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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2023

Primare und Götter

Shadow and Ember – Eine Liebe im Schatten
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... und zwischendrin die (nicht ganz so) sterbliche Sera. Ich liebe die Blood and Ash-Reihe der Autorin und hatte mich riesig auf dieses Prequel gefreut, aber ich muss hier anderen Leserinnen zu stimmen, ...

... und zwischendrin die (nicht ganz so) sterbliche Sera. Ich liebe die Blood and Ash-Reihe der Autorin und hatte mich riesig auf dieses Prequel gefreut, aber ich muss hier anderen Leserinnen zu stimmen, es gibt leider mitunter viel zu viele Parallelen zu Poppy und Hawk. Ganze Phrasen und Charakterzüge sind ähnlich und das Ganze auf über 700 Seiten gestreckt führte dazu, dass ich das Buch ab der Mitte weggelegt habe und nicht mehr wirklich danach greifen wollte.

Die Geschichte dreht sich um Sera, die dem Primar des Todes versprochen ist und diesen töten soll, damit ihre Heimat von der Fäulnis verschont bleibt. Schon hier kamen für mich ein paar Ungereimtheiten auf, beispielsweise die Info, dass der Tod eines Primars katastrophale Auswirkungen auf die Menschenwelt hat, aber nun gut. Sie trifft bald auf Nyktos, dem Primar des Todes und ihr Kennenlernen läuft anders als geplant ab. Ich mochte Nyktos am meisten im Buch, denn er wirkt gutmütig, stiller, sanft.

Zum Ende hin entsteht definitiv wieder mehr Spannung, auch das bin ich bereits aus der Blood und Ash-Reihe gewohnt. Es waren spannenden Zusammenhänge, auch wenn ich nicht alle durchschaut habe.

Für Fans denke ich dennoch ein Must-Read, auch wenn ich ein wenig enttäuscht bin.

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Veröffentlicht am 30.12.2022

Zufall oder Schicksal?

Acht perfekte Stunden
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Mein zweites Buch von Lia Louis und ich habe sehnsüchtig darauf gewartet, denn bei ihrem Debütroman war ich hin und weg von der Liebesgeschichte. Auch in acht perfekte Stunden lassen sich die großen Gefühle ...

Mein zweites Buch von Lia Louis und ich habe sehnsüchtig darauf gewartet, denn bei ihrem Debütroman war ich hin und weg von der Liebesgeschichte. Auch in acht perfekte Stunden lassen sich die großen Gefühle erahnen, doch da die die Protagonisten hier keine wirklich gemeinsame Reise haben, sondern sich immer nur punktuell begegnen, konnte mich das Buch leider nicht mitreißen.

Aber von vorne: Noelle bleibt während eines Schneesturms stecken und trifft hierbei auf Sam, der dem Stau ebenfalls nicht entkommen kann. Zwischen den beiden funkt es sofort, doch sie gehen getrennte Wege, ohne dass einer der beiden den ersten Schritt macht. Von da an laufen sie sich immer wieder wie zufällig über den Weg, doch es gibt einige Dinge, die einem Kennenlernen der beiden im Weg stehen. Deshalb spürt man als LeserIn zwar die Chemie, dennoch will kein Lesefluss aufkommen. Es fällt schwer, die Tiefgründiger der Beziehung der beiden nachzuvollziehen, denn sie haben immer nur kurze, zufällige Aufeinandertreffen und im Hintergrund auch noch weitere Beziehungen.

Auch Noelle als Protagonistin war mir sehr verkopft und unsicher. Dies war durch die Autorin so geplant und auch nachvollziehbar beschrieben, ließ aber mitunter meine Leselust sinken. Ich habe das Buch mittendrin weggelegt und monatelang nicht mehr in die Hand genommen. Irgendwann wollte ich dann doch wissen, wie es ausgeht und zum Ende hin wird es spannender und emotionaler. Dennoch hatte ich mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 22.12.2022

Neustart an der Woodford Academy

Dark Ivy – Wenn ich falle
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In "Dark Ivy - Wenn ich falle" begleiten wir Eden an die Woodford Aademy, an welcher sie einen Neustart versuchen möchte. Gleich zu Beginn begegnet sie dort William und die beiden sollen sich noch öfter ...

