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Veröffentlicht am 28.07.2017

Extrem spannende Dystopie

Outcasts – Gesamtausgabe / Box Set
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Eine Kleinigkeit hat mich gestört und das war, dass nicht so ganz klar wurde, wer oder was die Familia eigentlich ist. Wie sind sie nach der großen Flut an die Macht gekommen und wie funktioniert das System. ...

Eine Kleinigkeit hat mich gestört und das war, dass nicht so ganz klar wurde, wer oder was die Familia eigentlich ist. Wie sind sie nach der großen Flut an die Macht gekommen und wie funktioniert das System. Dem Lesegenuss hat das aber keinen Abbruch getan.

Ich weiß gar nicht so genau, wie ich diese Geschichte rezensieren soll. Es ist so unheimlich viel passiert und es ist alles so unheimlich spannend. Da es sich um 4 Bände handelt kommen natürlich auch viele verschiedene Personen vor, die eine Rolle spielen.

Hauptpersonen sind Kate und Liam. Kate ist eine ans System angepasste Tochter aus gutem Hause, die später einmal Senatorin werden soll. Kate wird auf die Gefängnisinsel Lost Island geschickt, um einen Rebellen genannt Wolf, auszuspionieren. Schnell merkt Kate, was auf Lost Island wirklich los ist. Das System beutet die dort lebenden Menschen gnadenlos aus und nicht nur Strafgefangene müssen dort unter erbärmlichsten Bedingungen leben, sondern auch deren, auf Lost Island geborenen, Kinder. Kate erkennt, aufgrund ihres schlauen Kopfes recht schnell, wo das System überall krankt und macht sich auf, um etwas zu verändern. Wenn das mal so einfach wäre… Aber, Kate entpuppt sich als sehr starke junge Frau, die sich nicht scheut, Risiken einzugehen, um die Welt für alle Menschen zu einem besseren Ort zu machen.

Liam ist bereits seit Schulzeiten Kates große Liebe und wird von der Familia nach Lost Island verbannt. Hier baut er sich ein neues Leben, abseits der eigentlichen Kolonie auf. Der einsame Wolf dieser Geschichte muss, nach einem schweren Verlust, erst wieder lernen, sich anderen Menschen zu öffnen. Dies gelingt im mit Kates Hilfe relativ leicht. Liam ist ein äußerst mutiger junger Mann, der jederzeit bereit ist, für die Träume aller nach vorn zu gehen und zu kämpfen. Dabei verliert er aber nie seine Menschlichkeit und das hat mir gut gefallen.

Nicht vergessen sollte man hier auch Ben, den kleinen Jungen mit dem großen Mut. Er ist auf Lost Island geboren und nach dem Tod seiner Mutter hat sich Liam Bens angenommen. Der Kleine ist viel weiter, als es ein Kind in seinem Alter sein sollte und ich hatte mehr als ein Mal Mitleid mit ihm, obwohl Ben dies eigentlich nicht vermittelt. Für ihn scheint das Leben ein großes Abenteuer und er kommt gut damit klar. Ein wirklich schön ausgearbeiteter Charakter, der Spaß macht.

Die Autorin schafft es, wunderbar mit den Figuren zu spielen. Seien es Schleicher oder Crane, seien es Kates Eltern oder Finn. Nie kann man sich ganz sicher sein, auf welcher Seite die eine oder andere Figur steht. Sie alle werden durch Taten und Emotionen beeinflusst und drehen sich mal in die eine oder die andere Richtung bzw. offenbaren sich zunächst nicht jedem gleich komplett.

Gerade Schleicher ist ein sehr vielschichtiger Charakter mit einer spannenden Vergangenheit, die sich dem Leser nach und nach offenbart. Diese Figur hat mich am nachhaltigsten beeindruckt. Er ist bereit, für eine bessere Welt zu kämpfen und hat mit Secret City eine kleine Oase geschaffen. In Secret City ist das Leben wahrlich nicht leicht, aber die Menschen, die dort leben, versuchen dennoch, das Beste aus ihrer Situation zu machen und wenigstens ein halbwegs selbst bestimmtes Leben zu führen.

