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Veröffentlicht am 02.01.2023

Die etwas andere Kriminalgeschichte

Kelvins Geheimnis
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Der Autor Conrad de Buer, erzählt in seinem neuen Roman „Kelvins Geheimnis“, einen außergewöhnlichen Kriminalroman und mittendrin im Geschehen, der Physiker Georg Reimers mit seiner wissenschaftlichen ...

Der Autor Conrad de Buer, erzählt in seinem neuen Roman „Kelvins Geheimnis“, einen außergewöhnlichen Kriminalroman und mittendrin im Geschehen, der Physiker Georg Reimers mit seiner wissenschaftlichen Jagd nach Kälterekorden.

Inhalt:
Der Physiker Georg Reimers ist bei der wissenschaftlichen Jagd nach Kälterekorden in den 1990er Jahren außerordentlich erfolgreich. Inspiriert durch Berechnungen des genialen Mathematikers Walter Krahl scheint er mit seinen Experimenten das gültige physikalische Weltbild in Frage zu stellen. In Georg kämpfen aber Leistungsorientierung und Forscherdrang mit den Charaktereigenschaften einer sperrigen Persönlichkeit. Nur seine Frau Rita ist mit den Unberechenbarkeiten ihres Partners vertraut. Die Beziehung gerät in eine Krise, als eine Mordserie an halbwüchsigen Jungen zum Problem für Georg und seine wenigen Freunde zu werden droht. Forschungsergebnisse in der Niedrigtemperaturphysik als Werkzeug für bizarre Tötungsdelikte? Zwar erscheint selbst aus Sicht der Experten dieser Verdacht der Polizei absurd, das schützt Georg aber nicht davor, mit Rita und seinen Freunden in den Strudel krimineller Verwicklungen zu geraten.

Meine Meinung:
Georg ist Physiker und auf der wissenschaftlichen Jagd nach Kälterekorden, die in den 1990er Jahren außerordentlich erfolgreich sind. Georg schottet sich von allen Menschen ab und lässt keinen an sich heran. Selbst seiner Frau gegenüber verhält er sich abweisend und achtet sogar darauf, dass sie ja nicht seine Unterlagen anrührt oder deren Inhalt kennt.

Wie kann so eine Ehe funktionieren? Seine Frau Rita ist mit seinen Unberechenbarkeiten zwar vertraut aber als eine Mordserie an halbwüchsigen Jungen zum Problem von Georg und seinen Freunden zu werden droht, gerät ihre Ehe in eine Krise.
Georg fühlt sich zu einer geheimnisvollen Frau hingezogen und Rita sucht Trost bei Georgs Vorgesetztem Klaus Heimbrecht, dem Leiter des Physikalischen Instituts.

Der Kommissar Walter Thereut versucht mit seinen Mitarbeitern, die Mordserie an den halbwüchsigen Jungen aufzuklären und erhält anonyme Informationen, die zu Georgs wissenschaftlichen Entdeckungen führen könnten …

Fazit:
Dem Autor ist es durchaus gelungen, einen historischen Kriminalroman über Forschungsergebnisse in der Niedrigtemperaturphysik als Werkzeug für bizarre Tötungsdelikte, zu erzählen aber die Umsetzung mit den viel zu langen Sätzen, macht die Geschichte zähflüssig. Bei den Protagonisten fehlte mir eine Lebendigkeit um innerhalb der Geschichte eine gute Spannung aufzubauen zu können.
Von mir 3 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.01.2023

Wer war der japanische Schindler?

Codename: Sempo
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Der Autor Andreas Neuenkirchen, schildert in seiner Biographie „Codename: Sempo“, das Leben des Chiune Sugihara, der ein japanischer Diplomat war und als Konsul des japanischen Kaiserreiches in Litauen ...

Der Autor Andreas Neuenkirchen, schildert in seiner Biographie „Codename: Sempo“, das Leben des Chiune Sugihara, der ein japanischer Diplomat war und als Konsul des japanischen Kaiserreiches in Litauen während des Zweiten Weltkrieges ca. 6000 Juden rettete. Er wurde als „Japanischer Schindler“ bekannt.