In "Dark Ivy - Wenn ich falle" begleiten wir Eden an die Woodford Aademy, an welcher sie einen Neustart versuchen möchte. Gleich zu Beginn begegnet sie dort William und die beiden sollen sich noch öfter begegnen. Zwischen der Suche nach neuen Freundschaften, dem Loslassen der Vergangenheit und dem Beginn einer neuen Liebe versucht Eden, sich selbst wieder zu finden.

Der Roman ist generell gut zu lesen dank des flüssigen, leichten Schreibstil, auflockernder Momente wie der SMS-Nachrichten oder der Black-Out-Poems sowie generell kürzerer Kapitel. Ein bisschen schwerer habe ich mich mit den Dialogen getan, die auf mich mitunter hölzern wirkten und teilweise sogar Spannung rausnahmen. Ich hatte das Gefühl, dass einzelne ProtagonistInnen nicht miteinander vibten, sogar bei Eden und William fühlte sich das manchmal so an. Hinzu kamen für mich befremdliche Situationen, insbesondere die Situation mit der Statue in der Bibliothek ... Man muss aber trotzdem betonen, dass ich nie das Gefühl hatte, das Buch beiseite legen zu wollen, wohl auch, wegen des tollen Schreibstil der Autorin und einer durchaus spannenden Geschichte, deren Hintergrund sich nach und nach offenbart. Hier litt ich mit Eden mit. Dennoch hat mir der Grundtenor noch vollends zugesagt. Auch vom College-Leben an sich hätte ich mehr erfahren, denn ziemlich schnell steht die Liebesgeschichte von Eden und William im Vordergrund. Während Eden sich zunächst noch Sorgen macht, sie könnte im Studium nicht mitkommen, schwänzt sie bald einzelne Stunden und man bekommt wenig von den einzelnen Stunden mit...

Die Protagonisten waren für sich genommen sympathisch herausgearbeitet. Eden wirkte bodenständig, auf der Suche, durch ihre Vergangenheit auch unsicher, was absolut verständlich ist. Ihre Freundschaft mit Kendra war wohl meine liebste Beziehung in dem Buch, denn die beiden haben sich toll ergänzt. Auch William mochte ich gern, denn er ist kein typischer Bad-Boy (wie er ja auch selbst betont!) und insbesondere mit seiner Eigenart, keine technischen Geräte zu nutzen, sticht er heraus.

Das Buch endet mit einem gigantischen Knall. Auch wenn mir nicht alles zusagte, bin ich nun doch sehr versucht, nach dem zweiten Band zu greifen, um zu sehen, wie die Geschichte der beiden an der Woodford-Academy weitergeht.

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Veröffentlicht am 29.10.2022

Die besondere Liebesgeschichte von Poppy und Ash

Everlove – Bis übers Ende dieser Welt hinaus
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Zunächst einmal: Was für ein tolles Cover und wunderschöne gestaltetes Buch mit Liebe zum Detail. Ich habe mich zuerst in das Cover und dann in die Inhaltsangabe vom Buch verliebt und mich sehr gefreut, ...

Zunächst einmal: Was für ein tolles Cover und wunderschöne gestaltetes Buch mit Liebe zum Detail. Ich habe mich zuerst in das Cover und dann in die Inhaltsangabe vom Buch verliebt und mich sehr gefreut, es dann lesen zu dürfen.

