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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2022

Das Geheimnis um Seán

Als der Wind die Wellen rief
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Nach langer Zeit kehrt Orla aus Dublin in ihr Heimatdorf Saltmore zurück. Sie ist voller Zweifel darüber, wie ihr Leben weiter gehen soll. Hier, an der irischen Küste, lernt sie Seán kennen, einen Saisonarbeiter, ...

Nach langer Zeit kehrt Orla aus Dublin in ihr Heimatdorf Saltmore zurück. Sie ist voller Zweifel darüber, wie ihr Leben weiter gehen soll. Hier, an der irischen Küste, lernt sie Seán kennen, einen Saisonarbeiter, der an dem alten Leuchtturm arbeitet. Mit der Zeit glaubt sie, ihm schon einmal begegnet zu sein. Gibt es eine Verbindung zwischen ihm und dem tragischen Unfall, der sich vor Jahren hier ereignet hat?
Diese Geschichte, die in Rückblenden von einer sich anbahnenden Jugendliebe zwischen einem „Travellerjungen“ und einem Dorfmädchen erzählt, konnte mich nicht so richtig überzeugen. Bis auf den Rückblick auf Rosies Erzählungen fehlte mir einfach die Spannung. Diese kam erst im letzten Drittel des Romans auf und hier überschlugen sich die Ereignisse. Dagegen sind die Protagonisten glaubhaft beschrieben. Vor allen Dingen berührte der autistische Kieran mit seinen unverblümten Bemerkungen mein Herz. Locker und flüssig führt der Schreibstil durch diese Lektüre.
Mein Fazit:
Ein interessantes Buch für unterhaltsame Lesestunden. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Die Suche nach der Wahrheit

Annas geheimes Erbe
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Bei der Wohnungsauflösung ihrer Großmutter Anna, die in einem Pflegeheim untergekommen ist, findet Esther einen alten Ring. Ist es ein Verlobungsring? Als sie ihre Oma danach fragt, will oder kann die ...

Bei der Wohnungsauflösung ihrer Großmutter Anna, die in einem Pflegeheim untergekommen ist, findet Esther einen alten Ring. Ist es ein Verlobungsring? Als sie ihre Oma danach fragt, will oder kann die demente alte Dame ihr keine Auskunft darüber geben. Esther stellt ihre eigenen Nachforschungen an und kommt einem gut gehüteten Geheimnis auf die Spur.
Dieser Roman ist in zwei Zeitzonen aufgegliedert. In eine heutige, in der wir Esther und Anna begegnen und einer aus den frühen 50er Jahren, die uns in ein Kapitel aus Annas Vergangenheit führt. Beide Stränge beinhalten eine Liebesgeschichte. Die relevanten Protagonisten hat die Autorin detailliert lebendig beschrieben. Die Handlung ist nachvollziehbar, wobei mich die Geschichte von Anna wesentlich mehr beeindruckt hat.
Mein Fazit:
Eine nette Geschichte um ein Geheimnis, das nicht aufgedeckt werden sollte. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.09.2022

Die Geschichte eines Emigrantenjungen

Jahre mit Martha
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Am 40. Geburtstag seiner Mutter lernt der 15jährige Zeljko, genannt Jimmy, die Arbeitgeberin seiner Mutter kennen. Martha ist Professorin, während Jimmy mit seinen Eltern und den zwei Geschwistern in einer ...