Inhalt:
1940 ist Chiune „Sempo“ Sugihara offiziell der japanische Vize-Konsul in Litauen. Tatsächlich aber spioniert er als Agent seines Außenministeriums deutsche und russische Truppenbewegungen aus. Seit seinen Lehrjahren in japanischen Kolonien ein entschiedener Gegner von Tyrannei und Unterdrückung, nimmt er sich der jüdischen Flüchtlinge an, die sein Konsulat belagern. Gemeinsam mit einem kreativen holländischen Konsul und einem profitorientierten russischen Kommunisten heckt er einen wahnwitzigen Plan aus, ihnen mit Visa zweifelhafter Gültigkeit die freie Passage nach Japan zu ermöglichen. Für die Juden beginnt eine aufreibende Odyssee durchs eiskalte Sibirien und über die raue japanische See in die Freiheit. Für Sugihara folgen Kriegsgefangenschaft, die unehrenhafte Entlassung aus dem Staatsdienst, Gelegenheitsjobs in Japan und Russland. Erst Jahrzehnte später erfährt er, dass sein Plan aufgegangen ist, und erst kurz vor seinem Tod wird er als Held des Holocaust anerkannt.

Dieses Buch erzählt zum ersten Mal ausführlich in deutscher Sprache die Geschichte seines außergewöhnlichen Lebens, von der Kindheit als brillanter, aber eigensinniger Schüler über die Jahre als Student und angehender Spion in der Mandschurei und Korea bis zu seinem größten menschlichen Triumph im kriegsgebeutelten Europa. Es schildert den tiefen Fall danach sowie die späte, emotionale Wiedervereinigung mit denen, deren Leben er retten konnte.

Eine wahre, packende Geschichte vor dem Panorama einer Welt und Weltordnung im radikalen Wandel.

Meine Meinung:
Bisher kannte ich den Namen: Chiune Sugihara nicht und war umso erstaunter, dass ein japanischer Diplomat tausenden Juden das Leben rettete. Jetzt wurde ich erst recht neugierig und wollte am besten, gleich und sofort, alles über den „Japanischen Schindler“ erfahren! Der Autor selbst, ist ein Japan Kenner, dem mit Sicherheit die langen fremdländischen Namen ohne weiteres leicht aus der Feder fließen, mich aber am Anfang beim Lesen ins Stocken brachten.

Im ersten Drittel des Buches, schildert der Autor die Herkunft von Chiune Sugihara, von seiner Kindheit, über die Zeit als Schüler und die Jahre als Student. Seiner ersten Ehe mit der Russin Klaudia und der gemeinsamen Kinder über die aber wenig zu lesen, ist.

Interessant wird es erst als Chiune Sugihara, als angehender Spion in der Mandschurei und Korea, eingesetzt wird.
Mit seiner zweiten Ehefrau, der Japanerin Yukiko und der gemeinsamen Kinder, scheint Chiune, das Glück gefunden zu haben, denn beide scheinen füreinander geschaffen zu sein. So folgt Yukiko mit den Kindern ohne Wenn und Aber, ihrem Mann bei seinen wechselnden und gefährlichen Auslandseinsätzen.
Chiune Sugihara wird im Oktober 1939 wegen seiner guten Kenntnisse der russischen Sprache und in Anbetracht der politischen Weltlage, nach Kaunas in Litauen geschickt. Als die Lage für die litauischen, aber auch der vielen aus Polen geflohenen Juden immer brenzliger wird, hoffen viele auf ein Transitvisum von ihm um nach Japan ausreisen zu können. Bis zur Erschöpfung stellt Chiune Sugihara, ein Visum nach dem anderen aus um den verzweifelten Juden zu helfen und diese zu retten. Als er selbst gezwungen ist, das Land zu verlassen, stellt er noch auf seinem Weg auf Briefbögen der Botschaft, ein Visum nach dem anderen aus. Über die Konsequenzen seines Handelns, macht er sich zu diesem Zeitpunkt keine Gedanken …

Fazit:
Der Autor hat eine historische Biographie über den „Japanischen Schindler“, der vielen Menschen im kriegsgebeutelten Europa das Leben gerettet hat, erzählt aber leider ohne die Persönlichkeit des Chiune Sugihara, hervorzuheben. Gerne hätte ich mehr über seine Person erfahren!
Von mir 3 Sterne!

