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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2022

Kleine, aber feine Horror-Novelle für eine satte Portion Grusel zwischendurch

Gruseltour de luxe
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In dieser Horror-Novelle entführt uns die Autorin Cora Most ein zweites Mal in die Gegend rund um den Ort Trapwood und konnte mich dabei erneut gut und spannend unterhalten. 

Tracy und ihr Freund Mike ...

In dieser Horror-Novelle entführt uns die Autorin Cora Most ein zweites Mal in die Gegend rund um den Ort Trapwood und konnte mich dabei erneut gut und spannend unterhalten. 

Tracy und ihr Freund Mike haben von Tracys krankem Bruder kurzfristig Karten für eine Gruseltour de luxe übernommen und machen sich auf den Weg nach Trapwood, wo die Veranstaltung stattfinden soll. Doch die Anreise gestaltet sich ein wenig schwierig und zwingt die beiden zu einem Umweg. Und als sie auf diesem Weg auf eine dichte Nebelwand stoßen, beginnt die Gruseltour schon deutlich vor dem eigentlichen Ziel der Reise. 

Mit einem packenden Schreibstil treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und baut dabei schnell Spannung und eine unterschwellige Bedrohungslage auf, die sich immer weiter steigert und in der zweiten Hälfte endgültig ihr wahres Grauen entfaltet, das in einem verzweifelten Überlebenskampf mündet. Die beiden Hauptprotagonisten sind insgesamt gut gezeichnet und vielschichtig angelegt, so dass man gerne mit ihnen mitzittert und auf ein gutes Ende hofft.

Wer auf spannende Horror-Thriller steht und eine satte Portion Grusel für zwischendurch sucht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 14.11.2022

Packender Thriller, der seinem Untertitel "apokalyptischer Horror-Roman" absolut gerecht wird

Infiltriert
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Mit diesem Buch legt der Autor Vincent Voss einen spannenden Thriller vor, der ein ziemlich beängstigendes Szenario entwickelt und dabei doch erschreckend realitätsnah rüberkommt. Seinem Untertitel „apokalyptischer ...

Mit diesem Buch legt der Autor Vincent Voss einen spannenden Thriller vor, der ein ziemlich beängstigendes Szenario entwickelt und dabei doch erschreckend realitätsnah rüberkommt. Seinem Untertitel „apokalyptischer Horror-Roman“ wird das Buch auf jeden Fall absolut gerecht.

Das Grauen beginnt mit einem Regenschauer, bei dem keine Wolke am Himmel zu erkennen ist. Nach einigen weiteren mysteriösen Vorgängen, für die es zunächst keine Erklärung gibt, erkennt der Familienvater Flo, dass sich die Menschen in seinem Umfeld auf seltsame Art und Weise zu verändern beginnen. Auch seine Ehefrau Merle und seine älteste Tochter Nele sind von diesen unheimlichen Veränderungen betroffen, während seine jüngere Tochter Lynn und er keine Symptome zeigen. Mit Hilfe seines Bruders Tom nimmt Flo den Kampf um seine Familie auf und landet dabei schnurstracks in einem wahren Alptraum, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen gelungenen Wendungen, die zudem mit ziemlich bösen Überraschungen aufwarten, treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und zieht uns Leser mit jeder Seite tiefer in das Grauen hinein, das sich am Ende in einem furiosen Showdown entlädt. Angesiedelt ist das Geschehen im hohen Norden, in der Region rund um Hamburg, die eine passende Kulisse für die Geschichte bietet. Getragen wird das Ganze aber in erster Linie von seinen gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte bleibt dabei konsequent bei Flo, Tom und ihren Schicksalsgefährten und lässt uns das immer stärker voranschreitende Grauen alleine durch ihre Augen sehen. Die globalen Auswirkungen der mysteriösen Vorgänge rücken so erst nach und nach ins Blickfeld, sie entfalten dann aber schnell ihren ganzen Schrecken, der die Situation der Hauptfiguren immer hoffnungsloser macht und echte Endzeitstimmung aufkommen lässt.

Wer auf packende Horror-Thriller mit starken Figuren und einem beängstigenden Szenario steht, wird hier sehr gut bedient und spannend unterhalten.

