Cover-Bild Wenn die Blätter sich rot färben. Der fünfte Fall für Gamache
Teil 5 der Serie "Ein Fall für Gamache"
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Der Audio Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 18.09.2020
  • ISBN: 9783742417633
Louise Penny

Wenn die Blätter sich rot färben. Der fünfte Fall für Gamache

Lesung mit Hans-Werner Meyer (8 CDs)
Hans-Werner Meyer (Sprecher), Andrea Stumpf (Übersetzer), Gabriele Werbeck (Übersetzer)

Die Bewohner des kleinen, idyllisch in den Wäldern Kanadas gelegenen Dörfchens Three Pines haben alle ihre Geheimnisse – mal sind es kleinere, mal größere. Und auch Olivier, der charmante und beliebte Besitzer des Dorfbistros, hat etwas zu verbergen. Denn als am Ende des Sommers plötzlich eine Leiche in seinem Bistro gefunden wird und alles auf Mord hindeutet, führen die Ermittlungen immer wieder zu ihm. Was für Geheimnisse hat Olivier und wer ist er wirklich? Auch in seinem fünften Fall ermittelt Polizeichef Armand Gamache gemeinsam mit seinem Team auf der Suche nach der Wahrheit.

Lesung mit Hans-Werner Meyer
8 CDs | ca. 11 h 12 min

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2022

Sehr gelungene Fortsetzung

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Ein Fremder wird in dem von einem schwulen Paar betriebenen Bistro tot aufgefunden, und Inspektor Armand Gamache von der Mordkommission der Provinz kommt mit seinem Team in die Stadt, um den Fall zu lösen. ...


Ein Fremder wird in dem von einem schwulen Paar betriebenen Bistro tot aufgefunden, und Inspektor Armand Gamache von der Mordkommission der Provinz kommt mit seinem Team in die Stadt, um den Fall zu lösen. Dabei kommt er vielen Geheimnissen und Verdächtigen in dieser engen Gemeinschaft auf die Spur, vor allem dank seines besonderen Talents, zuzuhören, subtile Hinweise zu sammeln und Lügen aufzudecken.

Wie üblich liegt der Ursprung des Verbrechens nicht in einem außergewöhnlichen Übel oder Wahnsinn, sondern in ganz gewöhnlichen menschlichen Emotionen wie Gier, Eifersucht oder der Angst der Dorfbewohner vor Entdeckung. Während seine Ermittlungen führen Gamache seine Erkenntnisse zu einer Gemeinschaft eines Stammes der First Nations auf einer abgelegenen Insel in British Columbia. Hier will er nach weiteren Hinweisen suchen...

Allen Fans von CozyCrime kann ich dieses Buch empfehlen, denn Action und Tempo sucht man hier vergebens. Aber Spannung und eine tiefgreifende Handlung, vor allem der Bezug zu den First Nations zeichnen diesen Serienband aus. Mir hat er sehr gut gefallen und somit gibt es eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.10.2020

Wer die Angst schürt

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Der Herbst steht bevor und im Wald von Three Pines zieht die Angst ein…
Teil 5 der kanadischen Chief Inspector Gamache Krimireihe!
Inspector Gamache muss erneut in Three Pines einen Mord aufklären.
In ...

