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Veröffentlicht am 07.02.2023

Ein weiteres tolles Woodwalkers-Abenteuer!

Woodwalkers – Die Rückkehr (Staffel 2, Band 2). Herr der Gestalten
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Da ich ein großer Wood- und Seawalkers-Fan bin und bisher jeden Band mit Begeisterung verschlungen habe, habe ich mich auf den zweiten Teil der neuen Woodwalkers-Staffel tierisch gefreut. Ich war so gespannt ...

Da ich ein großer Wood- und Seawalkers-Fan bin und bisher jeden Band mit Begeisterung verschlungen habe, habe ich mich auf den zweiten Teil der neuen Woodwalkers-Staffel tierisch gefreut. Ich war so gespannt wie es wohl mit Carag und Co. weitergehen wird!

Die Zwischenprüfungen sind bestanden und Weihnachten steht vor der Tür, aber so richtig entspannen und auf die Festtage freuen, können sich Carag und seine Freunde irgendwie nicht. Ihr Lehrer James Bridger befindet sich schließlich immer noch in den Fängen der Löwenwandlerin Rebecca Youngblood. Carag und seine Mitschülerinnen wissen aber, wo in den Rocky Mountains ihr Lehrer gefangen gehalten wird und starten eine gefährliche Rettungsaktion. Ob die Schulleiterin der Clearwater High den geplanten Schüleraustausch mit der afrikanischen Wandler-Schule wohl trotzdem durchziehen wird? Dorthin, nach Namibia, hat James Bridger das geheime Buch der Gestaltwandler in letzter Sekunde schicken können, hinter dem seine Entführer nach wie vor her sind. Zum Glück findet die Klassenfahrt nach Afrika statt und auch Carag darf mit, obwohl er kurz vor der Abreise ständig so merkwürdige Ohnmachtsanfälle hatte. Während des Austauschs mit der Narawandu School versucht er an das kostbare Buch zu gelangen und zwar unbemerkt von Rebecca Youngblood und ihren Handlangern. Als wäre ihre Zeit in Afrika nicht schon aufregend genug: Kämpfe mit wilden Pavianen, abenteuerliche Lernexpeditionen in der Wüste, die Begegnungen mit den afrikanischen Gestaltwandlern – all das erwartet Carag und seine Freunde. Zudem merkt er sehr bald, dass einige der Schülerinnen an der Narawandu School etwas zu verbergen haben. So deutet vieles darauf hin, dass sich der sagenumwobene Herr der Gestalten unter ihnen befindet...

Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um den zweiten Band der neuen Woodwalkers-Staffel. Die Ereignisse aus dem ersten Teil sollten auf jeden Fall bekannt sein und es empfiehlt sich zudem auch sehr, sowohl die erste Woodwalkers-Reihe als auch die Seawalkers-Serie vorher gelesen zu haben. Man kann in meinen Augen zwar durchaus mit der zweiten Staffel in Katja Brandis' Gestaltwandler-Welt einsteigen, allerdings ist die Lesefreude meinem Empfinden nach um einiges höher, wenn man mit dem Vorwissen aus den davor erschienenen Bänden zu „Woodwalkers – Die Rückkehr“ greift.

Für mich, als Fan der ersten Stunde, war das Eintauchen in die Geschichte wie nach Hause kommen. In der Clearwater High fühle ich mich inzwischen richtig heimisch und die vielen einzigartigen Charaktere, mit denen diese Reihe bestückt ist, habe ich schon längst fest in mein Herz geschlossen. Ich fand es daher total schön auf lauter vertraute Gesichter wiederzutreffen wie Carag und seine Freunde, seine Schwester Mia und die Lehrerinnen an der Clearwater High. Auch die Schülerinnen aus der ersten Klasse, deren Bekanntschaft wir im Vorgänger machen durften, sowie die altbekannten Gegenspielerinnen sind erneut mit von der Partie und zu Beginn der Geschichte gibt es sogar noch ein Wiedersehen mit Tiago und Co. aus Seawalkers.
Über mein Kennenlernen mit den neu eingeführten Figuren habe ich mich aber natürlich ebenfalls sehr gefreut. Da es uns gemeinsam mit Carag und seiner Klasse für einige Tage nach Namibia an die Narawandu School verschlagen wird, dürfen wir im Verlauf der Erzählung viele afrikanische Gestaltwandler
innen kennenlernen. Insgesamt bekommen wir es mit einer ordentlichen Menge an Personen zu tun, aber mir ist es problemlos geglückt, stets den Überblick zu behalten. Das ausführliche Namensglossar hinten im Buch habe ich tatsächlich gar nicht gebraucht, die Charaktere wurden einfach so gut ausgearbeitet, dass ich sie jederzeit auseinanderhalten konnte.

