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Veröffentlicht am 31.10.2022

Ein neuer Horizont

Tohrus Japan
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„Tohrus Japan“ ist ein Kochbuch für diejenigen, die das Land erleben wollen, die Eindrücke in das Land und die japanische Küche erhalten wollen, fernab von dem Asia Imbiss um die Ecke - für diejenigen, ...

„Tohrus Japan“ ist ein Kochbuch für diejenigen, die das Land erleben wollen, die Eindrücke in das Land und die japanische Küche erhalten wollen, fernab von dem Asia Imbiss um die Ecke - für diejenigen, die sich wirklich mit der japanischen Küche befassen wollen. Und für diejenigen die verstanden haben, dass Sushi eine Kunst ist und Nichts, was man mal eben in einem Kochbuch lernt - das ist auch der Grund, warum in diesem Kochbuch eben „alles, außer Sushi“ enthalten ist.

Wir hatten richtig Spaß mit dem Kochbuch - weil es Gerichte zu entdecken gibt, die wirklich mal ganz anders sind. Dabei meine ich jetzt nicht, das typisch deutsche japanisch interpretiert (wobei auch hier ein bisschen was dabei ist) sondern wirklich authentische japanische Gerichte - und Aromen. Auch wenn manches vielleicht etwas eigentümlich klingt bietet das Buch auf jeden Fall einen Blick über den Tellerrand und bringt all denjenigen Spaß, die sich damit beschäftigen wollen.

Das Buch ist aus meiner Sicht weder ein geeignetes Buch für Koch-Anfänger, noch für die schnelle Küche. Aber wer ein bisschen Zeit mitbringt der wird tolle Gerichte auf seinem Teller finden.

Was mir als Einstieg besonders gut gefallen hat waren die Eindrücke von „Japan in Deutschland“ die Tohru Nakamura auf den ersten Seiten beschreibt - das war wie das Eintauchen in eine andere Welt und für mich eine gelungene Einstimmung. Weiter geht es mit ins. 60 verschiedenen Rezepten - typisch japanisch, oder wie oben kurz erwähnt japanisch interpretierte deutsche Gerichte - das passt einfach, da Tohru Nakamura ja auch beide Kulturen vereint.

Die Rezepte selbst sind klar strukturiert - sowohl die einzelnen Zutaten (unterteilt z.B. nach Rezeptteilen z.B. Gemüse, Sauce etc.) mit verständlichem Text und Bildern zu jedem Rezept. Was mir auch gut gefallen hat ist, dass den Rezepten jeweils eine „Warenkunde“ vorangestellt ist, in der man noch etwas mehr über die Zutaten erfährt - ebenso sind die Gerichte nicht sortiert nach Vorspeise und Hauptspeise sondern nach Grundbestandteilen, z.B. Fisch, Sesam etc.

Mir hat das Kochbuch auf jeden Fall einen sehr guten Einblick in die japanische Küche mit ihren vielfältigen Rezepten und Zutaten gegeben und auch, wenn das Kochbuch jetzt nichts für jeden Tag ist (was ich aber auch nicht erwartet hatte), macht das Kochen hieraus auf jeden Fall Spaß!

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Tolle Erklärungen, tolle Rezepte

Das große Brotbackbuch
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„Das große Brotbackbuch“ von Christina hält genau das, was der Titel verspricht - es ist ein Buch über das Brotbacken - von A bis Z. Es enthält Erklärungen zu Zutaten, zu Hilfsmittel sowie zu Techniken ...

„Das große Brotbackbuch“ von Christina hält genau das, was der Titel verspricht - es ist ein Buch über das Brotbacken - von A bis Z. Es enthält Erklärungen zu Zutaten, zu Hilfsmittel sowie zu Techniken und zum richtigen Vorgehen - und zwar wirklich von Grund auf. Und - natürlich das wichtigste: Das Buch enthält richtig viele richtig leckere Rezepte. Was mir daran ganz besonders gefällt ist, dass es eben nicht nur um Brot geht - das Buch enthält genauso Rezepte für Brötchen, für Krapfen oder Hörnchen und ist damit wirklich ein Allrounder, wenn es um Brot geht.

Das Buch beginnt (und damit meine ich wirklich die ersten rd. 70 Seiten) mit einem allgemeinen Überblick - hier sind Infos enthalten, die man später immer wieder braucht und auf die aus den Rezepten heraus verwiesen wird, z.B. zum Rundwirken eines Brotlaibs oder zum Formen von Kipferln. Ebenso finden sich hier häufig gestellte Fragen, z.B. warum der Brotlaib verläuft oder warum die Kruste nicht schön kross wird. Was ich besonders gut fand war, dass sich dort auch eine „Umrechnungstabelle“ findet, z.B. wie das Rezept angepasst werden muss, wenn man Weizenmehl z.B. durch Dinkelmehl ersetzen möchte.

