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Veröffentlicht am 14.08.2022

Berührende Geschichte genial erzählt

Die Rückkehr der Kraniche
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Ich kannte Romy Fölck bisher nur von ihren Krimis und war gespannt, ob ihr ein anderes Genre auch so super aus der Feder fließt. Ich wurde nicht enttäuscht.

„Die Rückkehr der Kraniche“ erzählt die Geschichte ...

Ich kannte Romy Fölck bisher nur von ihren Krimis und war gespannt, ob ihr ein anderes Genre auch so super aus der Feder fließt. Ich wurde nicht enttäuscht.

„Die Rückkehr der Kraniche“ erzählt die Geschichte der Hansen-Frauen aus drei Generationen. Wilhelmine ist die Älteste und durch den Tod ihres Mannes fand sie sich sehr früh als alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern wieder. Ihre Töchter Grete und Freya waren als Lumpenkinder im Dorf verschrien. Während die eine Tochter ihr Glück in Berlin sucht und erst spät merkt wie sehr sie ihre Heimat vermisst, möchte die andere Tochter gerne in die Welt hinaus, bleibt aber im Marschland hängen. Anne ist die Jüngste der vier Frauen, genießt die Großstadt, möchte aber den Restehof im Marschland als Rückzugsort erhalten wissen.

Alle vier Frauen haben es auf ihre Art nicht leicht gehabt im Leben, sind aber nicht daran zerbrochen, sondern eher erstarkt. Was in dieser Familie fehlt, sind gezeigte Gefühle und das Gespräch miteinander. An dem Schweigen sind auch zwei schwerwiegende Geheimnisse nicht ganz unschuldig. Wir begleiten die Familie bei ihrer Annäherung, dem Aufdecken der Geheimnisse und erleben das Ende des Schweigens.

Die Autorin hat ihre Protagonistinnen sehr gefühlvoll und klar gezeichnet, so dass ich die Gefühle und Handlungen jeder Einzelnen gut nachvollziehen konnte. Geholfen hat dabei sicherlich, dass jede der vier Frauen in einzelnen Kapiteln aus ihrer eigenen Perspektive über ihre Gefühle erzählt.

Schon in ihren Krimis hat mir der geniale Schreibstil von Romy Fölck sehr gefallen. Auch in dieser Familiengeschichte hat mich die teils schon poetische Schreibweise in ihren Bann gezogen. So atmosphärisch wie das Cover wirkt, so beschreibt sie die raue und etwas herbe, aber wunderschöne Natur des Marschlandes an der Elbe. Ihre Liebe zu diesem Teil Deutschlands ist deutlich spürbar. Gerade diese Abschnitte mag ich besonders gerne.

Mein Fazit nach der Lektüre nach dieser berührenden Familiengeschichte: Romy Fölck kann nicht nur Krimis!

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Veröffentlicht am 11.08.2022

Ein Krimi der Extraklasse

Flammen über der Marsch
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„Flammen über der Marsch“ ist bereits Band 8 aus der Reihe mit Kommissarin Lyn Harms. Für mich war es der erste Krimi von Heike Denzau, aber ich hatte keinerlei Verständigungsprobleme. Allerdings glaube ...

„Flammen über der Marsch“ ist bereits Band 8 aus der Reihe mit Kommissarin Lyn Harms. Für mich war es der erste Krimi von Heike Denzau, aber ich hatte keinerlei Verständigungsprobleme. Allerdings glaube ich inzwischen, dass mir bisher etwas entgangen ist.

Mara Keller steigt vor vier Jahren an einem regnerischen Tag in ein Auto und ist seitdem verschwunden. Relativ früh dachte ich: alles klar, ich weiß wer der Täter ist und begleite Lyn jetzt bei der Aufklärung. Aber weit gefehlt! Ein weiteres Verbrechen, weitere Informationen und ich tappe wieder im Dunkeln. Oder stimmt mein Verdacht? Irgendwie scheint jeder verdächtig und jeder hat scheinbar Dreck am Stecken und dann kommt noch ein unglaubliches Familiengeheimnis an den Tag.

