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Veröffentlicht am 21.11.2022

Bis die Vergangenheit dich einholt...

Masquerade Killer
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„Du bist mein Schicksal“ ist der 2. Teil der „Masquerade Killer Dilogie“ von der Autorin Elaina Flow. Die Autorin schreibt unter einem Pseudonym und ist mir als Autorin nicht unbekannt. Auf diese Fortsetzung ...

„Du bist mein Schicksal“ ist der 2. Teil der „Masquerade Killer Dilogie“ von der Autorin Elaina Flow. Die Autorin schreibt unter einem Pseudonym und ist mir als Autorin nicht unbekannt. Auf diese Fortsetzung war ich sehr gespannt, vor allem nachdem Teil 1 „Ich bin dein Untergang“ mich sehr fesselnd begeistern und mit seinen Wendungen überraschen konnte.

Auch hier beginnt es wieder mit einer kleinen Warnung, für alle die doch noch mal vor ihrem Verderben umkehren wollen. Im Prolog trifft man dann auf Alenia und eine Szene, die beim Leser noch mehr Verwirrung stiften soll und der bewussten Aussage es ist noch nicht vorbei. Alenia und Lawrenzo genießen ihre Zweisamkeit, doch das Paradies hält nicht lange an. X tyrannisiert sie, treibt seine Spielchen und versucht die beiden zu Entzweien. Huntress würde gerne mehr in Aktion treten, doch wird bewusst geschützt und Lawrenzo hat noch ein paar Geheimnisse, die das Glück mit Alenia auf die Probe stellen könnten. Daneben treten alte Feinde und Widersacher auf und spielen ein verwirrendes Spiel. Als Leser fragte ich mich nicht nur einmal, wer zum Teufel ist X und wie verzerrt sich diese Ansicht. Ob alles ein gutes Ende nehmen wird, das müsst ihr selbst herausfinden. Es endet in einem Epilog.

Die Handlung ist abermals sehr schnelllebig, fesselnd, spannend, wendig und vor allem auch mit einigen spicy Szenen besetzt. Auf die Charaktere wird genügend eingegangen, auch wenn Alenia nach wie vor mehr im Vordergrund steht. Wer Freund und wer Feind ist, bleibt weiterhin im verborgenen und lässt immer die Gedanken rätseln. Obwohl einiges eindeutig ist, bleibt der Überraschungseffekt jederzeit erhalten. Zwischen Alenia und Lawrenzo festigt sich das magische Band, doch es dehnt sich auch gefährlich zum Zerreißen. Ihre Beziehung bleibt leidenschaftlich und explosiv. Es ist ein einziges Extrem, entweder ganz oder gar nicht, etwas dazwischen existiert nicht in einer Welt aus Macht, Gewalt und der Drang nach Gerechtigkeit.

Alenia hat nach wie vor mit ihrer bewegenden Vergangenheit zu kämpfen und kommt so schnell auch nicht zur Ruhe. Ein Abschluss ist dringend nötig, doch führt nur ein Weg zum Ziel. Daher kämpft sich unerbittlich weiter. Die neue Verbundenheit mit Lawrenzo genießt sie sehr, doch fühlt sie sich etwas in ihrer Freiheit eingeschränkt. Ganz so schalten und walten wie zuvor kann sie nun nicht mehr. Aber mit ihrem Dickschädel versucht sie immer wieder den Durchbruch.

Lawrenzo hat als Clanführer alle Hände voll zu tun alles zu koordinieren und seine Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren. Alenia trägt er auf Händen, möchte dass sie sich wohlfühlt und würde sie am liebsten vor allen Gefahren fernhalten. Doch er kann sie nicht einsperren.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker, leicht und vor allem sehr spannend und fesselnd. Die Geschichte wird aus beiden Sichtweisen von Alenia und Lawrenzo in der Ich-Perspektive wiedergegeben, kleine Passagen bekommt ein gewisser X. Die einzelnen Kapitel habe unterschiedliche Leselängen und der Text rauscht nur so davon. Man wird von der Handlung regelrecht gepackt, rätselt mit und einige Offenbarungen kommen noch ans Licht. Die Handlung spielt in Los Angeles.
Das Cover ist sehr dunkel und erhält farbliche Highlights, die inhaltlich sehr gut zum Roman passen.

Mein Fazit: Ein würdiger Abschluss der faszinierenden Masquerade-Dilogie.

