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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2023

Wie krank religiöser Wahn sein kann...

Die perfekte Sünde
1

Zum Buch: In Edinburgh geht eine neue Droge um: Spice. Da es günstig ist, können auch die Obdachlosen davon profitieren. Aber sie bekommen nichts mehr um sie herum mit und werden damit auch zu leichten ...

Zum Buch: In Edinburgh geht eine neue Droge um: Spice. Da es günstig ist, können auch die Obdachlosen davon profitieren. Aber sie bekommen nichts mehr um sie herum mit und werden damit auch zu leichten Opfern. So geschieht es, dass einigen von den Obdachlosen mit einem Messer das Gesicht aufgeschlitzt wird.
Zeitgleich geht ein religiöser Irrer herum, der Frauen entführt und ihnen Schreckliches antut, bevor er sie dann zum Sterben auf die Straße legt. Wie hängen die Fälle zusammen und wer ist so wahnsinnig, den Frauen das anzutun? DCI Ava Turner und Luc Callanach versuchen, Gemeinsamkeiten zu finden.

Meine Meinung: Das ist bereits der vierte Teil dieser Reihe und auch dieser hat mir wieder sehr gut gefallen! Es sind zwei richtig komplexe Fälle, die hier gelöst werden müssen und das fordert den Detectives einiges ab. Ava gerät auch mit ihrem Boss, der Superintendentin Overbeck aneinander. Aber Luc und Ava haben ja immer schon so ihre eigenen Methoden gehabt und können diese auch hier wieder gekonnt einsetzen! Ich bin froh, dass die beiden freundschaftlich wieder näher aneinandergerückt sind!

Der Hauptfall mit dem Frauenentführer ist wirklich gruselig und man fiebert hier mit, die Frauen rechtzeitig zu finden! Aber einfach ist das für die Ermittler nicht, weil sie wenig Anhaltspunkte haben. Auch im Fall mit den Obdachlosen haben sie zwar den Verdacht, der auf Schüler einer Eliteschule fällt, aber zufällig sitzt ein Vater mit im Polizeiausschuss und Ava wird hier in ihre Schranken gewiesen. Man fragt sich in diesem Teil die ganze Zeit, auf wessen Seite Superintendent Overbeck eigentlich steht.

Die beiden Fälle sind zwar in sich abgeschlossen, aber es fließen auch hier wieder viele persönliche Dinge der Ermittler mit ein, die man vielleicht ohne Vorwissen nicht so gut versteht. Daher empfehle ich die Vorgänger auch zu lesen, es lohnt sich wirklich!

Mein Fazit: Da dieser Band bereits schon vor über zwei Jahren erschienen ist, gehe ich davon aus, dass es keinen Teil mehr gibt. Das ist zwar schade, aber so kann ich mich mal anderen Reihen widmen! Insgesamt wurde ich hier auch wieder gut unterhalten und ich mochte die Ermittler einfach sehr gerne! Ich vergebe hier gute 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 11.01.2023

Unheimliche Atmosphäre in diesem alten Hotel...

Schwarzes Wasser
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Zum Buch: Hannah, die PR-Managerin des Hotels Stanhope lebt auf der Insel mitten im Fluss Blackwater. Nach einer Party gehen mehrere Leute im Fluss schwimmen. Doch durch die starke Strömung ertrinken einige ...

Zum Buch: Hannah, die PR-Managerin des Hotels Stanhope lebt auf der Insel mitten im Fluss Blackwater. Nach einer Party gehen mehrere Leute im Fluss schwimmen. Doch durch die starke Strömung ertrinken einige Menschen. War Hannahs Schwester Katalina die treibende Kraft? Seit dem Unglück hat Hannah panische Angst vor dem Wasser und kommt von der Insel nicht mehr weg. Im Winter wird das Hotel dann geschlossen, immer mehr Leute verlassen die Insel und es passieren unheimliche Dinge…

Meine Meinung: Hannah ist eigentlich eine bodenständige und mutige Frau, aber diese Angst vor Wasser beeinflusst ihr ganzes Leben. Ihre Schwester Kat hingegen ist vom Wesen her eher schillernd und sprunghaft. Hannah war mir von Anfang an die liebere der beiden Schwestern. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe sie verstanden.
Die Insel, auf der es nur das Hotel gibt, wird sehr gut beschrieben, man kann sich das beim Lesen richtig gut vorstellen!

Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel sind schön kurz gehalten. Trotzdem gab es in der Mitte einige Längen. Da muss man einfach dranbleiben. Denn zum Ende hin wird es richtig spannend und auch ein wenig gruselig. Ich wollte da nicht mit Hannah tauschen! Die volle Punktzahl gibt es von mir dieses Mal nicht, da mich die Babysprache zwischen den Schwestern echt genervt hat. Aber sonst ist es eine tolle Story, die mir zum Schluss wirklich eine Gänsehaut beschert hat!

Mein Fazit: Eine tolle Geschichte, die man als Leser gut nachvollziehen kann! Der Schreibstil kann den Leser fesseln und mir hat es ganz gut gefallen. Trotz eines Punkt Abzugs kann ich das Buch auf jeden Fall allen Psychothriller-Lesern guten Gewissens empfehlen!

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Veröffentlicht am 02.01.2023

Ein starkes Porträt zweier Frauen, die sich nicht unähnlich sind!

Die Anstalt für ungehorsame viktorianische Mädchen
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Zum Buch: Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch landet Emilie in der geschlossenen Abteilung in einer Psychiatrie. Dort findet sie Briefe einer gewissen Emily, die im viktorianischen England in eine ...

Zum Buch: Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch landet Emilie in der geschlossenen Abteilung in einer Psychiatrie. Dort findet sie Briefe einer gewissen Emily, die im viktorianischen England in eine Irrenanstalt eingewiesen wurde. Die beiden haben mehr gemein als man glauben mag…

Meine Meinung: Im ersten Teil lernt der Leser Emilie kennen. Man kann ganz gut erkennen, in welche Mühlen man gerät, wenn man erst einmal in der geschlossenen Abteilung sitzt. Man ist quasi seiner persönlichen Rechte enthoben. Das geht der Emily aus der Vergangenheit natürlich ganz genauso. Man spürt als Leser die völlige Hilflosigkeit, der die Insassen ausgesetzt sind. Die sogenannten Ärzte können mit ihren Patienten eigentlich machen, was sie wollen, denn für die Gesellschaft draußen existieren diese Personen quasi nicht mehr.

Die Emily aus der Vergangenheit ist mir stark ans Herz gewachsen! Total mutig im Rahmen ihrer Handlungsmöglichkeiten, starke Schulter auch für andere Insassinnen und eine unglaublich starke Persönlichkeit ist sie! Der Leser bekommt mit, was die vielen Jahre ihrer Gefangenschaft mit ihr und den anderen machen. Und wenn man dann denkt, dass das nur in der Vergangenheit so gewesen ist, wird man wieder in die Neuzeit zu Emilie katapultiert, um festzustellen, dass sich gar nicht so viel verändert hat!

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn die Kapitel sind alle kurz und sind halt als Brief oder Notiz der beiden Frauen gekennzeichnet. Beide Charaktere sowie die der Ärzte und Pfleger konnten gut herübergebracht werden!
Am Ende bleibt man als Leser doch ziemlich nachdenklich zurück, auch wenn die Krankheit der manischen Depression mir hier recht fremd geblieben ist.

Mein Fazit: Ein starkes Portrait einer Leidensgeschichte, die sich leider in den vielen Jahren seit des 19. Jahrhunderts nur in manchen Methoden geändert hat… Das hat mich schon beeindruckt und ich vergebe hier gute 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 23.12.2022

Grausige Morde vor laufender Kamera...

Der Zoom-Killer (Tom-Bachmann-Serie 2)
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Zum Buch: Eine Videokonferenz in der Filmbranche. Keine große Sache, bis ein Killer dem Pornoproduzenten Bode ein Messer an die Kehle hält und ihm vor aller Augen Stück für Stück aus seinem Fleisch schneidet. ...

