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Veröffentlicht am 25.12.2024

Spannender Plot, aber ein wenig anders als erwartet

Queen of Magic – Das Zeichen der Königin
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Die junge Shay lebt einsam und von allen verlassen von Tag zu Tag. Dabei muss sie ständig mysteriöse Gegebenheiten, wie ein Tattoo auf ihrem Arm, das sich ständig verändert, aus Angst vor ihrer Pflegemutter, ...

Die junge Shay lebt einsam und von allen verlassen von Tag zu Tag. Dabei muss sie ständig mysteriöse Gegebenheiten, wie ein Tattoo auf ihrem Arm, das sich ständig verändert, aus Angst vor ihrer Pflegemutter, welche ihr psychische Diskrepanzen unterstellt, verstecken. Ihr einziger Lichtblick sind die bald anstehenden Prüfungen, die sie mit einer bestmöglichen Zensur bestehen möchte. Doch als eines Tages plötzlich Theon und Nat in ihrem Zimmer auftauchen, ändert sich Shays Leben schlagartig. Denn die Welt, die die beiden ihr offenbaren, lässt Shay in größter Gefahr schweben: Shay ist Thronanwärterin in Amenthes! Und diese sterben in dem Königreich in Scharen...

Auf Grund des edlen Covers habe ich eine glamouröse Geschichte mit prunkvollen Schlössern, zahlreichen Bällen und einer Menge Magie erwartet. Letztendlich war "Queen of Magic" doch ein wenig anders als erwartet, allerdings keinesfalls in einer negativen Art und Weise. Denn der Roman rund um Shay, Theon und Nat spielt zu einem Großteil auf der Erde - klassische Urban Fantasy eben. Die Welt um Amenthes nimmt dabei meines Erachtens nach eine eher nebensächliche Rolle ein. Doch das, was der Leser davon erfährt, ist durchaus spannend. Gerne hätte ich noch mehr von dieser fremden Welt erfahren.

Was an Tiefgang im Worldbuilding fehlt, machen die Charaktere allerdings schnell wieder wett. Wie ich es von Liane Mars bereits kenne, hat sie auch in diesem Roman ganz besonders viel Herzblut in ihre Protagonisten gesteckt. Charmant, interessant und mit Ecken und Kanten habe ich sie binnen kürzester Zeit in mein Herz geschlossen. Es macht einfach immer wieder Spaß, ihre scharfzüngigen Dialoge zu verfolgen.

Der Humor der Autorin hat mich dabei immer wieder gut unterhalten. Ich mag ihren Schreibstil einfach unheimlich gerne. Er ist locker leicht und flüssig, aber alles andere als langweilig.
Doch so gerne ich diesen Stil auch mag, hat er in "Queen of Magic" doch den angeteaserten Romance Anteil immer wieder verschluckt. Ich hatte das Gefühl, dass sich hier die Beziehungen zwischen den Charakteren teilweise gar nicht richtig entfalten konnten. Gerade das Ende wirkte in dieser Hinsicht ein wenig "hingeklatscht". Dann doch lieber gute Fantasy ganz ohne Romance!

Nichtsdestotrotz hatte ich einige unterhaltsame Lesestunden mit Shay und ihren Freunden. Ich würde dieses Buch weiterempfehlen, sofern man auf funkensprühende Liebesbeziehungen sowie ein allzu vielschichtiges Worldbuilding verzichten kann und Lust auf ein flüssiges Leseerlebnis mit einem spannendem Plot hat.
4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 25.12.2024

Interessante, kurzweilige Bachelor-Dystopie für Jugendliche

Selection
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In einem völlig neuartigem, nach einem verheerendem Krieg wiederaufgebautem Amerika - nun das Königreich Illeá - ist America Singer eine Fünf und damit Teil der niedersten Ränge des gesellschaftlichen ...

In einem völlig neuartigem, nach einem verheerendem Krieg wiederaufgebautem Amerika - nun das Königreich Illeá - ist America Singer eine Fünf und damit Teil der niedersten Ränge des gesellschaftlichen Kastensystems. Als das Königshaus des Landes ein Casting veranstaltet, um eine geeignete Braut für den einzigen Sprössling, Prinz Maxon, zu finden, bietet sich America eine einmalige Gelegenheit: Jedes der 35 Mädchen, die als Teilnehmerinnen ausgewählt werden, wird nicht nur mit einer beträchtlichen Summe für die Teilnahme entschädigt, sondern erhält auch die Chance auf den Thron Illeás. Doch ist America bereit dafür, ihre große Liebe Aspen für den damit verbundenen Ruhm und Reichtum zu opfern?

