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Veröffentlicht am 04.07.2017

Unterhaltsame Sommerlektüre

Landliebe
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Inhalt
Nach der schlechten Ernte sah Winzer Tom sich gezwungen, an der Fernsehshow "Landliebe" teilzunehmen, da er nur so den Schaden ausgleichen kann und die Möglichkeit hat, seinen Hof zu behalten. Auch ...

Inhalt
Nach der schlechten Ernte sah Winzer Tom sich gezwungen, an der Fernsehshow "Landliebe" teilzunehmen, da er nur so den Schaden ausgleichen kann und die Möglichkeit hat, seinen Hof zu behalten. Auch Ellies finanzielle Lage ist nicht so prickelnd, also beschließt sie, vier Wochen auf Toms Weingut das Großstadtdummchen zu spielen.
Tom ist gar nicht glücklich mit der Dirndl-tragenden Ellie, die im Fernsehen ihre große Liebe sucht. Eigentlich will er die Show nur so schnell wie möglich hinter sich bringen und Ellie wieder loswerden, aber Ellie gibt nicht einfach so klein bei ...

Cover und Titel
Das bunte Cover gefällt mir sehr gut, es wirkt verspielt und sieht nach einer lockeren Sommer-Lektüre mit witziger Liebesgeschichte aus, was hundert Prozent zutrifft.

Protagonisten
Ellie ist eigentlich gelernte Köchin, aber aufgrund plötzlich aufkommender Schulden sieht sie sich gezwungen, an Landliebe teilzunehmen. Dabei muss sie immer ein Dirndl tragen und muss eben wie ein Großstadtdummchen wirken. Das ist kein Problem für sie. Aber Toms abweisende Art ist schon eher ein Problem, denn er behandelt sie wie Luft wenn die Kameras ausgeschaltet sind. Es ist offensichtlich, dass er sie eigentlich nur so bald wie möglich loswerden will und dass sie sich aus seinen Angelegenheiten raushalten soll. Aber Ellie möchte nicht vier Wochen eingesperrt sein, sie will eine gute Zeit haben, also gilt es, sich mit Tom gut zu verstehen. Sie findet ihn schon ziemlich attraktiv, sie muss nur den sturen Tom überzeugen. Und Ellie ist eine entschlossene junge Frau, die nicht aufgibt.

Tom hat eine lange Beziehung hinter sich und ließ seitdem keine Frau mehr in sein Leben. Und wenn es doch jemanden geben sollte, dann soll es auch eine Frau sein, die vom Land kommt und keine dumme Gans ist - also das genaue Gegenteil von Ellie. Er kann nicht glauben, wie blöd sie ist und möchte nur, dass sie verschwindet und ihm nicht in die Quere kommt. Dem Leser ist natürlich klar, dass Toms Vorurteile so gar nicht auf die nette Ellie zutreffen, daher nervt Toms Benehmen schon ziemlich. Die beiden schlichen mit Vorurteilen beladen umeinander herum und das war ein wenig anstrengend.

Handlung und Schreibstil
Na ja, es ist wie Bauer sucht Frau, aber hinter den Kameras, so dass man sieht, wie diese Sendung für die Teilnehmer abläuft, was nur für den Zuschauer ist und wie viel total inszeniert ist. Und hier war eigentlich alles inszeniert, kaum etwas entsprach der Wahrheit

Eigentlich hat Landliebe schon so ziemlich alle meine Erwartungen erfüllt, aber das kann auch daran liegen, dass ich kaum welche hatte. Ich fand es schon unterhaltsam, aber Toms abweisende Einstellung hat mich schon sehr gestört. Aber natürlich hat der Klappentext das schon vorausgesagt, also darf man sich da nicht wirklich beschweren.
Es gab tatsächlich sogar einen Bösewicht: Marcus, ein Winzer, der sich Toms Hof unter den Nagel reißen möchte. Es ist direkt klar, was für Absichten er hegt und eigentlich ist auch offensichtlich, wie er vorgeht. Ja, vieles war sehr offensichtlich und auch nicht besonders spannend, aber man hat es zumindest versucht.

