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Veröffentlicht am 24.04.2023

Einiges fand ich super, anderes weniger

Vor uns das Leben
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Triggerwarnung: Verlust, Trauer.


Alices Leben ist nicht perfekt, aber sehr nah dran. Ja, sie wächst ohne Mutter auf, aber dafür ist ihr Vater der beste und coolste Vater, den man haben kann. Ihre kleine ...

Triggerwarnung: Verlust, Trauer.


Alices Leben ist nicht perfekt, aber sehr nah dran. Ja, sie wächst ohne Mutter auf, aber dafür ist ihr Vater der beste und coolste Vater, den man haben kann. Ihre kleine Schwester ist auch toll, sie hat einen Freund und spielt in einer Band. Eigentlich ist alles super, bis auf Mathe, aber das mag ja eh niemand.
Doch dann stirbt ihr Vater bei einem Badeunfall und nichts ist mehr, wie es vorher war. Während ihre Schwester einfach weitermacht, zur Schule geht, Freunde trifft, kann Alice das einfach nicht. Etwas in ihr ist zerbrochen und lässt sich nicht mehr kleben.
Dann gibt ihr ihre Tante alte Briefe ihrer Mutter, die sie, entgegen der Behauptungen ihres Vaters, nicht „einfach so“ verlassen hat, sondern weil sie krank war. Alice beschließt, ihre Mutter zu finden. Sie macht sich auf zu einem Roadtrip quer durch den Westen der USA.


Mir tat Alice sehr leid. Ihre Trauer wird gut dargestellt. In einem Moment versinkt sie darin, im nächsten packt sie die Wut. So ist es einfach, wenn man trauert, zudem sie ja nicht nur um ihren Vater trauert, sondern auch um ihr altes Leben und das Leben, das sie gehabt hätte, wäre er nicht gestorben. So vieles hat sich verändert und Alice kann damit nur schlecht umgehen.
Ihre Schwester trauert auf eine ganz andere Art. Alice tut sich damit schwer, das zu akzeptieren, aber ich finde es sehr gut, dass das so gelöst wurde, denn es gibt viele verschiedene Arten zu trauern und das ist es ja auch, was zum Beispiel so viele Paare auseinanderbringt, wenn sie ein Kind verlieren, dass sie unterschiedlich trauern und einander nicht mehr verstehen. Alice versteht ihre Schwester auch nicht, aber sie akzeptiert sie so wie sie ist und das sorgt dafür, dass ihr Verhältnis so gut bleibt.

Toll fand ich ihre Tante April. Nicht nur, dass sie die Schwestern bei sich aufgenommen hat, ohne zu zögern, obwohl sie selbst nie Kinder wollte, sie hat auch dafür gesorgt, dass nichts verloren geht. Die Sachen aus der gemeinsamen Wohnung hat sie einlagern lassen, damit die Mädchen jederzeit darauf zugreifen können. In vielen Jugendromanen werden die Sachen ja so schnell wie möglich vom neuen Vormund entsorgt, um dessen fehlende Sensibilität zu betonen. April dagegen gibt sich alle Mühe und lässt die Mädchen auch auf ihre jeweilige Art trauern. Sie unterstützt sie, aber sie erkennt auch an, dass sie als Teenager keine Kleinkinder mehr sind.

Die Briefe verändern für Alice alles. Sie ist fest entschlossen ihre Mutter zu finden, egal wie weit sie dafür fahren muss. Im Vorfeld hat sie Kontakt mit jemandem aus dem Ort aufgenommen, von dem aus der letzte Brief abgeschickt wurde und dieser jemand wird schnell ihr neuer bester Freund. Ihr Unterstützer bei der Suche und bald auch mehr.


