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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2022

abwechslungsreiche Vorschläge

Die Bucket List für Tolkien Fans
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Tom Grimm beschreibt in dieser Bucket List 250 Dinge, die man als Tolkien Fan erlebt haben muss, angefangen über das Lesen diverser Bücher, das Schauen von Filmen und Hören von Hörbüchern, wobei mir diese ...

Tom Grimm beschreibt in dieser Bucket List 250 Dinge, die man als Tolkien Fan erlebt haben muss, angefangen über das Lesen diverser Bücher, das Schauen von Filmen und Hören von Hörbüchern, wobei mir diese Tipps ein wenig zu sehr aufgefächert wurden, über Orte, die man gesehen haben sollte, unter anderem in England und Neuseeland. Es gibt Rezepte und Anlässe zum Feiern, jede Menge Querverweise zu Internetseiten, falls man einiges genauer recherchieren möchte. Dabei sind auch Spiele; Treffen; Gemeinschaften, Sprachübungen….

Insgesamt finde ich die Auswahl der gegebenen Tipps ansprechend; einiges habe ich mir auch direkt genauer angeschaut… Das Rezept für das Bier zu Ehren der Helden aus Mittelerde werden wir sicherlich ausprobieren (Pssst: es kommt ohne Getreide aus und gleicht eher einer Weinherstellung); es lässt sich sehr leicht nacharbeiten und hört sich gut an. Auch von den vorgestellten Sehenswürdigkeiten und Reisezielen, Seiten im Nez und anderem sind wir recht angetan, obwohl uns manches auch schon bekannt war. Ich denke, ein Tolkien Fan wird sich über dieses Buch sehr freuen.

Veröffentlicht am 29.08.2022

gute Auswahl an klassischen und neuen Rezepten

Neue Ideen für alte Gemüse
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Christiane Leesker stellt in diesem Buch sowohl sowohl klassische als auch neue Rezepte vor, eingeteilt in die Kapitel Blatt, Kohl und Wurzelgemüse. Die insgesamt 77 Rezepte sowie die kapiteleinführende ...

Christiane Leesker stellt in diesem Buch sowohl sowohl klassische als auch neue Rezepte vor, eingeteilt in die Kapitel Blatt, Kohl und Wurzelgemüse. Die insgesamt 77 Rezepte sowie die kapiteleinführende Warenkunde wurden durch ansprechene Fotos von Vanessa Jansen ergänzt.

Die Autorin beschreibt, wie wichtig regionale und saisonale Zutaten sind und möchte alte Gemüsesorten vorstellen und dafür begeistern. Für mich waren keine unbekannten oder neue Gemüsesorten dabei, was aber nicht für jeden zutreffen wird. Unter den Rezepten habe ich Klassiker gefunden, die ich seit meiner Kindheit liebe und, die nie von meinem Speiseplan verschwunden sind, wie Stielmuseintopf, Endivienstampf oder Chicoréesalat mit Orange und Walnüssen. Zudem habe ich aber auch etliche neue Kreationen entdeckt, die mich sehr ansprechen und, die ich nachkochen werde, beispielsweise den Rübstiel-Kuchen (eine Tarte), Endivien-Salat mit Sesam-Ziegenkäse, Mangoldfritata mit Pinienkernen, Grünkohl-Lasagne, Grünkohl-Fritata mit Kürbis, Curry-Wirsing mit Kabeljau, Wirsing-Dhal mit Basmatireis und, meine absoluten Favoriten: Steckrüben-Curry sowie Rübchensuppe mit Ziegenkäse und Mandeln.

Die Rezepte wurden gut beschrieben, manchmal durch Tipps ergänzt und lassen sich allesamt einfach nacharbeiten; viele sind vegetarisch, haben manchmal aber dann einen Tipp für eine Ergänzung mit Fleisch. Die Auswahl an Rezepten hat mir gefallen; es hätten ruhig ein paar mehr sein dürfen. Allerdings kann man die vorgegebenen Rezepte ja auch nach eigenem Ermessen abwandeln, indem man beispielsweise eine Gemüsesorte austauscht.

Veröffentlicht am 08.08.2022

interessant und gut erzählt, aber für mich etwas schwächer als Band 1

Die Gärten von Heligan - Ruf der Fremde
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Bei „Die Gärten von Heligan: Ruf der Fremde“ handelt es sich bereits um den zweiten Band dieser Reihe. Auch in diesem erzählt Inez Corbi zwei zeitlich versetzte Geschichten um die Gärten von Heligan.

Die ...