Mein persönlicher Liebling war erneut Pumajunge Carag, unser 14-jähriger Hauptprotagonist. Aus seinem Blickwinkel wird auch diesmal der größte Teil der Handlung in der Ich-Perspektive geschildert, es gibt aber auch immer wieder kurze Passagen, in denen andere Figuren als personale Erzählerinnen zu Wort kommen wie beispielsweise Wolfsmädchen Tikaani und die Erstklässlerin Kimberley.
Mir haben die ständigen Sicht- und Kulissenwechsel abermals richtig gut gefallen. Sie sorgen für eine tolle Abwechslung und gestalten das Ganze nur noch mitreißender und spannender.

Auch sonst kann ich mich zur Handlung nur positiv äußern. Wie ich es von Katja Brandis gewohnt bin, hat sie mal wieder eine Story aufs Papier gebracht, die vor Action und unvorhersehbaren Wendungen nur so strotzt und uns Leser
innen durchweg in Atem hält. Ohne Ende mitfiebern ist hier definitiv angesagt und da der Humor ebenfalls nicht zu kurz kommt, gibt es auch so einige Momente zum Schmunzeln. Mir hat es einfach nur unheimlich viel Vergnügen bereitet, Carag und seine Freunde auf ihrer neuen großen Mission zu begleiten, mich gemeinsam mit ihnen lauter Herausforderungen und Gefahren zu stellen, den aufregenden Schulalltag an der Narawandu School kennenzulernen und mitzuerleben, wie neue wundervolle Freundschaften entstehen. Super fand ich auch, dass wir ein paar interessante Einblicke in Namibias Kultur erhalten und dass viele wichtige und aktuelle Themen angesprochen werden wie Zusammenhalt, Mut, Hilfsbreitschaft, Liebe, Eifersucht, Diversität, Panikattacken und Verrat. Die Geschichte ist stellenweise schon ein bisschen ernster, aber da alles altersgerecht behandelt wird, ist das Buch auf jeden Fall für die empfohlene Zielgruppe geeignet, sprich für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.

Neben Katja Brandis hat auch die Claudia Carls erneut einen fabelhaften Job gemacht. Sie hat auch diesen Band mit zahlreichen stimmungsvollen schwarz-weiß Zeichnungen versehen, die die Geschehnisse einfach perfekt in Szene setzen und das Leseerlebnis nur noch schöner machen.

Fazit: Katja Brandis ist mit „Woodwalkers – Die Rückkehr. Herr der Gestalten“ ein weiteres großartiges Tierfantasy-Abenteuer gelungen, das voller Spannung, Spaß und Überraschungen steckt und an keiner Stelle Langeweile aufkommen lässt. Mich hat die deutsche Autorin mal wieder auf ganzer Linie überzeugen können. Die Story, der Schreibstil, die Charaktere, das Setting, nicht zu vergessen die zauberhaften Illustrationen von Claudia Carls – ich bin einfach von allem vollkommen begeistert. Ich habe erneut eine wunderbare Zeit mit Carag und Co. verbracht und freue mich schon sehr auf mein nächstes Wiedersehen mit ihnen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 05.02.2023

Eine herrlich turbulente, charmante & witzige Detektiv- und Freundschaftsgeschichte!

Ist Oma noch zu retten?
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Als ich zum ersten Mal von „Ist Oma noch zu retten?“ hörte, war ich augenblicklich Feuer und Flamme. Sowohl das Cover (illustriert von Regina Kehn, eine meiner liebsten Illustratorinnen) als auch der ...

Als ich zum ersten Mal von „Ist Oma noch zu retten?“ hörte, war ich augenblicklich Feuer und Flamme. Sowohl das Cover (illustriert von Regina Kehn, eine meiner liebsten Illustratorinnen) als auch der Klappentext haben mich sofort überzeugen können. Das Buch klang einfach nur richtig gut und nach Story ganz nach meinem Geschmack. Ich ließ es daher nur zu gerne bei mir einziehen.

Die 11-jährige Pia freut sich riesig auf den Sommer, denn für sie heißt es: Auf zu Oma Lore! Das werden bestimmt herrliche Ferien werden, mit Oma Lore erlebt man einfach immer die tollsten Dinge und hat ohne Ende Spaß. Ungeduldig wartet Pia am Bahnhof auf ihre Großmutter, aber komisch, irgendwie taucht diese gar nicht auf. Hat sie sie etwa vergessen? Oder ist ihr etwas dazwischen gekommen? Aber auch bei ihr Zuhause fehlt jede Spur von ihr. Pia ist sich sicher: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht! Sie beginnt umgehend zu ermitteln und stößt schon sehr bald auf den ersten Hinweis. Alles scheint darauf hinzudeuten, dass Lore kriminell geworden ist. Pia aber kann das nicht glauben. Sie ist felsenfest davon überzeugt, dass ihre Oma unschuldig ist, anders als der Nachbarsjunge Pepe, von dem sie bei ihren Recherchen Unterstützung erhält. Anfangs geht ihr Pepe ziemlich auf die Nerven mit seinem neunmalklugen Getue, doch es stellt sich noch heraus, dass er eigentlich doch gar nicht so übel ist. Gemeinsam werden die beiden zu echten Detektiven und Oma-Rettern und erleben ein unvergessliches Abenteuer, bei welchem unter anderem eine Lösegeldforderung, Falschgeld und jede Menge Notlügen wichtige Rollen spielen werden...