Fazit: Ich fand einiges richtig toll an diesem Buch, zum Beispiel Tante April oder die Art wie die Trauer und auch die psychische Erkrankung von Alices Mutter dargestellt wurden und wie Alice ihr begegnet ist, mit Verständnis, statt Ablehnung. Sie stigmatisiert sie nicht oder schreibt sie ab wegen der Krankheit, sie sieht die Dinge wie sie sind: es ist eine Krankheit, also hat ihre Mutter ein Recht auf Verständnis. Die Krankheit ist ein Grund sie zu suchen, anstatt einer, ihr aus dem Weg zu gehen.
Es gibt aber auch Dinge, die mich gestört haben. Zum einen wäre da der Tod von Alices Vater. Ich fand den leider recht unglaubwürdig. Nicht, dass man so zu Tode kommen kann, das ist klar, aber dass ein alleinerziehender Vater vor den Augen seiner Töchter so ein enormes Risiko eingeht. Ich hätte ihn einfach für klüger, vorsichtiger und umsichtiger gehalten. Zum anderen die Liebesgeschichte. Die zwei sind echt süß zusammen, aber manche Streits waren mir einfach viel zu kindisch und Teenie. Außerdem geht es in meinen Augen extrem schnell mit ihnen, während sich der Roadtrip regelmäßig zieht.

Das Ende war mir persönlich zu offen. Mir blieb da zu viel in der Schwebe.

Insgesamt gefiel mir das Buch aber gut. Es bekommt von mir 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.04.2023

Ich habe sehr mit der Protagonistin mitgefühlt, aber mich hat auch einiges gestört

First & Forever, Band 1 - Be My First
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Bitte beachtet die Triggerwarnung des Verlages! Es kommen teils sehr heftige Themen vor.

Connor tut sich nicht leicht an seiner neuen Schule, doch als er ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Bitte beachtet die Triggerwarnung des Verlages! Es kommen teils sehr heftige Themen vor.

Connor tut sich nicht leicht an seiner neuen Schule, doch als er Ava kennenlernt, dreht sich alles in seinem Kopf nur noch um sie. Nicht mehr um den Plan – sein Vater und er haben alles darauf ausgerichtet, dass er es in die NBA schafft – oder darum, dass der Unterricht anspruchsvoller ist und er in der Mannschaft nicht wirklich klarkommt. Er will Ava kennenlernen, sie wirklich kennenlernen und ein Teil ihres Lebens werden.
Doch Ava hat eigentlich keine Zeit für Jungs. Ihre gesamte Freizeit kümmert sie sich um ihre Mutter. Sie ist ihre Priorität und wird es immer sein. Warum nur bekommt sie Connor dann nicht aus dem Kopf?


Einerseits ist dieses Buch sehr berührend. Es bricht einem das Herz, wie sehr Avas Familie leidet. Ihre Mutter ist nur noch ein Schatten ihrer selbst und niemand weiß, ob ihr das bewusst ist. Ihr Stiefbruder gab seine vielversprechende Zukunft auf, um für sie beide da zu sein. Ihr Stiefvater verließ sie alle, um neu anzufangen. Und Ava opfert ihre Jugend, das letzte bisschen Kindheit, um für ihre Mutter da zu sein.

Ava und ihr Bruder sind heillos überfordert, aber für sie gibt es keine Alternative. Es ist schlimm, was da teilweise vorfällt und es tut einem beim Lesen fast schon selbst weh, wie Ava leidet. Sie bräuchte dringend Unterstützung, bekommt sie aber nicht. Beide bräuchten eigentlich Hilfe.

Connor wurde von seinem Dad immer darauf getrimmt eines Tages in der NBA zu landen. Allerdings gibt es für seinen Vater praktisch nichts anderes über das er mit ihm spricht. Für ihn scheint nur die NBA zu zählen, sonst nichts. Manchmal wirkt es fast, als sei Connor nur sein zukünftiger Goldesel und mehr nicht.
Ich fand seinen Vater sehr oft fast schon gefühllos in seiner Art Basketball über alles zu stellen. Mir war er sehr unsympathisch. Er kam mir fanatisch vor.

