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Veröffentlicht am 12.01.2023

Schicksal ist, wenn sich zwei Menschen finden, die sich nie gesucht haben.

Für immer im Dezember
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.... nach dem Spruch geht es auch Josie und Max, die sich ganz zufällig kennenlernen. Josie hasst Weihnachten - denn ihre Eltern sind bei einem Unfall am Heiligabend tödlich verunglückt, als Josie noch ...

.... nach dem Spruch geht es auch Josie und Max, die sich ganz zufällig kennenlernen. Josie hasst Weihnachten - denn ihre Eltern sind bei einem Unfall am Heiligabend tödlich verunglückt, als Josie noch ein kleines Mädchen war. Seitdem schreibt sie ihren Eltern jedes Jahr vor Weihnachten einen Brief. Durch die Trennung von ihrem Freund und dem Urlaub ihrer Freundin und Mitbewohnerin Bia, weiß Josie nicht, wo ihr der Kopf steht. So auch an dem Tag, als sie auf dem Weg zum Briefkasten Max mit ihrem Fahrrad über den Haufen fährt. Als Entschuldigung gehen die beiden was trinken - und verstehen sich so gut, dass Max anbietet, die nächsten Tage was mit Josie zu unternehmen. Die Gefühle füreinander wachsen - und dann ist genau am Weihnachtsmorgen nur noch ein Abschiedsbrief von Max da.

"Für immer im Dezember" von Emily Stone ist ein sehr emotionaler Roman, den ich nicht nur für die Weihnachtszeit empfehle. Zwischen London und New York über ein Jahr lang begleiten wir die beiden Hauptprotagonisten. Es ist schön, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird - grad die Gedanken und Gefühle von Josie und Max werden so viel intensiver dargestellt. Man kann sich als Leser sehr gut in die Situation hineinversetzen und wünscht den beiden einfach nur ein Happy End. Aber durch Josie's Unsicherheit über ihre Gefühle und Max seiner Geheimniskrämerei wird dies kein leichtes Unterfangen. Grad dieses Spielchen zwischen den Beiden lässt die Geschichte immer wieder aufleben und man will das Buch einfach hintereinander weglesen. Um ehrlich zu sein habe ich schon ab der Mitte des Buches geahnt, wie die ganze Geschichte enden wird und war somit auf den letzten Seiten nicht überrascht. Leseempfehlung nicht nur für die kalte Jahreszeit, denn gefühlvolle, romantische Geschichten sind etwas für das ganze Jahr!

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Veröffentlicht am 13.12.2022

... und plötzlich stehst du vor der Gabelung deines Lebens!

Sonnenblumentage
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Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter lernt Marie noch im Krankenhaus Fabian kennen und lieben. Seine Mutter betreibt eine Gärtnerei in der Marie als Floristin arbeitet. Tagein tagaus bindet und steckt ...

Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter lernt Marie noch im Krankenhaus Fabian kennen und lieben. Seine Mutter betreibt eine Gärtnerei in der Marie als Floristin arbeitet. Tagein tagaus bindet und steckt sie die immer gleichen Sträuße, weil es ihre alteingesessene Chefin und die Einwohner des Dorfes, welches sich in der Nähe von Bamberg befindet, so wollen. Auch Fabian verbringt immer mehr Zeit mit seinem Hobby Fußball, seiner besten Freundin oder auf Dorffesten. Und so stellt Marie sich eines Tages die Frage, ob sie dieses Leben leben möchte? Auch lässt es ihr keine Ruhe, dass die Bilder, die ihre Mutter als Künstlerin geschaffen hat, bei einem Brand alle vernichtet wurden. Auch ihr Bild - die "Sonnenblumentage". Was wird Marie tun? Ihr altes Leben leben oder den Schritt wagen und ihr Leben ändern?

Als Leser wird uns die Geschichte von Marie ab dem 3.Kapitel in zwei Handlungssträngen erzählt. Zum einen, wenn sie bleibt und ihr Leben mit Fabian und ihrem Job als Floristin in der Gärtnerei seiner Mutter lebt. Zum anderen, wenn sie sich von Fabian trennt und ihren Traum verwirklicht und mehr aus ihrem Job macht. Zunächst war ich von der Dicke des Buches etwas abgeschreckt (knapp 640 Seiten) und mich gefragt, was alles in dem Roman passieren muss, damit die Geschichte nicht langatmig wird. Aber dank des leichten und flüssigen Schreibstils der Autorin liest man sich schnell von Kapitel zu Kapitel, auch weil man unbedingt erfahren möchte, wie es in Marie's Leben weitergeht. Man fühlt und leidet auf jeder Seite mit der Protagonistin - habe lange schon kein Buch mehr gelesen, wo mir die Hauptperson so ans Herz gewachsen ist. Die Beschreibungen der restlichen Charaktere sind auch so detailliert und authentisch, dass man als Leser schnell seine Lieblinge im Buch hat. Klar bleibt es nicht aus, dass die ein oder andere Situation doppelt beschrieben wird - die Entscheidungen dahinter fallen aber immer anders aus. So auch am Ende, bei dem es, ohne zuviel zu verraten, einmal ein Happy End gibt. Die Frage ist nur, welchen Weg musste Marie dafür einschlagen?

Ich spreche eine klare Leseempfehlung für dieses Buch aus, denn Frieda Bergmann hat sich getraut, eine Geschichte zu erzählen, die in zwei unterschiedlichen Weisen endet. Und der Leser sich sehr oft selbst die Frage stellt "Was wäre wenn?" Ich hätte gerne mehr davon.

