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Veröffentlicht am 07.03.2023

Eine Geschichte vom Freundschaftschließen

Lenni und Lu werden Freunde
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Dieses Pappbilderbuch erzählt auf niedliche Weise, wie der Elefant Lenni und das Luchsmädchen Lu Freunde werden. Obwohl Lu ganz anders ist als Lenni und noch so quirlig dazu, schließt der kleine Elefant ...

Dieses Pappbilderbuch erzählt auf niedliche Weise, wie der Elefant Lenni und das Luchsmädchen Lu Freunde werden. Obwohl Lu ganz anders ist als Lenni und noch so quirlig dazu, schließt der kleine Elefant sie ganz schnell in sein Herz.

Die Geschichte ist nicht nur liebevoll erzählt, sondern auch mindestens genauso schön illustriert. Die Geschichte wird bildlich sehr gut dargestellt. Die Illustrationen nehmen dabei in der Regel die ganze Doppelseite ein, sodass es neben der Handlung viel zu entdecken gibt. Auch die Farben sind sehr ansprechend. Ich habe mich auf Anhieb in die süßen Zeichnungen von Elefant und Luchsmädchen verliebt.

Auch die Textmenge pro Seite scheint mir angemessen. Ab und an könnte der Text noch etwas leserlicher gestaltet werden. Da die Schrift recht dünn ist, wird es beim Vorlesen anstrengender, wenn sie auf dunklem Hintergrund steht.

Ein bisschen Kritik auf hohem Niveau noch zum Schluss: Luchsmädchen Lu hat ab und an einen flapsigen Sprachstil, zum Beispiel benutzt sie gern das Wort „total“ als Antwort. Das scheint mir für Bilderbücher doch etwas ungewöhnlich.

Dennoch habe ich Lenni und Lu fest in mein Herz geschlossen und bin jetzt schon Fan dieser Kinderbuchreihe!

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Veröffentlicht am 07.02.2023

Spannender Jugendthriller

Good Girl, Bad Blood
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Der Prozess um Max Hastings hat begonnen und Pip arbeitet die Ereignisse in ihrem Podcast auf. Dieser sollte damit nach einer ersten Staffel eigentlich wieder enden, doch dann steht ihr Freund Connor vor ...

Der Prozess um Max Hastings hat begonnen und Pip arbeitet die Ereignisse in ihrem Podcast auf. Dieser sollte damit nach einer ersten Staffel eigentlich wieder enden, doch dann steht ihr Freund Connor vor der Tür. Sein Bruder Jamie wird vermisst und er bittet Pip um Hilfe. Pip nutzt ihren Podcast und die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer und macht sich an die Arbeit.

Die Geschichte beginnt zunächst sehr ruhig und knüpft an die Ereignisse von Band 1 an. Diese werden unter anderem in einem Review zu Pips Podcast aufgearbeitet, sodass das Buch sogar gut lesbar ist, wenn man Band 1 noch nicht kennt. Der Lesende bekommt noch einmal alle wichtigen Informationen und Personenkonstellationen geliefert. Entsprechend dauert es ein bisschen bis der Roman an Fahrt aufnimmt - dann aber so richtig!

Holly Jacksons Schreibstil habe ich schnell lieben gelernt. Mit viel Fleiß und Sorgfalt hat sie hier einen spannenden Krimi entfaltet. Jackson beweist hier ihre Liebe zum Detail. Den gesammelten Hinweisen dürfen wir als Leser/-innen ebenfalls folgen, so gibt es im Buch beispielsweise Fotos von Beweisstücken oder Grundrisse, in denen Pip Abläufe und ähnliches festhält. Auch ihre Fallnotizen bekommen wir zu lesen sowie die Interviews, die sie für ihren Podcast führt. Und auch einzelne Podcastfolgen finden wir transkribiert vor. Das macht es umso spannender hier mitzurätseln und ständig neue Theorien aufzustellen.

Pip ist ein außerordentlich vielschichtiger Charakter, dem die Autorin sehr viel Tiefe sowie Ecken und Kanten gegeben hat, was Pip für mich als Protagonistin sehr authentisch macht. Die Liebesgeschichte aus Band 1 spielt hier ebenfalls noch eine sehr dezente Rolle im Hintergrund, was ich als sehr angenehm empfand.

Besonders auf den letzten 100 Seiten habe ich es sehr genossen wie sich die Puzzleteile schließlich zusammengefügt haben. Die Auflösung des Falls und das Ende des Buches wirken auf mich realistisch und passend.
Für diesen durchweg spannenden Jugendthriller vergebe ich gerne volle fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 06.01.2023

Skurril und zugleich herausragend!