Als ich mit dem Lesen begann, wurde mir bereits nach wenigen Seiten klar, dass ich bei meiner Bücherauswahl mal wieder einen echten Glückstreffer gelandet habe und ein Buch in Händen halte, das vollkommen meinen Nerv treffen wird. Und tja, was soll ich sagen, mein erster Eindruck hat mich nicht getäuscht – ich bin richtig begeistert von Marie Hüttners ersten Kinderbuch, mir hat es sogar noch ein bisschen besser gefallen als erhofft.
In meinen Augen hat Marie Hüttner mit „Ist Oma noch zu retten?“ ein zauberhaftes Debüt aufs Papier gebracht, mit welchem sie uns eine gekonnte Mischung aus lauter wundervollen Zutaten beschert: Ein fesselndes Detektivabenteuer, das einen durchweg mitraten lässt; eine warmherzige Ferien- und Freundschaftsgeschichte, die Lust auf Sommer und prickelndes Kaktus-Eis macht; eine pfiffige Heldin, die man sofort ins Herz schließt und zahlreiche weitere unvergleichliche Charaktere, die man ebenfalls einfach lieben muss. Dazu dann noch eine gehörige Portion Humor und Situationskomik sowie viele wertvolle Weisheiten machen dieses Buch für mich zu einem rundum gelungenen Kinderschmöker ab 10 Jahren, der auch für Erwachsene ein wahrer Lesegenuss ist.

Der Einstieg in das Buch ist mir mühelos geglückt. Der lebendige Schreibstil und die kurzen Kapiteln konnten auf Anhieb bei mir punkten und unsere 11-jährige Hauptprotagonistin Pia mochte ich vom ersten Moment an. Ihre aufgeweckte, ehrliche und mutige Art machen sie zu einer absoluten Sympathieträgerin und da die gesamte Handlung sehr authentisch aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive geschildert wird, gelingt es einem als Leser*in spielend leicht, in ihre Gefühls- und Gedankenwelt einzutauchen. Auch ich, als Erwachsene, habe ich mich jederzeit in Pia hineinversetzen können. Ich habe mit ihr mitgefühlt und mitgefiebert und für ihre Entschlossenheit und Findigkeit habe ich sie richtig bewundert.

Pia ist zweifellos ein ziemlich helles Köpfchen und lässt sich so leicht nicht unterkriegen. Sie setzt alles daran, um ihre verschwundene Oma Lore zu retten und wird dabei über sich selbst hinauswachsen, allerdings ist sie bei dem Ganzen dann doch auf Hilfe angewiesen. Bereits kurz nach ihrer Ankunft trifft sie auf den Nachbarsjungen Pepe und was mit einem etwas holprigen Start beginnt, endet schließlich in einer innigen Freundschaft.
Pepe habe ich ebenfalls unheimlich liebgewonnen. Er mag zunächst ein wenig besserwisserisch wirken, allerdings zeigt sich noch, was für ein lieber und hilfsbereiter Kerl er ist. Ich fand es total schön mitzuerleben, wie er und Pia während ihrer Oma-Lore-Rettungsmission immer mehr zu guten Freunden zusammenwachsen und gemeinsam ein unschlagbares Team ergeben.

Die weiteren Figuren haben mir gleichermaßen gut gefallen. Wir dürfen im Verlauf des Buches auf eine Menge verschiedene und größtenteils recht schräge Persönlichkeiten treffen, die alle ihre Besonderheiten besitzen und auf ihre Art und Weise einzigartig sind. Eine meiner persönlichen Lieblinge – neben unserem ungleichen Duo – war Oma Lore. Wir lernen sie zwar hauptsächlich durch Pias Erzählungen kennen, aber schon in diesen wird mehr als deutlich, was für eine sympathische, gewitzte und verdammt coole alte Dame Lore ist.

