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Veröffentlicht am 31.12.2024

Spannend und romantisch - doch leider auch mit Flauten

A Dark and Drowning Tide
2

Mein erstes Buch von Allison Saft und ich wurde definitiv nicht enttäuscht, doch komplett überzeugen konnte es mich leider auch nicht.

Der Schreibstil war recht eingängig und nicht zu komplex, dafür ...

Mein erstes Buch von Allison Saft und ich wurde definitiv nicht enttäuscht, doch komplett überzeugen konnte es mich leider auch nicht.

Der Schreibstil war recht eingängig und nicht zu komplex, dafür wurden zwischendurch immer mal wieder Märchen und Sagen der fiktiven Buchwelt miteingeflochten, die hier und da den Lesefluss etwas unterbrochen haben.

Handlungstechnisch war es einerseits großartig: die Reise zum Ursprung und die Ermordung Zieglers. Man hat sich ständig gefragt, wer es gewesen sein könnte, da alle Charaktere sehr undurchschaubar waren und packend waren auch die Abenteuer, die sie auf dieser Reise bewältigen mussten. Manchmal habe ich komplett vergessen, dass ich lese und mich in dieser detaillierten, bedrohlichen, mystischen Welt wiedergefunden, in der hinter jeder Ecke eine Gefahr lauern kann, doch manchmal gab es auch Momente, die sich leider sehr gezogen haben und wo dann leider der Funke gefehlt hat.
Auch das Magiesystem, die Rolle von Wasser im Buch und die vielen verschiedenen Wesen, die wir kennengelernt haben, waren super faszinierend. Manchmal hat man ein wenig gebraucht, um alles zu verstehen und vieles wurde auch gar nicht allzu genau erklärt, doch das hat eben auch dieses Mysteriöse an der ganzen Sache ausgemacht.

Was die Charaktere anging, so sind sie alle wirklich interessant, doch es wird kein wirklich großer Wert darauf gelegt, dass man sie auch mag. Man fiebert automatisch mit allen mit, doch sie zu mögen ist schwer, da sie recht undurchschaubar bleiben. Emotional wird auch nicht allzu tief in die Psyche der Charaktere eingestiegen, doch grade das, dass jeder plötzlich anders handeln könnte als man denkt, weil man eben kein genaues Muster kennt, ist das Spannende an dieser Geschichte.
Wen ich noch am meisten von allen gemocht habe, ist aber definitiv Sylvia. Sie ist eine der beiden Protagonistinnen, freundlich und herzlich gegenüber allen Wesen und Menschen und sie versucht immer das Gute in allen zu sehen, obwohl auch sie es faustdick hinter den Ohren hat.
Die zweite Protagonistin, Lorelei, war mir nicht wirklich sympathisch und ich bin auch das komplette Buch leider nicht warm mit ihr geworden. Sie hat in der Vergangenheit viel durchmachen müssen aber ihr Verhalten gegenüber anderen, das sie an den Tag legt, wird dadurch leider nicht gerechtfertigt. Mit ihr hatte ich also leider ein paar Probleme, trotzdem fand ich sie faszinierend in ihrer charakterlichen Dunkelheit und Härte, ganz im Gegensatz zu Sylvias Licht und Sanftheit.
Die anderen Charaktere, Ludwig, Heike, Adelheid und Johann waren ebenfalls interessant und ebenfalls schwer zu durchschauen, was vor allem großartig bezüglich der Aufklärung des Mordes war. Es hätte im Prinzip jeder sein können, weil sich Motive gewandelt haben und man bis zum Schluss aus den gesammelten Hinweisen nicht hätte herausfiltern können, wer wem schaden wollte.

Die Romance kommt neben der Spannung auch nicht zu kurz. Sylvias und Loreleis Geschichte ist die Definition von slow burn, enemies to lovers und Gegensätze ziehen sich an. Es gibt wirklich gute Szenen, bei denen ich definitiv mitgefühlt habe, doch da ich kein großer Lorelei-Fan bin, fand ich es auch manchmal schwierig einen Zugang zur Beziehung der beiden zu finden. Und wer sich fragt, ob es hier auch spicy wird? Tatsächlich schon, was ich zu Beginn nicht ganz erwartet hätte.