Sonstiges
Ich habe auf der Leipziger Buchmesse ein Päckchen mit der Leseprobe zum Buch sowie ein Tütchen mit Blütensalz erhalten und wollte das Buch seitdem lesen. Ich glaube, sonst hätte es mich etwas weniger gereizt und die Idee fand ich ziemlich cool.

Fazit
"Landliebe" war so, wie ich es erwartet habe: Unterhaltsame Sommerlektüre, mit je einem anstrengenden und einem liebenswerten Protagonisten und einer netten Story, in der es sogar einen Bösewicht gab.

Veröffentlicht am 16.06.2017

Sommer, Toskana - aber nicht ganz so locker wie erwartet

Love & Gelato
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Inhalt
Linas Mutter Hadley ist todkrank und ihr letzter Wunsch ist, dass Lina nach ihrem Tod zu Howard nach Italien reist ...
Und so begibt Lina sich in die Toskana, wo sie Howard, ihren Vater kennenlernt ...

Inhalt
Linas Mutter Hadley ist todkrank und ihr letzter Wunsch ist, dass Lina nach ihrem Tod zu Howard nach Italien reist ...
Und so begibt Lina sich in die Toskana, wo sie Howard, ihren Vater kennenlernt und auch ein altes Tagebuch ihrer Mutter erhält. Obwohl Lina nur so schnell wie möglich wieder weg möchte, beginnt sie das Tagebuch zu lesen: Hadley schriebt es, als sie selbst hier war!
Gemeinsam mit den Erinnerungen ihrer Mutter und dem sympathischen Jungen Ren erlebt Lina die Toskana selbst und stößt auf alte Geheimnisse ...

Cover und Titel
Cover und Titel finde ich beide sehr angenehm und sie passen ja auch irgendwie zum Inhalt. Allerdings hätte ich nach diesem Cover eine sehr süße, leichte Sommerlektüre erwartet, dafür war es mir dann einen Ticken zu ernst.

Protagonisten
Lina habe ich im Vergleich zu den anderen Charakteren relativ neutral empfunden. Sie ist ein normales Mädchen und hat jetzt keine besonderen Charakterzüge. Sie ist aber ehrlich, neugierig und seit dem Tod ihrer Mutter natürlich bedrückt. Dafür, dass dieses schreckliche Ereigniss erst so kurz her ist, geht es ihr bewundernswert gut, aber das ist ja auch ein sommerlich angehauchtes Buch, da steht schlechte Laune nicht im Vordergrund. Jedenfalls versucht sie, ihrer Mutter den letzten Gefallen zu tun, obowhl sie das nicht wirklich möchte. Sie schließlich möchte nicht zu einem Vater, der vor er Erkrankung ihrer Mutter nie erwähnt wurde. Aber dann kommt ja alles anders als gedacht.

Ren ist quasi der Nachbarsjunge, der schon wusste, dass Lina kommen wird, da Howard sich in der Schule dort umgesehen hat, für den Fall, dass Lina länger bei ihm bleiben möchte. Nicht nur Ren, sondern die ganze Schule kannte ihren Namen schon, so hatte Lina auch direkt Freunde und war nicht allein. Ren hat sie dabei in seinem Freundeskreis integriert und ihr dabei auch viel von Florenz gezeigt. Er wird sehr schnell zu ihrem besten Freund und verbringt sehr viel Zeit mit ihr.

Andere Charaktere
Hadley lebt zwar nach dem Prolog leider nicht mehr, aber durch ihr Tagebuch und durch die Erinnerungen und Geschichten um sie ist sie doch präsent. Man sieht eben die junge, naive Hadley, die sich in der Toskana verliebt und dann doch unschöne Dinge erlebt, und nicht so richtig eine Erwachsene. Auch als Lina schon älter war, blieb Hadley dynamisch, wild und lebensfroh. Was ich schrecklich fand, war, dass man alles mit ihr erlebt, und schon ungefähr weiß, wie es ausgehen wird: Nicht so gut. Letztendlich ist Lina ja ohne Vater aufgewachsen!

Howard war mein Liebling. Er ist wirklich nett zu Lina und gibt sich wirklich Mühe, sich möglichst gut um sie zu kümmern. Er ist schlau und süß, und manchmal merkte man, wie jung er eigentlich auch noch war. Manchmal tat er Dinge, die Väter in anderen Büchern eher nicht tun, sondern eher Jugendliche, oder junge Erwachsene. Und irgendwie fand ich das sehr sympathisch!