Zum Buch: Eine Videokonferenz in der Filmbranche. Keine große Sache, bis ein Killer dem Pornoproduzenten Bode ein Messer an die Kehle hält und ihm vor aller Augen Stück für Stück aus seinem Fleisch schneidet. Die Teilnehmer der Videokonferenz müssen mit ansehen, wie Bode langsam verblutet. Der BKA-Profiler Tom Bachmann versucht, den Täter zu verstehen. Warum benötigt er Publikum für seine grausamen Taten? Um dahinter zu kommen, muss Tom sich wohl oder übel mit seiner eigenen Vergangenheit beschäftigen…

Meine Meinung: Wie man der Einleitung schon entnehmen kann, ist das Buch nichts für Zartbesaitete, denn die Morde sind schon detailgetreu dargestellt. Aber wenn einem das nichts ausmacht, erwartet einen hier ein total spannender Fall und – das fand ich noch viel interessanter – die ganze Hintergrundgeschichte des Profilers Tom Bachmann. Man nennt ihn nicht grundlos den „Seelenleser“, denn er hat die Grausamkeit am eigenen Leib erfahren müssen und zwar durch seinen eigenen Vater. Diese Hintergrundstory hat mich wirklich begeistert!

Der Schreibstil des Autors ist durchweg flüssig und die Kapitel sind angenehm von der Länge her. Dann noch die spannende Story und schon rauscht man durch das Buch!

Mein Fazit: Auch der zweite Teil von Tom Bachmann konnte mich begeistern und ich hoffe, wir müssen nicht allzu lange auf den nächsten Teil warten!

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Veröffentlicht am 06.12.2022

Der Titel passt hier sehr gut auf die Mordserie!

Die perfekte Unschuld
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Zum Buch: Edinburgh erlebt eine schlimme Nacht: gleich zwei bestialische Morde erschüttern die Stadt. Die Polizei rätselt, ob es sich um ein und denselben Täter handelt. Die Vorgehensweise war komplett ...

Zum Buch: Edinburgh erlebt eine schlimme Nacht: gleich zwei bestialische Morde erschüttern die Stadt. Die Polizei rätselt, ob es sich um ein und denselben Täter handelt. Die Vorgehensweise war komplett unterschiedlich. Dennoch gibt es eine Gemeinsamkeit zwischen den Opfern: beide waren gemeinnützig und haben sich für andere eingesetzt. Die Detectives Luc Callanach und Ava Turner teilen sich die Morde auf. Doch ehe sie etwas herausfinden können, geschieht ein weiterer, unfassbar grausamer Mord. Die Zeit drängt und es gibt einige Menschen zu beschützen…

Meine Meinung: Der zweite Teil mit Luc und Ava gestaltet sich von Beginn an total kompliziert. Während Ava ihre alte Liebe zu dem DCI Edgar wiederentdeckt, der zurzeit auch im Hause wegen eines massiven Hackerangriffs ermittelt, findet Luc keinen Zugang mehr zu ihr. Das gestaltet sich auch bei den Ermittlungen als sehr schwierig. Dann kommt noch der Fall der Hackerbande dazu. Der hat in den höchsten Kreisen stattgefunden. Doch da gibt es jemanden, der Callanach gut bei der Rückverfolgung von Mails helfen kann. Aber das muss ganz im Geheimen laufen, denn legal ist es nicht gerade. Aber es gilt ja, Menschenleben zu schützen und sie müssen dem oder den Tätern dringend auf die Spur kommen.

Und so fügt sich nach und nach ein ganzes Puzzle zusammen. Ich war schon manchmal entsetzt ob der Grausamkeiten, die die Autorin sich für diesen Fall ausgedacht hat! Und man muss auch aufmerksam lesen, weil hier vieles zusammenkommt, aber es lohnt sich! Gerade die Charaktere fesseln mich sehr an diese Reihe! Alle mit Ecken und Kanten, aber sehr authentisch, das mag ich sehr gerne!

Das Ende ist absolut stimmig, hat mich glücklich zurückgelassen und auf einen weiteren Band sehr neugierig gemacht!

Mein Fazit: Ich fand den ersten Teil zwar noch ein wenig spannender, dafür ist dieser etwas grausamer gestaltet. Nicht unbedingt für schwache Nerven geeignet. Aber ich finde diese Reihe um Luc und Ava richtig gut und freue mich auf den nächsten Band! Klare Leseempfehlung!

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