Ich habe "Selection" das erste Mal vor vielen Jahren als Jugendliche gelesen und war damals hellauf begeistert von der Reihe rund um America, Maxon und Aspen. Gerade die innovative Idee, den TV-Bachelor mit einer dystopischen Welt zu verknüpfen, konnte mich überzeugen. Der flüssige, recht schlicht gehaltene Schreibstil der Autorin ebenso wie das im Buch vorkommende Liebesdreieck gewährten mir damals einige spannende Lesestunden, in denen ich diesen ersten Band binnen kürzester Zeit verschlang

Nach einem Reread sehe ich diese positiven Facetten der Dystopie immernoch so. Bis heute habe ich - trotz zahlreicher verschlungener Bücher - keinen Roman finden können, der die Bachelor-Dystopie Kombi derart interessant und packend umsetzt. Das Worldbuilding rund um Illeás Kastensystem ist unheimlich gelungen, die Charaktere sind interessant ausgewählt und wunderbar bildhaft sowie greifbar geschrieben und man fliegt nur so durch die Seiten.
Dennoch ist mir beim zweiten Lesen dieses ersten Bandes ein Punkt äußerst negativ ins Auge gesprungen: die Protagonistin America. Diese war mir, anders als zuvor, nun recht unsympathisch. Denn obgleich sie aus eher ärmlichen Verhältnissen stammt, wirkte sie auf mich nicht selten verzogen und anstrengend. Ihre Andersartigkeit scheint krampfhaft und an den Haaren herbeigezogen und anstatt mit ihren zahlreichen anderen Talenten zu beeindrucken, versucht sie die männlichen Protagonisten ausschließlich damit von sich zu überzeugen. Guten Gewissens würde ich Americas gesamte Art als klassisches "Pick Me Girl" bezeichnen. Ich bin gespannt, ob mir das bei den folgenden Bänden ebenso negativ auffallen wird.

Abgesehen davon jedoch bin ich nach wie vor positiv angetan von "Selection" und würde diesen ersten Band vor allem Jugendlichen empfehlen, die möglicherweise nicht unheimlich viel Tiefgang in einer Geschichte benötigen, dafür aber Lust auf einen packenden, kurzweiligen Roman mit einer kleinen Prise Romantik haben.
4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.09.2022

Kurzweiliger Roman mit gutem Humor und packender Handlung

Der Fluchjäger
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Rose führt ein eigentlich recht ruhiges und beschauliches Leben. Und doch wird sie Immer wieder mit ihren sterbenden Liebsten konfrontiert. Als sie erfährt, dass sie der Grund für die vielen Tode ist, ...

Rose führt ein eigentlich recht ruhiges und beschauliches Leben. Und doch wird sie Immer wieder mit ihren sterbenden Liebsten konfrontiert. Als sie erfährt, dass sie der Grund für die vielen Tode ist, bricht eine Welt für sie zusammen.
Denn die junge Frau ist mit einem furchtbarem Fluch belegt, der sie für immer dazu verdammt, in absoluter Einsamkeit und ohne jegliche Liebschaften zu leben. Nun kann nur noch der Fluchjäger Nathaniel ihr helfen. Doch genügen seine Kräfte, um gegen die finstersten Mächte zu bestehen?

"Der Fluchjäger" war mein erstes Buch der Autorin. So war ich umso gespannter darauf, was mich hier erwarten wird.
Bereits auf den ersten Seiten ist mir Eliza Rains luftig-lockerer Schreibstil positiv aufgefallen. Binnen kürzester Zeit konnte ich mich dadurch gut in die Geschichte einfinden. Und auch die darauf folgenden Seiten waren schnell gelesen.

Dazu beigetragen hat neben dem Schreibstil vor allem auch die Storyline selbst. Bisher habe ich noch nie eine Geschichte gelesen, die Flüche, Hexen, speziell ausgebildete Fluchjäger, dramatische Familiengeschichten und romantische Szenen miteinander vereint. Auf Grund dieser innovativen Idee, die dazu noch durch einen guten Humor und einige sarkastische Passagen ergänzt wird, wollte ich stets wissen, wie es mit Rose und Nathaniel weitergeht.

