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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2022

mich konnte dieser Roman nicht ganz so begeistern

Herbstfreundinnen
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Das Cover sieht wunderschön aus und der Titel „Herbstfreundinnen“ passt perfekt dazu. Vielleicht hat dies aber falsche Erwartungen in mir geweckt? Denn im Nachhinein muss ich sagen, dass der Titel nicht ...

Das Cover sieht wunderschön aus und der Titel „Herbstfreundinnen“ passt perfekt dazu. Vielleicht hat dies aber falsche Erwartungen in mir geweckt? Denn im Nachhinein muss ich sagen, dass der Titel nicht wirklich viel mit dem Inhalt des Buches zu tun hat.
Hauptprotagonistin Mackenzie scheint ein perfektes Leben zu haben. Sie hat auf eines der angesehensten Weingüter eingeheiratet und arbeitet mit Begeisterung dort in der Leitung mit. Allerdings gestehen sie und ihr Mann Rhys sich ein, dass sie nicht mehr glücklich miteinander sind. So kommt es zur Trennung. Doch neben dem Trennungsschmerz und dem Verlust ihres Ehemannes, merkt Mackenzie, dass sie noch viel mehr verloren hat, insbesondere die Schwiegermutter, die ihr sehr ans Herz gewachsen war. Diese zeigt nun ihren wahren Charakter. Ich bin überhaupt nicht mit ihr warm geworden. Ihr Verhalten kam mir sehr überzogen und etwas unrealistisch vor.
Das Buch liest sich grundsätzlich durchaus gut. Susan Mallery hat mit Familie, Familienzusammenhalt, Verlust und Trennung ernste Themen eingebaut. Außer der Trennung gibt es auch eine schöne Romanze. Trotzdem hat mich der Roman nicht in gewohnter Manier abgeholt und begeistert. Ich habe den Humor vermisst, den ich von Susan Mallery gewohnt bin. Auch kamen die Gefühle für mich ein wenig zu kurz.
Fazit: Alles in allem habe ich mir etwas mehr erhofft, da ich die Romane der Autorin sehr mag. Das Buch liest sich zwar gut, hat aber auch etliche Längen. Insgesamt hätte man aus dem Plot mehr machen können. Aber alles in allem ist es durchaus nett zu lesen, aber für mich eher durchschnittlich. Lest es selbst und bildet euch eine eigene Meinung. Vielleicht kann euch dieses Mallery-Buch mehr begeistern.

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Veröffentlicht am 23.07.2022

Familien- und Liebesroman aus Paraguay

¡PARAGUAY, MI AMOR!
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Das Cover sieht wunderschön und nach sehr viel Romantik aus. Doch das Buch selbst ist nicht ganz so romantisch, auch wenn eine Liebesgeschichte eine große Rolle spielt. Es bietet deutlich mehr als nur ...

Das Cover sieht wunderschön und nach sehr viel Romantik aus. Doch das Buch selbst ist nicht ganz so romantisch, auch wenn eine Liebesgeschichte eine große Rolle spielt. Es bietet deutlich mehr als nur Romantik.
Die 19jährige Valeska erfährt nach ihrem Abitur per Zufall dass ihr Vater in Wirklichkeit nur ihr Onkel ist, weil ihr Erzeuger nach ihrer Geburt nach Paraguay ausgewandert ist. Sie nimmt sofort Kontakt zu ihm auf und macht sich so schnell wie möglich von Deutschland aus auf den Weg nach Paraguay zu ihrem leiblichen Vater und seiner Familie. Bald schon verliebt sie sich in Ramon, den Stiefsohn ihres Vaters…
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Abgesehen davon, dass die Schriftgröße richtig angenehm ist, gibt es viele kurze Kapitel. Auch wechselt immer wieder die Sichtweise der Protagonisten, so dass viel Abwechslung vorhanden ist und man sich in alle Protagonisten ein wenig hineinversetzen kann. Der Text enthält zudem sehr viele Dialoge, so dass keinerlei Längen entstehen und alles sehr lebendig wirkt.
Im Vordergrund stehen eine Familiengeschichte , sowie eine Liebesgeschichte. Aber man bekommt nebenbei auch ein paar Einblicke in das Leben und die Kultur von Paraguay.
Mit den beiden Hauptprotagonisten wurde ich leider nicht so richtig warm. Sie kamen mir doch recht unreif und naiv vor. Ramón war mir zu machohaft. Bei Valeska fand ich es unrealistisch, wie sie die Gastfreundschaft in meinen Augen etwas missbraucht hat. Und irgendwie hätte ich mir auch mehr Verantwortungsbewusstsein bei beiden gewünscht.
Erwähnen möchte ich auch noch, dass die Sprache der Dialoge teilweise recht derb und etwas vulgär ist. Das ist vielleicht auch nicht Jedermanns Sache. Auch werden etliche erotische Szenen im Detail geschildert.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte hat mich der Roman doch insgesamt gut abgeholt, so dass ich sehr neugierig auf den Folgeband war und ihn auch gleich im Anschluss lesen musste. Ich kann an dieser Stelle schon verraten, dass mir der Folgeband noch besser gefallen hat!

Veröffentlicht am 24.06.2022

historischer Einblick von Lords und Ladies

Wie man sich einen Lord angelt
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Der Lady's Guide „Wie man sich einen Lord angelt“ ist ein historischer Liebesroman aus der Londoner Regency-Zeit“. Man bekommt beim Lesen einen Einblick in das Leben der Ladys und Lords zu Beginn des 19. ...