Was die Rezepte angeht muss ich sagen, dass ich absolut begeistert von der Menge an verschiedenen Rezepten bin. Hier gibt es vom normalen Toastbrot bis zum Vollkornbrot, dem Knäckebrot oder Vinschgerl wirklich alles was das Herz begehrt. Immer zusammen mit Bildern, die einem direkt Lust machen, das Brot nachzumachen. Die Rezepte sind sehr übersichtlich gestaltet und unterteilt nach z.B. Vorteig und Hauptteig. Ebenso findet sich hier alles, was man an Zubehör benötigt. Die Rezepte haben zudem eine Info, wenn es sich um einen besonders weichen Teig handelt, was ich persönlich gut finde, da ich manchmal doch erschrecke, wenn der Teig zu weich wird, und einzelne Rezepte haben auch QR-Codes, welche zu Video-Tutorials führen.

Und was sagt der Praxistest: Absolut bestanden, wir haben bisher verschiedene Brote, die Pizzaschnecken sowie das Brioche ausprobiert und alle Rezepte haben einwandfrei funktioniert. Ich wusste zu jeder Zeit genau, was ich brauche, und was der nächste Schritt ist.

Für mich ein wirklich supertolles Buch mit vielen Ideen und Anregungen, das ich absolut weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Wohlfühlroman für’s Herz

Das kleine Buchcafé an der Isar
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„Das kleine Buchcafé an der Isar“ ist genau das, was man sich unter einem Wohlfühlroman vorstellt - ein gemütlicher Ort, Protagonisten die einem direkt ans Herz wachsen, eine superschöne Liebesgeschichte ...

„Das kleine Buchcafé an der Isar“ ist genau das, was man sich unter einem Wohlfühlroman vorstellt - ein gemütlicher Ort, Protagonisten die einem direkt ans Herz wachsen, eine superschöne Liebesgeschichte und ein Schreibstil der sich locker und leicht liest, sodass man das Gefühl hat, man hat gerade erst mit dem Buch angefangen und dann ist es schon wieder vorbei. Mir ging Bein Lesen wirklich das Herz auf - die Geschichte hat mich wirklich begeistert und ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Die Figuren in dem Buch sind allesamt wirklich toll - da ist Lotte, die Eigentümerin des Buchcafés - ein Münchner Original - etwas wortkarg und mürrisch, aber herzensgut - die mit ihren Ratschlägen immer genau ins Schwarze trifft - und natürlich Marlene, die Hauptfigur. Marlene leidet sehr unter dem Erfolgsdruck ihrer Familie und wird sich erst durch ihre Arbeit im Buchcafé darüber klar, was sie wirklich möchte. Mir hat es sehr gut gefallen - Marlenes Entwicklung im Café zu begleiten - sie hat wirklich frischen Wind reingebracht (auch wenn ich sie am Anfang doch fast ein bisschen vorschnell fand). Für mich ist Marlene wirklich jemand, den ich gerne als Freundin hätte - sie ist lebensfroh, hat eigentlich immer gute Laune und kümmert sich um alle. Ich fand sie supersympathisch und sehr authentisch.

Meine Lieblingsfigur war aber tatsächlich. Amelie - das siebenjährige Mädchen, das regelmäßig ins Buchcafé kommt. Sie hat hat so eine positive Einstellung zum Leben, ist so lebensfroh und freundlich - ich habe das Gefühl, wenn sie in den Raum kommt, dann geht die Sonne auf!

Der Roman lebt wirklich durch die Protagonisten - aber auch die Geschichte selbst finde ich toll - ein bisschen was von allem: Liebe, Dramatik (nicht zu viel), Herzschmerz und ganz viel Freundschaft. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle noch ein paar mehr Informationen gewünscht - was ist an der ein oder anderen Stelle noch passiert - und auch ein paar mehr Infos über München. Das war für mich aber tatsächlich zweitrangig, weil mich die Geschichte wirklich so gepackt hat, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte

Von mir gibt es daher auf jeden Fall eine 100%ige Leseempfehlung!

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 31.08.2022

Supersüßes und strapazierfähiges Buch

ministeps: Wie klingt deine Welt?
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Die Buchidee ist so einfach aber super umgesetzt - und gerade in der heutigen Zeit, in der selbst Bücher häufig blinken, leuchten oder klingeln müssen eine absolute Wohltat. Jede Seite enthält eine große ...

Die Buchidee ist so einfach aber super umgesetzt - und gerade in der heutigen Zeit, in der selbst Bücher häufig blinken, leuchten oder klingeln müssen eine absolute Wohltat. Jede Seite enthält eine große schöne und vor allem bunte Illustration, sei es der Hahn, ein Traktor oder ein Schaf - mit den dazu gehörigen Geräuschen. Der Hahn macht Kikeriki, das Schaf macht mäh und der Traktor tuckert vor sich hin.

