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Veröffentlicht am 18.03.2026

Wer außergewöhnliche Bücher sucht kauft Knüwer!

Giftiger Grund
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„Giftiger Grund“ ist wieder einmal ein Beweis dafür, dass Thomas Knüwer zu den Autoren gehört, die man einfach nicht ignorieren kann. Sein Schreibstil ist außergewöhnlich – fast poetisch, bildstark, faszinierend. ...

„Giftiger Grund“ ist wieder einmal ein Beweis dafür, dass Thomas Knüwer zu den Autoren gehört, die man einfach nicht ignorieren kann. Sein Schreibstil ist außergewöhnlich – fast poetisch, bildstark, faszinierend. Die Sätze sitzen, die Wortwahl malt Bilder, und die Kapitel sind perfekt portioniert.
Der Roman erzählt aus drei unterschiedlichen Perspektiven: Joran, der frisch entlassene Ex-Häftling mit geballter Verzweiflung; Edda, das kleine Mädchen im Schlafanzug, das viel zu viel sieht; und Charu, die Lost-Places-Fotografin auf der Suche nach dem perfekten Bild. Zu Beginn wirken diese drei Leben wie drei völlig fremde Planeten – und genau das ist der Clou. Man fragt sich ständig: Wie zum Teufel sollen die je zusammenkommen und warum? Knüwer lässt einen lange im Dunkeln tappen, webt die Fäden aber mit großer Erzählkunst irgendwann doch zusammen. Das ist spannend, erschütternd und psychologisch vielschichtig.
Der eigentliche Kriminalfall – die Leiche im Kanalschacht – steht dabei gar nicht so sehr im Vordergrund. Die Morde und die Gewalt passieren eher in Nebensätzen, fast beiläufig. Der wahre Kern des Buches liegt in den zwischenmenschlichen Abgründen, in Trauma, Schuld, Einsamkeit und den winzigen, grausamen Momenten, in denen Menschen einander zerbrechen oder retten. Wer klassische Whodunit-Action oder rasante Ermittlungen sucht, wird hier enttäuscht sein. Wer jedoch Lust auf einen düsteren, introspektiven Psychothriller hat, der mehr über die Seele als über die Tat handelt, der bekommt hier etwas wirklich Besonderes.
Trotzdem: Ein kleiner Stern Abzug. Mir hat am Ende ein bisschen mehr … das kribbeln / die Spannung gefehlt. Die Auflösung ist stimmig und konsequent, aber sie hat mich nicht so richtig gepackt oder überrascht. Die psychologische Tiefe ist grandios, doch der Krimi-Anteil bleibt dadurch etwas blass.
Fazit: Kein „klassischer“ Krimi, sondern ein intensives, sprachlich brillantes Drama mit Verbrechen im Hintergrund. Wer Knüwers besondere Erzählkunst schon kennt und liebt, wird auch „Giftiger Grund“ feiern. Für mich ein starkes, ungewöhnliches Leseerlebnis.

Und ja, ich lese trotzdem jedes seiner Bücher sofort.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Bezaubernd

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel
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Ich habe “Cassandra Morgan” von Skye McKenna gerade erst beendet und bin immer noch ganz verzaubert von dieser Geschichte! Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht: Es geht um die junge Cassandra, ...


Ich habe “Cassandra Morgan” von Skye McKenna gerade erst beendet und bin immer noch ganz verzaubert von dieser Geschichte! Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht: Es geht um die junge Cassandra, die entdeckt, dass sie aus einer Hexenfamilie stammt und in das mysteriöse Hartwood Hall zieht. Dort stößt sie auf eine Welt voller Magie, die England vor den Wesen aus dem Land Faerie schützt. Aber um ihre verschwundene Mutter zu finden, muss sie das Verbot ihrer Tante brechen und in den gefährlichen Wald eintauchen. Eine klassische Fantasy-Abenteuergeschichte für junge Leser, die an Harry Potter oder ähnliche Welten erinnert.

Was mir besonders gefallen hat: Das Cover ist einfach wunderschön – der Farbschnitt passt perfekt zur magischen Atmosphäre und macht das Buch schon optisch zu einem Hingucker. Die Welt ist voller Magie und belebt durch unzählige fantasievolle, nicht-menschliche Figuren, die die Geschichte richtig lebendig werden lassen. Es dreht sich um Themen wie Freundschaft, Mut, Enttäuschungen und Sehnsüchte, was alles emotional und nachvollziehbar dargestellt wird. Die Handlung ist unvorhersehbar und spannend geschrieben, mit Twists, die wirklich fesseln können. Besonders toll für Kinder: Die große Schrift, die guten Absätze und die idealen Kapitelängen machen es leicht lesbar und motivierend.
Darüber hinaus mag ich die Idee, dass hier jeder eine Hexe werden kann. Nicht wie man es sonst aus Büchern kennt, dass nur bestimmte Menschen Magie beherrschen. Somit kann sich jeder Leser angesprochen fühlen, auch dazu zu gehören.