Leider war es mir im Buch zu viel Drama. Nicht bezogen auf Avas Mutter, obwohl es da auch zu viel Drama kam, aber was mich gestört hat, war das Drama zwischen Ava und Connor. Mir war das einfach viel zu viel und viel zu überzogen. Entweder sie sind über beide Ohren verliebt, oder sie stoßen einander weg. Entweder Connor ist mega verständnisvoll oder total egoistisch. Es gibt nur die Extreme.

Zudem wurde noch ein weiteres wichtiges Thema angeschnitten. Ich weiß nicht, ob es nur bei mir so rüberkam, oder ob es wirklich so gemeint war, aber wenn Letzteres zutrifft, dann hätte ich mir gewünscht, dass es etwas deutlicher rübergebracht würde. Wenn es anders gemeint war, dann kam es auf jeden Fall bei mir falsch an. Es geht mir um Peter, aber um was genau will ich nicht verraten, damit ich niemanden spoilere.


Fazit: Einerseits hat mich Avas Situation tief berührt. Sie tat mir von Herzen leid und ihre Mutter ebenso. Es kommt toll rüber wie überfordert Ava ist, nicht nur von all ihren Baustellen, sondern auch emotional. Man merkt, wie sie damit kämpft, für ihre Mutter da und immer perfekt zu sein und damit sich nicht selbst komplett zu verlieren.
Andererseits hatte ich aber auch ab und an meine Probleme.
Connor war mir manchmal auch sympathisch, verlor aber regelmäßig durch seine Egoismus-Anfälle bei mir. Klar ist der Druck auf ihn auch heftig, aber mir waren seine abrupten Stimmungsumschwünge manchmal wirklich zu krass.

Allgemein war es mir zwischen den beiden Protagonisten zu viel Drama. Entweder sie sind über beide Ohren verliebt, oder sie stoßen einander weg. Entweder Connor ist mega verständnisvoll oder total egoistisch. Es gibt nur die Extreme. Das fand ich echt schade.

Insgesamt war das Lesen für mich eine durchwachsene Erfahrung. Ich habe sehr stark mit Ava mitgefühlt, aber mir war es zwischen den Protagonisten viel zu viel Drama. Zwischendrin gab es ab und an Längen und auch das Ende war nicht wirklich meins, obwohl ich es bereits sehr früh so erwartet hatte. Von mir bekommt das Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.04.2023

Ein super wichtiges Thema, aber das Buch hat seine Längen

Whistleblower – Between Love and Truth
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Triggerwarnung: Mobbing, Belästigung, Erwähnung von Vergewaltigung und sexueller Belästigung.

Eigentlich wollte Laurel nur einen Artikel für die Uni-Zeitung schreiben, ja, einen Artikel, der vielleicht ...

Triggerwarnung: Mobbing, Belästigung, Erwähnung von Vergewaltigung und sexueller Belästigung.

Eigentlich wollte Laurel nur einen Artikel für die Uni-Zeitung schreiben, ja, einen Artikel, der vielleicht für ein kleines bisschen Wirbel sorgt, was aber letztlich daraus werden würde, ahnte sie nicht. Laurel wagte es, den unangreifbaren Football-Coach anzugreifen, ihn zu beschuldigen und machte sich selbst damit zur Zielscheibe. Ihre Karriere, ihre finanzielle Sicherheit, ihre Zukunft, Freundschaften, Beziehungen, all das steht plötzlich auf dem Spiel. Ist es das wert? Oder wird Laurel einen Rückzieher machen?


Ich muss ehrlich sagen, dass ich ein bisschen was anderes erwartet hatte. Der letzte Teil des Buches, das letzte Viertel fand ich richtig, richtig gut, davor zog es sich für mich immer wieder etwas.

