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Veröffentlicht am 15.05.2023

Perfekt inszeniertes Dorfdrama

Diabolisch
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Kratzt man einmal an der Oberfläche, kommt Verborgenes ans Licht!

1995 vergisst ein Vater seine beiden Kinder vom Sport abzuholen, dabei wird der kleine Alex nie wieder nach Hause zurückkehren.
27 Jahre ...

Kratzt man einmal an der Oberfläche, kommt Verborgenes ans Licht!

1995 vergisst ein Vater seine beiden Kinder vom Sport abzuholen, dabei wird der kleine Alex nie wieder nach Hause zurückkehren.
27 Jahre später findet in diesem Ort eine Entführung eines kleinen Jungen und ein grauenvoller Mord an dessen Nachbarn statt. Doch das ist nur der Beginn einer merkwürdigen Anreihung von Todesfällen, welche die Polizei in diesen beschaulichen kleinen Ort führt. Ermittlerin Larissa Flaucher versucht den Ursachen und Ereignissen auf den Grund zu gehen und entdeckt monströse Abgründe unter der augenscheinlichen Dorfidylle.

In dem Thriller „Diabolisch“ führt der Autor Jonas Wagner den Leser sehr geschickt durch seine komplexe Handlung, mit interessanten Figuren aus einem kleinen Dorf. Der Leser sieht dabei jeweils immer die Situation oder Aktion aus der Sicht und Gefühlswelt des gerade Agierenden. Dabei wird so mancher Schrecken, manche Begierde oder gar bitterböse Absicht des Betreffenden sichtbar. Das ist von Autor wirklich geschickt eingefädelt, inszeniert und beschrieben. Der Wechsel zwischen 1995 und der Gegenwart trägt für weitere Spannung bei und enthüllt immer mehr Details zu Personen und Geschehen. Auch wenn man vielleicht zu Beginn schon eine gewisse Ahnung bekommt, wohin die Geschichte führen wird, bleibt die Lektüre abwechslungsreich und spannend.
Titel und Cover, finde ich sehr gelungen gewählt, sie passen perfekt zum Inhalt und haben bei mir sofort die Neugierde auf das Buch geweckt.

Mein Fazit:
Trotz meiner Vorahnung hat mich diese perfide kriminelle Geschichte abholen können, denn durch die komplexe Konstruktion und die immer wieder neuen Zusammenhänge, ergab sich eine unterhaltsame Mischung, die mich bis zum Ende gefesselt hat. Auch schon mit seinem Thriller-Debüt „Böse“ ist mir der Autor positiv aufgefallen und hat mir spannungsvolle Stunden beschert.

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Veröffentlicht am 23.02.2023

Ziemlich abgedrehter und rasanter Modethriller

High Heels - Heisse Mode
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Rechtsanwältin Tara Bernhard gelüstet es nach einem Job in der Modebranche, dafür hat die Schweizerin sich extra fortgebildet in Sachen „Fashion Compliance“. Es ist ihr daher eine Ehre, mit ihrem Lieblingsklienten ...

Rechtsanwältin Tara Bernhard gelüstet es nach einem Job in der Modebranche, dafür hat die Schweizerin sich extra fortgebildet in Sachen „Fashion Compliance“. Es ist ihr daher eine Ehre, mit ihrem Lieblingsklienten Modekönig Karl Georg Fuchs während des Weltwirtschaftsforums in Davos, sein neues klimaneutrales Hightech-Kleid „Smarty“ zu präsentieren. Doch noch vor ihrem Vortrag, wird Fuchs, samt Kleid von militanten Modeaktivisten entführt! Diese fordern von seiner Firma "Finny-Mode" eine völlig nachhaltige Produktion und Tara soll als Anwältin für die Einhaltung aller Spielregeln sorgen. Doch das ist gar nicht so einfach, mit einem korrupten Juniorchef und dessen zwielichtigen Kumpel Fastfashion-Zar Boris Garcholigoff im Nacken!