Für mich kam beim Lesen an keiner Stelle auf. Dank der vielen amüsanten Szenen saß ich öfters mit einem breiten Schmunzeln im Gesicht da und die Ermittlungen von Pia und Pepe, inklusive Pias unterhaltsamer Listen, habe ich ganz gebannt und mit großem Vergnügen verfolgt. Der Kriminalfall ist echt klasse und äußerst geschickt aufgebaut, sogar ich, als Erwachsene, wurde immerzu auf eine falsche Fährte gelockt und von so manchen Wendungen sehr überrascht.
Die Geschichte lässt einen aber nicht nur ordentlich mitfiebern und miträtseln und macht Spaß – sie ist auch lehrreich und regt zum Nachdenken an. So zeigt sie uns zum Beispiel, dass wir uns oft wie viel zu früh eine Meinung über etwas bilden oder andere zu schnell verurteilen. Zudem werden uns so einige wichtige Werte nähergebracht wie Mut, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Vertrauen. All dies steckt unter anderem zwischen diesen Seiten und ergibt zusammen mit dem Rest der Handlung und den tollen schwarz-weiß Vignetten an den Kapitelanfängen ein großartiges Gesamtpaket.

Die Geschichte endet abgeschlossen, aber Potenzial für eine Fortsetzung ist durchaus vorhanden. Also ich hoffe sehr, dass es sich hierbei um einen Reihenauftakt handelt und wir uns auch noch ein zweites Mal zusammen mit Pia und Pepe in ein spannendes Abenteuer stürzen dürfen.

Fazit: „Ist Oma noch zu retten?“ erzählt eine herrlich turbulente und lustige Detektiv- und Freundschaftsgeschichte für Jung und Alt, die vor Witz, Charme und ausgefallenen Ideen nur so sprüht und die Herzen aller Spürnasen und Krimifans höher schlagen lässt. Ich kann Marie Hüttners Kinderbuchdebüt nur wärmstens empfehlen, mir hat es wunderbare Lesestunden bereitet. Ich habe Pia und Pepe nur zu gerne auf ihrer Rettungsmission begleitet und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit den beiden Nachwuchsermittlern und den weiteren liebenswert-skurrilen Charakteren. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 03.02.2023

Ein herrliches monsterschönes Lesevergnügen voller schräger Abenteuer und kunterbunter Fantasie!

Indigo Wild – Gib dem Monster keine Schokolade
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Als ich zum ersten Mal von „Indigo Wild“ hörte, war ich augenblicklich Feuer und Flamme. Das fröhliche Cover hat meine Neugier sofort geweckt und der Klappentext klang nach einer richtig coolen Story. ...

Als ich zum ersten Mal von „Indigo Wild“ hörte, war ich augenblicklich Feuer und Flamme. Das fröhliche Cover hat meine Neugier sofort geweckt und der Klappentext klang nach einer richtig coolen Story. Für mich stand daher sehr schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.

Indigo Wild wurde als Baby im Dschungel ausgesetzt und von dem berühmten Forscher-Ehepaar Philomena und Bertram Wild gefunden und adoptiert. Sie ist jedoch bei weitem nicht die Einzige, die von den Wilds aufgenommen wurde. Ihr großes farbenfrohes Haus, die Nummer 47 im Geleebohnenweg, wird von lauter magischen Geschöpfen, bedrohten Kreaturen und Monstern bewohnt, die alle etwas anders sind. Während das Entdecker-Ehepaar in der Welt herumreist und nach neuen Wesen sucht, die gerettet werden müssen, hüten Indigo und ihr jüngerer Bruder Quick, der ebenfalls ein Findelkind ist, das Haus und kümmern sich um dessen außergewöhnliche Bewohner. Ihre Entdeckungen schicken Herr und Frau Wild stets per Monster-Post nach Hause, aber was ist das? Dieses Mal ist die Lieferung leer und der dabei liegende Brief kaum zu lesen. Das Monster, das sich in dem Paket befand, ist ausgebüxt und schon dabei, jede Menge Chaos anzurichten. Ob es Indigo und Quick wohl gelingen wird, den Ausreißer wieder einzufangen? Eine wilde Suche durch das ganze Haus beginnt...

Dies war mal wieder so ein Buch, bei welchem ich schon vor dem Lesen wusste, dass es absolut meinen Geschmack treffen wird. Ich liebe illustrierte Kinderbücher, ich liebe Monstergeschichten und zu Erzählungen, die prall gefüllt sind mit lustigen Verrücktheiten, greife ich ebenfalls immer unheimlich gerne. Voller freudiger Erwartung bin ich also in „Indigo Wild“ eingetaucht - und wie ich es mir schon gedacht habe, war ich von den ersten Seiten an begeistert.
In meinen Augen hat Pippa Curnick ein zauberhaftes Kinderbuch ab 8 Jahren aufs Papier gebracht, das vor skurrilem Witz und Einfallsreichtum nur so sprüht und auch für Erwachsene ein echter Genuss ist. Ich jedenfalls habe eine tolle Zeit im Geleebohnenweg Nummer 47 verbracht und musste diesen abenteuerlichen Ort leider viel zu schnell wieder verlassen. Zum Glück wird es aber kein Abschied für immer sein. Hinten im Buch wird der zweite Band bereits mit einer Leseprobe angekündigt und da hoffe ich nun sehr, dass wir uns auf diesen nicht allzu lange gedulden müssen. Ich bin total gespannt, wie es wohl weitergehen wird!

