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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2025

Viel Alltag, wenig Gefühl

Ja, nein, vielleicht
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Das Cover hat mich direkt angesprochen: ein helles Gelb, gemalte Blumen, freundlich und klar – ein schöner Kontrast zum eher nüchternen Titel. Es weckt Neugier, ohne sich aufzudrängen. Auch der Titel, ...

Das Cover hat mich direkt angesprochen: ein helles Gelb, gemalte Blumen, freundlich und klar – ein schöner Kontrast zum eher nüchternen Titel. Es weckt Neugier, ohne sich aufzudrängen. Auch der Titel, angelehnt an das bekannte Kinderspiel, verspricht Leichtigkeit und Entscheidungsspielraum – ein schöner Einstieg für ein Buch über das Älterwerden, Selbstreflexion und neue Möglichkeiten.

Inhaltlich dreht sich vieles um eine Frau Mitte fünfzig, alleinlebend, mit erwachsenen Kindern und einem Alltag zwischen Stadtwohnung und Sommerhaus. Die Themen sind durchaus relevant: Selbstbestimmung, Altern, körperlicher Verfall (repräsentiert durch einen problematischen Zahn), Beziehungsfragen und die Bedeutung von Freundschaft und Nachbarschaft. Alte Lieben tauchen wieder auf, Fragen nach Sinn und Nähe ebenso – das alles ist realistisch und gut beobachtet, wirkt aber oft eher distanziert erzählt.

Doris Knechts Stil ist knapp, sachlich, oft fast fragmentarisch. Viele Szenen sind wie Filmschnitte – klar umrissen, aber nicht vertieft. Was manchen gefallen mag, wirkte auf mich oft nüchtern, teilweise sogar langweilig. Es fehlt an Spannung oder erzählerischem Sog. Die Figuren wirken echt, ja, aber auch unterkühlt. Ich habe mich weder mit der Protagonistin verbunden gefühlt, noch mit den Nebenfiguren – obwohl viele interessante Themen angeschnitten werden, blieben mir die meisten Gedanken zu vage oder unfertig.

Was gut funktioniert: Die Atmosphäre zwischen Rückzug und Wiederbegegnung, das Thema „Was zählt, wenn man älter wird?“ ist klug gesetzt. Der Autorin gelingt es, den Alltag politisch aufzuladen, ohne laut zu werden. Was mir gefehlt hat: emotionale Tiefe, eine stärkere Entwicklung oder zumindest Momente, die nachwirken.

Fazit: Ein ruhiges Buch mit klarer Sprache und einem interessanten, aber eher nüchternen Blick auf das Leben in der zweiten Lebenshälfte. Wer reduziert erzählte Literatur und zurückhaltende Beobachtungen mag, wird hier fündig. Für mich persönlich blieb es zu distanziert und zu leise

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Wo Schatten ist, da ist auch Licht....

Nur du weißt, wer du bist
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Die Trennung von Maik war für Lena sehr schmerzlich. Sie fragt sich was sie falsch gemacht hat und jede Kraft verloren. Ihre Freundin schenkt ihr einen Wochenkurs bei der "Agentur für Selbstwert". Erst ...

Die Trennung von Maik war für Lena sehr schmerzlich. Sie fragt sich was sie falsch gemacht hat und jede Kraft verloren. Ihre Freundin schenkt ihr einen Wochenkurs bei der "Agentur für Selbstwert". Erst war Lena etwas skeptisch, doch dann lässt sie sich die Experiment ein und startet von Montag bis Sonntag mit den Themen Selbstbewusstsein, Selbstbild, Selbstliebe, Selbstverwirklichung, Selbstverantwortung, Selbstvertrauen und Selbstfürsorge. Dabei wird sich von unterschiedlichen Mitarbeitern der Agentur angeleitet und begleitet. Die vielen unterschiedlichen Methoden machen die Handlung spannend. Die Anleitung helfen, auch das eigene Selbst beim Lesen zu hinterfragen und gemeinsam mit Lena anzugehen.

Ich hätte mir beim Lesen ein bisschen mehr Spannung gewünscht und finde es schade, dass die Handlung am Sonntag endet. Ein "3 Monate später" hätte aus meiner Sicht die Handlung zu einem besseren Abschluss gebracht.

Fazit: Ganz nett

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Veröffentlicht am 28.03.2025

ganz nett

Sag deiner Angst, sie kann gehen!
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Das Cover ist in türkis gehalten. Das Porträt der Autorin lächelt rechts oben in der Ecke auf einem gelben Hintergrund. Auch der Titel ist in zwei Farben gehalten: in weiß und schwarz. Erst in Großbuchstaben ...

Das Cover ist in türkis gehalten. Das Porträt der Autorin lächelt rechts oben in der Ecke auf einem gelben Hintergrund. Auch der Titel ist in zwei Farben gehalten: in weiß und schwarz. Erst in Großbuchstaben geschrieben und nimmt einen Großteil des Covers ein. Der nebentitel ist darunter in gelb. Zudem sind noch einige bunte Blätter auf dem Cover verteilt. Insgesamt wirkt das Cover auf mich ziemlich unruhig und überladen.