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Veröffentlicht am 13.12.2022

Und am Ende ergibt alles einen Sinn

Der Nordseeritzer
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Ein Mann steht mit seinem Handy am Ohr am Abgrund einer Klippe auf Sylt. Er springt vor den Augen von Kommissar Jan Graf in die Tiefe. Sofort eilt seine Kollegin Stefanie Teufel zu ihm, um den Fall genauer ...

Ein Mann steht mit seinem Handy am Ohr am Abgrund einer Klippe auf Sylt. Er springt vor den Augen von Kommissar Jan Graf in die Tiefe. Sofort eilt seine Kollegin Stefanie Teufel zu ihm, um den Fall genauer zu untersuchen. Schnell steht für die beiden Ermittler fest, dass der Mann zum Tod getrieben wurde. Nur von wem? Während im Haus des Opfers ein Foto aus vergangenen Tagen aufgefunden wird, bekommen Jan und Stefanie den nächsten Fall auf den Tisch. Ein junges Mädchen wurden entführt, die angeblich von ihrem Vater und ihren Brüdern zur Zwangsheirat gezwungen wird. Wurde Das Mädchen wirklich entführt oder ist es nur untergetaucht? Und haben diese beiden Fälle etwas gemeinsam? Für die Kommissare steht fest, sie müssen schnell handeln und Ergebnisse erzielen, denn irgendwie scheint der vor Jahren verurteilte "Nordseeritzer" seine Finger mit im Spiel zu haben.

Wieder einmal hat Drea Summer einen neuen spannenden Krimiauftakt um die Kommissare Graf und Teufel geschaffen. Und wie man es von ihr nicht anders kennt, geht es schon auf den ersten Seiten rasant zu. Von Kapitel zu Kapitel entstehen für den Leser immer mehr Fragezeichen und man hofft, dass diese am Ende alle schlüssig beantwortet werden. Ich kann versichern, dass tut es. Dank des flüssigen Schreibstils und der angenehmen Länge der Kapitel, sowie die Schilderungen aus unterschiedlichen Perspektiven, so muss man auch dieses Buch der Autorin in einem Rutsch lesen. Die beiden Ermittler Jan Graf und Stefanie Teufel haben beide ihre Eigenarten, die sie aber lebenswert machen. Und grad die Neckereien und der Humor lockern die ernsten Ermittlungen immer wieder auf. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall der beiden und bin gespannt, wie sich die beiden Charaktere noch entwickeln.

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Veröffentlicht am 18.09.2022

Ich will so bleiben wie ich bin!

Ich will so sein wie du
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Wer kennt es nicht ... man möchte so sein wie jemand anderes!

Dies sagen sich auch Löwe und Tiger - beide haben sich erst ein einziges Mal gesehen, wünschen sich aber, so zu sein, wie der andere! Der ...

Wer kennt es nicht ... man möchte so sein wie jemand anderes!

Dies sagen sich auch Löwe und Tiger - beide haben sich erst ein einziges Mal gesehen, wünschen sich aber, so zu sein, wie der andere! Der Tiger hätte gerne die majestätische Mähne vom Löwen ... und der Löwe die eindrucksvollen Streifen vom Tiger. So beginnt für beide Tiere eine Verwandlungsaktion - mit dem Fazit, dass die anderen Tiere um sie herum im schallenden Gelächter ausbrechen. Schließlich treffen sich Löwe und Tiger im Wald - jeweils mit ihrer Verkleidung um festzustellen, dass man so wie man ist, einfach perfekt ist!

Britta Sabbag schafft es in diesem Kinderbuch wieder, nicht nur die kleinen Leser zu verzaubern. Gepaart mit den süßen Illustrationen von Igor Lange war ich ab der ersten Seite von der Geschichte und ihrer Moral verzaubert. Jeder von uns ist einzigartig - und auch wenn der Wunsch besteht, jemand anderes zu sein. Am Ende wird man feststellen, dass man so, wie man ist, am glücklichsten ist.

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Veröffentlicht am 18.09.2022

Kriminalfälle sensationell erzählt

Sensationell kriminell
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Wer sagt, dass wahre Verbrechen nur was für Erwachsene sind? Alexandra Fischer-Hunold erzählt in diesem Buch 14 spannende Kriminalfälle aus der Vergangenheit. Ob es sich um Kunstfälschung handelt - eine ...

Wer sagt, dass wahre Verbrechen nur was für Erwachsene sind? Alexandra Fischer-Hunold erzählt in diesem Buch 14 spannende Kriminalfälle aus der Vergangenheit. Ob es sich um Kunstfälschung handelt - eine Verfolgungsjagd im Wilden Westen oder die Geschichte um "den Mann in der eisernen Maske". Sensationell, mit viel Hintergrundinformationen werden hier die spannenden Geschichten kindgerecht und in angenehmer Kapitellänge erzählt. Besonders gut gefallen hat mit, dass jeder Fall einzeln für sich gelesen werden kann. Mal sitzt man dem Verbrecher gegenüber - mal ist man direkt beim Geschehen dabei. Und mal wird einfach nur aus der Vergangenheit berichtet. Auch das man als Leser direkt angesprochen wird, macht dieses Buch zu einem Lesevergnügen. Persönlich würde ich dieses Buch erst Kindern ab 10 Jahren empfehlen, da die Verbrechen zwar nicht blutrünstig geschildert werden, aber doch der ein oder andere Mordfall auch angesprochen wird. Aber nicht nur für Kinder bzw. Jugendliche ist dieses Buch - selbst ich mit Mitte 30zig habe noch einige Informationen erhalten - grad die Verbrechen aus der römischen Zeit oder dem Mittelalter haben mich fasziniert.

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