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MarieausE

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2023

Klang spannender als es war

3000 Yen fürs Glück
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Ich habe mich hier auf Anhieb in das hübsche Cover verliebt.
Die Leseprobe habe ich vorab gelesen und so ganz gefesselt hat sich mich nicht. Aber ich dachte mir, dass wird schon noch.
Deshalb der Tipp: ...

Ich habe mich hier auf Anhieb in das hübsche Cover verliebt.
Die Leseprobe habe ich vorab gelesen und so ganz gefesselt hat sich mich nicht. Aber ich dachte mir, dass wird schon noch.
Deshalb der Tipp: wenn man sich unsicher ist, hier hilft die Leseprobe bei der Entscheidung. Sie ist repräsentativ für das ganze Buch. Wer sie mag, wird sicherlich auch das ganze Buch mögen und umgekehrt.

Ein Familienroman über das Sparen also.
Das erste Beispiel ging über einen kleineren Betrag. Wie man eine kleinere Geldsumme ausgibt, das soll viel über die eigene Persönlichkeit aussagen. Es werden die verschiedenen Kaufvarianten vorgestellt, aber tiefer ging es auch schon nicht. Keine Persönlichkeitsanalyse, hier war ich enttäuscht.

Es ist ein Roman, der sich zentral um das Thema Geld dreht. Kein Ratgeber über Geld!
Eine Familiengeschichte über vier Generationen.
Die Urgroßmutter, die keine ausreichende Rente hat.
Ihre Tochter, unglücklich in einer Ehe, die nur noch aus Routine besteht und im Bewusstsein, dass eine Scheidung finanziell nicht leistbar ist.
Dann ihre zwei Töchter - eine mit Familie und einer Sparmission für das Kind, die andere noch eine junge Berufseinsteigerin mit einer Wohnung im Wunschviertel, die aber Sparpläne torpediert.

Eigentlich alles spannend - aber mit dem Schreibstil hier eher aufzählend als erzählend und aus der Distanz betrachtet. Keine der Charaktere konnten mich mitnehmen.
Das Thema Geld war so dominant, dass die Figuren ihr komplettes Leben nur danach ausgerichtet haben. Keine hat auch in der Jugend die Leichtigkeit besessen, mal etwas aus der Lebensfreude heraus zu entscheiden und den Augenblick zu genießen. Ich spreche jetzt ja nicht von "Geld heraushauen", aber immer so 1000% vernünftig, puh.

Schön und gleichzeitig auch erschreckend war es, die Rolle der Familie in Japan (falls das allgemeingültig ist) zu sehen und zu verstehen. Einerseits ein Korsett, andererseits ein großer Zusammenhalt.

Die Einblicke in das japanische Alltagsleben über die Generationen hinweg fand ich schön und lesenswert, insgesamt konnte mich das Buch aber nicht abholen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2023

Für Kinder witzig, aber mich hat es nicht überzeugt

Der kleine Ritter Kackebart
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Die Namen der beteiligten Personen sind wirklich witzig, hier wird mein infantiler Humor angesprochen.
Der junge Kackebart, der König Pipifax, das Einhorn Windelpups und der fürchterliche Drache Stinkerülps, ...

Die Namen der beteiligten Personen sind wirklich witzig, hier wird mein infantiler Humor angesprochen.
Der junge Kackebart, der König Pipifax, das Einhorn Windelpups und der fürchterliche Drache Stinkerülps, hihi.

Aber dass die Familie Kackebart halt wirlich genau diese im Bart hat, das fand ich doch eklig.
Das Buch soll zeigen, dass es ganz und gar nicht schlimm ist, anders zu sein, ganz im Gegenteil.
Aber die Art, wie das hier umgesetzt wurde, naja.
Vielleicht ist es aber auch gerade sehr geschickt, dass die Kackebarts so dermaßen anders sind, weil man da eben mit seinen eigenen Vorbehalten konfrontiert wird.

Aber wie auch immer - auch die Handlung an sich fand ich etwas dürftig.
Es ist aber auch ein Bilderbuch ab drei Jahren, da darf sie natürlich auch nicht sehr komplex sein.

Trotzdem: mir haben zwar die lustigen Namen gut gefallen, ansonsten war ich aber nicht begeistert. Kleine Kinder sehen das aber vielleicht ganz anders.

Veröffentlicht am 13.02.2023

Für Erwachsene anfangs amüsant, für Kinder zäh

Grüner wird's nicht
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Wir haben das Buch nacheinander gelesen, zuerst ich, dann die dreizehnjährige Tochter. Beim Austausch darüber konnte man anfangs meinen, wir hätten unterschiedliche Bücher gelesen.

Das Thema hat uns beide ...