Bei „Die Gärten von Heligan: Ruf der Fremde“ handelt es sich bereits um den zweiten Band dieser Reihe. Auch in diesem erzählt Inez Corbi zwei zeitlich versetzte Geschichten um die Gärten von Heligan.

Die eine Erzählung beginnt im April 1815 auf Heligan; Avery, Spieler, Schürzenjäger und Halodri sowie Sohn der Gutsbesitzer Heligans Damaris und Julian Harrington, ist an einem illegalen Duell beteiligt. Der andere Schießt in die Luft, aber Avery verletzt seinen Duellgegner schwer und verlässt heimlich, unter dem Deckmantel, als Pflanzenjäger mit Verwandten nach Indien zu reisen, bei Nacht und Nebel das Land. Hier teilt sich die Geschichte nochmals, wobei die Vorkommnisse in Heligan in den Hintergrund treten und Averys Jahre, eher Jahrzehnte in Indien und Nepal den Schwerpunkt dieses Buches bilden. Die vielen Beschreibungen zu Lebensbedingungen während der Kolonialzeit, zu medizinischen Standarts, wie Operationen oder Pockenimpfung, zu Wohnverhältnissen, Reisebdingungen, er Arbeit als Pflanzenjäger lesen sich Spannend und wurden ausgesprochen gut recherchiert.

In der zweiten Erzählung, die in 2020 spielt, bereitet Lexi immer noch die Ausstellung zum Ende des 30. Jahres nach dem Wiederaufbau der Gärten von Heligan vor. Diesemal geht es um die zweite Station, die sich unter anderem mit Pflanzenjägern beschäftigt. So stellt Lexi noch unbekannten Geschichten Heligans zusammenstellen und recherchiert in Archiven , im Internet und hört sich Überlieferungen an. Eine alte Geschichte und eine neue Liebe weren ezählt; manches davon kennt man schon etwas aus dem ersten Band. Diesen muss man nicht unbedingt gelesen haben um den zweiten Teil zu verstehen, da wichtige Punkte kurz aufgegriffen werden. Der Erzählstarng um Avery samt der Pflanzenjäger macht den größten Teil des Buches aus und ist auch der fesselndste; die anderen Erzählsträne verblassen eindeutig davor.

Inez Corbi erzählt wieder farbenfroh und mit viel Begeisterung, die ansteckt, von den Pflanzenjäger-Expeditionen, Heligan zu jener Zeit und dem besonderen Charme der verlorenen Gärten Heligans sowie von dem heutigen Zustand. Dabei hat sie Fakten mit Fiktion vermischt, sehr geschickt und völlig ansprechend. Mir gefällt sehr gut, dass am Ende des Buches richtig gestellt wird, was belegt und was ihrer Phantasie entsprang. Die Beschreibungen Heligans fand ich ausgesprochen gelungen; wenn man schon mal dort war, erkennt man die Orte wunderbar wieder und kann seinen Spaziergang durch diesen bezaubernden Garten wiederholen. Wenn man noch nicht dort war, so denke ich, wird man dies nachholen wollen.

Der Roman hat mir gut gefallen; jedoch fand ich diesen Band etwas schwächer als den ersten - vielleicht lag es daran, dass die Geschichte der Pflanzenjäger zwar sehr spannend und interessant war, die anderen aber doch eher an die Wand gespielt hat. Der Erzählstil ist sehr angenehm, verzaubert und lässt in Zeit und Garten abtauchen. Für mich hat der Roman ein schönes Wiedererleben der Gärten von Heligan und sehr gute Unterhaltung geboten. Auch, wenn es nicht zwingend notwendig ist, den ersten Teil vorab gelesen zu haben, würde ich ihn als Einstieg empfehlen.


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Veröffentlicht am 18.06.2022

spaßig geschrieben, bietet nette Unterhaltung und Tipps

Bucket List für Wanderer
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Jarle Sänger stellt 222 Dinge zum Abhaken vor für Wanderer und Trecker oder jene, die es einfach mal ausprobieren möchten. Ein wenig überrascht mich, dass auf vielen Seiten, wie auch hier, ein Coverbild ...

Jarle Sänger stellt 222 Dinge zum Abhaken vor für Wanderer und Trecker oder jene, die es einfach mal ausprobieren möchten. Ein wenig überrascht mich, dass auf vielen Seiten, wie auch hier, ein Coverbild gezeigt wird, auf dem 250 Dinge angeboten werden. Das Buch wurde locker geschrieben, pro Seite finden sich ein oder zwei kurze Texte und im Durchschnitt auch ein, meist gezeichnetes, Bild. Die Tipps, möglichen Ziele, Erlebnisse und Erfahrungen fallen unterschiedlich interessant aus; manche finde ich selbstverständlich und andere waren für mich ganz neu und interessant. Manches wiederholt oder ähnelt sich auch; dennoch denke ich, dass gerade die, die mit Wanderungen beginnen möchten, viele gute Ideen in diesem Buch finden können und ich denke, besonders für diese wäre dieses Buch ein nettes Geschenk..