Der seltsame Fall der Alchemisten-Tochter
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Die junge, gerade verwaiste Mary stößt in den Unterlagen ihrer Mutter auf Hinweise zu den Experimenten ihres Vaters Dr. Jeckyll sowie zum Verbleiben von Edward Hyde, einem Freund ihres verstorbenen Vaters ...

Die junge, gerade verwaiste Mary stößt in den Unterlagen ihrer Mutter auf Hinweise zu den Experimenten ihres Vaters Dr. Jeckyll sowie zum Verbleiben von Edward Hyde, einem Freund ihres verstorbenen Vaters und gesuchter Mörder, für dessen Auslieferung eine beträchtliche Geldsumme ausgesetzt ist. Mit Hilfe von Sherlock Holmes und Dr. Watson stürzt sich Mary in Ermittlungen, wobei noch weitaus mehr düstere Geheimnisse ans Licht kommen und Mary Unterstützung von weiteren Töchtern verrückter Wissenschaftler bekommt.

Der Roman spielt zum Ende des 19. Jahrhunderts und damit im viktorianischen London. Er sticht durch zwei Aspekte besonders heraus: zum einen durch das Aufgreifen zahlreicher literarischer Figuren dieser Zeit, zum anderen durch seinen Schreibstil. Beginnen wir bei Letzterem, denn der Schreibstil macht das Buch wirklich zu etwas ganz Besonderem. Obwohl Mary die eigentliche Protagonistin des Buches ist, ist es nicht sie, die uns ihre Geschichte erzählt, sondern Catherine - eine Freundin, die Mary im Laufe dieses Buches finden wird. Catherine schreibt die Abenteuer von Mary und den anderen Frauen als Manuskript nieder. Dabei wird sie immer wieder durch Zwischenrufe, hier niedergeschrieben als Kommentare, der anderen Frauen unterbrochen. Das macht die Erzählung sehr unterhaltsam. Es ist jedoch von Vorteil, wenn man von Anfang an weiß, wer der Erzähler ist. Catherine schreibt dabei überwiegend in dritter Person, nur wenige Kapitel verschiedener Figuren sind in der Ich-Perspektive geschrieben. Ich empfand diese Erzählweise als herausragend.

Ebenso spannend ist die Einbindung verschiedener Figuren der Literaturgeschichte, natürlich angefangen bei Dr. Jeckyll, über Sherlock und Watson bis hin zu Frankenstein. Ich selbst habe die Bücher, auf die hier Bezug genommen wird, nicht gelesen, das ist aber auch gar nicht notwendig. Und wenn man die ein oder andere Figur gar nicht kennt, kommt beim Lesen die Neugier von allein, diese zu googeln. Entsprechende Hinweise finden sich auch in den Buchdeckeln. Die Geschichten der Figuren wurden dabei natürlich ein bisschen abgewandelt, ihre Charaktere behalten sie dabei in der Regel aber bei. So ist auch Sherlock hier ein Kombiniergenie mit nur wenig Feingefühl, wenn auch etwas empathischer als das Original. Dennoch mochte ich ihn hier unheimlich gerne.

Wir ermitteln mit Mary, Sherlock und weiteren weiblichen Heldinnen in einem Mordfall der sehr skurrilen Art, der durchweg spannend und fesselnd war. Lediglich zum Ende wurde das Buch etwas ruhiger. Die Geschichte des ersten Bandes ist damit abgerundet, dennoch gibt es einen kleinen Cliffhanger und einen Ausblick auf Band 2.

Ich bin schwer begeistert von diesem Mystery-Fantasy-Krimimix, da er in vielerlei Hinsicht mal was ganz anderes ist, und vergebe daher gerne volle fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 04.11.2022

Begegnung zweier Welten

The Other Side of the Sky – Die Göttin und der Prinz
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North ist ein Prinz in seiner Heimat Alciel, eine Stadt, die in den Wolken schwebt. Eines Tages stürzt er jedoch mit seinem Flugzeug ab und landet direkt in Nimhs Welt, die dort unten eine Göttin für die ...

North ist ein Prinz in seiner Heimat Alciel, eine Stadt, die in den Wolken schwebt. Eines Tages stürzt er jedoch mit seinem Flugzeug ab und landet direkt in Nimhs Welt, die dort unten eine Göttin für die Menschen ist und zudem Magie beherrscht. Als Nimh North findet, glaubt sie daran, dass er ihre Bestimmung ist, um ihre Welt zu retten. North hingegen sucht verzweifelt einen Weg, wieder heimzukehren. So verbünden sich die beiden für ihre jeweils eigenen Ziele.