Die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben. Lyn und Hendrik waren mir von Beginn an sympathisch, genau wie fast alle anderen Mitarbeiter des Kommissariats; nur Thilo fällt hier als Unsympath aus der Reihe (aber auch solche Personen braucht eine Geschichte). Und das Verhalten der Mitglieder und Freunde der Unternehmerfamilie Göblin war auch nicht dazu angetan, mir ans Herz zu wachsen.

Ein fesselnder Schreibstil und wechselnde Perspektiven hielten von Beginn an den Spannungsbogen hoch. Geschickt lässt uns die Autorin in eingestreuten Kapiteln an den Gedanken und Gefühlen des Täters teilhaben, ohne genau Hinweise auf seine Identität zu geben. Kurze Verschnaufpausen bekam ich nur bei den Kapiteln über das Privatleben von Lyn. Und gerade zum Ende entwickelt die Geschichte eine ungemeine Dynamik, so dass ich gar nicht so schnell lesen konnte wie ich gerne gewollt hätte, um endlich die Lösung zu erfahren.

Ein Wahnsinnskrimi, der mit überraschenden Wendungen aufwartet und mich am Ende ob der zwar stimmigen, aber unglaublichen Lösung sprachlos und fix und fertig zurückließ. Mir bleibt nur, Heike Denzau ein dickes Lob auszusprechen!

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Veröffentlicht am 07.08.2022

Definitiv ein Regionalkrimi aus der ersten Liga

Lahn Sieg Tod
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„Lahn Sieg Tod“ ist bereits Band 2 aus der Reihe mit Caro König. Für mich war es die erste Begegnung mit der Ermittlerin, aber auch ich bin ohne Probleme in die Reihe eingestiegen.

Die sympathische und ...

„Lahn Sieg Tod“ ist bereits Band 2 aus der Reihe mit Caro König. Für mich war es die erste Begegnung mit der Ermittlerin, aber auch ich bin ohne Probleme in die Reihe eingestiegen.

Die sympathische und toughe, aber manchmal zu impulsive Ermittlerin hat das BKA zugunsten eines Postens bei der örtlichen Kriminalpolizei in Bad Laasphe verlassen. Ihr Lebensgefährte ist gleichzeitig auch ihr Chef, was ihren Einstieg in das bewährte Team zusätzlich erschwert.

Caros erster Fall hat es in sich: ein Mann wird erschossen, seine Frau niedergeschlagen und das Kind entführt und die Ermittler tappen lange Zeit im Dunkeln. Relativ früh war ich der Meinung zu wissen wo die Reise hingeht, aber da habe ich die Rechnung wohl ohne die Autorin Sandra Halbe gemacht. Denn überraschende Wendungen führten zu einer für mich nahezu unglaublichen Lösung, die dennoch realistisch dargestellt wurde.

In einem angenehm flüssigen und fesselndem Schreibstil nimmt uns Sandra Halbe mit ins Siegen-Wittgensteiner Land. Lässt beschauliche Dörfer ebenso wie die vom Borkenkäfer zerstörten Wälder vor unseren Augen entstehen. Auch an dem Privatleben der ermittelnden Polizisten lässt sie uns teilhaben, und das alles, ohne dass der Krimi an Spannung verliert.

Ich habe mich gerne in meinem benachbarten Kreis aufgehalten und Caro König und ihren „Herzbube“ bei den Ermittlungen begleitet und würde mich freuen, wenn es nicht die letzte Begegnung gewesen wäre.

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Veröffentlicht am 03.08.2022

Aufregender Ausflug in die Welt der Märchen

Fairy Tale Camp 1: Das märchenhafte Internat
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Marie Brunner bekommt eine Einladung in das Schloss Fairy Tale in Rosenstein. Aber statt des erwarteten Zeichenkurses werden es Maries aufregendste und märchenhafteste Ferien ever.

Corinna Wieja hat sich ...