Aber zurück zum ersten Band. Zu Beginn dürfen wir erst einmal unsere 11-jährige Hauptperson Indigo Wild kennenlernen und erfahren eine Menge erstaunliche Dinge über ihre Vergangenheit und ihr Zuhause. Schon da wird einem als Leserin sofort klar, dass es sich bei den Wilds um keine normale Familie handelt und ihr Wohnort ebenfalls mehr als ungewöhnlich ist. Herr und Frau Wild sind weltberühmte Entdecker und hegen eine große Leidenschaft für gefährliche Kreaturen aller Art. Die Nummer 47 wird daher von den wunderlichsten magischen Geschöpfen bewohnt, allerdings müssen sich in erster Linie Indigo und ihr kleiner gehörloser Bruder Quick um sie kümmern, da die Eltern ständig auf Forschungsreise sind.
Ich war beim Lesen immerzu ganz fasziniert am Staunen, was für außergewöhnliche Fantasiewesen sich Pippa Curnick ausgedacht hat. Den Schnurrnix zum Beispiel, der halb Katze, halb Fisch ist. Einer meiner persönlichen Favoriten war Lamahorn Graham, der mich mit seiner großen Vorliebe für Unterhosen bestens unterhalten hat. Aber auch all die anderen Figuren fand ich einfach großartig und höchst amüsant.

Ich kann euch versprechen: Langeweile kommt zwischen diesen Buchdeckeln an keiner Stelle auf. Gemeinsam mit unserer sympathischen Protagonistin Indigo Wild und den weiteren liebenswerten Charakteren erlebt man als Leser
in die verrücktesten und aufregendsten Abenteuer und trifft auf lauter ausgefallene und etwas andersartige Gestalten. Der Kreativität sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt. Die neue Monster-Post von Indigos Eltern wird im Geleebohnenweg Nummer 47 für jede Menge Wirbel und Chaos sorgen und Indigo und Quick gehörig auf Trab halten, sodass man als Leser*in ordentlich ins Mitfiebern gerät und sich einfach prächtig amüsiert. Und da das Buch nicht nur mit einer spannenden und unterhaltsamen Story aufwarten kann, sondern auch mit einer aufwändigen und ziemlich genialen Innenaufmachung, fliegt man nur so durch die Seiten.

Die Gestaltung war eindeutig mein Highlight. Pippa Curnick hat die Handlung mit zahlreichen fantasievollen und witzigen Illustrationen versehen, die in leuchtend bunten Farben erstrahlen und das Lesen zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Ich habe beim Erkunden der Zeichnungen das Schmunzeln oft kaum mehr aus dem Gesicht bekommen und mich gar nicht an ihnen sattsehen können. Mehrmals hinschauen lohnt sich aber auch definitiv. Die Bilder stecken voller kleiner und humorvoller Details, sodass man ständig etwas Neues in ihnen entdeckt und das Betrachten nie langweilig wird.

Fazit: Pippa Curnick ist mit „Indigo Wild – Gib dem Monster keine Schokolade“ ein wunderbarer Reihenauftakt gelungen, mit welchem sie Jung und Alt ein herrliches monsterschönes Lesevergnügen voller schräger Abenteuer und kunterbunter Fantasie beschert. Ich kann das Buch nur empfehlen, mich hat es vollkommen begeistern können. Ich habe Indigo und ihren Bruder Quick nur zu gerne auf ihrer turbulenten Monsterjagd durch ihr Haus begleitet und hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit den Geschwistern und den weiteren einzigartigen Bewohnern aus der Nummer 47 im Geleebohnenweg. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 31.01.2023

Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit Tiefgang und absoluten Wohlfühlfaktor!

Du bist der Sturm in meinem Herzen
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Da ich den ersten Band der Starfall Love-Reihe so geliebt habe, musste ich natürlich auch den zweiten Teil unbedingt lesen. Auf die Geschichte von Mira und Zac habe ich mich tierisch gefreut!

Mira ist ...

Da ich den ersten Band der Starfall Love-Reihe so geliebt habe, musste ich natürlich auch den zweiten Teil unbedingt lesen. Auf die Geschichte von Mira und Zac habe ich mich tierisch gefreut!

Mira ist sich schon lange bewusst, dass das, was sie für Zac empfindet, Liebe ist, allerdings halten sie vergangene Vorkommnisse davor zurück, ihre Gefühle zuzulassen. Als die beiden für ein Uniprojekt zusammenarbeiten müssen, fällt es Mira jedoch immer schwerer, ihre Gefühle für Zac geheim zu halten. Sie verliebt sich immer mehr in diesen unnahbar wirkenden jungen Mann und lässt sich von seiner rauen Art nicht abschrecken. Sie weiß schließlich, was Zac zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist. Die einzige Person, der sie sich schließlich anvertrauen kann, ist ihre beste Freundin Enna. Doch dann kommt eines Tages auch ihr Bruder hinter ihr Geheimnis.

Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um den zweiten Teil der Starfall-Reihe. Meinem Empfinden nach kann man durchaus mit diesem Band einsteigen, allerdings würde ich persönlich davon abraten. Da die Bände trotz neuer Hauptpersonen aufeinander aufbauen, empfiehlt es sich auf jeden Fall, ihre chronologische Reihenfolge einzuhalten. Die Lesefreude ist dann einfach deutlich höher.

Bei mir ist es mittlerweile ein Weilchen her, dass ich zum Dilogieauftakt gegriffen habe. Die Ereignisse waren mir aber noch sehr präsent, sodass ich mühelos nach Starfall zurückgefunden habe und meinen zweiten Aufenthalt in diesem idyllischen kleinen Städtchen in vollen Zügen genießen konnte. Und ein Genuss war es, definitiv! Mich hat auch dieser Band von Anfang bis Ende verzaubern können. In meinen Augen hat Emily Stopp mit „Du bist der Sturm in meinem Herzen“ eine würdige Fortsetzung aufs Papier gebracht, die dem Vorgänger in nichts nachsteht und die für alle, die gerne berührende New Adult-Romane lesen, ein großes Muss ist. Auch die Geschichte von Mira und Zac steckt voller herzbewegender und tiefgründiger Momente und ist wunderschön und mit viel Herzblut geschrieben.

Von Emily Stopps detailverliebten und poetischen Schreibstil war ich bereits im ersten Band ganz angetan. Die junge Autorin besitzt einfach so eine zauberhafte Art mit Worten umzugehen. Man spürt ihre Liebe für die geschriebene Sprache in jeder einzelnen Zeile, sodass man sich in ihren Texten sofort vollkommen wohl fühlt. Es werden zwar auch dieses Mal einige ernste Dinge angesprochen, was eine gewisse Schwere mit einbringt, aber da alles mit einer genau richtigen Leichtigkeit behandelt wird, wird die Story niemals zu drückend. Ich jedenfalls habe sie an keiner Stelle als zu schmerzlich empfunden, für mich hat hier alles gepasst.

Geschildert wird die Handlung abwechselnd aus den Perspektiven von Mira und Zac, jeweils in der Ich-Form. Mir waren unsere beiden Hauptprotagonisten auf Anhieb sympathisch, allen voran Mira, die ich schon im vorherigen Band unheimlich liebgewonnen habe. Ihre Kapitel habe ich besonders gerne gelesen – in sie habe ich mich irgendwie ein wenig besser hineinversetzen können – aber auch Zacs Passagen mochte ich wirklich sehr. Mit den beiden hat Emily Stopp zwei tolle Persönlichkeiten erschaffen, die man als Leserin nur zu gerne begleitet, auch wenn auf ihren Schultern viel Ballast lastet und ihre Wege mit diversen Stolpersteinen gepflastert sind.

Mira und Zac – beide haben es nicht leicht und schon einiges durchmachen können. Bei Mira ist es zum einen der Druck und die Kälte aus ihrem Elternhaus, die ihr zusetzen. Am liebsten würde sie ihrer großen Leidenschaft nachgehen und das Backen zum Beruf machen, aber da ihre Eltern wollen, bzw. es erwarten, dass ihre Kinder eines Tages ihre Anwaltskanzlei übernehmen, studiert Mira an der Starfall University Jura, obwohl ihr dieses Studium überhaupt keinen Spaß macht. Und dann verliebt sie sich auch noch in den Mann, der ihrem Zwillingsbruder Jase das Leben einst ziemlich schwer gemacht hat, sodass sie sich nicht traut, sich zu ihrem heimlichen Schwarm zu bekennen und mit Jase über ihre Gefühle zu sprechen.
Zac wiederum blickt auf eine harte Kindheit zurück und hat sich in all den Jahren einen festen Panzer zum Schutz zugelegt. Nach außen hin wirkt er recht kühl und unnahbar und macht nicht den freundlichsten Eindruck, aber Mira weiß, warum er so ist und auch wir Leser
innen verstehen nach und nach, was die Gründe für Zacs Verhalten sind.