Der Herbst steht bevor und im Wald von Three Pines zieht die Angst ein…
Teil 5 der kanadischen Chief Inspector Gamache Krimireihe!
Inspector Gamache muss erneut in Three Pines einen Mord aufklären.
In Oliviers Bistro findet die Nachbarin Myrna die Leiche eines alten Mannes. Der Unbekannte wurde brutal erschlagen und bringt somit Inspector Gamache und sein Team erneut nach Three Pines.
Dort angekommen muss Gamache allerdings feststellen, dass er von Lügen umgeben wird. Ausgerechnet die Dorfbewohner, die mittlerweile mehr als nur Bekannte sind, stellen sich als Verdächtige und Lügner heraus.
Die Ermittlungen ziehen sich hin und führen erneut zum alten Hadley Haus. Das ist mittlerweile samt Grundstück zu einem Inn und Spa umgebaut und konkurriert mit Oliviers und Gabries Bistro und B&B.
Die Spur führt von dort zu einer tief im dunklen Wald gelegenen Blockhütte, die sich als wahres Museum entpuppt.
Der Einsiedler war Sammler von antiken Stücken und somit führt die Spur erneut zu Olivier. Der Bistrobesitzer entpuppt sich als reicher, gieriger Lügner und bringt somit die liebevolle Gemeinschaft vor Ort völlig aus dem Gleichgewicht.
Das Team um Inspector Gamache fühlt sich plötzlich umgeben von wahren und verloren geglaubten Schätzen aus Russland und der früheren Tschechei umgeben. Doch ausgerechnet zwei schlichte geschnitzte Holzarbeiten mit mysteriösen Codierungen scheinen die einzige Möglichkeit zu sein, den Mörder zu schnappen.
Das Rätsel um die vielen Lügen führt Gamaches Team zu den Prinz Charlotte Inseln, zu den Ureinwohnern Kanadas und von dort mitten hinein in eine dunkle und kriegsgeplagte Zeit in die alte Tschechei.
Tatverdächtige gibt es genug und als auch noch ein berühmter Schriftsteller und todgeglaubter Vater auftauchen, gerät für so manchen Einwohner von Three Pines das ganze Leben durcheinander. Die Angst geht um.
Der fünfte Fall macht natürlich wieder Lust auf den nächsten Teil. Ich habe mich hier für die kanadischen Titel im Original entschieden, da die deutsche Veröffentlichung sich leider nicht an die Erscheinungsreihe hält.
Mit Louise Penny begibt man sich in dieses beschauliche kleine Dörfchen und glaubt dort angekommen zu sein. Liebreiz umgibt einen aber hinter der Fassade scheint genau dies stets auch das Böse heraufzubeschwören und das Chaos und der Terror stehen Tür an Tür. In diesem Fall schürt ein habgieriger Mensch Angst um an sein Ziel zu kommen, doch Gamache ist ihm bereits auf der Spur.

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Veröffentlicht am 08.10.2020

Kann ein Mensch einfach verschwinden?

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Armand Gamache ist Chiefinspector der Sûreté in Montréal und ein kultivierter Schöngeist, dessen einzige Laster seine Aufrichtigkeit und penible Wahrheitssuche sind. Das wissen auch die Einwohner des kleinen, ...

Armand Gamache ist Chiefinspector der Sûreté in Montréal und ein kultivierter Schöngeist, dessen einzige Laster seine Aufrichtigkeit und penible Wahrheitssuche sind. Das wissen auch die Einwohner des kleinen, idyllischen Örtchens Three Pines, in den tiefen Wäldern des Québec zu schätzen. Als Myrna, die schrullige Buchhändlerin morgens eine Leiche im Bistro von Gabri und Olivier entdeckt, fordert sie gleich beim Absetzen des Notrufs Inspecteur Gamache an, denn vor Ort gibt es ja keine Kripo. Gamache und sein Team machen sich gleich auf den Weg und treffen auf alte Bekannte, die nun mal wieder Verdächtige für den Mord an dem Namenlosen sind. Der Tote hat keine Papiere bei sich, niemand gibt an, ihn zu erkennen und seine Kleidung scheint ihn als Obdachlosen auszuweisen. Alle Indizien scheinen auf den liebenswürdigen Olivier zu deuten, doch warum sollte er einen Mann umbringen, den er nicht kennt und warum sollte er ihn in seinem eigenen Bistro liegen lassen? Um diese Fragen zu klären, müssen die Kriminalisten tief graben, tief in die Vergangenheit Kanadas und hinter den eisernen Vorhang... denn der Tote hütete zu Lebzeiten nicht nur einen Schatz, sondern auch ein Geheimnis.

Der letzte Band endete mit der spektakulären Aufdeckung der Intrigen gegen Gamache von oberster Stelle, aus den eigenen Reihen. Sein Team hat sich seither gelichtet, doch auch wenn es nun kleiner ist, kann er nun allen trauen und er muss keinen Dolchstoß in den Rücken mehr befürchten. Das erleichtert seine Arbeit enorm, nimmt für mich aber tatsächlich auch einen Teil der Spannung, denn es gibt nur einen Fall auf den es sich zu konzentrieren gilt. Ja, auch wenn diese Reihe eher beschaulich ist, bedarf es der Konzentration, da die Autorin immer wieder kleine Hinweise, die am Ende wie Puzzleteile zusammen gesetzt werden, über die gesamte Geschichte verstreut. Da ist stete Wachsamkeit gefragt, weshalb es sich gerade bei dem Hörbuch lohnt, die ersten 7 CDs vielleicht mehr als einmal zu hören, ehe man sich an die Auflösung auf dem letzten Tonträger begibt. Das ist mit ein Grund, weshalb ich es liebe, dass diese Reihe nicht auf MP3 erscheint. So kann man es gezielt vermeiden, zu früh aus Versehen das Ende zu hören, ehe man bereits alle Hinweise für sich gesammelt hat.