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Veröffentlicht am 19.11.2022

Liebe auf Schwedisch Nummer 2

Träume im Winterland
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Ein winterlicher Wohlfühlroman mit prickelnden Gefühlen inmitten eines Schneesturms beschreibt perfekt „Träume im Winterland“ von Mela Wagner.

Dieser wirklich sehr schneereiche Roman führt uns in das ...

Ein winterlicher Wohlfühlroman mit prickelnden Gefühlen inmitten eines Schneesturms beschreibt perfekt „Träume im Winterland“ von Mela Wagner.

Dieser wirklich sehr schneereiche Roman führt uns in das etwas eigentümliche, aber sehr herzliche Lillaström nach Schweden. Hanna macht sich auf den Weg dort hin, um Ole, den Vater des Kindes, dass sie unter dem Herzen trägt auf seine neue Rolle vorzubereiten. Bisher hatte sie kein Glück darin mit ihm Kontakt aufzunehmen und so nimmt sie die wenigen Anhaltspunkte und möchte ihn in seiner Heimat aufsuchen. Tatsächlich gelingt es Hanna auch die Familie ausfindig zu machen. Doch das macht die Verwirrungen nicht geringer und auch Ole ist hier nicht. Nur sein mürrischer Bruder Andres und deren Mutter Susan. Dazu sehr neugierige Dorfbewohner, die einen aber herzlich aufnehmen und sich zu keiner Hilfe zu Schade sind. Eigentlich würde Hanna am liebsten sofort wieder abreisen, jedoch fühlt sie sich auch langsam wohler in Schweden und mag den Zusammenhalt und den Familiensinn, auch wenn es hier ordentlich an der Oberfläche brodelt. Zudem fordert sie Andres unbewusst immer wieder heraus, doch seine harte Schale bekommt einen Knacks. Hanna schafft es auch ihre berufliches Knowhow für die Huskeyfarm positiv einzusetzen.

Hanna López (25) ist eine mutige Person. Sie hatte es nicht ganz einfach seid Kindesbeinen, aber sie gab nie die Hoffnung auf, eines Tages ihre eigene liebevolle Familie für sich zu finden. In einem schwachem Moment, überspringt sie jedoch etwas das vorgehen und kämpft sich wieder alleine durch so gut es geht. Doch sie möchte ihrem ungeborenen Kind die Möglichkeit geben, auch später den dazugehörigen Vater kennenzulernen. Das dabei jedoch alles anders kommt, ist eine ganz andere Geschichte. Hanna ist leidenschaftlich, setzt ihren kleinen Dickkopf gekonnt mit ein und lässt sich nicht so schnell entmutigen.

Andres Hansen ist ein mürrischer und verkopfter Mann. Sein Bruder Ole ist in seinen Augen vor den Problemen weggerannt, seitdem ist die Familiensituation etwas schwierig. Seine Liebe erhalten seine Huskys, auch wenn dessen Unterhaltung eine große finanzielle Belastung bedeutet. Er öffnet nicht jedem sein Herz, doch der rassige Wirbelwind, der plötzlich im hohen Schnee vor seiner Tür steht, bricht seine steinerne Fassade zum bröckeln.

Der Schreibstil ist locker, flüssig, leicht und spritzig. Ich mochte sehr diese neckende und knisternde Art, die trotz aller Probleme immer wieder zum Vorschein kam.
Die Seiten fliegen einfach so dahin. Die Kapitellänge haben unterschiedliche Leselängen. Die Dialoge und Erzählungen sind sehr unterhaltsam, erfrischend, sind aber auch herzerwärmend und die Charaktere stehlen sich Seite für Seite in das Leserherz. Es gibt zarte romantische und süße Gesten, Streitmomente und ehrliche Aussagen, aber auch prickelnde Zeilen. Die Handlung wird in der Ich-Perspektive von Hanna und Andres im sichtbaren Wechsel wiedergegeben.

Mein Fazit: Ein absoluter zauberhafter Wohlfühlroman aus dem Winterwonderland Lillaström mit dem richtigen Zündstoff für eine neue Liebe, eine neue Familie, Humor und lebendigen Charakteren.

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Veröffentlicht am 04.11.2022

Welches Spiel wird hier wirklich gespielt?

Masquerade Killer
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„Ich bin dein Untergang“ ist der Beginn der „Masquerade Killer Dilogie“ von der Autorin Elaina Flow. Die Autorin schreibt unter einem Pseudonym und ist mir als Autorin nicht unbekannt. Vor einiger Zeit ...

