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Veröffentlicht am 21.12.2022

Willkommen in der Welt der Oper

Der Klang von Mut
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Berlin, 25 Jahre nach dem Fall der Mauer: aus diesem Anlass soll an der Staatsoper „Der Mauerfall“ uraufgeführt werden. In der Hauptrolle die Sopranistin Anna Wolf, die zur DDR-Zeiten aus dem Land floh ...

Berlin, 25 Jahre nach dem Fall der Mauer: aus diesem Anlass soll an der Staatsoper „Der Mauerfall“ uraufgeführt werden. In der Hauptrolle die Sopranistin Anna Wolf, die zur DDR-Zeiten aus dem Land floh und nie zurück gekehrt ist nach Berlin. Anna zögert zuerst die Rolle anzunehmen, stellt sich dann aber doch der Herausforderung und damit auch den „Geistern der Vergangenheit“. An ihrer Seite in der Oper ist der charismatische Sänger Kilian Holm...
Doch nicht nur „Der Mauerfall“ soll aufgeführt werden, an der Staatsoper proben auch Kinder für eine Version des „Lohengrin“. Hauptdarstellerin ist die zehnjährige Lissi. Als sie eines Tages von Julie, der besten Freundin ihrer Mutter, zur Probe gebracht wird, begegnet diese dem Sänger Kilian Holm. Julia ist fasziniert von seiner Stimme, von dem Mann, doch nach schlechten Erfahrungen mit Männern hat sie eine dicke Mauer um sich gezogen. Ist Kilian hartnäckig genug Julie hinter diesen Mauern hervor zu locken?

Der Roman „Der Klang von Mut“ entführt in die Welt der Oper. Man spürt von Beginn an wie sehr die Autorin diese Welt liebt und ich konnte durch die detaillierten Beschreibungen klare Bilder vor meinem inneren Auge sehen. Mit den Protagonisten musste ich erst warm werden, mochte sie dann aber sehr.
Auf der einen Seite sind da Anna, die ältere Sängerin, die schon so viel erlebt hat und Kilian, noch recht jung und doch schon sehr bekannt und gefragt, und wir erleben mit wie eine Oper einstudiert wird. Ich hatte allerdings erwartet, dass man noch mehr über Anna’s DDR- Vergangenheit erfährt. Im 2. Erzählstrang begleiten wir Julie und ihre Freundin Susa. Diese ist nicht glücklich, dass ihre Tochter so intensiv für die Kinderoper probt und darüber die Schule vernachlässigt. Die zehnjährige Lissi gefiel mir gut. Das Mädchen weiß was sie will und hat den Mut und die Ausdauer dafür zu kämpfen. Julie und Susa sind tolle Freundinnen, die sich in- und auswendig kennen und füreinander da sind. Beide Erzählstränge laufen lange nebeneinander. Erst als es zu Begegnungen zwischen Anna und Susa und später zwischen Julie und Kilian kommt vermischen sich nach und nach… Und irgendwann hat die Geschichte mich dann so gefesselt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das Ende war für mich sehr stimmig.

„Der Klang von Mut“ ist ein interessanter Roman, der in die Welt der Oper entführt. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 07.12.2022

Schöner Roman für gemütliche Lesestunden

Sheltieküsse in den Highlands
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Rose Thorburns Kindheit war nicht leicht und oft suchte sie Zuflucht bei ihrer geliebten Tante Rosie. Nach dem Schulabschluss hat sie das Dorf sofort verlassen und ist nie zurückgekehrt. Erst die Nachricht ...

Rose Thorburns Kindheit war nicht leicht und oft suchte sie Zuflucht bei ihrer geliebten Tante Rosie. Nach dem Schulabschluss hat sie das Dorf sofort verlassen und ist nie zurückgekehrt. Erst die Nachricht von Tod ihrer Tante bringt Rose zurück. In Glencoe erwartet sie nicht nur das geerbte Haus von Rosie, sondern auch der junge, attraktive Nachbar Alick und dessen Sheltie Muffin. Während Rose versucht eine Entscheidung zu treffen, erobert Muffin ihr Herz im Sturm und auch Alick und sie kommen sich näher. Doch kann Rose sich den Geistern der Vergangenheit stellen und in Glencoe bleiben?

Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut lesen und man taucht schnell ein in die Geschichte, die abwechselnd von Rose und Alick erzählt wird. So lernt man beide Hauptprotagonisten sehr gut kennen, erfährt was sie bisher erlebt haben und was sie geprägt hat und versteht ihre Gedanken und Gefühle. Alick ist einfach wunderbar, ist immer für Rose da, lässt ihr aber auch den Freiraum, den sie braucht. Rose hatte und hat es schwer und die Rückkehr nach Glencoe weckt viele ungute Erinnerungen. Doch sie ist auch stark und macht während der Geschichte eine erstaunliche Verwandlung durch. In den letzten Kapiteln wird es noch mal spannend… und dann ist die Geschichte viel zu schnell zu Ende.
Der eigentliche Sympathieträger im Roman ist allerdings Muffin, der Sheltie, der immer für Rose da ist, sie zum Lachen bringt, auf sie aufpasst…

„Sheltieküsse in den Highlands“ ist ein schöner Roman für gemütliche Lesestunden. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 23.11.2022

Eine bewegende Biographie, die von der Liebe Gottes erzählt

Weil Liebe unbezahlbar ist
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Maria ist schon als Kind willensstark und abenteuerlustig. Als sie frühzeitig ihr Eltern verliert, nimmt ihr Leben eine unglückliche Wende. Da sind strenge Großeltern, ein katholisches Internat… sehr schnell ...

Maria ist schon als Kind willensstark und abenteuerlustig. Als sie frühzeitig ihr Eltern verliert, nimmt ihr Leben eine unglückliche Wende. Da sind strenge Großeltern, ein katholisches Internat… sehr schnell will Maria ausbrechen und geht auf der Suche nach Liebe immer wieder Beziehungen zu Männern ein, die ihr nicht gut tun. Letztlich wird sie sogar zur Prostitution gezwungen. Ganz am Tiefpunkt angekommen, begegnet Maria Menschen, die ihr von Gottes bedingungsloser Liebe erzählen. Maria lässt sich darauf ein und will fortan allen von Gottes großer Liebe erzählen. Ihr Weg führt sie nach Brasilien und als erfolgreiche Nageldesignerin kommt sie mit vielen Menschen in Kontakt und kann Gottes Liebe weitergeben…

„Auf dem Heimweg spüre ich eine große Freude darüber, dass meine Vergangenheit bei dieser Begegnung heute auf meine neue Identität getroffen ist und dass ich jemandem, der sich Liebe kaufen wollte, von der unbezahlbaren Liebe erzählen konnte, die ich kennenlernen durfte.“ (s.S.142)

Diese Biographie hat mich stark beeindruckt. Was Maria erlebt hat an Strenge und Gewalt und an Demütigung ist mehr als ein Mensch aushalten kann. Schon beim Lesen war ich tief erschüttert, musste zum Teil das Buch weglegen, weil man das kaum aushält. Doch Maria ist eine sehr starke Frau, die mit Gottes Hilfe in Rio de Janeiro einen Neubeginn wagt und eine erfolgreiche Geschäftsfrau wird…. Und zurück in Deutschland beginnt sie noch ein mal von vorn. Und überall gibt sie Zeugnis von Gottes großer Liebe und den Wundern, die er tut.
Dieses Buch ist interessant, erschreckend, beeindruckend und ist ein Zeugnis, dass Gott Leben verändern kann. Gern empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 11.10.2022

ein Wohlfühlroman für gemütliche Lesestunden

Zimtschneckentage
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Mia ist Journalistin und eigentlich mit ihrem Job und ihrem Leben zufrieden. Das Angebot eines Verlags in Kopenhagen reizt sie zwar, da sie den hyggeligen Lebensstil liebt und gern darüber schreibt, aber ...