In "Everlove" begleiten wir Ash in ihrem alltäglichen Wahnsinn, den sie als queere indo-guyanische Jugendliche durchlebt. Dabei begegnet sie ihrer großen Liebe, Poppy. Bevor sie gemeinsam das Leben genießen können, reißt jedoch ein folgenschwerer Autounfall Ash aus ihrem Leben.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, vor und nach dem Unfall. Per se kann ich nicht sagen, dass mir ein Teil besser gefallen hätte. Ich konnte gut in das Buch starten und mochte das Kennenlernen von Poppy und Ash und insbesondere hier auch die Einblicke in Ashs Gedankengänge, da ich hier auch interessante Gedankenstöße bekommen habe. Nach den ersten Kapiteln konnte mich das Buch leider nicht dauerhaft fesseln, was vor allem am Schreibstil lag, mit dem ich einfach nicht warm geworden bin. Dieser zeichnet sich durch lange Gedankengänge von Ash oder Dialogen aus, aber man lernt weniger die Situationen, Umgebungen oder auch manche Charaktere kennen. Es fühlte sich für mich alles eher grob gezeichnet an.

Das hat sich auch auf meine Sympathie für die Charaktere ausgewirkt. Da die Geschichte aus Ashs Sicht erzählt wird, konnte ich mich noch am ehesten in sie hineinversetzen. Ihre große Liebe Poppy blieb für mich oberflächlich und ich hatte das Gefühl, zwei verschiedene Poppys kennenzulernen - die vom Anfang und die vom Ende. Ashs Familie wiederum wirkte sehr sympathisch, aber sie werden ab einem gewissen Punkt quasi aus der Geschichte gestrichen, was ich sehr schade fand.

Alles in allem haben mir die Emotionen gefehlt. Das Thema Tod, das einen wichtigen Stellenwert in dem Buch einnimmt, konnte ich als solches gar nicht greifen, dafür passiert vieles zu schnell und wird mitunter mit einem Achselzucken von den Charakteren hingenommen. Auf der anderen Seite habe ich auch interessante Einblicke in Ashs Leben erhalten und auch den ein oder anderen Gedankenanstupser konnte ich mitnehmen.

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Veröffentlicht am 08.10.2022

Sisi, die Rebellin

Die Kaiserin
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Auf den Roman "Die Kaiserin" bin ich durch die Netflix-Verfilmung aufmerksam geworden und wollte diesen gerne lesen, bevor ich die Serie gucke.

Gigi Griffis hat hier eine etwas andere Version von Sisi ...

Auf den Roman "Die Kaiserin" bin ich durch die Netflix-Verfilmung aufmerksam geworden und wollte diesen gerne lesen, bevor ich die Serie gucke.

Gigi Griffis hat hier eine etwas andere Version von Sisi geschaffen. Das Aufeinandertreffen von Franz und seiner Kaiserin greift historische Andeutungen auf, die so nicht belegt werden konnte und spielt mit den Gerüchten rundum dieses besondere Paar. Auf jeden Fall wurde meine Neugierde für die Hintergründe geweckt und ich habe mich zu den Familien belesen, um nachzuforschen, was an der Geschichte auf wahren Tatsachen beruht und was geschrieben wurde, um die Geschichte unterhaltsamer werden zu lassen.

Der Schreibstil von der Autorin ist flüssig und gut zu lesen, aber auch sehr romantisch, was nicht immer meinen Geschmack getroffen hat. Sie legt das Augenmerk eher auf die Charaktere, als auf den Handlungsverlauf. Die bereits eher kurze Geschichte wird zudem noch aus der Sicht von 4 verschiedenen Charakteren erzählt: Sisi und ihrer Schwester Helene, sowie Franz und seinem Bruder Max. Hier bekommt man einen kurzen Einblick in das Innenleben der vier. Was gut gelungen ist: Man spürt die Voreingenommenheit der Charaktere gegenüber einander und weiß nie so recht, was man nun glauben soll.

Die Handlung allerdings konnte mich wenig mitreißen. Es passiert wenig und dreht sich fast ausschließlich um die Liebesbekundungen von Franz und Sisi beziehungsweise deren Weg bis zur Hochzeit selbst. Diese wird unglaublich kurz abgehandelt. Es entstehen zwar interessante Gespräche, aber auch hier erhält man meist nur kurze Einblicke, ehe das Kapitel wieder vorüber ist.

Alles in allem ein historisch-romantischer Liebesroman, der durch seine Kürze nicht in die Tiefe gehen kann.

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