Insgesamt ist es ein gelungenes Fantasybuch mit faszinierendem, detailliertem Worldbuilding, tollem Magiesystem und magischen Wesen, faszinierenden Charakteren, die man vielleicht nicht mag, aber mit denen man mitfiebert und einer großartigen Handlung voller Intrigen, Romance und packender Spannung.

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Veröffentlicht am 25.02.2023

Erwartungen nicht ganz erfüllt!

Bleib bei mir, Sam
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Auch wenn ich das Buch ganz gerne mochte und es stellenweise emotional auch wirklich ergreifend fand, habe ich doch auch ein paar Kritikpunkte.
Manche Stellen haben sich für mich leider manchmal zu lange ...

Auch wenn ich das Buch ganz gerne mochte und es stellenweise emotional auch wirklich ergreifend fand, habe ich doch auch ein paar Kritikpunkte.
Manche Stellen haben sich für mich leider manchmal zu lange gezogen, das Ende konnte mich nicht ganz überzeugen und ich bin nicht wirklich mit Julie warm geworden.
Sie war für mich oft zu naiv dargestellt und tatsächlich habe ich sie manchmal als ein wenig egoistisch empfunden, da sie ihre Gefühle über die der anderen gestellt hat und vergessen hat, dass andere ja auch trauern.
In manchen Momenten habe ich aber auch mit ihr mitgefühlt. Durch die Rückblenden ist mir Sam sehr sympathisch geworden, er ist empathisch, freundlich und hat ein gutes Herz und auch den Schreibstil mochte ich sehr gerne, da ich so sehr flüssig durch die Geschichte gekommen bin.
Es gab keine großartigen Wendungen, ein paar Fragen hatte ich und die wurden zum Ende leider nicht alle beantwortet, aber trotzdem mochte ich das Buch ganz gerne.✨

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Veröffentlicht am 26.08.2022

Interessante Idee aber nicht ganz meins!

Unter der Drachenwand
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Ich habe versucht unvoreingenommen in das Buch zu starten, aber da es eine Schullektüre ist, ging das natürlich nicht ganz und ich wurde die ganze Zeit von diesem "Ich muss das lesen, ich habe keine Wahl"-Gefühl ...

Ich habe versucht unvoreingenommen in das Buch zu starten, aber da es eine Schullektüre ist, ging das natürlich nicht ganz und ich wurde die ganze Zeit von diesem "Ich muss das lesen, ich habe keine Wahl"-Gefühl begleitet, was man in solchen Fällen ja öfter mal hat, weil es eher Bücher sind, die man normal nicht lesen würde.

Vom Schreibstil her war es ganz gut. Die Gedankenstriche und Abkürzungen, sowie manche Worte, die ich nicht kannte, haben mich nicht ganz flüssig durch das Buch kommen lassen aber trotzdem war es recht angenehm zu lesen und leicht der Geschichte zu folgen...

Und das auch nur, weil sehr oft einfach dasselbe passiert ist. Es gab natürlich durch die Briefe zwischendurch eine kleine Abwechslung und auch die verschiedenen Charaktere haben die Handlung etwas weniger langweilig werden lassen, doch meist wurde halt der Alltag in Mondsee bei der Drachenwand beschrieben, wie Soldat Veit dort wieder versucht ins Leben zu finden und wie er sich mit ein paar anderen Personen anfreundet oder überhaupt nicht versteht.
Die Berichte aus dem Krieg, der Verlauf war eigentlich echt spannend, doch das ganze Drumherum war irgendwann eher eintönig.

Die Charaktere mochte ich ganz gerne.
Sie waren alle unterschiedlich, hatten aber recht ähnliche Hoffnungen oder Träume und Ziele. Wie sie miteinander interagiert haben, war spannend doch es war nichts unglaublich Besonderes von ihnen zu lesen.

Abschließend würde ich sagen, dass das Buch einer vielversprechenden Idee folgt und vor allem mit dem Thema Krieg und der Umsetzung dessen punkten kann. Der Rest der Handlung war eher weniger aufregend, die Charaktere waren zwar alle auf ihre Art liebenswert und interessant, doch sie haben sich nicht abgehoben von anderen. Der Schreibstil war zum Teil eingängig, andererseits verlief das Lesen an manchen Stellen etwas holprig.
Wer sich für den zweiten Weltkrieg und dir Folgen und Konsequenzen für die Menschen interessiert, dem kann ich das Buch empfehlen, alle anderen müssen schauen, ob es ihnen vielleicht zusagt.✨

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Veröffentlicht am 08.07.2022

Eine erschreckend interessante Geschichte, doch nicht ganz meins!