Die Autorinnen haben hier ein interessantes Weltbild geschaffen, in dem es eine Welt unten und eine in den Wolken gibt. Nur wissen diese beiden Welten nichts von der Existenz der jeweils anderen bzw. davon, dass es dort tatsächlich menschliches Leben gibt. Als North in Nimhs Welt bruchlandet, ist er überrascht, dass er nicht in einer kargen verlassenen Wüstenlandschaft gelandet ist, wie man es sich in seiner Heimat von dem Unten erzählt. Unter dem selben Stern stehen auch die ersten Begegnungen von Nimh und North. Mir gefällt, dass die beiden einander so weltfremd erscheinen. So sind die Technologien Alciels, wie Flugzeuge oder Smartwatches, ein Rätsel für Nimh, North dagegen weiß nichts anzufangen mit Nimhs Glauben und er hält Magie für Humbug. Gerade zu Beginn ist das Buch daher recht unterhaltsam und es hat mich ein bisschen an Pocahontas erinnert. North und Nimh sind zwei unheimlich tolle Protagonisten, die ich auf Anhieb mochte. Die Kapitel sind abwechselnd aus ihren Perspektiven geschrieben, was stilistisch auch noch mal für einen Spannungsaufbau gesorgt hat. Allerdings hat es auch fast 100 Seiten gebraucht bis die beiden aufeinander trafen und auch erst dann wurde es spannend. Dafür nahm die Spannung das gesamte Buch über nicht mehr ab. Es passierte für einen ersten Band schon einiges und auch die Action kam keinesfalls zu kurz. Auch ein bisschen Romantik ist da, aber lang nicht so viel, dass es übereilt oder kitschig wäre. Eine Liebesgeschichte steht hier nicht im Vordergrund.

Etwas schwer nachvollziehbar empfinde ich jedoch die Tatsache, dass Nimh niemanden berühren darf. Es ist nämlich nicht so, dass dann was wirklich Schlimmes passieren würde, es kostet sie „nur“ ihre Göttlichkeit, die ohnehin nichts mit Unsterblichkeit oder Unverwundbarkeit zu tun hat. Hier hätte ich mir andere Konsequenzen gewünscht, die für einen aufregenderen Plottwist sorgen. Das tat meinem gutem Leseerlebnis aber dennoch keinen Abbruch.
Der Cliffhanger ist gut gemacht, aber auch richtig fies, sodass ich unbedingt weiterlesen muss. Für dieses temporeiche und spannende Leseerlebnis vergebe ich gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.10.2022

Anouks lehrreiche Abenteuer

Anouk, dein nächstes Abenteuer ruft! (Anouk 2)
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Das kleine Mädchen Anouk geht nachts in ihren Träumen auf Reisen und erlebt darin großartige Abenteuer. In jedem ihrer nächtlichen Ausflüge findet sie einen neuen Freund und daneben löst sie Kriminalfälle, ...

Das kleine Mädchen Anouk geht nachts in ihren Träumen auf Reisen und erlebt darin großartige Abenteuer. In jedem ihrer nächtlichen Ausflüge findet sie einen neuen Freund und daneben löst sie Kriminalfälle, lernt etwas über den Schutz der Umwelt, schwimmt mit Delfinen im Meer, rettet eine Bibliothek vor dem Bankrott und vieles mehr.
Das Hörbuch setzt sich aus vielen Kurzgeschichten zusammen. Verbunden werden diese durch eine Rahmenhandlung. So verbringt Anouk in diesem Buch das Wochenende bei den Großeltern, mit denen sie gemeinsam ein Altenheim für Schnecken baut. Was Anouk in ihren nächtlichen Abenteuern lernt, kann sie dabei sogar direkt einbringen.
Anouk lernt auf ihren Traumreisen auch neue Begriffe kennen, wie zum Beispiel Upcycling. Diese werden kindgerecht erklärt. Und ab und an wird es sogar richtig spannend, beispielsweise wenn Anouk gemeinsam mit ihrem Freund Noah einen Bankräuber schnappt.
Die Geschichten sind liebevoll erzählt und eignen sich wunderbar als Gute-Nacht-Geschichten. Auch die Hörbuchsprecherin macht ihren Job großartig und trägt die Geschichten sehr einfühlsam vor. Jede Kurzgeschichte für sich hätte auch Hörspielpotenzial gehabt. Schade, dass diese Möglichkeit nicht genutzt wurde. Dennoch vergebe ich gerne fünf Sterne und freue mich schon auf Anouks nächste Abenteuer.

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