Allerdings hat mich dennoch was gestört: Der Aufbau der Welt und die Geschichte fühlen sich manchmal zu schnell an. Ich hätte mir gewünscht, dass das Buch mehr Seiten hätte und alles etwas detaillierter ausgeführt würde – da gäbe es so viel Potenzial für tiefergehende Beschreibungen! Zudem ist es sehr weiblich ausgelegt - keine Hexer.

Insgesamt eine herzerwärmende und abenteuerliche Geschichte, die vor allem jungen Fantasy-Fans ab 10 Jahren ansprechen wird. Skye McKenna hat hier eine tolle Basis geschaffen – ich freue mich schon auf mehr aus dieser Welt!

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Veröffentlicht am 29.12.2023

Super süße Idee, Weltliteratur für Kinder zugänglich zu machen

Stolz und Vorurteil
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Mickey Mouse trifft Jane Austen. Auf 34 Seiten mit vielen Bildern untermalt soll der berühmte Roman „Stolz und Vorurteil“ bereits für 4jährige zugänglich sein. Geht denn das?

Das Buch ist schön groß, ...

Mickey Mouse trifft Jane Austen. Auf 34 Seiten mit vielen Bildern untermalt soll der berühmte Roman „Stolz und Vorurteil“ bereits für 4jährige zugänglich sein. Geht denn das?

Das Buch ist schön groß, so dass die Zeichnungen und die Schrift gut zur Geltung kommen. Das Augenmerk ist hauptsächlich auf die Bilder gelegt. Diese nehmen bestimmt 80% des Buches ein und werden durch kurze schriftliche Absätze sprachlich untermauert. Am Anfang werden die Personen vorgestellt und hier hatte ich mein erstes Denkproblem. Da die Figuren vermeintlich nacheinander aufgezählt werden, passten die Namen nicht gleich, da die ersten beiden jeweils die äußeren bildeten. Da die Namen aber mit den Figuren und deren kurze Charakterbeschreibung gezeichnet worden sind, fiel es mir gleich auf. Für Kinder ab 4 Jahren empfinde ich die Anzahl der Charaktere auf die Seiten gerechnet ziemlich hoch. Die Zeichnungen sind Walt Disney typisch und wunderschön. Passend des zeitlichen Rahmens wurde auf Kleidung und Objekte geachtet.
Der Text ist extrem knapp gehalten. Auf der einen Seite für die Aufmerksamkeitsspanne ok, jedoch bleibt dadurch wenig Platz für die eigentlich Story. Von eigentlich ab 400 Seiten Roman auf 32 gekürzt bleibt kaum Raum für Inhalt. Dementsprechend ist die Story sehr oberflächlich gehalten. Die Sätze waren einfach, verständlich und Kindgerecht. In Verbindung mit den Bildern, fand ich das Gesamtkonzept schon gut gelungen, jedoch bezweifle ich ob Kinder ab 4 Jahren dem „Sinn“ oder „Hintergrund“ der Geschichte folgen können.
Dennoch finde ich die Idee, Literatur mit Kindheitsfiguren zu verbinden großartig. Langsames heranführen an Weltliteratur, jedoch eher empfohlen für Grundschulalter. Durch die passenden Bilder ist es den Kindern möglich, die Geschichte selbst wieder zu geben.

Jane Austen und Mickey Mouse geht in jedem Fall. Mit etwas mehr Seiten, könnte man die Story etwas detaillierter darstellen. Alles in allem eine super süße Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 31.10.2023

Ein fesselnder Krimi zwischen den Weinbergen

Ein tödlicher Jahrgang
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Selten lese ich Kriminalromane war jedoch begeistert, als mich der Roman "Ein tödlicher Jahrgang" erreichte. Mit dem Titel versprach dieser Krimi eine tolle Atmosphäre und eine packende Handlung inne zu ...

