereits kenne, hat sie auch in diesem Roman ganz besonders viel Herzblut in ihre Protagonisten gesteckt. Charmant, interessant und mit Ecken und Kanten habe ich sie binnen kürzester Zeit in mein Herz geschlossen. Es macht einfach immer wieder Spaß, ihre scharfzüngigen Dialoge zu verfolgen.
Der Humor der Autorin hat mich dabei immer wieder gut unterhalten. Ich mag ihren Schreibstil einfach unheimlich gerne. Er ist locker leicht und flüssig, aber alles andere als langweilig.
Doch so gerne ich diesen Stil auch mag, hat er in "Queen of Magic" doch den angeteaserten Romance Anteil immer wieder verschluckt. Ich hatte das Gefühl, dass sich hier die Beziehungen zwischen den Charakteren teilweise gar nicht richtig entfalten konnten. Gerade das Ende wirkte in dieser Hinsicht ein wenig "hingeklatscht". Dann doch lieber gute Fantasy ganz ohne Romance!
Nichtsdestotrotz hatte ich einige unterhaltsame Lesestunden mit Shay und ihren Freunden. Ich würde dieses Buch weiterempfehlen, sofern man auf funkensprühende Liebesbeziehungen sowie ein allzu vielschichtiges Worldbuilding verzichten kann und Lust auf ein flüssiges Leseerlebnis mit einem spannendem Plot hat.
4/5 Sterne