„Ich bin dein Untergang“ ist der Beginn der „Masquerade Killer Dilogie“ von der Autorin Elaina Flow. Die Autorin schreibt unter einem Pseudonym und ist mir als Autorin nicht unbekannt. Vor einiger Zeit hab eich diesen 1. Part sogar testgelesen und er konnte mich wiederum fesselnd begeistern und mit seinen Wendungen überraschen.

Es beginnt mit einer ausdrücklichen Warnung, die keine geringere als Huntress dalässt, denn danach gibt es kein Zurück mehr und kein Entkommen. Im Prolog trifft man dann auf Lawrenzo, der Anführer des Lorentino-Clans. Bevor es in die Gegenwart geht, erlebt man einen kleinen Vergangenheitsflash, der einen nur näherbringt, wie es mal im Leben von Alenia ausgesehen hat, was sie prägte, was sie brach, aber nicht so sehr, dass sie nicht in voller Stärke ihrer Berufung nachginge. Und zwar Rache und Vergeltung an allen, die es gewiss verdient haben. Doch sie wird gejagt, denn nicht jedem gefällt was sie macht. Bis sie eines Tages in eine Falle tappt und die Identitäten als der Kippe stehen. Doch dabei kommt noch anderes ans Licht. Nicht nur Rivalität steht an oberster Front auch Gefühle behindern klares Denken. Wer steht auf welcher Seite?

Die Handlung ist sehr schnelllebig, fesselnd, spannend, wendig und vor allem auch mit spicy Szenen besetzt. Auf die Charaktere wird genügend eingegangen, auch wenn Alenia mehr im Vordergrund steht. Dabei entdeckt man auch ein paar interessante Nebencharaktere. Wer Freund und wer Feind ist, stellt sich nicht so schnell heraus. Ein Überraschungseffekt ist jederzeit vorhanden. Zwischen Alenia und Lawrenzo entsteht schnell ein magisches Band, es knistert gewaltig, wenn sie aufeinandertreffen sind sie in jeder Beziehung leidenschaftlich und auch explosiv. Die Gefühle kommen dabei nicht zu kurz, aber ob es immer der richtige Weg ist, word sich herausstellen.

Alenia hat eine sehr bewegende Vergangenheit hinter sich. Dennoch ist sie eine Kämpferin und lässt sich niemals unterkriegen. Sie wehrt sich bis zum bitteren Ende, dass es gleichgesinnten einmal besser ergeht, als ihr selbst. Wenn sie sich in ihren Aufträgen verliert, verändert sich auch ihr Wesen, aber nicht sosehr, dass man sie nicht mehr erkennen würde. Sie ist dann aber unbarmherzig, fokussiert, strotz vor Stärke und weiß sich zu wehren und zu Spielen.

Lawrenzo geboren um ein Anführer zu sein. Er hat keine Wahl und kann es sich nicht aussuchen, doch womit er sein Geld verdient, steht ihm frei. So hat er seine Prinzipien und steht auch dafür ein. Eine Frau an seiner Seite, dafür war die Zeit noch nicht reif oder keine da, die ihn länger als eine Nacht unter die Haut ging. Er ist ein Beschützer, Macho, charakterstark und entschlossen sich allem in den Weg zu stellen, auch Dinge zu tun, die andere schützen.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker, leicht und vor allem sehr spannend und fesselnd. Die Geschichte wird aus beiden Sichtweisen von Alenia und Lawrenzo in der Ich-Perspektive wiedergegeben, kleine Passage erhalten auch andere. Die einzelnen Kapitel habe unterschiedliche Leselängen und der Text rauscht nur so davon. Man wird von der Handlung regelrecht gepackt, rätselt mit und der Epilog lässt tief Blicken und bleibt doch für die Fortsetzung verschlüsselt. Die Handlung spielt in Los Angeles und kurz in Panama.
Das Cover ist sehr dunkel und erhält farbliche Highlights, die inhaltlich sehr gut zum Roman passen.

Mein Fazit: Ein absolut faszinierender Beginn der Masquerade-Dilogie und gerade bin ich in der Fortsetzung vertieft.

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Veröffentlicht am 31.10.2022

Ein Zwilling kommt selten allein...

Frostklirrend schockverliebt
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Der zweite Zwilling hat seine eigene Geschichte bekommen. Nachdem „Vorübergehend verliebt“ noch ein sommerlicher, lebendiger und romantischer Liebesroman von Lisa Torberg mitten aus dem schönen Rom war, ...