Die Geschichte wird die gesamte Zeit über stringent vorwärts getrieben. Lose Enden sucht man vergeblich, alles fügt sich ineinander und zunächst lockere Enden werden zusammengeführt. Monica Davis schafft es, die gesamten 741 Seiten über die Spannung extrem hoch zu halten. Sei es, dass man sich auf Lost Island oder in Welltown befindet, sei es, dass man die Rebellen auf dem Boot begleitet oder mit Liam, Kate, Finn und Sarah den Aufstand vorbereitet. Es bleibt kaum Zeit zum Atem holen, wobei sich die Geschichte aber an keiner Stelle überschlägt.

Auch gesellschaftliche Fragen lässt Monica Davis in ihrer Dystopie nicht aus den Augen. Was ist besser? Ein System, in dem man seine Meinung nicht äußern darf, die Presse von der Familia manipuliert wird, aber dafür jeder Bewohner ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen und eine Arbeit hat? Oder doch eher das freie Leben der Outcasts voller Entbehrungen? Oder ist es irgendetwas in der Mitte? Die Familia tut alles, um das derzeitige System aufrecht zu erhalten. Sie gehen im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen. Kate hat auf jeden Fall eine Vision von einem freien Leben, das aber dennoch nicht so entbehrungsreich wie das der Outcasts ist und setzt sich dafür ein, dieses Leben für alle Bewohner zu ermöglichen.

Was soll ich anderes als 5 Sterne geben, wenn ich ein Buch morgens angefangen habe, außer essen nichts gemacht habe, um immer weiter und weiter lesen zu können und abends fertig war mit der Geschichte? Mich hat die Geschichte süchtig gemacht. Ich kann euch Outcasts nur ans Herz legen. Eine spannende Dystopie.

Veröffentlicht am 11.07.2017

Berührend

Heidelbeerkind
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Das Buch wird als historischer Liebesroman beworben. Ich muss sagen, dass ich es nicht nur als eben dies empfinde, sondern auch als ein wichtiges Zeitdokument. So oder ähnlich dürften sich viele Geschichten ...

Das Buch wird als historischer Liebesroman beworben. Ich muss sagen, dass ich es nicht nur als eben dies empfinde, sondern auch als ein wichtiges Zeitdokument. So oder ähnlich dürften sich viele Geschichten in Deutschland der 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts abgespielt haben. Die Bevölkerung leidet Not, wobei Elise in einem kleinen Dorf lebt, in dem man die meiste Zeit über vom Kriegsgeschehen an sich relativ wenig mitbekommt. Dennoch sind die Zeiten schwierig, Freundschaften werden auf harte Proben gestellt und nicht jede Freundschaft, die zuvor eine solche zu sein schien, überlebt diese Zeiten.

Elise ist eine beeindruckende junge Frau, die mir Hochachtung abgerungen hat. Ohne Angst stellt sich sie sich der Aufgabe, die ihr mit dem verwundeten Deserteur Julius vor die Füße geworfen wird. Ebenso ohne Angst sagt sie offen ihre Meinung gegen das Regime und kämpft für sich und ihre Familie. Auch in der Zeit, in der sich die Verzweiflung des jungen, gerade einmal 18 Jahre alten Mädchens, sich aus jeder Zeile herauslesen lässt, so verliert sie nicht den Lebensmut, verliert nicht ihren starken Willen. Elise hat mich, als Charakter, nachhaltig beeindruckt.