Ein wenig aus dem Konzept gebracht haben mich manchmal allerdings die Charaktere. Sie waren teilweise nicht hundertprozentig ausgearbeitet, weswegen ich während einiger Szenen leichte Schwierigkeiten hatte, mich optimal in sie hineinversetzen und gemeinsam mit ihnen mitfiebern zu können.
Vor dem Hintergrund, dass es sich bei dem "Fluchjäger" um einen Kurzroman handelt, finde ich dies allerdings nicht allzu gravierend.

Wer Interesse an einer kurzweiligen, einzigartigen Geschichte hat und dabei verkraften kann, dass einige Kleinigkeiten nicht ganz auf den Punkt gebracht sind, wird sicherlich eine gute Zeit mit Rose und Nathaniel verbringen.
4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.08.2022

Ein gelungenes und durchaus empfehlenswertes Debüt!

Projekt Schimäre
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Jahrzehnte nach dem Untergang der Menschheit treffen die beiden Füchse Zaki und Kuro auf deren Ruinen und alte Relikte. Sofort ist die Neugier der beiden Geschwister geweckt, denn schnell sind die Menschen ...

Jahrzehnte nach dem Untergang der Menschheit treffen die beiden Füchse Zaki und Kuro auf deren Ruinen und alte Relikte. Sofort ist die Neugier der beiden Geschwister geweckt, denn schnell sind die Menschen nach ihrem Verschwinden in vollkommene Vergessenheit geraten.
Doch was genau ist damals geschehen? Und inwiefern hängt dies mit den menschgewordenen Tieren zusammen, die nun die Welt beherrschen?
Zaki und Kuro begeben sich auf die Spuren einer Tragödie - und in große Gefahr: Der skrupellose Tiger Jakhar hegt ein überaus großes Interesse an den Erkenntnissen der beiden...

Zu Beginn dieser Lektüre war ich mir zunächst ein wenig unsicher, was genau mich in "Projekt Schimäre" erwartet. Doch eine kurze Leseprobe hat mich direkt durch einen leichten, stringenten Schreibstil begeistern können. Und so stürzte ich mich gemeinsam mit den beiden Protagonisten in ein echtes Leseabenteuer, das mich innerhalb der ersten wenigen Seiten fesseln konnte.

In "Projekt Schimäre" erwarten den Leser eine dystopische Ausgangssituation mit leicht parabelartigen Elementen, vor allem aber kreative Ideen und reichlich Spannung sowie gute Rätsel.
Durch letztere sowie durch innovative Elemente möchte man diese Lektüre kaum zur Seite legen. Und so habe ich sie, begünstigt durch den lockeren Schreibstil des Autors, binnen weniger Tage praktisch verschlungen.

Sicherlich haben dazu auch die Charaktere beigetragen, die den Leser in einer wunderbaren Bandbreite erwarten.
Bei den Protagonisten Zaki und Kuro handelt es sich um zwei kluge Diebe, die durch ihre Gewieftheit sofort Sympathie erregen. Mit von der Partie sind stets gute Freunde des Duos. Und hier ist von einem vorsichtigem Wolf bis hin zu einem mutigem Schaf wahrlich alles vertreten.
Natürlich darf auch ein gefährlicher Gegenspieler nicht fehlen. In diesem Fall wird diese Rolle durch den Tiger Jakhar besetzt. Ich schreibe bewusst Rolle, da sich diese Nebenfigur für mich persönlich ähnlich dieser präsentiert hat. Jakhar wirkte auf mich teils mehr wie eine Requisite, ein Mittel zum Zweck. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass sein Charakter stärker herausgearbeitet worden wäre, seine Ecken und Kanten ebenso wie seine Vorgeschichte besser herausgekommen wären, um ihn als Figur besser fassen zu können. Während einiger Passagen erging es mir mit den Fuchsgeschwistern ähnlich, allerdings war dieser Punkt bei dem Tiger doch um einiges gravierender.

Nichtsdestotrotz habe ich das Leseerlebnis sehr genossen und kann dieses Buch jedem weiterempfehlen, der Interesse an einer neuartigen Dystopie hat und sich möglicherweise sogar für leichte Parabeln erwärmt.
Ich bin schon sehr gespannt auf die folgenden Bände!
4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.06.2022

Ich bin gespannt auf das Finale!