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Veröffentlicht am 07.11.2022

Ein altes Sprichwort sagt: Wer schläft, sündigt nicht. Doch stimmt das wirklich ?

Das Schlaflabor
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Mit diesem Thriller sorgt der Autor Marc Meller nicht nur für schlaflose Nächte, er stellt das Thema Schlaflosigkeit auch gleich in den Mittelpunkt seiner Geschichte und bietet dabei atemberaubende Spannung ...

Mit diesem Thriller sorgt der Autor Marc Meller nicht nur für schlaflose Nächte, er stellt das Thema Schlaflosigkeit auch gleich in den Mittelpunkt seiner Geschichte und bietet dabei atemberaubende Spannung vom Feinsten, die mich mit leichten Abstrichen überzeugen und begeistern konnte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Tom Sonnborn, der schon alles Mögliche versucht hat, um seine Schlafstörungen in den Begriff zu bekommen. Seine letzte Hoffnung ist ein Schlaflabor in der Schweiz, dass auf eine neuartige und ziemlich ungewöhnliche Form der Therapie setzt. Obwohl sich Tom ohne große Hoffnungen in Behandlung begibt, zeigen sich schnell erste Erfolge. Zurück in Köln kommt es dann aber zu einigen mysteriösen Vorkommnissen in seinem direkten Umfeld und Tom stellt fest, dass er seltsame Erinnerungslücken hat. Als auch noch die Polizei vor seiner Tür steht, weil eine Frau, die er während der Therapie kennengelernt hat, brutal ermordet wurde, verwandelt sich Toms Leben endgültig in einen Alptraum.

Mit einem packenden Schreibstil und zahlreichen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran, legt dabei geschickt ein paar falsche Fährten und schlägt ein ziemlich hohes Tempo an, das einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt. Dabei erleben wir das Geschehen hauptsächlich aus der Perspektive von Tom, der hier auch als Ich-Erzähler fungiert und uns hautnah an seinen Ängsten und Zweifeln teilhaben lässt. Das der Autor seit vielen Jahren als Drehbuchautor für diverse Fernsehserien tätig ist, merkt man den bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino beim Lesen auf Hochtouren laufen lassen, jederzeit an. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die immer wieder für Überraschungen gut sind. Am Ende präsentiert uns der Autor eine verblüffende Auflösung, die zwar absolut schlüssig ist, an einigen Stellen allerdings doch etwas überkonstruiert wirkt. Meinen Lesegenuss konnte dies aber nur unwesentlich trüben.

Wer auf spannende und rasante Thriller steht, wird hier trotz kleinerer Kritikpunkte bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 27.10.2022

Gelungene Kurzgeschichtensammlung, die nicht nur gut unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt

Einmal kurz die Welt retten
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In diesem Buch versammelt die Autorin Jennifer B. Wind als Herausgeberin insgesamt 24 abwechslungsreiche Kurzgeschichten, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten der Themen Klimawandel und Zukunft ...

In diesem Buch versammelt die Autorin Jennifer B. Wind als Herausgeberin insgesamt 24 abwechslungsreiche Kurzgeschichten, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten der Themen Klimawandel und Zukunft der Erde beschäftigen.

Dabei hat sie eine illustre Riege deutschsprachiger Autoren und Autorinnen versammelt. Vertreten sind Dieter Aurass, Raoul Biltgen, Katja Brandis, Veronika A. Grager, Anne Grießer, Petra K. Gungl, Reinhard Kleindl, Regine Kölpin, Beatrix Klamlovsky, Uwe Laub, Mari März, Günter Neuwirth, Regina Schleheck, Claudia Schmid, Ursula Schmid-Spreer, Ingrid Schmitz, Alex Thomas, Heidi Troi, Eva Maria Nielsen, Fenna Williams, Barbara Wimmer, Janet Zentel und auch die Herausgeberin selbst hat hier zwei Beiträge beigesteuert.