Elises Mutter spielt einen wichtigen Part in der Geschichte. Von ihr war ich zunächst im höchsten Maße abgestoßen, habe mich dann aber bemüht, auch ihre Sichtweise zu verstehen. Es fiel mir schwer. Wie kann eine Mutter ihre Tochter so hängen lassen, sie in solch einer schweren Zeit so wenig unterstützen. Ich hatte den Eindruck, dass eher Elise die starke Erwachsene in dieser Familie ist. Elises Mutter ist es aber auch, die die größte Entwicklung durchmacht. Auch das hat mir Respekt vor ihr abgerungen.

Julius habe ich eigentlich ein bisschen zu wenig kennengelernt. Mir fiel es schwer, nachzuvollziehen, warum sich Elise so Hals über Kopf in ihn verliebt. Aber, sie tut es und ich habe es ihr durchaus abgenommen. Ich hätte mir aber gewünscht, noch ein bisschen mehr über ihn und sein bisheriges Leben zu erfahren. Er blieb mit leider sehr fremd.

Ferdinand und Gerda, zwei sehr wichtige Nebenfiguren, waren sehr gut dargestellt. Ferdinand konnte ich noch ansatzweise verstehen. Die jungen Menschen sind noch sehr jung, werden in einer Ausnahmesituation groß und er ist schon arg verliebt. Ich habe immer zwischen Verständnis und Mitgefühl geschwankt. Letzen Endes war mir Ferdinand aber doch zu berechnend, um ihn wirklich gern haben zu können. Vor allem Gerda ist natürlich die Person zum hassen schlechthin. An ihr konnte ich nichts, aber auch gar nichts finden, was sie mir irgendwie sympathisch gemacht hätte.

Insgesamt ist der Schreibstil von Marion Bischoff extrem flüssig, sehr einnehmend und bildhaft. Ich hatte keine Probleme mir das kleine Dorf mit seinen Bewohnern vorzustellen. Ich musste mich zwingen, das Buch aus der Hand zu legen, denn eigentlich hätte ich es wirklich in einem Rutsch durchlesen können. Ich habe so eine starke Verbindung zu Elise aufgebaut, dass ich das Gefühl hatte, sie wirklich durch ihr Leben zu begleiten. Was will man als Leser mehr?

Heidelbeerkind von Marion Bischoff ist eine extrem runde Geschichte, die mich in eine Zeit entführt hat, von der ich froh bin, dass ich sie nicht miterleben musste. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Marion Bischoff hat mir verraten, dass sie bereits am zweiten Band schreibt. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es für Elise, ihren kleinen Bruder Hans, ihren Großvater und ihre Mutter weitergeht. Werden wir Julius wiedersehen? Wer weiß…

Ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen. Sehr berührend, spannend und mit authentischen Charakteren gesegnet.

Veröffentlicht am 06.07.2017

Übungen gut im Alltag umsetzbar

Enjoy this Life®
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Bereits Anfang 2016 habe ich am Onlinekurs „Enjopy this life“ von Pascal Voggenhober teilgenommen. Der Kurs dauert 30 Tage. Jeden Morgen gibt es eine Lektion mit einem Video und den Tag über (und selbstverständlich ...

Bereits Anfang 2016 habe ich am Onlinekurs „Enjopy this life“ von Pascal Voggenhober teilgenommen. Der Kurs dauert 30 Tage. Jeden Morgen gibt es eine Lektion mit einem Video und den Tag über (und selbstverständlich auch alle weiteren Tage) versucht man die Lektion in seinem Leben umzusetzen.

Nun hat Pascal Voggenhuber ein Buch herausgebracht, in dem er die Kursinhalte für den interessierten Leser aufbereitet. Ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht bin. Ich war ein bisschen skeptisch, ob ein Buch die Inhalte ebenso intensiv vermitteln kann, wie es der Kurs getan hat. Ich denke, dass er kann. Wer es sich leisten kann, dem empfehle ich dennoch den Onlinekurs zusammen mit dem Buch, weil man, vor allem durch den Austausch in der zugehörenden Community noch intensiver in die Inhalte eintaucht. Aber, dennoch ist das Buch eben entweder als Lektüre dazu oder auch allein eine wundervolle Möglichkeit, die Arbeit von Pascal Voggenhuber in das eigene Leben zu integrieren.