Der zweite Zwilling hat seine eigene Geschichte bekommen. Nachdem „Vorübergehend verliebt“ noch ein sommerlicher, lebendiger und romantischer Liebesroman von Lisa Torberg mitten aus dem schönen Rom war, ist „Frostklirrend schockverliebt“ bedeutend seinem Namen eisig kalt, schneereich, aber nicht weniger romantisch und aus dem winterlichen New York. Neben Arbeitsdynamik, Ängste überwinden, seinen Träumen folgen und natürlich jede Menge italienischem Temperament sowie knisternder Luft, trifft man auch auf bekannte Gesichter wieder, vorausgesetzt man kennt schon den ersten Zwilling.

Ohne Umschweife geht es direkt in die Story. Direkt landet man mit Camilla in ihrem Beruf als Polizistin im aufregendem New York, in Little Italie. Ihr Spezialgebiet liegt in der Neighbourhood Coordination mit einem ausgeprägten Psychologieanteil. Wenn sie das was sie im Beruf anwendet auch im Privaten vollziehen würde, dann müsste sie sich nicht nach Chicago flüchten. Eine einzige Begegnung hat ihre Welt ins rütteln gebracht. Gefühle von denen sie lange nichts ahnte, sind plötzlich da, doch so schnell wie sie belebt heranwachsen , so schnell können sie auch wieder gefrieren. Ein Umstand mit dem Camilla nicht gerechnet hätte, scheint Wahrheit zu werden und sie sieht keine andere Lösung als unterzutauchen. Martino hat bei seiner Besuchstour eines neuen Restaurant ein ganz ähnliches einscheidendes Erlebnis. Jedoch wurde er gestört und der zarte Moment ist schnell vorbei. Die Augen in die er dabei geblickt hat, findet es so schnell nicht wieder. Es bringt ihm dazu, seine bisheriges Singledasein zu überdenken und die Harmonie seines Zwillingsbruders und seiner Zukünftigen machen es dabei nicht gerade besser. Eifersucht ist eine miese Bitch.

Obwohl sich die Handlung gut über 2 Jahre bewegt, ist sie rasant, kurzlebig und unheimlich lebendig sowie sprüht vor Leidenschaft. Die zentralen Themen wie Vertrauen, Liebe, Familie, das persönliche Glück, die Zukunft, der Beruf, Freunde, Ängste zu bekämpfen und sich nicht zu verstecken. Die Charaktere sind sehr stark, einzigartig, charismatisch und individuell. Während des Lesens erlebt man ganz genau, wie sich über sich selbst hinaus wachsen, man fühlt mit, träumt mit, schmunzelt mehrmals und erlebt unbeschreibliche, prickelnde und romantische sowie ehrliche Momente mit.

Camilla Deluca (fast 30, Kosename: Cammie), italienische Wurzeln, Polizistin mit Leib und Seele und in die Fußstapfen ihres Vaters getreten. Sie ist eine starke Persönlichkeit, selbstbewusst, weiß sich durchzusetzen, aber auch sehr verletzlich. Aus Schutz vor anderen, zieht sie sich zurück, verliert lieber ihr Seelenglück und lässt sich von ihren Ängsten leiten, als in dem zu Vertrauen, dessen sie sich bewusst sein kann. Doch sie gibt so schnell nicht auf, kämpft und besiegt ihren inneren Kampf. Ihre beste Freundin und Seelenschwester ist Simone.

Martino Falcone, 32, ein aufopfernder und engagierter Geschäftsmann, Genussmensch und ein Familienmensch, auch wenn es ihm erst so richtig durch seinen Bruder Tommaso bewusst wird. Martino macht zwar manchmal eine Show, aber er spielt nicht, täuscht keine Gefühle vor und lebt ehrlich aus wonach ihm ist. Auch er ergreift manchmal die Flucht, sucht dabei aber die Nähe zu anderen und fokussiert sich wieder neu.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, gewohnt stilsicher, gefühlvoll mit emotionaler und knisternder Dauerstimmung. Die bildlichen Beschreibungen sind wiedereinmal unbeschreiblich schön und erwecken Sehnsucht nach meiner Traumstadt. Daneben wird man mit den nötigen Informationen über Land und Leute gefüttert. Man liest sich sehr flüssig durch die ungefähr gleichbleibenden Kapitellängen. Es wird in der Ich-Perspektive zwischen Camilla und Martino sichtbar gewechselt, so kann man bestens in beide Gedankenwelten abtauchen. Das Cover ist wunderschön, seinem Titel alle Ehre machend und mit dem beeindruckender New Yorker Hintergrund.

