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julia-elysia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2023

Es begann mit einer Wette

Der Eisbär und die Hoffnung auf morgen
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Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gewonnen und zudem ist es mein erstes Buch von John Ironmonger.

Zu Anfang hatte ich ein paar Probleme, reinzukommen. Die Sätze waren ...

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Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gewonnen und zudem ist es mein erstes Buch von John Ironmonger.

Zu Anfang hatte ich ein paar Probleme, reinzukommen. Die Sätze waren für meinen Geschmack etwas zu verschachtelt und langatmig, doch das hat sich sehr schnell gelegt. Der Schreibstil war verständlich und flüssig, dazu noch unfassbar fesselnd. Man ist nur so durch die Seiten geflogen, weswegen ich das Buch auch relativ schnell durch hatte.

Die Hauptcharaktere sind Tom und Monty. Wir begleiten die beiden über 50 Jahre lang durch die Geschichte. Alles begann mit einer Wette zwischen einem jungen Mann und einem Politiker, einem Klimaaktivisten und einem Klimaleugner. Bei dieser Wette wurde ein Video aufgenommen, welches viral ging und beinahe die Karriere des Politikers zerstört hat; letzten Endes hat es jedoch nicht nur Tom und Monty miteinander verbunden, sondern Monty doch noch bei seinem Karriereweg geholfen.

Zwischenzeitlich hatte ich etwas Sorge, dass die Wette nicht mehr erwähnt wird, doch das Ende hat für einen runden und sehr berührenden Abschluss gesorgt.

Alle Charaktere hatten ihre Wichtigkeit und besonders die Freundschaft zwischen Tom und Benny hat mich ergriffen. Man begleitet alle Charaktere auf ihrem Lebensweg, zudem lernt man verschiedene Generationen kennen. Auch die Veränderungen der Charaktere, vor allem Toms und Montys, konnten mich überzeugen.

Das Wichtigste jedoch ist das Hauptthema, nämlich der Klimawandel und welchen Folgen er auf die Menschheit hat. Tom übernimmt hierbei die Rolle des Aufklärers, der vor allem versucht, Monty zu überzeugen. Wie er das macht und wie die beiden voneinander und miteinander lernen, hat mich auf jeden Fall überzeugt und berührt. Das Buch behandelt unfassbar wichtige Aspekte, welches es für mich auf jeden Fall zu einem Jahreshighlight gemacht hat!

Klare 5 Sterne von mir!

Veröffentlicht am 15.05.2023

Hedy Lamarr - die einzige Frau im Raum

Die einzige Frau im Raum
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Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und bereits an einem Tag durchgehabt. Marie Benedict schreibt seit Jahren an einer Reihe über starke und inspirierende Frauen ...

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Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und bereits an einem Tag durchgehabt. Marie Benedict schreibt seit Jahren an einer Reihe über starke und inspirierende Frauen der Geschichte, die viel zu wenig gehört wurden oder zu wenig zur Sprache kamen. Vor diesem Buch hatte ich auch noch nie etwas über Hedy Lamarr gehört - und dabei hat sie einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung einer gewissen Technik gehabt, die heute sogar in unseren Handys wiederzufinden ist.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Am Anfang hatte ich nur kurz etwas Probleme, die leicht verschachtelten Sätze richtig zu verstehen, doch das hat sich relativ schnell wieder gelegt.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt - der erste befasst sich mit Hedys Ehe mit Fritz Mandl, der zweite mit ihrem Leben in Hollywood und ihrer Erfindung einer Funkfernsteuerung für Torpedos. Der erste Teil umfasst über die Hälfte des Buches und ist sehr interessant und erschreckend zu lesen, da Mandl ein sehr herrschsüchtiger und eifersüchtiger, aber auch ein sehr wichtiger Mann im Rahmen der Waffenlieferungen für Mussolini war. Teilweise war der Fokus aber auch etwas zu stark darauf gesetzt, wodurch der zweite Teil eher weniger zur Geltung kam bzw. relativ schnell abgehandelt wurde. Das Buch endete nämlich auch mit dem Jahr 1943, wobei Hedy selbst bis 2000 lebte. Somit wurde über die Hälfte ihrer Lebenszeit nicht behandelt, was ich etwas schade fand.