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Veröffentlicht am 26.11.2022

Lebensgeschichte zweier ungleicher Frauen

Café Leben
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Die Autorin Jo Leevers, erzählt in ihrem Debüt-Roman „Café Leben“, eine Geschichte über das Leben, das Loslassen und die befreiende Kraft der Vergebung, der zum Nachdenken einlädt.

Inhalt:
Zwei Frauen, ...

Die Autorin Jo Leevers, erzählt in ihrem Debüt-Roman „Café Leben“, eine Geschichte über das Leben, das Loslassen und die befreiende Kraft der Vergebung, der zum Nachdenken einlädt.

Inhalt:
Zwei Frauen, zwei Schicksale – eine bewegende Botschaft

»Café Leben« ist ein außergewöhnlicher Roman über zwei Frauen aus zwei Generationen, die einander ihre Lebensgeschichte erzählen: kraftvoll, eindringlich und voller Hoffnung.

Die 32-jährige Henrietta Lockwood führt in London ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Hund Dave. Schon früh hat sie eine Mauer zwischen sich und der Welt errichtet. Das verhilft ihr schließlich zu einem besonderen Job im Hospiz, bei dem man besser nicht ständig in Tränen ausbricht: Henrietta soll todkranken Menschen dabei helfen, die Geschichte ihres Lebens für die Nachwelt aufzuschreiben.

Schon bei den ersten Gesprächen mit ihrer Klientin Annie merkt Henrietta, dass die 66-jährige Krebspatientin schlimmen Erinnerungen ausweicht. Ohne die wird ihre Geschichte jedoch nie vollständig sein, und das kann Henrietta nicht hinnehmen. Sie versucht auf eigene Faust herauszufinden, was Annies Schwester vor 46 Jahren zugestoßen ist.

Doch um Annie dazu zu bringen, alle Puzzleteile offenzulegen, muss Henrietta etwas tun, was sie noch nie zuvor getan hat: ihre eigene Geschichte erzählen.

Ergreifend, ohne rührselig zu werden, schreibt die britische Autorin Jo Leevers über Leben und Tod, über das Erinnern und das Erzählen, das die Macht hat, alte Wunden zu heilen. Ein besonderer Roman, der noch lange nachhallt.

Meine Meinung:
Der Autorin gelingt es nach und nach mit ihrem flüssigen Schreibstil eine angenehme Spannung aufzubauen, die aber nicht bis zum Ende, hält.

Henrietta hat es nicht einfach im Leben, denn sie führt ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Hund Dave und endlich bietet sich ihr die Chance, im Hospiz eine besondere Aufgabe zu übernehmen. Eine interessante Idee, todkranken Menschen zu helfen, ihre Lebensgeschichte für die Nachwelt aufzuschreiben. Ihre erste Klientin Annie, ist die krebskranke Annie Doyle. Annie ist 66 Jahre alt und beginnt, aus ihrem Leben zu erzählen. Ihre Ehe mit Terry, den sie mit 19 Jahren kurz nach dem Verschwinden ihrer Schwester heiratete, blieb kinderlos. Erst vor zwei Jahren hat sie ihren Mann durch einen tragischen Unfall verloren und gibt sich dabei sogar noch selbst die Schuld. Henrietta, kann den Schmerz von Annie nachvollziehen und wagt den Schritt, tiefer in deren Leben einzudringen.

