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Veröffentlicht am 10.04.2023

Neue Identität

Ein Licht der Hoffnung
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Die Geschichte spielt sich während des zweiten Weltkriegs ab. Die Jüdin Magarete arbeitet als Dienstmädchen bei der deutschen Familie Huber. Bei einem Bombenanschlag der Alliierten, wird das Haus der Familie ...

Die Geschichte spielt sich während des zweiten Weltkriegs ab. Die Jüdin Magarete arbeitet als Dienstmädchen bei der deutschen Familie Huber. Bei einem Bombenanschlag der Alliierten, wird das Haus der Familie Huber zerstört. Alle anwesenden Familienmitglieder kommen dabei ums Leben, einzig Magarete überlebt. Sie nimmt die Identität der einzigen Tochter Annegret an. Fortan lebt sie mit der Angst entlarvt zu werden oder auf einen der übrigen Familienmitglieder der Hubers zu treffen.

Die Kapitel sind unterteilt in Abschnitte in denen wir mehr über die Geschehnisse von Magarete mitbekommen und Wilhelm, dem jüngeren Bruder von Annegret. Somit bekommen wir Einblicke in das Leben einer Jüdin und wie sich Magarete überwinden muss, sich wie eine arische Person zu verhalten. Das Schicksal von Magaretes Familie geht einen sehr nah.

Das Buch ist etwas schnulzig geschrieben und die Charaktere sind etwas zu oberflächlich. Dennoch ist das Buch eine gute Unterhaltung für zwischendurch, da die Geschichte mit 270 Seiten recht kurz ist.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.01.2023

Neue Identität

Am Ende dunkler Tage
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Die Geschichte spielt sich während des zweiten Weltkriegs ab. Die Jüdin Magarete arbeitet als Dienstmädchen bei der deutschen Familie Huber. Bei einem Bombenanschlag der Alliierten, wird das Haus der Familie ...

Die Geschichte spielt sich während des zweiten Weltkriegs ab. Die Jüdin Magarete arbeitet als Dienstmädchen bei der deutschen Familie Huber. Bei einem Bombenanschlag der Alliierten, wird das Haus der Familie Huber zerstört. Alle anwesenden Familienmitglieder kommen dabei ums Leben, einzig Magarete überlebt. Sie nimmt die Identität der einzigen Tochter Annegret an. Fortan lebt sie mit der Angst entlarvt zu werden oder auf einen der übrigen Familienmitglieder der Hubers zu treffen.

Die Kapitel sind unterteilt in Abschnitte in denen wir mehr über die Geschehnisse von Magarete mitbekommen und Wilhelm, dem jüngeren Bruder von Annegret. Somit bekommen wir Einblicke in das Leben einer Jüdin und wie sich Magarete überwinden muss, sich wie eine arische Person zu verhalten. Das Schicksal von Magaretes Familie geht einen sehr nah.

Das Buch ist etwas schnulzig geschrieben und die Charaktere sind etwas zu oberflächlich. Dennoch ist das Buch eine gute Unterhaltung für zwischendurch, da die Geschichte mit 270 Seiten recht kurz ist.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

So viel Potenzial - zu wenig Tiefe

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Das Buch startet mit einem Betrug, bei dem die Protagonistin Tamsyn mit einem Fremden schlafen muss, und verbringt das erste Drittel sehr ausführlich mit Sex und dramatischem Verlangen. Das war einfach ...

Das Buch startet mit einem Betrug, bei dem die Protagonistin Tamsyn mit einem Fremden schlafen muss, und verbringt das erste Drittel sehr ausführlich mit Sex und dramatischem Verlangen. Das war einfach nicht meins. Die Romance wirkte von Anfang an überzogen und gezwungen, ohne echte Chemie, ohne spürbare Spannung. Das Liebesdreieck hätte mehr Tiefe gebraucht. Vieles fühlte sich eingefügt an, nur um „spicy“ zu sein.

Dabei hatte die Geschichte Potenzial. Die Idee mit Drachen und Hexen ist spannend, aber die Drachen tauchen erst sehr spät auf und vieles im Worldbuilding bleibt unklar. Auch der große Twist war schon früh ziemlich offensichtlich.

Tamsyn ist eine starke Protagonistin, die trotz Misshandlungen durch die königliche Familie keinen Groll hegt und stets ihre Pflicht über ihre eigenen Bedürfnisse stellt. Ihre Güte und Loyalität machen sie sehr sympathisch. Anfangs wirkt sie jedoch naiv, da sie vieles nicht hinterfragt. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter, gewinnt an Tiefe und zeigt beeindruckende innere Stärke.