Dieses Mal kommen Clara und Peter Morrow nur am Rande vor, während dem vermaledeiten Hedley Anwesen mal wieder eine größere Rolle zukommt. Die Geister der Vergangenheit lassen weder Gamache, noch das Haus los. Doch wird es in diesem Band mit neuem Leben angefüllt. Neuankömmlinge aus der City haben es gekauft, um es in ein Wellnesshotel zu verwandeln. Gamache kann sich nicht vorstellen, dass ein bisschen neue Farbe den boshaften Geist des Hauses zu vertreiben vermag und ist somit gleichermaßen fasziniert, wie abgestoßen. Neben diesem Paar, lernt er noch weitere Bewohner kennen, die ihm aufgrund ihres selbstgenügsamen und ruhigen Lebenswandels bislang noch nicht begegnet waren. So erweitert sich der Kreis der Verdächtigen, doch was fehlt ist nach wie vor ein Motiv und die Identität des Toten. Warum sollte ein Mann, den niemand kennt und gegen den daher auch niemand einen Groll hegen kann, ausgerechnet im ruhigen Three Pines ermordet werden? Auf der Suche nach der Identität, von der er sich Klarheit erhofft, zieht es Gamache weit in die Vergangenheit, auch der Geschichte seines eigenen Landes. Um diese zu verstehen, reist er ans andere Ende des Landes, was für den Hörer in vielerlei Hinsicht interessant ist und tatsächlich dem Verständnis der vorliegenden Rätsels dient.

Der Einstieg in diesen Krimi ist ungewöhnlich. Die Autorin wählt eine beobachtende Perspektive, mit einem Unbekannten. Man erlebt einige seiner letzten Momente mit, doch nicht den finalen. Das ist unheimlich und weckt die Neugierde. Auch dieses Mal schreibt sie unaufgeregt, aber durchdacht, reif und mit viel liebe für stimmige Details. Die Personen sind in sich schlüssig, ebenso wie ihre Entwicklung. Es geht eine düstere Faszination von diesem Dorf aus, in dem nie etwas Böses passiert, außer den gelegentlichen Morden. Es ist ein Krimi für all jene, die die leisen Töne, normale, bisweilen aber auch schrullige Charaktere mögen (die Dorfbewohner) und die sich daran erfreuen können, innerhalb einer Reihe immer wieder auf vertraute Personen zu treffen; kultivierte Unterhaltung mit Niveau, Action geladener Spannung vorziehen. Hier liegt die Spannung im Ungewissen und einem leisen Schauer durch die jeweils eingenommene Perspektive, so wie der Schatten der Vergangenheit. Dennoch ist dies nicht mein Lieblingsband der Reihe, ich finde ihn etwas schwächer, wobei es sich lediglich um ein Bauchgefühl handelt, das ich nicht zu begründen vermag.

Hans-Werner Mayer leiht dem unaufgeregten, besonnen Gamache wieder seine Stimme und ebenso den übrigen Figuren. Da es immer wieder eine Vielzahl unterschiedlicher Persönlichkeiten sind, die er intoniert, gelingen ihm für meinen Geschmack einige besser als andere. Insgesamt mag ich aber nicht nur seine angenehme Stimme und seine ruhige und gleichzeitig modulierte Art, sondern auch seine Interpretation der Beteiligten. Dieses Mal scheint aber die Lautstärkebalance nicht ganz so ausgewogen zu sein, da ich nicht alles gleich gut verstanden habe, weil es manchmal, wenn es geheim werden soll, zu leise wurde. Der Ausdruck ist jedoch glasklar.

Eine Reihe, die es immer wieder ein Genuss ist zu hören und der ich hoffe, noch lange folgen zu können!

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