Das Buch startet direkt mit "wichtigen Hinweisen". Hierbei sichert sich die Autorin ab, dass die Inhalte des Buches auf ihre eigenen Erfahrung beruhen und keine professionelle Beratung ersetzen können. Als Start in das Buch finde ich das ziemlich erschlagend - in Kombination mit dem Prolog hätte mich dieser Hinweis besser abgeholt und auch an dieser Stelle hätte man sich als Leser überlegen können, ob man weiter lesen möchte.

Durch das Buch begleiten uns nun 33 Sätze gegen Angst und Panik, die in den drei Gruppen Gedanken, Körper und Seele verortet sind. Zuvor sind aber Ursachen und Auslöser sowie ein Verstehen der Angst vorangestellt.

Der Aufbau zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch:

1. Zunächst folgt der Satz,
2. dann eine Erklärung,
3. dann eine Aussage, wie dir dieser Satz im Alltag helfen kann,
4. Anschließend Schritte zur Umsetzung
5. Und final: einen Merker in einem türkisfarbenen Kreis .


Die Farbgestaltung gefällt mir gut. Die Autorin verwendet das Türkis vom Cover sowohl in den Überschriften der einzelnen Abschnitte und zum Hervorheben einzelner Wörter.

Zudem verwendet die Autorin eine direkte du Ansprache, so dass fast den Eindruck eines persönlichen Gesprächs entsteht. Die Sprache finde ich gut verständlich. Die persönlichen Erfahrungen der Autorin machen das Erzählte auch nahbar.

Besonders gut haben mir die Bonustools gefallen. Das sind jeweils zehn Tools, die zum einen in akuten Angst- und Paniksituation helfen können und zum anderen langfristig das Nervensystem beruhigen sollen. Dieser Part war für mich am wertvollsten.

Aus meiner Sicht gibt es hier nicht wirklich etwas Neues. Manchmal hätte ich mir bei der Erzählung etwas mehr Spannung gewünscht. Die Ausführung waren zum Teil für mich etwas langweilig.

Fazit: kann man mal lesen.....

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Veröffentlicht am 16.04.2024

Die "Golden Girls" ermitteln....

Heiner ist tot
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Eine Dame Mitte 70 findet ihr in Postboten erstochen in einem Strandkorb. Schnell muss sie die Neuigkeit ihren gleichaltrigen WG-Freundinnen mitteilen,... ihr Detektivherz ist geweckt.... Die drei Tatort ...

Eine Dame Mitte 70 findet ihr in Postboten erstochen in einem Strandkorb. Schnell muss sie die Neuigkeit ihren gleichaltrigen WG-Freundinnen mitteilen,... ihr Detektivherz ist geweckt.... Die drei Tatort Fans Elsbeth, Karin und Ursel treibt die Neugier. Sie möchten die Polizei bei den Ermittlungen "unterstützen" und gründen den "Ostsee-Mordclub".

Parallel dazu bekommen Sie einen neuen Mitbewohner. Der Cousin der verstorbenen Freundin Agathe erbt das Haus und zieht auf Probe mit ein. Gut, dass Olaf als pensionierter Polizist dem Trio mit Rat und Tat zur Seite steht....

Die Geschichte wird von einer vierten Person erzählt, die abwechselnd die Kapitel in die drei Hauptdarstellerinnen gliedert und jeweils den Fokus der Erzählungen auf die jeweilige Dame münzt. Dadurch lernt man die drei kennen und entdeckt altesspezifische Eigenarten. Mir hätte es besser gefallen, wenn hier jeder Abschnitt von den drei Frauen abwechselnd aus der Ich-Perspektive erzählt worden wäre.

Zudem gibt es mir zu viele Nebendarsteller, die kaum eine Rolle spielen und damit die Geschichte auch ein bisschen irritieren.

Schön finde ich die kleine Landkarte am Anfang des Buches, so dass ich direkt die jeweiligen Schauplätze finden konnte.

Insgesamt ist das Buch als Cosy Krimi gut und nachvollziehbar erzählt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, der Text las sich prima. Am Ende sind noch ein paar Fragen offen, die aber Potenzial für eine Fortsetzung bieten...

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Veröffentlicht am 25.02.2023

Ein Ernährungsratgeber mit einigen Aha-Momenten

Gesundheit selbstgemacht
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Wir werden kränker und kränker, sei es durch Bewegungsmangel, Stress, Angst, falsches oder übermäßiges Essen, Depression, Frischluftmangel, fehlenden sozialen Kontakten oder ähnlichen. Die Pandemie hat ...

Wir werden kränker und kränker, sei es durch Bewegungsmangel, Stress, Angst, falsches oder übermäßiges Essen, Depression, Frischluftmangel, fehlenden sozialen Kontakten oder ähnlichen. Die Pandemie hat das noch ein Stück weit begünstigt. Die Autorin hat das Buch in fünf unterschiedliche Abschnitte geteilt und geht hier auf die Bereiche: die Lebensqualität, die Wahrheit über unser Essen, die Vorgänge im Körper und in seinem Umfeld, eine realistische und akzeptable Lösung finden und Leben mit Genuss ein. Es ist ein roter Faden an Tipps, wie man mit kleinen Veränderungen zu einer besseren Gesundheit beitragen kann. Lina Labert hat hier sehr viel Input parat, aber in Etappen gelesen gelingt es gut, die Tipps zu verstehen und umzusetzen. Das Buch ist unterhaltsam und aufklärend zugleich.

Fazit: meine Gesundheit habe ich selbst in der Hand und die Autorin hat mir Tipps gegeben wie es am besten geht.

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