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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2024

faszinierend und ausdrucksstark

Reichlich spät
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Zuerst fasziniert das Buch mit einem auffälligen und ausdrucksstarken Cover, das aber auch inhaltlich aufgegriffen wird.
Spannend ist nicht nur das, was gesagt oder beschrieben wird, sondern eher das, ...

Zuerst fasziniert das Buch mit einem auffälligen und ausdrucksstarken Cover, das aber auch inhaltlich aufgegriffen wird.
Spannend ist nicht nur das, was gesagt oder beschrieben wird, sondern eher das, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Das Buch kann man in einem Rutsch lesen, das ist aufgrund der Länge sehr gut möglich, aber gedanklich wirkt es noch lange nach. Die eigentliche Beschäftigung und Aufarbeitung beginnen erst danach, indem man feststellt, welch bedeutende Themen behandelt oder angedeutet werden. Es kann auch notwendig sein, das Buch ein zweites Mal zu lesen, da so viele kleine Bedeutungen eingeflochten wurden, Nuancen, die plötzlich die Stimmung verändern oder einen bedeutenden Meilenstein aufzeigen.

Veröffentlicht am 06.10.2023

aus einer Lüge wird eine Eskalation

Nur eine Lüge – Zwei Familien, eine tödliche Verbindung
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Der Roman liest sich wie ein Thriller, sehr spannend aufgebaut und durch die kurzen Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven spürt man als Leser*in das sich nahende Unheil. Die Geschichte selbst klingt ...

Der Roman liest sich wie ein Thriller, sehr spannend aufgebaut und durch die kurzen Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven spürt man als Leser*in das sich nahende Unheil. Die Geschichte selbst klingt noch nicht überraschend, zwei Familien, die sich schon ewig kennen, eine bevorstehende Hochzeit, aber dann nimmt das Schicksal seinen Lauf. Eine Lüge aus der Vergangenheit ist nicht vergessen und vertuscht, sondern die Folgen reichen bis in die Gegenwart und durch die angespannte Situation der Hochzeitsfeierlichkeiten kochen die Emotionen hoch, die Stimmung kippt und die gesamte Situation gerät außer Kontrolle. Ich finde als Leserin die Grundstimmung des Buches spannend, das Unheil ist durchgehend greifbar, man kann das Buch nicht aus der Hand legen, sondern möchte unbedingt wissen, wie sich das Drama weiterhin entwickelt und wann es zur Eskalation kommt. Nach und nach erfährt man immer mehr Details des damaligen Unfalls und auch wer von den Personen involviert war. Es wird auch angedacht, was wäre gewesen, wenn – auch wenn dies jetzt im Nachhinein nicht mehr hilfreich ist. Hätte die Situation entschärft werden können, hätte man damals anders handeln können. Diese Sichtweise finde ich ebenfalls als Bereicherung und sie erleichtert das Hineinversetzen in die aktuelle Situation und erklärt, warum manche Charaktere, die sich vorerst gut verstanden haben, nicht mehr miteinander sprechen oder Ehen geschieden wurden.

Veröffentlicht am 12.12.2022

am Ende kommt alles ans Tageslicht

Wand des Schweigens
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Ein sehr emotionaler und typischer Islandkrimi, der in sich abgeschlossen ist und die wechselnden Stimmungslagen sehr deutlich aufzeigt. Spannend sind auch die Rückblicke in die Vergangenheit, sodass man ...

Ein sehr emotionaler und typischer Islandkrimi, der in sich abgeschlossen ist und die wechselnden Stimmungslagen sehr deutlich aufzeigt. Spannend sind auch die Rückblicke in die Vergangenheit, sodass man schon eine ziemlich gute Vorstellung bekommt, was damals geschehen sein könnte, aber vollständige Sicherheit hat man als Leser*in lange Zeit nicht. Erst am Ende werden die beiden Handlungsstränge miteinander verwoben und alle Unklarheiten restlos beseitigt. Wer gerne Krimis liest, bei denen nichts offenbleibt und am Ende alles geregelt und geordnet wird, der wird sehr zufrieden mit dem Ende sein.

Veröffentlicht am 12.12.2022

bezieht die Leser*innen ein

Todesruf
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Im neuen Ermittlungsfall hat Julia nicht einmal über die Weihnachtsfeiertage eine Auszeit. Ein Serientäter, der es anscheinend auf Prostituierte abgesehen hat, versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. ...

Im neuen Ermittlungsfall hat Julia nicht einmal über die Weihnachtsfeiertage eine Auszeit. Ein Serientäter, der es anscheinend auf Prostituierte abgesehen hat, versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Besonders grausam, auch vor einer schwangeren Frau nimmt er keine Rücksicht. Julia muss ihre Hochzeitsplanung verschieben und sich voll und ganz dem Fall widmen, wobei ich das Gefühl habe, dass Julia nicht allzu traurig darüber ist. Aber auch Julia wird von ihren Gefühlen überrollt und findet sich plötzlich in einem persönlichen Tief wieder. Die schwankenden Stimmungen sind auch für die Leser*innen sehr gut nachvollziehbar und spürbar. Auch das Milieu wird sehr gut beschrieben, man hat das Gefühl mitten im Geschehen zu sein und durch die persönlichen Lebensgeschichten fühlt man sich noch näher involviert.

Veröffentlicht am 10.12.2022

zwei spannende Geschichten in einem Thriller

Das Haus der stummen Toten
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Der Thriller beginnt ruhig, gemütlich, es wird eine unheimliche Stimmung aufgebaut, ohne genau benennen zu können, woher dies kommt. Man spürt es unterschwellig, wie die Ruhe vor dem Sturm. Das Cover passt ...

Der Thriller beginnt ruhig, gemütlich, es wird eine unheimliche Stimmung aufgebaut, ohne genau benennen zu können, woher dies kommt. Man spürt es unterschwellig, wie die Ruhe vor dem Sturm. Das Cover passt hier ebenfalls sehr gut zur Stimmung. Ruhig, schlicht und dezent gestaltet, aber viel Raum um zu interpretieren und zu erahnen.
Eleanor wird von ihrer Großmutter Vivianne in deren Haus zitiert, kommt allerdings nicht mehr rechtzeitig, ihre Großmutter wurde soeben ermordet. Den Täter sieht Eleanor zwar, kann ihn aber nicht erkennen, da sie selbst an Gesichtsblindheit leidet. Als weiter Überraschung bekommt Eleanor einen Hof samt Grund vererbt, von dem sie bis dahin nichts wusste. Neugierig begibt sie sich hin um erste Erkundungen zu machen und ab diesem Zeitpunkt nimmt der Thriller an Spannung und Geschwindigkeit zu. Die Geschichte holt Eleanor ein, Familiengeheimnisse kommen ans Tageslicht und zudem hat Eleanor ständig das Gefühl beobachtet zu werden und nicht allein auf dem Gut zu sein. Damit hat sie nicht unrecht. Schlechte Witterungsverhältnisse und unglückliche Umstände verhindern, dass Eleanor die Flucht ergreifen und das Gut wieder schnell verlassen könnte.