Das Parfum
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Ein deutscher Literaturklassiker, der auf der einen Seite fasziniert, aufgrund der Idee auf der die Geschichte basiert, andererseits aber auch ziemlich schockierend ist, was die Handlung und das Verhalten ...

Ein deutscher Literaturklassiker, der auf der einen Seite fasziniert, aufgrund der Idee auf der die Geschichte basiert, andererseits aber auch ziemlich schockierend ist, was die Handlung und das Verhalten von Grenouilles, dem Protagonisten, angeht!
Vom Schreibstil her war das Buch flüssig zu lesen, es war angenehm, ich habe nicht übermäßig gestockt bei Wörtern, die mir nicht ganz geläufig waren und bin nicht aus dem Lesefluss geworfen worden, obwohl ich das Buch heute nach vier Wochen Pause beendet habe!😅
Generell war es einfach die Handlung und der Protagonist, der mich etwas abgeschreckt hat, weil sein Verhalten sehr heftig ist und die Taten, die er begeht, nicht leicht zu verdauen sind!
Ich bin mir sicher, dass das Buch für andere ein Meisterwerk ist und gerne gelesen wird, ich habe mich die meiste Zeit aber wirklich durch die Geschichte durchquälen müssen!
3/5⭐

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Veröffentlicht am 17.05.2022

Konnte nicht vollends überzeugen!

SOMERSET. Sehnsucht und Skandal (1)
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Regency Romance, Liebe, Leidenschaft und der ein oder andere Skandal ist auch dabei...
Als ich das gehört habe, war ich Feuer und Flamme und dachte, dass mich dieses Buch absolut nicht enttäuschen könnte... ...

Regency Romance, Liebe, Leidenschaft und der ein oder andere Skandal ist auch dabei...
Als ich das gehört habe, war ich Feuer und Flamme und dachte, dass mich dieses Buch absolut nicht enttäuschen könnte... Doch ich muss ganz ehrlich sagen, dass meine hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, vielleicht waren sie nach Bridgerton etc. auch zu hoch!🥺

Doch fangen wir mit den guten Aspekten an, die die mir wirklich gut gefallen haben:

Der Schreibstil von Emma Hunter ist wirklich angenehm zu lesen und man kommt sehr leicht durch das Buch. Zwar spielt das Buch in einer früheren Zeit und die Sprache wurde natürlich ein wenig angepasst, aber das hat den Lesefluss nicht erschwert. Zudem wurden ein paar wirklich humorvolle Gespräche inszeniert, doch auch Tiefgründigkeit war (vor allem bei den Gesprächen von Alexander und Isabella oder letzterer, Rebecca und Betty) zu spüren, was ich wirklich sehr mochte.

Und auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
Isabella ist eine aufgeweckte, junge Frau, die unübliche Interessen für die damalige Zeit hat. Sie liebt die Medizin und würde am liebsten Ärztin werden, doch aufgrund der Gesellschaft und der Ansprüche hat sie keine Chance diese Leidenschaft frei auszuleben. Doch dadurch lässt sie sich absolut nicht unterkriegen. Sie sagt ihre Meinung, ist entschlossen und weiß was sie will und sucht...
Bis sie nach Bath kommt und auf Alexander trifft. Da sie in einer echten Misere steckt, muss sie dringend einen reichen Mann heiraten... Was also, wenn man sich für einen reichen Mann interessiert, alles perfekt scheint, doch derjenige nie heiraten möchte?
Genau das geschieht ihr und sie muss dringend eine Lösung finden, weil ebenfalls der Ruf ihrer Familie auf dem Spiel steht und das sie zum Wohle ihrer Familie entscheiden will zeigt auch, wie sehr sie sich um andere sorgt und wie entschlossen sie ist, für das oder die zu kämpfen, die sie liebt.