Der Lady's Guide „Wie man sich einen Lord angelt“ ist ein historischer Liebesroman aus der Londoner Regency-Zeit“. Man bekommt beim Lesen einen Einblick in das Leben der Ladys und Lords zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Zuerst möchte ich hervorheben, wie wunderbar das Buch vom Äußeren her gestaltet ist. Nicht nurdas Cover sieht wunderschön aus. Auch das hintere Buchcover ist ganz wunderbar und mit viel Raffinesse gestaltet. Da hat sich der Knaur-Verlag wirklich etwas Besonderes einfallen lassen.
Hauptprotagonistin Kitty ist aufgrund der Spielschulden ihres verstorbenen Vaters sehr verarmt. Um sich und ihre vier Schwestern vor dem Armenhaus zu bewahren, ist sie wild entschlossen in die vornehme Londoner Gesellschaft einzuheiraten. So verschafft sie sich Zugang zu den Bällen der High Society, um dort einen geeigneten Heiratskandidaten zu finden. Lest selbst, wie sie das schafft!
Der Roman liest sich unterhaltsam. Kitty ist eine gewiefte junge Frau, die sehr berechnend ist. Allerdings waren bei mir die Gefühle etwas auf der Strecke geblieben, so dass ich mit Kitty nicht wirklich mitgefiebert habe.
Insgesamt liest sich das Buch gut und unterhaltsam. Ich musste immer wieder schmunzeln und habe mich über Kitty und die Heiratskandidaten doch sehr amüsiert.
Schön fand ich es auch, dass man einen kleinen Einblick in das Leben der Ladys und Lords zur damaligen Zeit bekommen hat. Der Schreibstil hat wunderbar gepasst und hat mir gut gefallen. Trotzdem wurde ich mit der Hauptprotagonistin nie so wirklich warm, so dass für mich für den nächsten Band noch etwas Luft nach oben ist. Wer das Genre mag, der sollte sich diesen Debütband nicht entgehen lassen.
Ich vergebe 3,5 Sterne und lasse mich gerne überraschen, was der Folgeband bringen wird.

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Veröffentlicht am 02.06.2022

solider Regionalkrimi

Mord im Altmühltal
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Das wunderschöne Cover ist fast zu schön für einen Krimi, oder? Es hat mich aber neugierig auf „Mord im Altmühltal“ gemacht.
Dies war mein erstes Buch von Martin Meyer. Sein Schreibstil gefällt mir gut. ...

Das wunderschöne Cover ist fast zu schön für einen Krimi, oder? Es hat mich aber neugierig auf „Mord im Altmühltal“ gemacht.
Dies war mein erstes Buch von Martin Meyer. Sein Schreibstil gefällt mir gut. Das Buch liest sich flüssig und leicht. Zahlreiche Dialoge lassen alles sehr lebendig wirken.
Auch die Idee der Handlung hat mir gut gefallen und das Lokalkolorit kam gut rüber. Von den Protagonisten prallen hier ein Großgastronom, eine Historikerin, sowie der Kriminalkommissar aufeinander. Ob das gut geht? Ein Hobby-Archäologe wird zudem tot aufgefunden.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Thematik Tiefgang enthält und Themen wie z.B. Verschleierung und Gier aufgegriffen wurden. Allerdings war mir der Spannungsbogen für einen Krimi zu gering. Der Täter war zu Beginn bereits bekannt. Ich hätte mir gewünscht, dass die Auflösung mit etwas mehr Überraschungen oder Wendungen gepunktet hätte.
Fazit: Alles in allem ein solider und komplexer Regionalkrimi, die sich sehr gut liest und auch Unterhaltungswert hat. Vom Spannungsbogen her ist allerdings noch etwas Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 30.04.2022

ausgefallene Backideen!

Die Gemüsebäckerei
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Backen mit Möhren, Zucchini, Rote Beete, Bohnen oder Kichererbsen? Das klang für mich absolut interessant und vielversprechend.
Der erste Eindruck war auch sehr positiv. Es sind tolle Fotos enthalten von ...

Backen mit Möhren, Zucchini, Rote Beete, Bohnen oder Kichererbsen? Das klang für mich absolut interessant und vielversprechend.
Der erste Eindruck war auch sehr positiv. Es sind tolle Fotos enthalten von grünen Baguettes, rosa Brötchen oder rotem und schwarzem Knäckebrot.
Beim genaueren Lesen der Rezepte war ich doch etwas ernüchtert. Leider sind die Zutaten teilweise schon sehr ausgefallen. Ich backe sehr viel und sehr gerne und habe etliche Sorten an gängigem Mehl zuhause. Nun musste ich aber noch Reismehl, Mandelmehl, Buchweizenmehl und ähnliches kaufen. Auch Zutaten wie Lakritzpulver , Flohsamenschalen oder Sirup sind Neuland für mich. Daher sind die Rezepte nicht wirklich alltagstauglich.
Aber hat man mit dem Testen der Rezepte angefangen, so ist man dann doch begeistert. Die Ergebnisse sind schon ein Hingucker und geschmacklich auch richtig gut. Besonders begeistert hat mich der Zucchinikuchen mit Mohn und Zitrone. Dieser ist wirklich ein absolutes Highlight und ich werde ihn in mein Standardbackprogramm aufnehmen. Auch die grünen Super-Baguettes (mit Spinat und Zucchini) sind wirklich klasse.
Ein Nachteil ist, dass die Rezepte nicht ganz fehlerfrei abgedruckt sind und die Autorin sich auch immer nicht so ganz klar ausgedrückt hat. Da besteht noch etwas Verbesserungsbedarf. Gerade Backanfänger dürften sich da etwas schwer tun.
Obwohl die Ideen richtig toll sind und die Resultate auch überwiegend sehr gelungen sind, vergebe ich 3,5 Sterne, da ich alltagstaugliche Rezepte bevorzuge und nicht unbedingt ausgefallene Zutaten extra kaufen möchte.