Das Buch fängt mit dem Jahr 1933 an und schildert auch die Ereignisse um den anbahnenden Zweiten Weltkrieg und Hitlers Machtergreifung. Hedy selbst ist Jüdin und Österreicherin, wodurch sie eine ganz eigene, auch (vor allem durch ihre Ehe mit Mandl) besondere Sichtweise auf den Krieg hat.

Der Roman beinhaltet viele biografische, aber wahrscheinlich auch einige fiktive Erzählungen, wobei sich die Autorin anscheinend auf die Autobiografie der Protagonistin bezogen hat.

Durch den schnell abgehandelten zweiten Teil vergebe ich 4,5 Sterne!

Veröffentlicht am 21.01.2023

Auf nach Camelot!

Elayne (Band 2): Rabenherz
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Nachdem mich vor wenigen Monaten Band 1 der Reihe überzeugen konnte und ich wenig später auch das Spin Off gelesen habe, habe ich nun Band 2 gelesen - und ich finde ihn genauso ...

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Nachdem mich vor wenigen Monaten Band 1 der Reihe überzeugen konnte und ich wenig später auch das Spin Off gelesen habe, habe ich nun Band 2 gelesen - und ich finde ihn genauso gut wie den ersten Teil!

Elaynes Reise führt sie nach Camelot und auch hier hat man wieder gemerkt, wie gut sich die Autorin mit dem Stoff der Artussaga auseinander gesetzt hat. So hat sie wieder nicht nur unzählige Verwandtschaftsbezüge hergestellt, sondern auch historische Fakten eingebaut. Es kamen viele neue Figuren hinzu, was mich teilweise wieder verwirrt hat (und ich könnte auch trotz mehrfacher Erklärungen der Verwandtschaftsverhältnisse diese nicht wiedergeben), dennoch war es erfreulich für mich zu lesen, dass mir einige Namen doch bekannt vorkamen. Ich hätte mir vielleicht noch ein Figurenregister mit den wichtigsten Informationen gewünscht, da es doch wirklich sehr schwierig war, sich alle Beziehungen zu merken und zu verfolgen.

Die Geschichte beinhaltet viele kleine Nebenhandlungen, die allerdings sehr angenehm zu lesen waren. Dennoch gab es einen runden Bogen, denn der Beginn des Buches wurde am Ende noch einmal aufgeschlüsselt und thematisiert. Vor allem der Abschluss hat noch einmal für Spannung gesorgt!

Außerdem fand ich es interessant, zu sehen, wie sehr Elayne sich in Bezug auf Band 1 verändert hat. Auch dass sie Lancelot nicht gleich vergeben, sondern offen kommunziert hat, was ihr Anliegen ist, fand ich gut, da ich anfänglich die Befürchtung hatte, dass es sich um einen Klischee-Liebesroman handeln würde, in welchem alle vergänglichen und vor allem kritischen Taten ignoriert werden.

Klare 5 Sterne von mir! Ich freue mich auf Band 3!

Veröffentlicht am 21.01.2023

Spannendster Teil der Reihe!

Hiding Hurricanes
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Lennys und Creeds Band haben mich vom Klappentext bisher am meisten angesprochen, und ich wurde nicht enttäuscht. Die Leserinnen erwartet ein spannendes Versteckspiel/Doppelleben von Lenny James, die tagsüber ...

Lennys und Creeds Band haben mich vom Klappentext bisher am meisten angesprochen, und ich wurde nicht enttäuscht. Die Leserinnen erwartet ein spannendes Versteckspiel/Doppelleben von Lenny James, die tagsüber eine Studentin und bei Nacht die bekannteste Tänzerin der Stadt ist. Creed hingegen ist Lennys bester Freund, empfindet jedoch etwas für Daisy, Lennys Alter Ego.