Genau das ist die Idee des Buches, gemeinsam mit dem Kind typische Geräusche aus der Umgebung zu erkunden und den richtigen Dingen / Situationen zuzuordnen. Und das ohne Plastik und Technik, die kaputtgehen kann. Schön finde ich, dass die Bilder sehr groß sind, sodass die Kinder hier genau auch kleinste Details erkennen und entdecken können - zudem sind sie richtig schön bunt und machen gute Laune. Auch gefällt mir gut, dass klassische Alltagssituationen dargestellt sind, das Plantschen in der Badewanne genauso wie das Polizeiauto. Hier gibt es bestimmt Dinge, die den Kleinsten auch auf dem Spaziergang oder daheim über den Weg laufen.

Das Buch selbst ist aus strapazierfähiger Pappe, die einzelnen Seiten sind dick und lassen sich gut halten - ein Umknicken ist relativ schwer.

Ich finde das Buch auf jeden Fall sehr gelungen - es lädt durch die großen Bilder sowohl zum alleine anschauen als auch natürlich zum gemeinsamen Entdecken ein!

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Veröffentlicht am 16.07.2022

Einen Schritt nach vorne in ein neues Leben

Scones zum Frühstück
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„Scones zum Frühstück“ ist ein Buch wie gemacht für den Sommer - auch wenn der Ort vielleicht nicht das klassische Sommerwetter verspricht. Das Buch behandelt viele schwere Themen - Krankheit, Verlust ...

„Scones zum Frühstück“ ist ein Buch wie gemacht für den Sommer - auch wenn der Ort vielleicht nicht das klassische Sommerwetter verspricht. Das Buch behandelt viele schwere Themen - Krankheit, Verlust eines Kindes sowie Magersucht, aber dennoch wirkt es auf keiner Seite belehrend oder traurig - das Buch zieht einen nicht runter sondern zeigt, wie die Figuren Stück für Stück neuen Lebensmut gewinnen, egal welches Schicksal sie durchgemacht haben. Der Roman ist wundervoll lebensbejahend und für mich ein Buch, was ich zu 100% weiterempfehlen kann.

Max ist ein Sternekoch - und erfolgreich mit seinem Gourmetrestaurant - bis ihn seine Gesundheit daran erinnert, dass weniger machmal mehr ist. Als er nach seiner Krankheit zurückkehrt muss er leider feststellen, dass sein Leben noch mehr auf den Kopf gestellt wurde - sein Restaurant wurde geschlossen, sein Konto ist leer. Einen Neuanfang startet er auf der schottischen Isle of Skye - als Küchenchef einer Schulkantine - alles andere als Michelin-Sterne, aber deutlich ruhiger als sein altes Leben. Was er nicht weiß, ist dass sein Leben bald noch mehr auf den Kopf gestellt wird - da ist Robyn, seine Vermieterin die für ihn wie ein verschlossenes Buch ist, das Teenager-Mädchen Cassandra, die mit Max Kochkünsten so garnichts anfangen kann - und natürlich sein Ehrenamt bei der Seenotrettung, dass einen absoluten Kontrast zu seinem Leben in der Küche darstellt.

Vielleicht war ich ein bisschen voreingenommen - ich liebe Schottland und war auch schon mehrmals auf der Isle of Skye - daher hat mich das Buch sofort angezogen. Aber Seite für Seite die ich mit Max und Robyn in ihre Geschichte eingetaucht bin, fühlte ich mich mehr als Freundin als als Leserin. Schon lange habe ich mich bei einem Buch nicht mehr so nah an den Figuren gefühlt - sie sind lebensnah dargestellt, mit Ecken und Kanten und mir kam es vor, als wäre ich ebenfalls ein Teil der Geschichte. Wie gesagt, das Buch behandelt Themen, die wirklich keine leichte Kost sind - die Autorin schafft es aber, die Themen in dem Buch so zu verpacken, dass sie nicht verharmlost werden, dass sie aber auch nicht das ganze Buch dominieren. Sie sind Teile der Figuren, und beschäftigen diese auch, aber der Grundtenor des Buches ist absolut positiv, die ganze Stimmung des Buches ist lebensbejahend - es geht darum, sein Leben zu leben, so wie es einem gut tut, egal in welche Richtung es geht, oder was das für einen selbst bedeutet. Und diese Botschaft finde ich sehr wichtig.

Die Figuren sind für mich Figuren aus dem „echten Leben“. Robyn ist wie eine Freundin - das Buch kommt mit wenig Figuren aus, in diese kann man sich aber absolut reinversetzen - und wenn Brad dann wieder mit seiner Schnauze auf dem Küchentisch liegt - ist es ohnehin um einen geschehen.

Pluspunkt im Übrigen auch - das Scones Rezept am Ende des Buches, das ich auf jeden Fall ausprobieren werde!

Wenn es für mich einen kleinen Minuspunkt gibt, dann der, dass mir die Szenerie von Schottland etwas zu kurz kommt. Natürlich machen sie Ausflüge zu den bekannten Sehenswürdigkeiten der Isle of Skye, aber an sich hätte Buch auch an jedem anderen Ort spielen können. Hier hätte ich es schön gefunden, gerade das Charakteristische an Schottland noch mehr hervorzuheben.

Unabhängig davon - mich hat das Buch voll überzeugt - es ist wirklich ein tolles Buch mit einer fesselnden Geschichte!

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