Beide Frauen, freunden sich an und erzählen einander ihre Lebensgeschichte, während die todkranke Annie, Henrietta mitfühlend trösten kann. Man spürt, wie es in Henrietta arbeitet und sie sich bewusst aus den Fängen ihrer Eltern, befreit. Um Annie helfen zu können, begibt sich Henrietta auf die Suche nach der verlorenen Schwester. Henrietta wagt sich in die Welt hinaus und findet erstaunliches heraus …

Fazit:
Der Autorin ist es gelungen, mit ihrem ruhigen und flüssigen Schreibstil, die Lebensgeschichte der beiden ungleichen Frauen glaubwürdig zu erzählen. Schade fand ich nur, dass Annie viel zu früh gestorben ist um das ganze Ausmaß ihrer Lebensgeschichte, überhaupt begreifen zu können! Das ernste Thema dieses Debüt-Romans, fand ich durchaus interessant außer dem Ende und den fehlenden Emotionen.
Von mir 3 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.10.2022

Biografischer Roman über Sylvia Plath

Euphorie
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Die Autorin Elin Cullhed, wurde für ihren biografischen Roman über Sylvia Plath „Euphorie“, im November 2021 mit dem wichtigsten schwedischen Literaturpreis, dem Augustpris, ausgezeichnet.

Inhalt:
Sylvia ...

Die Autorin Elin Cullhed, wurde für ihren biografischen Roman über Sylvia Plath „Euphorie“, im November 2021 mit dem wichtigsten schwedischen Literaturpreis, dem Augustpris, ausgezeichnet.

Inhalt:
Sylvia Plath und ihr Mann Ted Hughes ziehen 1960 nach England. Sie renovieren ein altes Pfarrhaus auf dem Land und gründen eine Familie. Doch Ted lässt sie immer öfter allein mit den Kindern und dem Haushalt. Er schreibt in seinem Arbeitszimmer, besucht tagelang Freunde in London, während Sylvia im Grunde nur eins will: Schreiben, leben, lieben, der Welt ihren Stempel aufdrücken. Aber wie aus dieser Situation heraus etwas schaffen, das bleibt? Von Ted komplett verlassen, gerät sie in einen Rausch der Euphorie und Schaffenskraft. Ihr Wunsch zu sterben steht bereits fest, aber ihr Schreiben in diesen letzten Monaten bringt ihr Innerstes zum Leuchten.
Euphorie ist ein Roman über das letzte Lebensjahr von Sylvia Plath, erzählt aus ihrer Perspektive, mit ihren Augen. Ein Buch voller Unmittelbarkeit, Wildheit, Mut – und ein literarisches Juwel, das es so noch nicht gegeben hat.

Meine Meinung:
Die Autorin schildert in ihrem biografischen Roman, das letzte Lebensjahr von Sylvia Plath, bevor diese sich im Alter von 30 Jahren als Mutter zweier kleiner Kinder durch Suizid ein frühes Ende setzte.

Den Roman zu lesen, war für mich keine leichte Kost, denn die massive innere Zerrissenheit, sowie der zunehmenden psychischen Labilität und letztendlich die Trennung von ihrem Mann Ted Hughes, waren oft nicht nachvollziehbar. Sylvias ständiger Hunger, nach Anerkennung und Liebe sowie ihre wahnsinnige Arroganz und dann wieder voller Selbstmitleid, machen einfach nur sprachlos! Dieser ständige Kampf mit ihrem Mann, was er hätte tun können um sie glücklich zu machen und wer die besseren Voraussetzungen zum Schreiben hat, machten mir Sylvia nicht gerade sympathisch! Was hätte der Lyriker Ted Hughes, besser machen können? Zu gehen, war für ihn wohl die einzige Möglichkeit, sich zu befreien! Nur dass die Kinder bei Sylvia blieben, fand ich keine glückliche Entscheidung!

Auch das ständige Misstrauen und Verhalten gegenüber anderen Menschen, die sie zwar erst herzlich begrüßt aber dann ohne Vorwarnung, frontal vor den Kopf stößt, sind fast unvorstellbar. Das Verhältnis zu ihren Kindern schien mir auch recht fragwürdig und oft hatte ich das Gefühl, nimmt sie ihre Kinder überhaupt wahr und wo verbirgt sich ihre Liebe zu ihnen!