Mein Fazit: Italienisches Temperament mitten in New York, starke und beeindruckende Charaktere auf Augenhöhe und mit etwas Vorsprung hat mir dieser Zwilling sogar noch etwas besser gefallen. Absolut lesenswert und zum einkuscheln frostig schön.

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Veröffentlicht am 16.10.2022

Zu Hause ist ein Gefühl...

Küss mich, solange es schneit
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Mit „Küss mich solange es schneit“ habe ich nun meinen zweiten Roman von Svenja Lassen gelesen und es war wieder so erfrischend, humorvoll, romantisch und total emotional, dass sich am Ende Tränchen verdrückt ...

Mit „Küss mich solange es schneit“ habe ich nun meinen zweiten Roman von Svenja Lassen gelesen und es war wieder so erfrischend, humorvoll, romantisch und total emotional, dass sich am Ende Tränchen verdrückt habe.Es war unheimlich schön wieder nach Akenbüll zurückzukehren.

10 Tage vor Weihnachten beginnt der Kurzroman und die Handlung rund um Ines, die in ihrer Heimat Hamburg zum Weihnachtsbesuch kommt, aber irgendwie hat keiner so richtig Zeit für sie. Bis dahin war sie auch eine wahre Weltenbummlerin und hat sich so ihren Traum von Freiheit erfüllt, aber nun hat sie immer mehr das Gefühl, dass ihr etwas fehlt und sie ihr zu Hause sucht. Als sie plötzlich auf ihre Vergangenheit trifft, will sie am liebsten wieder reiß aus nehmen, aber da sind so viele Fragen offen geblieben.

Ines Wagner (28) ist eine junge Abenteurerin, sie scheut sich vor nichts kann anpacken und lebte bis vor kurzem ihren Traum. Sie hat viel von der Welt gesehen, aber irgendwie fehlt ihr da doch etwas oder jemand und ein Ort, wo sie quasi ihr Zelt dauerhaft aufschlagen kann. Als Jan plötzlich vor ihr steht, gerät ihre Welt ins Waken und plötzlich ist alles wieder da, was einmal war.

„Tanze jeden Tag im Schnee; wenn du nicht aufpasst, wachst du eines Tages auf und bist eine alte, einsame Frau.“

Jan Höfer, arbeitet auf dem Hof von Ines Schwager, was sie bis dahin nicht wusste, denn beide kennen sich aus Ecuador, bis Jan von heute auf morgen plötzlich verschwunden war. Jan ist hilfsbereit, zielstrebig, hält sein Wort, auf ihm ist Verlass und wenn er sich was in den Kopf setzt, versucht er auch nicht sich davon abbringen zu lassen. Er hat schon immer mehr in Ines gesehen, doch sie wollte es unverbindlich angehen.

Der Schreibstil ist wunderbar locker, spritzig und amüsant. Man liest sich fließend von einem zum nächsten Kapitel, die unterschiedlicher Länge sind. Die Geschichte wird alleinig aus der Sicht von Ines in der Ich-Perspektive erzählt. Ich mag die neckenden und teilweise patzigen Dialoge und die anderen wenigen lebendigen Nebencharaktere, die einfach dazugehören und man schnell merkt, dass alle füreinander einstehen. Es war einfach eine schöne Lesezeit mit Momenten zum schmunzeln, Kopf schütteln, Luft anhalten und auch so gefühlvoll emotional, dass einfach Tränchen floßen zum Abschluss.Ich mochte wieder dieses Wiedererkennungswert in seiner authentischen Art, so dass man es einfach abnimmt, das reale Verhalten der Charaktere und die Kurzweiligkeit. Auch die reellen Geschehnisse die es einmal gab einzubauen, passten sehr gut dazu.

„Das bedeutet, zu leben. Den perfekten Ort, das perfekte Leben gibt es nicht. Es ist die Summe der Momente, die wir erleben, nicht alle müssen perfekt sein, um ein schönes Gesamtbild abzugeben.“

Mein Fazit: Wieder ein wunderschöner und authentischer Roman aus Akenbüll, der wirklich Lust auf Schnee macht. Absolute Leseempfehlung!

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