Enttäuschend
Der schwarzzüngige Dieb (Schwarzzunge, Bd. 1)Im Verlag Hobbit-Presse/Klett Cotta erscheinen seit Jahrzehnten anspruchsvolle Fantasyromane, die ich im Großen und Ganzen gerne gelesen habe und auch weiterhin gerne lesen werde, da meistens eine gute ...
Im Verlag Hobbit-Presse/Klett Cotta erscheinen seit Jahrzehnten anspruchsvolle Fantasyromane, die ich im Großen und Ganzen gerne gelesen habe und auch weiterhin gerne lesen werde, da meistens eine gute Qualität und viel Lesespaß garantiert wird. Manchmal ist es anspruchsvoller, als das was man auf dem Fantasysektor zu lesen bekommt, oder auf angenehme Art und Weise ungewöhnlich. DER SCHWARZZÜNGIGE DIEB besticht durch ein ansprechendes Cover und eine vielversprechende Inhaltsangabe. Positiv hervorzuheben sit die Kreativität, die Christopher Buehlmann bei der Erschaffung seiner Welt an den Tag gelegt hat. Uninteressant ist das nicht. Nur ... ein Buch überzeugt nicht nur durch Cover, Inhaltsangabe und eine mehr oder weniger interessante Welt. Es gehört mehr dazu um sich unterhalten zu fühlen und ich gebe zu, dass mich das Buch in großen Teilen nicht gefallen hat, auch wenn es einige interessante und ungewöhnliche Ideen aufweist. Allerdings ist meiner Meinung nach die Umsetzung nicht ganz gelungen. Auf den ersten Blick wimmelt es vor interessanten Charakteren, aber diese bleiben sehr farblos und wirken nicht sehr lebendig. Auch die Dialoge wirken nicht immer sehr authentisch, teilweise sogar sehr erzwungen und oft mit blöden Sprüchen garniert, die es Meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte und den Unterhaltungen oft etwas Plattes geben.
Die Geschichte selber hat durchaus einige interessante Ansätze, die jedoch auch durch die Erzählweise zerstört werden. Eigentlich ist egal was passiert und was die Protagonisten machen, denn so emotionslos wie erzählt wird fehlt der Zugang zu den Charakteren. Fast glaubt man eine Art Tatsachenbericht zu lesen. Leidlich interessant, aber Begeisterung konnte sich nicht einstellen. Im Großen und Ganzen ein enttäuschender Anfang. Mir fehlt der Reiz die Fortsetzung zu lesen.
Und dabei hätte es so gut werden können ...