Fell hat mich sofort überzeugt. Hinter seinem Ruf als „Biest“ steckt ein verantwortungsvoller, gerechter Mann, der alles für sein Volk tun würde. Besonders sein respektvoller und einfühlsamer Umgang mit Tamsyn hat mich berührt, vor allem in ihrer ersten gemeinsamen Nacht. Er handelt entschlossen, aber nie herzlos, und stellt sogar alte Überzeugungen infrage, um sie zu schützen.

So viel Potenzial, aber die Umsetzung konnte für mich nicht mithalten.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Zwischen Sehnsucht und Überforderung

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
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Kaum ein Thema wird so intensiv bewertet wie Mutterschaft. Egal ob man Kinder möchte, keine bekommen kann oder bereits Mutter ist – gesellschaftliche Erwartungen sind allgegenwärtig. Genau dieses Spannungsfeld ...

Kaum ein Thema wird so intensiv bewertet wie Mutterschaft. Egal ob man Kinder möchte, keine bekommen kann oder bereits Mutter ist – gesellschaftliche Erwartungen sind allgegenwärtig. Genau dieses Spannungsfeld greift der Roman auf.

Im Mittelpunkt stehen zwei Paare, die gemeinsam Urlaub in Frankreich machen. Für Linn und Matze ist die Reise ein emotionaler Zwischenraum, bevor eine Kinderwunschbehandlung weitergeht. Gastgeber sind Felix und Eva mit ihren zwei Kindern – scheinbar angekommen im Familienleben, das Linn sich so sehr wünscht. Zwischen Haben und Nicht-haben entsteht eine spürbare Spannung.

Während die Männer in vertrauten Mustern bleiben, entwickelt sich zwischen Linn und Eva eine ambivalente Dynamik aus Neid, Beobachtung und unerwarteter Nähe. Beide reagieren übernervös, besonders Linn mit impulsiven Ausbrüchen, die irritieren, aber auch nachvollziehbar sind. Körperlichkeit spielt eine große Rolle – vieles wird direkt, teils schmerzhaft offen geschildert.

Emotional konnte ich zu keiner Figur wirklich eine Bindung aufbauen, auch wenn die Themen – Kinderwunsch, weibliche Konkurrenz, gesellschaftlicher Druck – stark und relevant sind. Der Roman geht dahin, wo es wehtut, manchmal vielleicht zu sehr. Inhaltlich hat er mich erreicht, auf Figurenebene weniger.

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Berührende Grundidee, aber emotional nicht greifbar

Bis mein Herz wieder schlägt
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Die Grundidee des Romans hat mich sofort angesprochen: eine junge Frau, deren Herz immer wieder aussetzt, und die dadurch Zugang zu einer Art Zwischenwelt erhält – das klang für mich nach einer emotionalen ...

Die Grundidee des Romans hat mich sofort angesprochen: eine junge Frau, deren Herz immer wieder aussetzt, und die dadurch Zugang zu einer Art Zwischenwelt erhält – das klang für mich nach einer emotionalen und ungewöhnlichen Geschichte. Als ich dann zu lesen begann, war ich neugierig, wie sich diese Gratwanderung zwischen Leben und Tod literarisch umsetzen lässt.

Die Begegnungen zwischen Emery und Nick, die in dieser Zwischenwelt stattfinden, hatten großes erzählerisches Potenzial. Mich hat besonders gereizt, wie sich zwei Menschen aufeinander zubewegen, obwohl sie nicht wirklich derselben Welt angehören. Allerdings blieb die Umsetzung für mich hinter der starken Idee zurück.

Emerys innere Entwicklung wirkte auf mich oft sprunghaft und schwer nachvollziehbar. Ich hätte mir mehr Tiefgang in ihren Entscheidungen und mehr Einblick in ihre Gefühlswelt gewünscht. Obwohl sie eine schwierige Lebensrealität durchlebt, blieb sie für mich emotional eher distanziert – was es schwer machte, mit ihr mitzufühlen.

Auch die Nebenfiguren waren für mich wenig greifbar. Einige wurden eingeführt, verschwanden aber schnell wieder, ohne dass ihre Rolle klar wurde. Dadurch wirkte die Handlung teilweise wie eine lose Abfolge von Episoden, anstatt eine durchgehende, mitreißende Geschichte zu erzählen.

Was mir gefallen hat, war der Schreibstil: flüssig, gut lesbar, stellenweise sogar poetisch. Es war kein Problem, zügig durch das Buch zu kommen – doch leider fehlten mir die emotionalen Ankerpunkte, um wirklich mitgerissen zu werden. Die Liebesgeschichte, die laut Klappentext eine zentrale Rolle spielen sollte, blieb für mich eher vage und im Hintergrund.

Die Idee war stark, der Einstieg vielversprechend – doch die Charakterzeichnung und emotionale Tiefe konnten mich nicht durchgehend überzeugen. Es ist ein Roman, der interessante Fragen aufwirft, aber in der Ausführung für mich nicht ganz aufgeht.

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