Handlung und Schreibstil
Es gab eine Menge Sightseeing und Informationen über diese Kunstwerke und Gebäude, aber gut, es geht ja auch darum, das Land zu erkunden. Wer also die Toskana mag, dem könnte das gefallen.

Ich fand das Buch einen Ticken zu ernst und ein bisschen traurig, denn es geht schließlich um Hadleys letzten Wunsch. Auch die Dinge aus ihrer Vergangenheit bestehen nicht ausschließlich aus Freude an der Schönheit der Toskana. Ich hätte etwas bisschen lockereres erwartet, aber es hat mir trotzdem gut gefallen.

Ich fand die Geschichte von Hadley und Howard auch wirklich süß und spannend. Es war wie eine weitere Handlung und ich hätte auch ein Buch über die beiden gerne gelesen.

Fazit
"Love & Gelato" hat mir gut gefallen, das sommerliche Florenz und seine Atmosphäre konnten mich überzeugen. Am liebsten mochte ich die Geschichte von Howard und Hadley, aber ich fand das Buch insgesamt ein bisschen zu ernst.

Veröffentlicht am 11.04.2026

Unsympathisch, wenig überraschend und einigermaßen spannend

Woman Down
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Bestsellerautorin Petra steckt seit einem Shitstorm in einer Schreibflaute und braucht neue Motivation und Inspiration. Sie mietet sich wie schon oft zuvor eine Hütte am See, um in Ruhe zu arbeiten und ...

Bestsellerautorin Petra steckt seit einem Shitstorm in einer Schreibflaute und braucht neue Motivation und Inspiration. Sie mietet sich wie schon oft zuvor eine Hütte am See, um in Ruhe zu arbeiten und lernt ihre Muse kennen: Detective Nathaniel Saint. Aber nicht alle Erfahrungen, von denen sie sich inspirieren lassen kann, sind schön und romantisch.

Petra macht sich sofort an den attraktiven Detective ran, obwohl sie an seinem Ehering erkennt, dass er verheiratet ist – aber das ist ja eigentlich auch genau das, was so gut zu ihrer Buchidee passt und warum sie ihn besonders anziehend findet. Sie ist einfach egoistisch und bemitleidet sich selbst, weil ihr Leben gerade nicht so perfekt ist, wie sie es gern hätte.

Ich fand die Geschichte teilweise schon spannend, aber da ich erwartet habe, dass es Plottwists geben wird, hatte ich beim Lesen einige Theorien und die tatsächliche Auflösung konnte mich dann gar nicht mehr überraschen. Das lag auch daran, dass ich die Charaktere alle so unsympathisch fand, dass ich ihnen auch alles Mögliche zugetraut hätte.

Durch unsympathische Charaktere allein wird ein Buch nicht unbedingt automatisch schlecht, aber sie taten mir dann nicht leid, wenn mal was passierte, und die Wendungen fand ich dann nicht mehr spannend, weil sie nicht so unerwartet waren. Was noch übrig blieb, war dann eher die Reaktion von Petra oder von anderen Charakteren auf die Ereignisse, aber die fand ich dann auch eher enttäuschend und oberflächlich. Da hätte auch mehr passieren können.

Am Ende hatte ich vielleicht zu hohe Erwartungen, jedenfalls konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen, aber immerhin kam ich schnell durch die Geschichte.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.02.2026

Götter, Geheimnisse und Gefahren

Loki − Her Twisted Heart
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Harlow gehört zu den Agrai, den Kriegerinnen der Göttin Artemis. Während die anderen Agrai ihre Göttin verehren und die übrigen Götter verachten, hasst Harlow sie alle. Als Tochter einer Verräterin, die ...

Harlow gehört zu den Agrai, den Kriegerinnen der Göttin Artemis. Während die anderen Agrai ihre Göttin verehren und die übrigen Götter verachten, hasst Harlow sie alle. Als Tochter einer Verräterin, die verbotenerweise einen Gott geliebt hat, wird Harlow ausgeschlossen und würde nie einem Gott vertrauen – bis sie ausgerechnet mit Loki, dem Gott der List und Lügen zusammenarbeiten muss, um ihre Freunde zu retten.