Mir sind die zwei sehr schnell ans Herz gewachsen. Ich habe mit ihnen mitgefühlt, mitgelitten und mitgefiebert und so gehofft, dass sie sich ihre Träume und Wünsche erfüllen können und endlich zueinander finden werden. Mitzuerleben, wie sie sich schließlich näherkommen, wie sie sich gegenseitig helfen, füreinander da sind, miteinander reden und wie Zacs stabile Schutzmauer durch Mira immer mehr zerbröckelt, hat mich tief bewegt. Die gemeinsamen Augenblicke der beiden und ihre immer stärker werdende Liebe werden wunderbar dargestellt. Ihre Lovestory entwickelt sich glaubhaft und zart und kommt ohne Kitsch oder unnötiges Drama aus. Sie wirkt einfach so echt und ergibt zusammen mit dem Rest der Handlung ein stimmiges Gesamtpaket, in welchem man sich von Beginn an richtig heimisch fühlt.

Für mich war das Eintauchen in die Geschichte irgendwie tatsächlich ein bisschen wie nach Hause kommen. In die fiktive Kleinstadt Starfall habe ich mich bereits im ersten Teil direkt verliebt. Sie hat so etwas Gemütliches an sich und diese leichten Stars Hollow-Vibes, die sie ausstrahlt, haben mein Gilmore-Girls-Fanherz auch diesmal immerzu höherschlagen lassen. Wie gerne würde ich mal nach Starfall reisen, um selbst mal ausgiebig in der kleinen Buchhandlung „Starfall Books“ zu stöbern und im Café „C&C – Coffee & Cakes“ von den berühmten Starfall Pies zu kosten.

Neben unseren beiden Romanfiguren und dem Setting hat mich das Buch auch mit den authentischen Nebenfiguren begeistern können. Da wäre zum Beispiel Brian, der der Besitzer des Cafés „C&C – Coffee & Cakes“ ist, in welchem Mira neben ihrem Studium jobbt. Die freundschaftliche Beziehung der beiden hat mir stets ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, ihr Umgang wird einfach so schön liebevoll und herzlich beschrieben.
Überaus gefreut hat mich, dass es auch ein Wiedersehen mit Enna und Finn gibt, die Protagonisten aus Band 1. Für mich sind die Charaktere in dieser Reihe zu richtigen Freunden geworden, echt schade, dass es mit diesem Band schon heißt, Abschied von ihnen nehmen zu müssen.

Fazit: Mit „Du bist der Sturm in meinem Herzen“ beschert uns Emily Stopp eine rundum gelungene Fortsetzung zu ihrem Debütroman, die ich aus vollem Herzen nur empfehlen kann. Für mich war auch dieser Band ein absolutes Wohlfühlbuch. „Du bist der Sturm in meinem Herzen“ erzählt eine wundervolle und herzerwärmende Geschichte über Liebe, Freundschaft und Familie, über Neuanfänge und das Kämpfen für die eigenen Ziele und Träume. Es zeigt uns, dass man erst mit Vergangenem abgeschlossen haben muss, damit man bereit und offen ist für etwas Neues und es verdeutlicht, wie wichtig es ist miteinander zu reden und ehrlich zueinander zu sein. Ich habe meine Zeit in Starfall erneut sehr genossen und vergebe gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 29.01.2023

Ein zauberhaftes und wunderschön illustriertes Bilderbuch!

Benjamin
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Ich liebe die Bilder von Rocio Bonilla und lasse jedes neue Buch, das von ihr illustriert wurde, sofort bei mir einziehen. Und da ich die Bücher, die nicht nur von ihr bebildert, sondern auch selbst geschrieben ...

Ich liebe die Bilder von Rocio Bonilla und lasse jedes neue Buch, das von ihr illustriert wurde, sofort bei mir einziehen. Und da ich die Bücher, die nicht nur von ihr bebildert, sondern auch selbst geschrieben wurden, ganz besonders gerne mag, habe ich mich gefreut wie ein Schnitzel als ich hörte, dass im Jumbo Verlag Anfang dieses Jahres ein neues Bilderbuch von ihr erscheinen wird. Auf „Benjamin. Ein kleiner Fisch mit großem Mut“ war ich tierisch gespannt.

Der kleine rote Fisch namens Benjamin ist eigentlich sehr zufrieden mit seinem Leben. Er ist zwar schüchtern, hat aber gute Freunde, mit denen er gerne Fußball spielt. Doch dann wird er eines Tages von einer berüchtigten Gruppe von Fischen gefragt, ob er das elfte Mitglied ihrer Bande werden möchte und Benjamin, der sich sehr geehrt fühlt, schließt sich ihnen an. Anfangs genießt er es, Teil dieser angesehenen Bande zu sein. Da die Elf sich alles erlauben können, stets das bekommen, was sie wollen und von allen respektiert werden, fühlt er sich groß, wichtig und stark. Alles ist zunächst lustig und cool. Mit der Zeit erkennt er aber, dass die Bande gar nicht bewundert wird, sondern dass sich alle vor ihr fürchten, und ihm wird immer unwohler zumute. Als die Zehn anfangen, andere Fische zu ärgern und zu erschrecken, merkt Benjamin, dass diese Streiche in keinster Weise mehr witzig sind und er mit dem Verhalten der anderen Mitglieder überhaupt nicht einverstanden ist. Er nimmt daraufhin all seinen Mut zusammen und verlässt die Bande. Daraufhin passiert etwas völlig Unerwartetes. Am Ende hat Benjamin viele neue tolle Freunde und ist so glücklich wie nie zuvor.