Wie immer können in einer solchen Sammlung nicht alle Beiträge den persönlichen Lesegeschmack in vollem Umfang treffen. Irgendwie hatte jede Geschichte aber ihren besonderen Reiz und einen hohen Unterhaltungswert. Echte Ausreißer nach unten gab es dabei für mich überhaupt nicht. So sollte hier jeder Liebhaber spannender Kurzgeschichten den einen oder anderen Beitrag ganz nach seinem Geschmack finden.

Verbindendes Element der Geschichten ist, dass sie zeitlich alle im Jahr 2052 angesiedelt sind, dem Jahr, in dem nach Ansicht führender Wissenschaftler alle Ressourcen unseres Planeten aufgebraucht sind und große Teile der Welt unbewohnbar sein werden. So entsteht in den Beiträgen eine gelungene und tiefsinnige Mischung aus Krimispannung, Science-Fiction, Utopie und Dystopie, die nicht nur gut unterhält, sondern zugleich auch zum Nachdenken anregt und dadurch noch lange über das Ende hinaus nachwirkt. Und trotz des ernsten Grundthemas kommt hier auch der Humor nicht zu kurz, auch wenn der ab und an doch ziemlich sarkastisch ausfällt. Ergänzend gibt es zu jeder Geschichte ein Nachwort, dass die wissenschaftlichen Hintergrundfakten zum jeweiligen Beitrag erläutert und noch einige interessante Zusatzinformationen hinzufügt.

So bietet das Buch nicht nur spannende Unterhaltung, sondern ist in der Summe auch ein flammender Appell, den Kampf gegen den Klimawandel endlich ernster zu nehmen und die Chance zu nutzen, das größte Verhängnis noch aufzuhalten oder zumindest abzumildern.

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Veröffentlicht am 26.10.2022

Packender Krimi mit einer komplexen Geschichte und reichlich Lokalkolorit aus Hamburg

Alsternacht
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Bei seinem Debüt gelingt dem Autoren Leo Hansen gleich ein spannender Kriminalroman, der neben einer komplexen Geschichte auch jede Menge an Hamburger Lokalkolorit zu bieten hat. Das eher ungewöhnliche ...

Bei seinem Debüt gelingt dem Autoren Leo Hansen gleich ein spannender Kriminalroman, der neben einer komplexen Geschichte auch jede Menge an Hamburger Lokalkolorit zu bieten hat. Das eher ungewöhnliche Ermittler-Trio war zu Beginn zwar noch etwas gewöhnungsbedürftig, konnte mich im weiteren Verlauf aber immer mehr von sich überzeugen, so dass ich mich am Ende gut und spannend unterhalten gefühlt habe.

Als die Leichen von mehreren Hamburger Kaufleuten nackt und entstellt an bekannten Orten der Stadt gefunden werden, ist nicht nur die Polizei alarmiert. Auch der Privatdetektiv Dr. Elias Hopp nimmt sich zusammen mit seiner neuen Mitarbeiterin, der Ex-Soldatin Janne Bakken, der Sache an. Unterstützung erhalten sie dabei vom LKA-Profiler Heiner „Zille“ Zillinski, einem alten Freund von Elias. Die Spuren führen zu einer Kaufmannsgilde mit dubiosen Verbindungen ins Ausland und zu einem dunklen Geheimnis aus der Vergangenheit, dass nun seine Schatten in die Gegenwart wirft.

Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und baut dabei schnell Spannung auf, die dann auch bis zum Schluss hält. Am Ende des Spannungsbogens wartet dann ein krachender Showdown mit einer überzeugenden Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Das Personenaufgebot ist allerdings schon ziemlich groß, so dass man hier gerade zu Beginn aufmerksam lesen muss, um nicht den Überblick zu verlieren. Dies gibt sich im weiteren Verlauf aber schnell, wenn die Verbindungen zwischen den Protagonisten deutlicher werden. Ein Personenregister wäre aber vielleicht doch hilfreich gewesen.

Wer auf packende Kriminalromane mit viel Lokalkolorit steht wird hier bestens bedient und spannend unterhalten. Und auch wenn die Geschichte grundsätzlich in sich abgeschlossen ist, lässt sich der Autor am Ende noch die Hintertür für eine mögliche Fortsetzung offen. Entsprechendes Potential ist auch durchaus vorhanden.

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