Während Harlow ein offenes Buch ist, hat Loki viele magische Geheimnisse. Er weiht Harlow meistens nicht ein, was oft ein Mittel ist, um mehr Spannung aufzubauen, aber es gab auch größere Mysterien: Was ist mit der Göttin Selene passiert, für deren Verschwinden oder Tod Loki verantwortlich gemacht wird? Was für eine tödliche Krankheit befällt die Agrai und was weiß Loki darüber? Lokis eigene Perspektive bringt zwischendurch etwas mehr Licht ins Dunkel, verrät aber auch nicht zu viel.

Hier werden verschiedene Mythologien vermischt, und auch die Familienverhältnisse und Bündnisse sind nicht immer offensichtlich. Das hat mir nicht so gut gefallen, weil ich diese Mischung aus eigentlich bekannten Elementen eher verwirrend und auch etwas willkürlich fand, und so konnte ich mich in dieser fantastischen Welt nie besonders wohlfühlen.

Ansonsten fühlt sich das Abenteuer ein bisschen wie ein magischer Road-Trip an. Harlow und Loki suchen nach Artefakten und reisen durch die Welt der Götter, begegnen dabei Göttern, Geschöpfen und verschiedenen Gefahren. Dabei lernen sie sich auch kennen und Harlow beginnt an ihrem bedingungslosen Hass auf die Götter zu zweifeln, auch wenn sie sich noch nicht sicher ist, ob sie Loki wirklich vertrauen kann.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Das Abenteuer des Prügelmädchens beginnt

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Tamsyn ist das königliche Prügelmädchen: wenn die Prinzessinnen sich nicht benehmen, dann wird Tamsyn dafür bestraft. Als der Krieger Fell die Hand einer Prinzessin fordert, wird wieder das Prügelmädchen ...

Tamsyn ist das königliche Prügelmädchen: wenn die Prinzessinnen sich nicht benehmen, dann wird Tamsyn dafür bestraft. Als der Krieger Fell die Hand einer Prinzessin fordert, wird wieder das Prügelmädchen gezwungen ihren Platz einzunehmen und sich unbekannten Gefahren zu stellen.

Tamsyn hat eine Sicht auf ihr eigenes Schicksal, die ich zwar verstehen konnte, aber ich fand es eher traurig und frustrierend, wie sehr sie die Prinzessinnen liebt, für deren Fehler immer sie selbst bestraft wird, und auch ihr Vertrauen in die Königsfamilie konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Sie ist es so sehr gewohnt, sich für andere aufzuopfern, dass es für sie zu einer Normalität geworden ist, die sie kaum noch hinterfragt.

Fell möchte eine Prinzessin heiraten, um sich damit eine einflussreichere Position zu sichern, damit er den Menschen in den Grenzlanden besser helfen kann, aber Tamsyn entspricht nicht ganz seinen Erwartungen und Bedürfnissen. Also hat Tamsyn Angst vor dem gefährlichen Krieger, während Fell von Tamsyn enttäuscht ist, trotzdem spüren sie von Anfang an eine magische Verbindung, die sie nicht erklären können. Abgesehen von den Umständen fand ich ihre Liebesgeschichte ganz nett, aber es war auch eine Mischung aus “zu schnell” und “nicht genug” für mich, weil die Protagonisten kaum Zeit haben, sich kennenzulernen.

Obwohl ich mich nie gelangweilt habe und sehr gut durch das Buch kam, fand ich schon, dass gar nicht so viel passiert ist. Die Geschichte lässt sich wirklich viel Zeit, um die Gefühle der Charaktere zu erklären, aber sie machen auch nur langsame Fortschritte. Es gab eine Szene, die mir zu obszön war, ansonsten hat mir die Story schon ganz gut gefallen, auch wenn ich zum Ende hin fand, dass die Handlung etwas oberflächlicher wurde und es nicht genug Konsequenzen gab.

Insgesamt hätte ich ein bisschen mehr erwartet, aber ich fand den Anfang des Abenteuers spannend, das in den Fortsetzungen hoffentlich etwas mehr an Fahrt aufnimmt.

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