Nach ihrem Debütroman "High Heels-Heisse Deals" dreht sich auch im
Zweiten Werk der Schweizer Autorin Dina Casparis mit dem Titel „High Heels-Heisse Mode” wieder alles um die charmante Anwältin Tara Bernhard.
Die hat sich mittlerweile der Modewelt zugewandt und hofft auf eine Karriere bei Finny-Mode, da diese gerade an einer neuen nachhaltigen Produktlinie arbeitet. Taras Herz schlägt für nachhaltige und fair produzierte Fashion, in diesem Bereich hat sie sich auch fortgebildet. Leider stellt sie sehr schnell fest, wie ungeheuerlich es in Wirklichkeit in der Modebranche abgeht! Es herrscht Lug und Trug, egal ob es um Investment, Herstellung, Material oder Umweltfreundlichkeit geht, überall wird gemauschelt. Wie soll sie es da schaffen den Modekönig aus den Fängen der Aktivisten zu befreien?
All diese Umstände werden im Buch zum Thema und in eine absolut aufregende, oftmals auch etwas übertriebene Geschichte verpackt, mit thrillerhaften Elementen und einer rasanten Handlung. Es wird einiges geboten, in diesem interessanten Thriller aus der Modewelt und man braucht wieder eine gehörige Portion Aufmerksamkeit um der Lektüre Herr zu werden. Viele Fachausdrücke aus Wirtschaft, Wissenschaft und Technik kommen zum Modethema hinzu, werden aber von der Autorin gekonnt erläutert.
Die Story besitzt auch einen besonderen Humor, man sollte nicht alles zu ernst nehmen, sondern mit einem Augenzwinkern betrachten;).
Das Buch besitzt ein zur Handlung passend illustriertes Cover, ein praktisches Lesebändchen und coole Modezeichnungen, die mich zusätzlich begeistert haben.

Mein Fazit:
Auch mein zweiter Ausflug in die Schweiz und ein weiteres Treffen mit der coolen Protagonistin Tara Bernard haben mich wieder begeistern können! Die clevere Anwältin ist auch dem Haifischbecken Modewelt gewachsen und es hat Spaß gemacht ihr dorthin zu folgen! Keine Angst dieser Thriller ist völlig unblutig, man könnte sich höchstens vor lebenden Ameisenspinnen in den Fingernägeln gruseln!

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Veröffentlicht am 18.02.2023

Unterhaltsamer historischer Roman um gewünschtes und erzwungenes Klosterleben

Das Gelübde der vergessenen Tochter
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Anfang 12. Jahrhundert
Mit letzter Kraft schleppt sich eine verwundete junge Frau bis an die Pforte des Klosters Tannhöhe in den bayrischen Alpen, dort bricht sie zusammen. Die Nonnen geben ihr den Namen ...

Anfang 12. Jahrhundert
Mit letzter Kraft schleppt sich eine verwundete junge Frau bis an die Pforte des Klosters Tannhöhe in den bayrischen Alpen, dort bricht sie zusammen. Die Nonnen geben ihr den Namen Laya, da sie anscheinend ihr Gedächtnis verloren hat. Aus Angst fortgeschickt zu werden, verbirgt sie ihre Herkunft, da sie auf Rache sinnt! Die Priorin vermutet, dass Laya zu den vermissten Mädchen gehört, die in letzter Zeit in der Gegend verschwunden sind. Zusammen mit der Novizin Hilde und Ordensbruder Ansgar, versuchen sie Licht ins Dunkel zu bringen. Auch Laya dämmert irgendwann, dass die Sache mit den Mädchen, etwas mit ihrem Schicksal zu tun haben könnte?


Der historische Roman „Das Gelübde der vergessenen Tochter” von Autorin Manuela Schörghofer, entführt seine Leser wieder in eine ferne Zeit, von Intrigen, Fehde und Standesdünkel.
Der größte Teil der Handlung spielt in einem abgelegenen Doppelkloster in den Bergen Bayerns anno 1137. Männer und Frauen sind dort zwar streng getrennt, doch die Frauen sind dennoch komplett dem Gebot des Abtes ausgeliefert. Der steht von Haus aus allem weiblichen abgeneigt gegenüber und die Situation ist keine Leichte! Intrigen und Machtspielchen spielen sich aber nicht nur im Kloster ab, sondern auch in Dörfern und Burgen. Gerade nach Layas Ankunft scheint sich die Lage zuzuspitzen! Alle Protagonisten sind spannend ausgewählt und gut beschrieben. Auch versteht es die Autorin wieder geschickt ihre Leser an der Nase herumzuführen und das Geheimnis bleibt bis zum Schluss rätselhaft. Obwohl ein zweiter Teil in Arbeit ist, wird der Leser am Ende nicht enttäuscht, es bleibt aber noch eine Art Cliffhanger, der neugierig macht auf mehr Klosterleben;)! Wie immer schreibt die Autorin sehr anschaulich, ich kenne und mag ihre Romane und Schreibweise sehr gerne.
Ein hübsches, zur Handlung passendes Cover wird ergänzt mit einer Übersichtskarte des Klosters auf den Innenumschlägen. Ein hilfreiches Personen- und Begriffsregister lässt den Leser gut vorbereitet in die Geschichte starten.