Wir haben das Buch nacheinander gelesen, zuerst ich, dann die dreizehnjährige Tochter. Beim Austausch darüber konnte man anfangs meinen, wir hätten unterschiedliche Bücher gelesen.

Das Thema hat uns beide ja sofort angesprochen - ab dann gingen die Meinungen auseinander.

Ich fand das Spiel mit den Klischees zu Beginn witzig. Die typischen Aussteigertypen, die im Protestcamp gegenüber wohnen. Dann der Vater, der sich in einer Sinnkrise befindet und Sky, die mich voll an das Kind aus einer Bausparwerbung erinnert und gerne spießig leben würde.
Aber was ich aus der Erwachsenensicht amüsant fand, kam beim Kind gar nicht gut an.
Die Geschichte ist langweilig, so das Kinder-Fazit. Die Charaktere mit Ausnahme von Sky und Luke sind völlig aus der Lebenswelt der heutigen Teenies. Für das Kind war nur die Themenwahl an sich gut, ansonsten ist das Buch durchgefallen.

Mir ging es beim Lesefortschritt zunehmend auch so - so richtig gefesselt hat es mich nicht mehr.
Und die jetzige Klimaprotestbewegung ist mit jugendlichen Aktivisten auch ganz anders gestrickt. Das war dann auch mir zu stereotyp dargestellt im Buch.

Leider nicht so ganz unser Buch.

Veröffentlicht am 09.02.2023

Braucht lange, um Fahrt aufzunehmen

Silver & Poison, Band 1 - Das Elixier der Lügen
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Ich gestehe - ich bin Coverkäuferin.
Die Wahl zum schönsten Cover 2023 samt dem allerschönstem farbigen Motivbuchschnitt ist für mich schon so gut wie gelaufen, dabei haben wir gerade mal Februar.

Aber ...

Ich gestehe - ich bin Coverkäuferin.
Die Wahl zum schönsten Cover 2023 samt dem allerschönstem farbigen Motivbuchschnitt ist für mich schon so gut wie gelaufen, dabei haben wir gerade mal Februar.

Aber man soll sich nicht nur von Äußerlichkeiten leiten lassen.
Die Story fand ich leider nicht ganz so sensationell.
Die Grundidee gefällt mir gut, die Mischung aus Fantasy mit Magie, Lovestory und Krimielemente ist an sich super. Auch der Schauplatz New York passt gut.

Aber die Umsetzung war so schleppend. Es plätscherte vor sich hin und wirklich nah waren mir die Charaktere auch nicht.

Das hat sich gegen Ende des Buches dann schlagartig geändert. Auf einmal kam richtig Dynamik in das Geschehen, Avery war nicht mehr eine beliebige Buchfigur und dann...ein megafieser Cliffhanger!
Die letzten paar Kapitel haben bei mir das Ruder tatsächlich noch einmal herumgerissen, da hatte mich die Autorin plötzlich und jetzt will ich auch Teil 2 lesen.
Angesichts des für mich schleppenden Starts werden es nun im Durchschnitt solide drei Sterne - mit Potential nach oben bei Band 2.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2023

Starker Anfang, dann aber zieht es sich

Du bist mein Lieblingsgefühl
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Das Cover hat mich hier überhaupt nicht angesprochen, weder die Farben noch das Motiv.
Aber ich habe die Leseprobe gelesen und danach stand fest: das Buch muss ich lesen.
Turbulent, witzig und kurzweilig ...

Das Cover hat mich hier überhaupt nicht angesprochen, weder die Farben noch das Motiv.
Aber ich habe die Leseprobe gelesen und danach stand fest: das Buch muss ich lesen.
Turbulent, witzig und kurzweilig war sie und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Genauso gut ging es weiter, ich flog nur so durch die Seiten.

Max und Nela verlieben sich auf den ersten Blick, dumm nur, dass es in einem Brautladen stattfindet und beide davon ausgehen, dass der jeweils andere bald heiratet.

Es wird abwechselnd aus Max und Nelas Sicht erzählt, das ist erfrischend und lässt die jeweilige Sicht noch besser nachvollziehen.
Ich mochte beide Charaktere sehr - aber auch den Freundeskreis der Zwei.
Dazu ein schöner Humor, ich musste oft grinsen.
Tiefe Gefühle gibt es auch, aber jetzt kommt das aber:

Leider passierte irgendwann so gar nichts mehr. Es zog sich und zog sich, die Zwei eierten umeinander herum und ich wurde immer ungeduldiger. Das Buch war dann schon fast ausgelesen, bis es - endlich - voran ging. Uff!

Deshalb leider - es tut mir schon ein bisschen weh - nicht mehr als drei Sterne. Trotz erfrischendem Schreibstil, der Handlungsfortgang war mir zu schleppend und zu wiederholend.