Enjoy this life ist sicher nicht neu. Ähnliche Ratgeber gibt es zu Hauf, und dennoch finde ich, dass es ihm gelungen ist, etwas eigenes zu schaffen, das den Leser wirklich da abholt, wo er steht und auf eine Selbsterfahrungsreise mitnimmt. Es geht in diesem Buch darum, seine eigene Enjoy this life Persönlichkeit zu kreieren und vor allem zu leben. Zu jeder Lektion gibt es eine Übung bzw. eine Handlungsanleitung. Mir persönlich ist die Übung zum „entrümpeln“ am schwersten gefallen bzw. fällt es mir immer noch schwer. Ich bin irgendwie einfach ein Jäger und Sammler und ich bin ein kleiner Chaot. Schon im Kurs hatte ich mit dieser Übung große Probleme. Aber, die Übung, sein Haus quasi wie ein Fremder zu betreten und zu überlegen, wie das Haus auf denjenigen wirken muss, das öffnet einem schon die Augen. Nun geht es an die Umsetzung. Natürlich wünscht sich der Autor, dass wir alles möglichst genau und sofort umsetzen. Aber, er betont immer wieder, dass er es dem Leser überlässt, wann dieser dazu bereit ist, sich auf die Übungen einzulassen. Jeder geht in seinem Tempo vorwärts.

Pascal Voggenhuber weiß und kommuniziert auch, dass es nicht immer einfach ist, in der Enjoy this life Persönlichkeit zu bleiben. Heraus zu fallen, in alte Muster zu fallen ist nicht schlimm. Man muss es sich aber bewusst machen und dann möglichst wieder in die Enjoy this life Persönlichkeit kommen.

Es geht in diesem Buch z. B. um positives Denken (aber in einer anderen, meiner Ansicht nach besseren, nachvollziehbaren, umsetzbaren Art und Weise, als man es sonst kennt), darum, wie man mit anderen Menschen spricht, welche Worte man benutzt. Es geht um Streßbewältigung, Körpersprache, ein kleines bisschen um Ernährung und um Partnerschaft.

Mir persönlich hat das Buch wieder bewusst gemacht, dass ich doch wieder recht weit weg bin von dem, was ich im Kurs gelernt habe. Ich werde wieder anfangen an mir und meiner Enjoy this Life Persönlichkeit zu arbeiten, denn was ich euch sagen kann ist: Es funktioniert. Ich konnte viele Anregungen von Pascal Voggenhuber umsetzen und in mein Leben integrieren. Es hat mich definitiv voran gebracht und mir ein ganzes Stück Selbstvertrauen gegeben. Aber, wie das ja so ist mit uns Menschen, man muss auch weitermachen und sich immer wieder selbst erinnern, bis die Handlungen und Gedanken sich gefestigt haben.Auch dieses Buch wird also nicht einfach dein Leben verändern, wenn du nicht bereit bist, dich darauf einzulassen. Aber: Wenn du dich darauf einlässt, dann erhältst du hier viele (neue) Erkenntnisse, spannende Übungen, die man auf jeden Fall ausprobieren sollte und eine Menge positive Anregungen für das eigene Leben.

Von mir gibt es 5 Sterne für dieses Buch, das das Enjoy this Life Prinzip sehr nachvollziehbar und praxisnah dem Leser vermittelt. Ich kann euch wirklich uneingeschränkt empfehlen dieses Buch zu kaufen. Wenn mich jemand nach einem Ratgeber zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung fragen würde, dann würde ich demjenigen dieses Buch ans Herz legen.

Veröffentlicht am 21.06.2017

Traumhaft sommerlich

Ein Sommergarten in Manhattan
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Schon beim Lesen von Band 1 (Schlaflos in Manhattan) habe ich mich auf Band 2 gefreut, denn ich wusste bereits, dass es um Matt, den Bruder von Fankies bester Freundin gehen wird, und ich habe Matt in ...