Die Bücher von der spanischen Illustratorin und Autorin Rocio Bonilla sind aus meiner Bilderbuchsammlung längst nicht mehr wegzudenken. Ihre Werke sind einfach immer echte Schätze und eine große Bereicherung für jedes Kinderbuchregal. Mit „Benjamin. Ein kleiner Fisch mit großem Mut“ beschert sie uns nun also ein weiteres Bilderbuch und wie ich es mir schon gedacht habe, hat sie mich auch mit diesem komplett begeistern können.

Rocio Bonilla besitzt einfach ein echtes Talent dafür, relevante Themen einfühlsam und humorvoll zu verpacken und junge Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken. Ihre Werke beinhalten stets wichtige Aussagen und liefern wertvolle Denkanstöße - und „Benjamin. Ein kleiner Fisch mit großem Mut“ bildet da natürlich keine Ausnahme.
Auf eine liebevolle und spielerische Art und Weise wird uns hier vor Augen geführt, wie wichtig es ist, auf sein Bauchgefühl zu hören und das Verhalten anderer zu hinterfragen. Wenn man erkennt, dass sich die Mehrheit falsch verhält, darf man sich ihr nicht anpassen, man muss etwas an der Situation ändern, auch wenn dies eine Menge Mut erfordert. Eigene Entscheidungen treffen und richtig handeln, sich für andere einsetzen, die Bedeutung von wahrer Freundschaft – all das steckt in diesem Buch. Unser liebenswerter Protagonist Benjamin geht uns mit einem wirklich tollen Beispiel voran und zeigt uns mit seinem vorbildhaften Verhalten, dass man viel bewirken und erreichen kann, wenn man nicht einfach mit dem Strom schwimmt, sondern selbst denkt und mutig handelt.

Mich hat es beeindruckt und berührt zu sehen, wie der anfangs so schüchterne kleine Benjamin im Verlauf des Buches über sich selbst hinauswächst und am Schluss viele neue Freunde gewinnt. Mir ist dabei ganz warm ums Herz geworden und das Ende der Geschichte hat mir ein breites Lächeln aufs Gesicht gezaubert, weil es einfach so schön und warmherzig ist und eine so wunderbare Botschaft vermittelt.

Absolut bezaubernd sind auch wieder die vielen großflächigen farbigen Illustrationen, die in den für Rocio Bonilla typischen zarten Pastelltönen gehalten sind und eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre schaffen. Die Unterwasserwelt strahlt so etwas Ruhiges und Geborgenes aus, sodass man sich beim Lesen und Durchblättern sofort rundum wohlfühlt.
Besonders gelungen fand ich jedoch die Gestaltung der Fischbande. Alle Mitglieder sind dunkel und grau und wirken dadurch wie eine große bedrohliche Masse, und da sie die Augen oft geschlossen haben, machen sie einen ziemlich herablassenden Eindruck. Der kleine Benjamin sticht mit seinen roten Schuppen und süßen Kulleraugen somit richtig heraus. Am Ende aber, als sich die Bande auflöst, werden auch die anderen Fische wieder bunt und haben die Augen geöffnet und sehen gleich viel fröhlicher aus.

Vom Verlag wird das Buch für Kinder ab 3 Jahren empfohlen und dem schließe ich mich an. Die Textmenge ist für ein Bilderbuch dieser Altersklasse in meinen Augen vollkommen passend. Eine Doppelseite enthält stets nur ein paar kurze Sätze, sodass sich die Erzählung ideal zum Vorlesen eignet. Text ist insgesamt wirklich nur recht vorhanden, er sagt gemeinsam mit den Bildern aber enorm viel aus und ergibt zusammen mit ihnen ein perfektes Gesamtpaket.

Fazit: Mit „Benjamin. Ein kleiner Fisch mit großem Mut“ durfte ein weiteres Bilderbuch von Rocio Bonilla in meine Sammlung einziehen und es wird diese definitiv nie mehr verlassen. Ich kann das Buch jedem nur ans Herz legen. Es erzählt eine herzerwärmend schöne Geschichte über die Wichtigkeit, sich nicht von dem hinreißen zu lassen was andere tun, den Mut, Nein zu sagen, wenn es erforderlich ist und darüber, dass auch die Kleinsten Großes vollbringen können. Mir hat es unheimlich viel Freude bereitet, den kleinen mutigen Benjamin auf seinem Weg zu begleiten und mich von seinen berührenden Erlebnissen und den vielen wundervollen Illustrationen verzaubern zu lassen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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