Mein Fazit:
Ein aufregendes historisches Abenteuer, in dem man in die mittelalterliche Welt eintauchen kann. Das Buch ist ein spannungsreich und aufregend und weist auch kriminelle Sachverhalte auf. Freue mich schon auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 09.12.2022

Gelungener zweiter Teil der Südtiroler Apfelhof-Saga

Der Duft von Erde nach dem Regen
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Franziskas Ehe mit Wilhelm Leidinger ist glücklich und mit drei Kindern gesegnet, einem Buben und zwei Mädchen. Ihr Hof samt Apfelplantage und Schankwirtschaft gedeihen prächtig und wird noch um ein paar ...

Franziskas Ehe mit Wilhelm Leidinger ist glücklich und mit drei Kindern gesegnet, einem Buben und zwei Mädchen. Ihr Hof samt Apfelplantage und Schankwirtschaft gedeihen prächtig und wird noch um ein paar Pensionszimmer erweitert, denn es gibt einige Sommerfrischler zu beherbergen. Aber das Leben hat auch seine Schattenseiten, denn Bruder Leopold sorgt immer wieder für Ärger, dazu kommen weitere Sorgen um ihre junge Verwandte Johanna, die ihren Job verliert. Auch ihre jüdische Freundin Leah macht sich Sorgen, denn aus dem deutschen Reich kommen beunruhigende Nachrichten.

Im zweiten Teil der Südtiroler Familiensaga, mit dem Titel "Der Duft von Erde nach dem Regen" von Autorin Antonia Thaler, geht es um die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Machtergreifung Hitlers weckt bei vielen Südtirolern die Hoffnung auf eine Befreiung von der italienischen Unterdrückung. Doch kommen sie dadurch nicht vom Regen in die Traufe? Immer noch leiden die Leute unter dem Verbot ihre deutsche Sprache und Traditionen zu verleugnen. Daher herrscht unter den Leuten weiterhin viel Missgunst und Streit. Die Zeit wird auch politisch immer unruhiger, was von der Autorin geschickt in die Handlung eingebaut und beleuchtet wird. Am Ende steht wieder ein Krieg von der Türe und im nächsten Teil wartet sicherlich keine erfreuliche Zeit auf unsere Apfelbauern!

Mein Fazit:
Die Fortsetzung der Geschichte um die Meraner Apfelbauern bleibt spannend und aufregend, nachdem mir schon der erste Band wirklich gut gefallen hat, war es auch diesmal wieder interessant und fesselnd. Auf den dritten Teil freue ich mich schon, auch wenn unseren liebgewonnenen Protagonisten sicherlich düstere Jahre bevorstehen.

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Veröffentlicht am 09.12.2022

Gelungener zweiter Teil der Südtiroler Apfelhof-Saga

Der Duft von Erde nach dem Regen
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Franziskas Ehe mit Wilhelm Leidinger ist glücklich und mit drei Kindern gesegnet, einem Buben und zwei Mädchen. Ihr Hof samt Apfelplantage und Schankwirtschaft gedeihen prächtig und wird noch um ein paar ...

Franziskas Ehe mit Wilhelm Leidinger ist glücklich und mit drei Kindern gesegnet, einem Buben und zwei Mädchen. Ihr Hof samt Apfelplantage und Schankwirtschaft gedeihen prächtig und wird noch um ein paar Pensionszimmer erweitert, denn es gibt einige Sommerfrischler zu beherbergen. Aber das Leben hat auch seine Schattenseiten, denn Bruder Leopold sorgt immer wieder für Ärger, dazu kommen weitere Sorgen um ihre junge Verwandte Johanna, die ihren Job verliert. Auch ihre jüdische Freundin Leah macht sich Sorgen, denn aus dem deutschen Reich kommen beunruhigende Nachrichten.

Im zweiten Teil der Südtiroler Familiensaga, mit dem Titel "Der Duft von Erde nach dem Regen" von Autorin Antonia Thaler, geht es um die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Machtergreifung Hitlers weckt bei vielen Südtirolern die Hoffnung auf eine Befreiung von der italienischen Unterdrückung. Doch kommen sie dadurch nicht vom Regen in die Traufe? Immer noch leiden die Leute unter dem Verbot ihre deutsche Sprache und Traditionen zu verleugnen. Daher herrscht unter den Leuten weiterhin viel Missgunst und Streit. Die Zeit wird auch politisch immer unruhiger, was von der Autorin geschickt in die Handlung eingebaut und beleuchtet wird. Am Ende steht wieder ein Krieg von der Türe und im nächsten Teil wartet sicherlich keine erfreuliche Zeit auf unsere Apfelbauern!

Mein Fazit:
Die Fortsetzung der Geschichte um die Meraner Apfelbauern bleibt spannend und aufregend, nachdem mir schon der erste Band wirklich gut gefallen hat, war es auch diesmal wieder interessant und fesselnd. Auf den dritten Teil freue ich mich schon, auch wenn unseren liebgewonnenen Protagonisten sicherlich düstere Jahre bevorstehen.

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