Mia ist Journalistin und eigentlich mit ihrem Job und ihrem Leben zufrieden. Das Angebot eines Verlags in Kopenhagen reizt sie zwar, da sie den hyggeligen Lebensstil liebt und gern darüber schreibt, aber erst als eine junge Kollegin sich in ihren Job drängt, nimmt sie das Angebot aus Dänemark an. Als Jonas, der vor Jahren ohne Gründe einfach verschwand, plötzlich wieder vor vor steht muss Mia sich entscheiden, ob sie Vertrauen wagen und der alten Liebe eine neue Chance geben will…

Mit dem Roman „Zimtschneckentage“ habe ich eine für mich bisher unbekannte Autorin entdeckt. Mir gefällt der locker-leichte Schreibstil, die detaillierten Beschreibungen von Personen, Handlungen und Orten sehr gut. Die Geschichte dreht sich um Mia, ihre beiden Freundinnen Henrieke und Valerie und um Jonas…. und um Freundschaft, Ehrlichkeit und Vertrauen und natürlich um die Liebe. Insgesamt hat mir die Story gut gefallen, auch wenn ich teilweise das Verhalten von Valerie und Henrieke wenig empathisch empfand und Mia in den ersten Tagen allein in Kopenhagen alles sehr negativ sieht und sich gar nicht wohl fühlt.

„Zimtschneckentage“ ist ein Roman für gemütliche Lesestunden und das Rezept am Ende des Buches weckt Lust auf selbstgebackene Zimtschnecken. Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.

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Veröffentlicht am 08.10.2022

Eine ehrliche und interessante Biographie

Meine drei Leben
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Bin ich geliebt? Was bin ich wert? Christiane ist eigentlich ein Wunschkind, doch in ihrem Elternhaus spürt sie nicht viel davon. Statt bedingungsloser Liebe liegt das Augenmerk der Eltern eher auf den ...

Bin ich geliebt? Was bin ich wert? Christiane ist eigentlich ein Wunschkind, doch in ihrem Elternhaus spürt sie nicht viel davon. Statt bedingungsloser Liebe liegt das Augenmerk der Eltern eher auf den Schwächen und es wird Dankbarkeit und Gehorsam erwartet. So sucht das Mädchen außerhalb der Familie nach Zuwendung und Liebe, gerät in eine Motorradclique, wird mit 15 schwanger und zur Abtreibung gedrängt. Negative Gedanken bestimmen ihr Leben... Veränderung geschieht erst als Christiane nach der Ausbildung Kollegen hat, die unbefangen von ihrem christlichen Glauben erzählen, sie zu Gottesdiensten und in den Hauskreis einladen. Als sie Christ wird verändert sich ihr Leben zum Positiven, sie gewinnt sie neue Freunde, fühlt sich geborgen und geliebt… Bis dann plötzlich ein sehr schwerer Unfall passiert und ihr Leben an einem „seidenen Faden“ hängt. Doch dann geschieht ein Wunder….

„Meine drei Leben“ ist eine interessante und ungewöhnliche Biographie. Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch das Coverfoto, dass die Autorin mit einem herzlichen Lachen im Gesicht zeigt. Der Name Christiane Grabe sagte mir erst mal nichts, hier schreibt eine unbekannte Frau offen und ehrlich über das, was sie erlebt hat. Christiane teilt ihr Leben in drei, recht unterschiedliche Abschnitte: ihre Kindheit, die Veränderungen durch ihren neu gefundenen Glauben an Gott und in ein großes Wunder, bei dem ihr das Leben ganz neu geschenkt wurde. Im 1. Teil dachte ich noch, dass so eine Kindheit wohl manch einer erlebt und ich war froh, dass Christiane Menschen trifft, deren Glaube ansteckend ist. Und dann geschieht der Unfall und, allen ärztlichen Ansichten zum Trotz, ein Wunder. So ist das weitere Leben der Autorin ein Geschenk und lädt auch den Leser zum Staunen und Freuen ein.
Das Buch lässt sich gut lesen und hat mir gut gefallen.

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