Veröffentlicht am 15.06.2022

interessante und umfangreiche Darstellungen und Lösungen

Wildtiere im Fokus
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Bruno Hespeler, Jahrgang 1943, Berufsjäger, freier Journalist für Jagdzeitschriften und Buchautor stellt in diesem Buch Rückkehrer und Zuwanderer vor sowie seine Sicht auf Probleme und Lösungen.

Im ersten ...

Bruno Hespeler, Jahrgang 1943, Berufsjäger, freier Journalist für Jagdzeitschriften und Buchautor stellt in diesem Buch Rückkehrer und Zuwanderer vor sowie seine Sicht auf Probleme und Lösungen.

Im ersten Teil des Buches werden die Rückkehrer Biber, Luchs, Wolf, Braunbär, Fischotter, europäischer Elch, Waldrapp, Bartgeeier, Gänsegeier und Habichtsgeier abgehandelt, im zweiten Teil einige der freiwilligen und unfreiwilligen Zuwanderer, wie Nutria, Bisam, Marderhund, Goldschakal, Waschbär, Mink, Nandu, Flamingos, Halsbandsittiche und andere.

Der erste Teil fällt wesentlich umfangreicher aus und wird ausführlicher behandelt. Zu jedem dieser Tiere erhält der Leser ein Kurzportrait, Information über Ausrottung und Vertreibung und Wiederkehr in verschiedenen Ländern, aber auch über entstandene Probleme und Lösungsmöglichkeiten. Der Autor verfügt über reichlich Berufserfahrung als Jäger, was sich deutlich niederspiegelt, und schreibt routiniert. Seine Aussagen wirken gut recherchiert und doch verhält es sich so, wie er ganz kurz auf einer Seite erwähnt, dass andere, mit anderem beruflichen Hintergrund das alles ganz anders sehen und beschreiben würden. Wie gesagt, dies blitzt nur ganz kurz auf; eigentlich erwähnt der Autor nimmermüde, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, dass jeder, der anderer Meinung ist, zu dumm wäre, die großen Zusammenhänge zu erkennen und rechnet ab mit Medien, dem dummen Volk, dass Schauergeschichten erfunden und erzählt und so vielen Tierarten unrecht angetan habe. Aber auch Wissenschaftler, Bauern/-verbände, selbst die EU samt Verordnungen bekommen durchgehend ihr Fett weg, insgesamt für meinen Geschmack viel zu häufig, viel zu beleidigend und viel zu unsachlich. Klar kann es so einfach sein, dass man sagt, alle Übergriffe sind menschenverschuldet, auch die der Wölfe, die Schafe reißen, die von Menschen mit Profitgier gehalten werden auf Flächen, auf denen es früher auch keine Menschen gab und als Lösung Elektrozäune, zugebilligte, geplante Großreviere zusprechen und darauf verweisen, dass sich alles im Laufe der Zeit einpendeln wird; das Nahrungsangebot bestimmt schließlich den Umfang der Nachkommenschaft. Auch die Berichte zu auffälligen Wölfen oder Verminderung der Rudelstärke samt möglicher nichterwünschten Folgen fand ich sehr interessant, nicht nur auf den Wolf, sondern auf alle Rückkehrer bezogen.

Der zweite Teil wurde kürzer gefasst, da keine Betrachtungen zu Vertreibung oder Eindämmung enthalten sind. Die vorgestellten Tiere leben ja schon lange hier, sind durch bewußtes Aussetzen, Ausbruch aus Pelztierzucht, Emuhaltung oder Zoo „ausgebrochen“ und haben ihren Lebensraum gefunden.

Die Ausführungen waren allesamt interessant; besonders Einblicke in die Auswirkung jahrhundertalter Jagdgepflogenheiten auf Wildbestand samt bewußtem Besatz waren mir neu. Die hier vorgestellte Sicht basiert auf langerer Erfahrung in der Jagd und behält das große Ganze im Auge. Die Betrachtungen sind schon sehr umfangreich; für mich hätte das Buch ohne die vielen, meist plump und beleidigenden Seitenhieben aber noch dazu gewonnen.