Schon beim Lesen von Band 1 (Schlaflos in Manhattan) habe ich mich auf Band 2 gefreut, denn ich wusste bereits, dass es um Matt, den Bruder von Fankies bester Freundin gehen wird, und ich habe Matt in Band 1 total ins Herz geschlossen.

Ja… und es bewahrheitet sich. Matt IST ein absoluter Traummann. Es dauerte nicht lange, bis ich haltlos in eine Buchfigur verknallt war. Sensibel, einfühlsam, und trotzdem beharrlich versucht er Frankie aus ihrem Schneckenhaus herauszulocken und lässt sich nicht von ihrem abweisendem Verhalten abschrecken. Matt ist der Typ Mensch, auf den man sich jederzeit verlassen kann, der dir bis in die Seele schaut und sich um dich sorgt. Manchmal etwas zu überbeschützend, aber lieber so, als wenn er sich nicht um seine Lieben sorgen würde. Dabei sieht er selbstredend blendend aus, hat Muskeln an den richtigen Stellen und das Herz auf dem rechten Fleck. Was will man mehr? Ich auf jeden Fall stehe total auf diesen Typ Mann (zumindest im Liebesroman).

Frankie finde ich sehr schön dargestellt. Eine Frau, die aufgrund ihrer sehr schwierigen Kindheit und Jugend , von sehr vielen Ängsten geplagt ist. Sarah Morgan gelingt es wieder unfassbar gut, den inneren Zwiespalt von Frankie darzustellen. Man leidet förmlich mit ihr mit. Dabei schafft die Autorin es, ausreichend von der Hintergrundgeschichte zu erzählen, damit Frankie dem Leser mit ihren Ängsten und Marotten nicht seltsam vorkommt. Es fügt sich alles sehr natürlich zusammen. Dabei geht Frankies Entwicklung langsam, aber stetig vonstatten und wirkt von der Autorin gut durchdacht. In kleinen Schritten, immer mit einer gehörigen Portion Angst, wächst sie über sich hinaus. Dass Matt dabei verlässlich an ihrer Seite ist, schadet da natürlich nicht, obwohl auch das Frankie Angst einflößt. Dabei fand ich es sehr rührend, wie sie über ihren eigenen Schatten gesprungen ist, als sie sich um Eva gekümmert hat. Sie ist eben eine gute Freundin.

Auch Paige und Eva spielen natürlich eine Rolle. Paige haben wir als Protagonistin in „Schlaflos in Manhattan“ bereits sehr gut kennengelernt. Was mir an ihr gut gefällt ist, dass sie nun nicht nur noch rettungslos verliebt in und bei Jake ist, sondern auch ihre Freundinnen und deren Nöte nicht aus dem Blick verliert. Eva ist halt Eva… eine hoffnungslose Romantikerin. Ich muss allerdings gestehen, dass ich auch an ihr neue Seiten in diesem Band entdeckt habe, so dass ich mich nun sehr auf ihre Geschihte freue. Mal schauen, welchen Mann Sarah Morgan für unsere liebe Eva bereit hält.

Der Schreibstil ist gewohnt bildhaft und emotional. Mir ging die Geschichte gleich wieder direkt ins Herz und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Sarah Morgan schafft es auch hier wieder, ihre Figuren einzigartig zu machen. Daran, wie etwas gesagt wird, kann man schon erahnen, wer es sagt, denn jede Figur hat ihren ganz eigenen Sprachstil.

In diesem Band treffen wir übrigens Ryan und andere liebgewonnene Charaktere aus der Puffin Island Trilogie wieder. Sehr schön, da man sich selbst fast fühlt, als würde man nach Hause kommen.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Wer Liebesromane liebt, der kann mit Büchern von Sarah Morgan nicht viel falsch machen.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Wundervoll, berührend, ich bin hin und weg

Hinter dem Café das Meer
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Wow! Was für ein Buch! Ich wollte eigentlich nur kurz hineinlesen und es im Juni mit in den Urlaub nehmen und dann war ich nach 2 Tagen am Ende der Geschichte angekommen. Phillipa Ashley hat einen Schreibstil, ...