Liber Bellorum. Band II
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"Die Zeit ist gekommen. Meine Reise endet hier. Meine Herrschaft beginnt."

Nach dem Tod des alten Fürsten ändert sich Kyles Leben schlagartig. Plötzlich mit einer ungeheuren Verantwortung konfrontiert, ...

"Die Zeit ist gekommen. Meine Reise endet hier. Meine Herrschaft beginnt."

Nach dem Tod des alten Fürsten ändert sich Kyles Leben schlagartig. Plötzlich mit einer ungeheuren Verantwortung konfrontiert, muss er sich mit mächtigen Gegnern auseinandersetzen und sich zeitgleich der Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft stellen.
Sein Bruder Raven hingegen ist als begabter Novize endgültig in der von Kyle verhassten Akademie angekommen. Werden die beiden Geschwister wieder zueinander finden, oder von finsteren Mächten entzweit werden?

Ebenso wie bei Band eins von "Liber Bellorum" konnte mich auch diese Fortsetzung direkt durch seine Aufmachung überzeugen. Abermals besticht das Buch durch ein wunderschönes, zur Reihe passendes Cover mit einer tollen Haptik, mehreren Karten und kreativen Zitaten zu Beginn eines jeden Kapitels im Innenteil sowie einem Glossar, welches sich diesmal, unter anderem auch mittels hübschen Zeichnungen, den Handlungsplätzen des Romans widmet.

"Licht und Schatten" knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Durch den klar strukturierten, angenehmen Schreibstil der Autorin konnte ich mich als Leserin schnell wieder orientieren und hatte keinerlei Schwierigkeiten, wieder in die Geschichte hineinzufinden - zumindest, was die Handlung selbst betrifft.

Denn, wie ich bereits in meiner Rezension zu Band eins bemängelt habe, konnte ich abermals keinen wirklichen Zugang zu den Figuren finden. Ein weiteres Mal fehlte mir der nötige Tiefgang, um vor allem mit den beiden Protagonisten Kyle und Raven tatsächlich warm zu werden.
Beide stagnieren zwar keineswegs in ihrer Entwicklung als Figuren, waren mir manchmal aber dennoch suspekt. Vor allem Kyles Handlungen konnte ich nicht immer gänzlich nachvollziehen - was an sich noch kein Problem gewesen wäre, immerhin ist er definitiv nicht der klassische Sympathieträger -, aber gerade Ravens Reaktionen ließen mich teils unendlich verwirrt zurück. Als eigentlich besonnenerer Bruder hätte ich mir von ihm gewünscht, seinen Bruder, Gewalt und Hass, kritischer zu hinterfragen. Leider blieben beide in der Hinsicht doch eher blass.

Nichtsdestotrotz hat mir die Handlung ein klein wenig besser gefallen als in Band eins. "Licht und Schatten" legt den Fokus auf vermehrte Magieabhandlungen, unglaublich interessante Settings und - wie der Titel bereits verrät - spannende neue Sichtweisen.
Warda Moram bricht in diesem Teil das klassische "Schwarz-Weiß Denken" auf, verdreht Realität und Fiktion ebenso wie Gut und Böse und lässt den Leser an allen Ecken zweifelnd und reflektierend zurück. Gerade diesen Punkt fand ich unheimlich gut umgesetzt. Ich liebe Geschichten, in denen nicht alles offensichtlich ist. Und "Licht und Schatten" geizt definitiv nicht mit der ein oder anderen Überraschung!

Ich werde sicherlich noch den letzten Teil lesen - auch, wenn ich bis dato nicht mit den Figuren warm werden konnte. Die Handlung und Aufmachung konnten mich dafür umso mehr überzeugen und nach einem weiteren fiesen Cliffhanger möchte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Wer nach einem interessanten High-Fantasy Roman sucht, der ein spannendes Magiesystem und eine nicht allzu komplexe Sprache in sich vereint, sollte sich "Liber Bellorum" näher ansehen. Potentiellen Lesern sollte hier allerdings bewusst sein, dass diese Reihe von teils sehr expliziten Gewaltdarstellungen Gebrauch macht.
3,5 - 4/5 Sterne

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