Marie Brunner bekommt eine Einladung in das Schloss Fairy Tale in Rosenstein. Aber statt des erwarteten Zeichenkurses werden es Maries aufregendste und märchenhafteste Ferien ever.

Corinna Wieja hat sich dieses Mal als Protagonisten die Nachfahren berühmter Märchenfiguren ausgesucht. Was für ein genialer Einfall! Marie besitzt wie alle anderen auch magische Fähigkeiten, die hier geschult und gefördert werden sollen. Aber die Schüler sollen auch die Märchen retten, denn sie und ihre magischen Kräfte sind in Gefahr. Die Clique um Marie ist durchweg sympathisch und ergänzt sich gut, aber wie auch in jedem Märchen treten hier ebenfalls Bösewichte in Aktion.

Die Charaktere sind lebensnah dargestellt und die Autorin räumt dabei auch gleich mit einigen Vorurteilen auf. So ist der als böse verschriene Wolf äußerst liebenswürdig und sogar Vegetarier, die Prinzessin hasst es als solche auftreten zu müssen und Marie ist ein sehr mutiges Mädchen, dass nicht so schnell aufgibt.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, witzige und im Ton teilweise etwas „schnodderig-freche“ Dialoge sorgen für Lebendigkeit. Unterstützend zum geschriebenen Wort gibt es Schwarz-Weiß-Illustrationen von Frau Annika, die auch das wunderschöne und farbenfrohe Cover mit den Hauptfiguren gestaltet hat.

Ein wichtiges Thema dieser Geschichte voller Spannung, Fantasie und Magie sind Freundschaft und Zusammenhalt. Die Autorin hat die Bedeutung dieser Werte im Zusammenleben ohne erhobenen Zeigefinger gekonnt herausgearbeitet und einfließen lassen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht in die Welt der Märchen einzutauchen, wobei ich gemerkt habe, dass in meiner Erinnerung inzwischen einige Lücken entstanden sind und wieder gefüllt werden möchten.

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Veröffentlicht am 30.07.2022

Island und seine Ponys

Mein Feuerpferd - Ruf der Mittsommernacht
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„Ruf der Mittsommernacht“ ist bereits Band drei aus der Feuerpferd-Reihe. Mittsommer ist die Zeit der hellen Nächte in Island, in der die Sonne nicht hinter dem Horizont verschwindet.

Evas Eltern betreuen ...

„Ruf der Mittsommernacht“ ist bereits Band drei aus der Feuerpferd-Reihe. Mittsommer ist die Zeit der hellen Nächte in Island, in der die Sonne nicht hinter dem Horizont verschwindet.

Evas Eltern betreuen eine Touristengruppe, mit der sie eine mehrtägige Tour durch Island zu Pferd unternehmen. Natürlich sind neben ihren eigenen Kindern auch Evas Freundin Salka und ihre Cousine Emma dabei.

Die sympathische und immer hilfsbereite Eva ist mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Emma machte es mir schwer, sie wirklich zu mögen, denn ihre Äußerungen und Handlungen sind oft von ihrem Neid getrieben. Aber bei diesem Abenteuer konnte sie eindeutig Sympathiepunkte bei mir sammeln.

Natürlich spielen auch in diesem Band die Pferdchen eine bedeutende Rolle. Was wäre Island auch ohne seine berühmten Ponys.

Chantal Schreiber hat es auch dieses Mal geschafft die Sehnsucht nach einem Aufenthalt in Island in mir zu wecken. Und nicht nur weil ich dort schon mal einen Urlaub verbracht habe, entstanden aufgrund der aussagekräftigen Beschreibungen Bilder vor meinem inneren Auge. Leider kann ich nicht reiten, aber eine Tour auf dem Rücken eines Islandponys stelle ich mir als unvergessliches Erlebnis vor.

Eine Geschichte, die in einem Land von atemberaubender Schönheit spielt, mit schönen wie auch aufregenden Erlebnissen, der Erkenntnis wie wichtig Zusammenhalt ist und wie wichtig gute Freunde sind, auf die man sich immer verlassen kann.

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