Fazit:
Das ständige Wechselbad der Gefühle empfand ich zermürbend und unglaublich anstrengend! Die Autorin schildert mit zum Teil von unschönen Worten begleitet, das letzte Lebensjahr von Sylvia Plath und zeigt die Schriftstellerin, in keinem guten Licht! Um mir ein eigenes Bild machen zu können, wann und wie es bei Sylvia Plath zu einer Depression gekommen ist, musste ich erst einmal selbst recherchieren. Erst da konnte ich viele ihrer Handlungen und das Verhältnis zu ihrer Mutter, verstehen!
Schade, dass die Autorin viel zu wenige Details von Sylvia Plath, erörtert hat!
Von mir 3 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 04.10.2022

Anspruchsvolles Zeitreise-Fantasy-Abenteuer

Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit
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Die Autorin Natasha Pulley, erzählt in ihrem neuen Roman „Der Leuchtturm – An der Schwelle der Zeit“, ein historisches Zeitreise-Fantasy-Abenteuer.

Inhalt:
»Komm nach Hause, wenn du dich erinnerst.«

1898 ...

Die Autorin Natasha Pulley, erzählt in ihrem neuen Roman „Der Leuchtturm – An der Schwelle der Zeit“, ein historisches Zeitreise-Fantasy-Abenteuer.

Inhalt:
»Komm nach Hause, wenn du dich erinnerst.«

1898 erwacht Joe Tournier ohne jegliche Erinnerungen am Bahnhof Gare du Roi in Londres. Die Welt steht Kopf: England ist französisch, und Joe wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Nur wenig später, als er wieder in Freiheit ist, trifft eine rätselhafte Postkarte bei ihm ein, die 90 Jahre zu ihm unterwegs war.

Auf der Postkarte ist ein Leuchtturm auf einer Insel in den Äußeren Hebriden mit dem Namen Eilean Mor abgebildet, auf der Rückseite steht ein kurzer Text: "Liebster Joe, komm nach Hause, wenn du dich erinnerst. M." Was hat es mit dem Leuchtturm auf sich und wie kann ein Mann mittleren Alters aus einer 90jährigen Vergangenheit heraus vermisst werden? Und wer ist M.? Joe macht sich schließlich auf die nicht ungefährliche Reise nach Schottland, um den Leuchtturm zu suchen und findet stattdessen einen Weg in die Vergangenheit. Unversehens gerät er in die Turbulenzen der großen Schlachten zwischen England und Frankreich, die lange vor seiner Geburt entschieden wurden. Schnell wird klar, dass jeder Schritt in die Vergangenheit auch seine Zukunft beeinflusst.

Meine Meinung:
Das wunderschön gestaltete Cover sowie der Klappentext und die Gestaltung des Buches haben mir ausgesprochen gut gefallen, ja mich richtig neugierig auf ein interessantes Zeitreise-Fantasy-Abenteuer, gemacht.

Jetzt fällt es mir etwas schwer, die Geschichte zu bewerten, denn die Autorin taucht mit ihren Protagonisten von Kapitel zu Kapitel in unterschiedliche Jahrhunderte ein und baut damit von Anfang an viele Fragezeichen auf.
Mit den vielen Details und Informationen aus gefährlicher Reise und historischem Roman, über Liebe, Abwege und Suche nach dem Sinn des eigenen Lebens, verliert sich die eigentliche Handlung.

Über Joe, der recht sympathisch daher kommt, wird einfach viel zu wenig erzählt. Auch über die tatsächliche Suche nach dem Leuchtturm, wird in der Handlung nicht richtig eingegangen. Erst zum Ende hin, nimmt die Geschichte zwar noch einmal Fahrt auf, lässt mich aber trotzdem mit Fragen zurück.

Fazit:
Mit einem flüssigeren Schreibstil und einer besseren sowie spannenderen Umsetzung bzw. Verknüpfung der einzelnen Kapitel, hätte für mich die Geschichte viel mehr Potential gehabt. Den Charakteren fehlte die nötige Tiefe sowie Lebendigkeit und ließen die Handlungen für mich oftmals undurchschaubar wirken. Als ein Zeitreise-Fantasy-Abenteuer wurde diese Geschichte meinen Erwartungen nicht ganz gerecht und konnte mich nicht wirklich überzeugen.
Von mir 3 von 5 Sternen!

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