Selten lese ich Kriminalromane war jedoch begeistert, als mich der Roman "Ein tödlicher Jahrgang" erreichte. Mit dem Titel versprach dieser Krimi eine tolle Atmosphäre und eine packende Handlung inne zu haben. Und ich wurde nicht enttäuscht!
Die Geschichte spielt in den malerischen Weinbergen von Wachau, die für erstklassige Weine bekannt ist. Durch die vielen Beschreibungen schaffte die Autorin eine tolle Kulisse. Die Protagonistin, eine ehemalige Polizistin namens Lou, hat sich aus dem aktiven Dienst zurückgezogen und arbeitet nun in einem Feinkostgeschäft. Doch als ein Mord eines Winzers auf seinem Weingut geschieht, wird Lou in die Ermittlungen hineingezogen.
Was diesen Krimi so besonders macht, ist die ruhige Atmosphäre, die Beate Maxian meisterhaft erschafft. Die Beschreibungen der idyllischen Weinberge und des ländlichen Lebens sind so lebendig und detailliert, dass man sich direkt dorthin versetzt fühlt. Diese sorgfältige Darstellung der Umgebung verleiht dem Buch eine einzigartige Stimmung, die perfekt zur Handlung passt. Jedoch hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle etwas mehr Biss gewünscht. So dass es nicht zwischendurch wie ein Roman rüber kommt.
Die Autorin hat auch einen interessanten Kniff eingebaut: Lou hat einen treuen Begleiter - einen Hund namens Michelin. Michelin ist nicht nur ein liebenswerter Charakter, sondern spielt auch eine wichtige Rolle. Die Beziehung zwischen den beiden ist herzerwärmend und verleiht der Geschichte eine zusätzliche emotionale Ebene.
Die Suche nach Antworten in diesem Krimi ist spannend und gut durchdacht. Die Autorin hat geschickt verschiedene Verdächtige eingeführt und es geschafft, die Spannung bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Es gibt viele unerwartete Wendungen.
Ein weiterer Pluspunkt dieses Krimis ist die Vielschichtigkeit der Charaktere. Jeder hat seine eigenen Geheimnisse und Motive, was dazu führt, dass man als Leser ständig miträtselt und versucht, die Puzzleteile zusammenzusetzen.
Alles in allem kann ich "Ein tödlicher Jahrgang" jedem empfehlen, der einen soliden Krimi mit einer ruhigen Atmosphäre sucht. Die Weinberge bieten eine einzigartige Kulisse für diesen packenden Fall, während der treue Hund Michelin das Herz des Lesers im Sturm erobert. Mit einer tollen Handlung und gut ausgearbeiteten Charakteren ist dieser Krimi ein Muss für alle Krimifans da draußen!

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Veröffentlicht am 23.02.2023

Toller Einstieg mit einigen Schwächen

Air Awoken (Die Chroniken von Solaris 1)
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Ich kam gut in die Geschichte rein, da sie sich gut und locker leicht lesen lässt. Einfache Sätze machen das Buch zu einem guten Jugendbuch. Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich bei mir angekommen. ...

Ich kam gut in die Geschichte rein, da sie sich gut und locker leicht lesen lässt. Einfache Sätze machen das Buch zu einem guten Jugendbuch. Die Protagonisten sind sehr unterschiedlich bei mir angekommen. Vhalla wirkt auf der einen Seite überlegen und intelligent, auf der anderen Seite ziemlich naiv und kurios. Aldrik hingegen ist gleichbleibend unnahbar und undurchsichtig, was seine Gefühle angeht. Es wirkt wie eine versteckte innerliche positive Gefühlswelt, die jedoch tief verborgen bleibt. Wenn ich an den Klappentext denke und mir Gedanken über die bevorstehenden Story mache, habe ich ein komplett anders Bild vor Augen. Denn es weicht für mich völlig vom eigentlichen Inhalt ab. Ich dachte an Magie und wie sich diese auswirkt. Welche Facetten hier zum Vorschein kommen und was dieses Mythus auf sich hat. Doch leider werden genau die wichtigen Elemente nur angerissen. Wie kurz mal nebenher erwähnt. Denn in der eigentliche Geschichte dreht es sich viel um die Liebe aller Protagonisten untereinander. Jeder liebt gefühlt den falschen und somit wird ein Riesen Tumult ausgelöst. Mehr oder weniger läuft die Magie ein wenig nebenher. Dinge die über die Magie bekannt sind, werden stetig wiederholt, jedoch wird hier nicht tiefer drauf eingegangen. Die ersten Seiten waren gut und spannend zu lesen. Dann kam ein langer Bruch mit Lückenfüller. Das Ende wurde jedoch noch einmal spannend und lässt Neugierde zum zweiten Band entfachen. Air Awoken ist ein solider Auftakt mit einigen Schwächen. Ich habe mir mehr über die eigentliche Story gewünscht, jedoch viele Nebensächlichkeiten erhalten. Im zweiten Band wird es hoffentlich magischer.

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