Wow! Was für ein Buch! Ich wollte eigentlich nur kurz hineinlesen und es im Juni mit in den Urlaub nehmen und dann war ich nach 2 Tagen am Ende der Geschichte angekommen. Phillipa Ashley hat einen Schreibstil, der süchtig macht und dem ich mich nicht entziehen konnte. Die Autorin schafft es, den Leser neugierig auf ihre Figuren zu machen und immer nur genau so viel Preis zu geben, dass die Spannung auf einem hohen Level gehalten wird, aber der Leser sich auch nicht genervt abwendet, weil er das Gefühl hat, dass ihm Informationen vorenthalten werden. Dabei ist dieses Buch wahrlich kein Spannungsroman. Er ist eine Geschichte, die sich mit Themen wie seine Träume zu leben, sich auch gegen die Übermacht der Mächtigen zur Wehr zu setzen, für Freunde einzustehen und natürlich der Liebe (positiv und auch negativ) auseinandersetzt.

Demi ist eine wundervolle Protagonistin, die allerdings, ob ihrer 21 Jahre, ab und an übers Ziel hinaus schießt. Ich muss gestehen, dass ich an der einen oder anderen Stelle genervt von ihr war, denn sie weiß einfach nicht, wann es Zeit ist, einfach mal die Klappe zu halten. Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich fand, dass dieses Verhalten sehr gut zu ihr passt, denn mit 21 Jahren ist man eben doch oft noch nicht so erwachsen, wie man es meint zu sein. Demi ist der Typ Frau, der sich nicht zu schade ist, für ihre Träume harte Arbeit zu leisten und anzupacken. Mir gefallen solche Frauen sehr und Demi hat mich nachhaltig beeindruckt. Nichts war ihr zu schwer, für nichts war sie sich zu schade. Sie macht sowohl in alten Arbeitsklamotten, als auch im Cocktailkleid eine gute Figur und bringt durch ihr Verhalten Kilhallon wirklich vorwärts. Außerdem gefällt mir, dass sie stark ist und in der Lage, für sich einzustehen. Sie lässt sich von niemandem etwas bieten und scheut sich nicht, ein offenes Wort zu reden. Dies bringt dann auch den Humor in die Geschichte, denn die Wortgefechte zwischen Demi und Cal sind teilweise wirklich zum kugeln.

Cal ist mit seinen rund 30 Jahren deutlich reifer, was man auch immer wieder merkt. Er ist allerdings, bedingt durch seine Erlebnisse im Nahmen Osten und dem, was er erfahren muss, als er von dort zurück kehrt, auch ein furchtbarer Griesgram. Ab und an hätte ich mir von ihm etwas mehr Empathie gewünscht. So richtig passt es für mich nicht zusammen, dass jemand, der für eine Wohltätigkeitsorganisation arbeitet so wenig empathisch ist.

Die Themen, die Phillipa Ashley hier aufgreift, werden nicht nur oberflächlich abgehandelt, sondern mit viel Tiefgang. Die Figuren machen sich durchaus Gedanken über ihr Verhalten oder das Verhalten der anderen Personen in der Kleinstadt, in der sie alle leben.

Die Autorin schafft es, sowohl ihre Hauptfiguren, als auch ihre Nebenfiguren sehr plastisch darzustellen und jeder ihre Eigenheiten zu geben, so dass jede Figur unverwechselbar wird. Sei es die reiche, aber mit ihrem Leben scheinbar sehr unzufriedene Mawgan, oder die gar nicht so griesgrämige Polly.

Ich kann nicht anders, als 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung zu vergeben. Ich bin völlig hin und weg von diesem wundervollen Roman.