Alexander war zuerst ein sehr undurchsichtiger und verschlossener Charakter, der mürrisch erscheint, eigentlich aber ein Herz aus Gold hat.
Er hatte kein einfaches Leben bis er es zu dem gebracht hat, was er sich aufgebaut hat: sein Tuchgeschäft, das so gut läuft, dass er sich wohlhabend nennen darf. Doch darauf ruht er sich nicht aus. Nur weil er genug Geld hat, hört er nicht einfach auf zu arbeiten und legt sich auf seine faule Haut. Er liebt das, was er tut wirklich und würde es nicht anders wollen.
Doch als er Isabella trifft, merkt er, dass ihm etwas fehlt, das da ein Loch in ihm ist, dass nicht heilt, weil er in seiner Vergangenheit ziemlich heftig verletzt wurde. Isabella reißt alte Wunden auf, heilt diese aber auf ihre Art auch wieder und die beiden haben eine wirklich besondere Verbindung...

Dachte ich zumindest. Ab der zweiten Hälfte des Buches hat Isabella ein paar sehr naive Entscheidungen getroffen, meiner Meinung nach, und Alexander hat sie nicht abgehalten, sondern in seiner Unentschlossenheit noch weitergemacht, sodass Isabella ein falsches Bild bekommen hat. Die Beziehung der beiden war nicht mehr ganz so glaubwürdig und hat mich zum Ende hin ehrlich gesagt etwas genervt, weil ein immenses Kommunikations- und Wahrheitsproblem vorlag. Die beiden haben irgendwie gar nicht mehr miteinander gesprochen und wenn doch, haben sie sich gestritten, was auch nicht ganz nachvollziehbar war, denn hätten sie sich ein einziges Mal ausgesprochen, hätten sie gewusst, dass sie eigentlich dasselbe wollen und brauchen.

Den spannenden Kick in der Story hat zum Teil auch der Skandal, den Isabella verursacht hat und weshalb sie nach Bath gekommen ist, veranlasst, weil das natürlich nicht einfach ruht wenn sie in eine andere Stadt kommt, sondern es immer einen Twist gibt. Der war auch durch das Auftauchen des Skandals namens "Ashbrooke" gegeben, welcher wiederum recht gut gelungen war, weil man bis zum Ende nicht wusste, was der skrupellose Ashbrooke genau vorhatte und was er tun würde, um seinen Plan zu erreichen.

Der andere Bestandteil der Handlung hat mir zum Teil ganz gut gefallen.
Ich hatte angenommen, dass dies eine humorvolle, leichte Regency Romance-Geschichte für Zwischendurch wird, aber dafür waren die Themen viel zu ernst und gewichtig.
Themen wie Feminismus, Gerechtigkeit und Frauen in der Politik fand ich sehr interessant und ich habe mich gefreut, dass diese so umfassend behandelt wurden, vor allem durch den Charakter Rebecca, die eine große Verfechterin der Frauenrechte ist.
Der Handlungsstrang des Schmuggels wird ebenfalls groß behandelt und hat einen frischen Wind in die Geschichte gebracht, weil er nicht oft in Büchern Bestandteil ist und für weitere Spannung gesorgt hat... Vorerst. Ab der zweiten Hälfte wurde die Geschichte durch dieses Thema aber viel viel dunkler und düsterer und der Charme ist irgendwie verloren gegangen. Die Auflösung war auch ziemlich verworren, ich habe nicht gänzlich verstanden, wie oder ob die Sache nun gelöst wurde.
Zuletzt gab es noch vieeeeele Informationen bezüglich Mode und Umgebung. Ich fand es schön etwas über die damalige Kleidung und den Stil zu erfahren, aber auf gefühlt jeder dritten Seite wurde es mir dann auch too much, genauso wie wenn über Bath gesprochen wurde.

Generell muss ich sagen, basiert die Geschichte auf einer wirklich schönen Idee, doch ich verbinde Regency Romance immer auch mit Leichtigkeit und einem gewissen Charme und beides ist hier etwas zu kurz gekommen oder ab der zweiten Hälfte verloren gegangen.
Viele Themenstränge waren gut überlegt, aber vielleicht wurde ZU viel gewollt, sodass es am Ende auch wirklich ZU viel war.
Im Gegensatz zu den Kritikpunkten kann ich aber sagen, dass der Schreibstil und die Charaktere wirklich ein postivies Gefühl bei mir hinterlassen haben. Isabella und Alexander waren beide sehr aussagekräftig und eigen, ihre Beziehung manchmal etwas unverständlich und zum Aufregen, aber die beiden als Einzelpersonen waren mir super sympathisch.
Ich kann das Buch empfehlen, da jeder sich eine eigene Meinung schaffen sollte, doch mir hat definitiv etwas gefehlt.
3/5⭐

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