Normalerweise finde ich solche Doppelleben-Geschichten oft zu klischeehaft und unrealistisch, doch hier konnte Tami Fischer mich überzeugen. Sie hat Lennys verschiedene Welten nachvollziehbar darstellen können, insbesondere den Grund, warum sie ihren Nebenjob vor ihren Freund
innen geheim hält.

Die Geschichte war spannend und flüssig geschrieben. Man kam schnell durch die Seiten und wurde durchgehend gefesselt. Es gab zwischendurch für mich keinen Part, der an Spannung abgenommen hatte oder zu langatmig war. Parallel zu Lennys Arbeitsleben wurde noch Creeds Struggle mit seinem Leben und seinen Zukunftsplänen geschildert und die Story mit Ches' Bruder Maxx angerissen, der im Folgeband seine eigene Geschichte haben wird. Auch wurden bereits einige Hinweise auf diesen gegeben.

Ich kann verstehen, dass einige vielleicht kritisieren, dass es so lange gedauert hat, bis Lenny und Creed sich ausgesprochen haben, allerdings fand ich auch das nachvollziehbar, da beide Angst hatten, ihre Freundschaft kaputt zu machen.

Ich lese die Fletcher-Reihe in der Reihenfolge, in der sie veröffentlicht wurde und muss ehrlich sagen, dass ich das jedem so empfehlen würde, weil jeder Band Spoiler zu den vorherigen Bänden enthält.

Ich vergebe klare 5 Sterne und freue mich schon auf Band 4!

Veröffentlicht am 21.01.2023

Elayne von Corbenic, das Rabendkind

Elayne (Band 1): Rabenkind
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"Elayne - Rabenkind" ist das erste Buch aus dem Sternensandverlag und das erste Buch von Jessica Bernett, welches ich lese. Als ich meine Bachelorarbeit über Wolframs von Eschenbach ...

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"Elayne - Rabenkind" ist das erste Buch aus dem Sternensandverlag und das erste Buch von Jessica Bernett, welches ich lese. Als ich meine Bachelorarbeit über Wolframs von Eschenbach "Gawan" geschrieben habe, hat mir eine Userin auf Instagram diese Buchreihe empfohlen, und ich muss ehrlich sagen, dass ich mich in die Geschichte und den Schreibstil verliebt habe.

Jessica Bernett hat ihre eigene Interpretation und Rezeption von Elayne von Corbenic und der Artus-Saga auf Papier gebracht. Da ich das Originalwerk nicht so gut kenne, habe ich einige Anspielungen wahrscheinlich nicht verstanden, doch Google und mein geringes Hintergrundwissen über die wichtigsten Charaktere haben mir die Augen geöffnet (und mich teilweise gespoilert).

Ich bin überaus begeistert von der Geschichte und der Figur Elayne, die zwar eine Prinzessin ist, sich aber nicht wie eine klischeehafte Prinzessin aus einem schicken Palast und mit teuren Kleidern aufführt. Stattdessen hilft sie ihrer Familie und den Dorfbewohner:innen, durch den Winter zu kommen und die Kranken zu pflegen. Generell ist sie taffer, als man es vielleicht von ihr erwartet hätte.

Der Schreibstil ist angenehm. Man fliegt nur so durch die Seiten. Auch haben mir das Nachwort und die historischen als auch die persönlichen Hintergründe der Autorin zur Geschichte sehr gefallen. Man merkt einfach, dass sich Jessica Bernett mit dem Stoff auseinandergesetzt hat.

Eine Sache hat mich jedoch gestört (Achtung, kleiner Spoiler): Ich fand es etwas unangenehm, zu lesen, dass und wie der Barde Galahad und Elayne miteinander angebändelt haben, da der Mann einfach doppelt so alt wie sie (= 15 Jahre) war. Ich weiß, das war ein Teil der Geschichte und wurde auch von dem Barden selbst verpönt, dennoch sind bei mir beim Lesen deutlich die Alarmglocken losgegangen. Ich weiß nicht, ob man das Alter vielleicht etwas hätte anpassen sollen; auch wenn es ein historischer Fantasyroman ist.

Ungeachtet dessen gebe ich dem Buch 4,5-5 Sterne und bin schon gespannt auf den nächsten Teil!