Am 40. Geburtstag seiner Mutter lernt der 15jährige Zeljko, genannt Jimmy, die Arbeitgeberin seiner Mutter kennen. Martha ist Professorin, während Jimmy mit seinen Eltern und den zwei Geschwistern in einer ärmlichen Zweizimmerwohnung lebt. Martha nimmt ihn mit in ihre Welt, geht mit ihm ins Theater und zum Segeln. Sie erweckt sein sexuelles Begehren. Ihre Beziehung zu einander ist sehr speziell und sie sehen sich nicht sehr oft. In München beginnt Jimmy sein Studium und wird von Professor Donelli in Beschlag genommen und ausgebeutet. In zeitlich großen Abständen hat Jimmy Kontakt zu Martha, oft nur durch Telefonate und Briefe. Es vergehen Jahre, in denen Jimmy sein eigenes Leben lebt. Für einen Freund überführt er Autos nach Kroatien. Er verfällt in Depressionen, bis er schließlich seinen Weg als Gärtner findet. Hier begegnet er nochmals Martha, die inzwischen alt und krank geworden ist. Er kann innerlich Abschied von ihr nehmen.
Dieser Roman erzählt die Geschichte eines Einwanderungskindes, das sich Bildung und Wohlstand wünscht und in Deutschland als gleichberechtigt anerkannt werden möchte. In erster Linie beschreibt er das Leben, die Ängste und Wünsche des Migrantenkindes, während die Liebesgeschichte zwischen ihm und Martha nur einen kleinen Teil ausmacht. So richtig konnte ich das Verhältnis von Jimmy und der deutlich älteren Professorin nicht nachvollziehen. Denn dass ein 15jähriger sich in eine so wesentlich ältere Frau verliebt, ist für mich nicht glaubhaft. Seine negativen Erlebnisse haben meines Erachtens nichts mit seinem Migrationshintergrund zu tun, sondern sind lediglich die Früchte seiner passiven Lebenseinstellung. Das hätte jedem anderen ebenso geschehen können. Dennoch ist das Buch interessant und flüssig geschrieben.
Mein Fazit:
Eine kurzweilige Lektüre, unter der ich mir jedoch mehr vorgestellt habe. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 31.08.2022

Ein sehr gefühlvoller Roman

Aller Anfang ist Liebe
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Dieses Buch ist nicht nur ein leichter Liebesroman. Freundschaft, Ängste und noch vieles mehr beinhaltet diese Geschichte. Durch diese spannenden Themen ist es sehr abwechslungsreich. Doch durch die spirituellen ...

Dieses Buch ist nicht nur ein leichter Liebesroman. Freundschaft, Ängste und noch vieles mehr beinhaltet diese Geschichte. Durch diese spannenden Themen ist es sehr abwechslungsreich. Doch durch die spirituellen und esoterischen Themen konnte ich mich mit diesem Roman nicht so richtig anfreunden. Sicher, die Handlung ist fesselnd und vielfältig, und die relevanten Charaktere eindrucksvoll beschrieben.
Doch muss man ein Liebhaber dieser Art von Geschichten sein, und das bin ich definitiv nicht.
Mein Fazit:
Freunde dieses Genres werden dieses Buch sicher lieben. Leider gehöre ich nicht dazu. 3 Sterne

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Veröffentlicht am 29.08.2022

Berühmtheit und Enfant Terrible der 1920er Jahre

Die rote Tänzerin
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Anita Berber (1899-1928) war eine berühmte Tänzerin der 1920er Jahre. Sie war eine Schönheit und faszinierte das Publikum durch ihre extravaganten Nackttänze in verschiedenen Varietés. Als ihr Ruhm zu ...

Anita Berber (1899-1928) war eine berühmte Tänzerin der 1920er Jahre. Sie war eine Schönheit und faszinierte das Publikum durch ihre extravaganten Nackttänze in verschiedenen Varietés. Als ihr Ruhm zu schwinden begann, begegnete sie dem Maler Otto Dix, dem sie für drei Tage als Model stand. Ihr Leben war geprägt von Alkohol, Drogen und Skandalen. Am 10. November 1928 starb sie im Bethanien-Krankenhaus in Berlin an den Folgen einer Tuberkulose-Erkrankung.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten in den Roman hineinzukommen konnte ich mit etwas Geduld doch noch in die Geschichte eintauchen. Die vielen Zeitsprünge mitten in der Handlung empfand ich als verwirrend, da sie mich immer wieder aus dem Lesefluss warfen. Der Schreibstil ist intensiv und die Wortwahl entspricht dem Milieu der 1920er Jahre, in dem die Handlung spielt. Anschaulich hat die Autorin die innere Zerrissenheit „der Berber“ dargestellt. Ihre Sucht nach Ruhm, sowie ihre wechselnden Beziehungen, Affären und letztendlich ihre Begegnung mit dem Porträtmaler Otto Dix.
Mein Fazit:
Dieses Buch über eine Ikone der Weimarer Republik erzählt die Geschichte einer zerrissenen und selbstzerstörerischen Frau, einem Vamp und Femme fatale. 3 Sterne.

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