Laurel ist eine ganz normale Studentin – eigentlich. Sie verschwitzt Deadlines, verschläft ab und an mal und trinkt sehr gern viel Alkohol. Laurel ist aber auch halb Mexikanerin, obwohl sie weiß aussieht, was sie aber, sobald der Umstand bekannt ist, nicht vor Rassismus schützt. Trotzdem ist sie stolz auf ihre Herkunft und ihre Familie und fühlt sich beiden Welten zugehörig.

Die Missstände an ihrer Uni sind jedem bekannt – außer dem Football-Team, das davon profitiert. Ihnen wird das Geld nachgeworfen und alle anderen Fakultäten sind unterfinanziert. Jeder weiß es, jeder regt sich drüber auf, aber niemand tut etwas dagegen, weil jeder weiß, dass es nichts bringen würde.

Es gibt aber auch Missstände, über die niemand redet. Missstände, die Laurel bei ihrer Recherche mehr und mehr auffallen und über die sie nicht schweigen kann und will. Das Problem: Niemand will es glauben. Oder zumindest fast niemand.

Bodie ist der Quarterback der Mannschaft. Er ist aber nicht so arrogant, wie viele andere Mitglieder des Football-Teams. Im Gegenteil: er ist nett. Und Bodie hat ein Gewissen. Deswegen liefert er Laurel Informationen, obwohl er fest an seinen Coach glaubt und vieles von dem, was Laurel schreibt, nicht glauben will.

Bodies Zukunft steht genauso auf dem Spiel wie Laurels, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Werden sie dem Druck nachgeben, oder für ihre Überzeugungen einstehen?


Fazit: Das Buch hat für mich recht lang gebraucht, um richtig in Fahrt zu kommen. Gefühlt nimmt das Studentenleben einen größeren Teil ein, als die Recherche und die Folgen derer. Es geht zum Beispiel oft darum, dass Laurel und ihre beiden besten Freunde sich volllaufen lassen oder auf Partys gehen. Ich fand den Alkoholkonsum im Buch schon echt krass.
Das eigentliche Thema läuft lange nebenher. Das macht teilweise auch Sinn, aber sorgte bei mir für Längen. Erst nach der Hälfte des Buches nimmt es langsam Fahrt auf, bevor das letzte Viertel richtig gut wird. Allerdings bleibt am Ende vieles offen, was ich schade fand. Ich hätte mir hier einen Epilog gewünscht, der diese losen Enden verknüpft.

Es wird ein sehr wichtiges Thema angesprochen und mehrere weitere Themen tauchen nebenher auch auf. Aber mir dauerte es zu lange, bis sie ihr Potenzial entfalteten.
Ich fand es auch schade, dass Bodie relativ blass blieb. Gerade er mit seinem Gewissenskonflikt und der Gefahr für seine Zukunft und Karriere hätte für mich auch zu Wort kommen sollen. So ist das ganze Buch aus Laurels Sicht geschrieben, was ich zwar nachvollziehen kann, aber ich hätte es besser gefunden, wenn auch Bodies Sicht wenigstens ab und an dazugekommen wäre. Gerade um auch die andere Seite zu beleuchten. Wie war es für ihn? Vorher, während des Skandals und hinterher? So bekommt man das nur am Rande mit.

Insgesamt fand ich das Buch gut und wichtig, aber mir hatte es zu viele Längen und ich fand es schade, dass es sein volles Potenzial erst im letzten Viertel entfaltet hat und einiges offen blieb. Von mir bekommt es 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.04.2023

Ich konnte sehr vieles zu früh erraten, aber es hat was

Schwarz Wald Nacht
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Als junge Frau kehrte Sanne dem elterlichen Hof und ihrem Heimatdorf den Rücken – sie wollte nie wieder zurückkehren. Jetzt tut sie es aber doch, denn ihre Großmutter ist gestorben. Nur wenig hat sich ...

Als junge Frau kehrte Sanne dem elterlichen Hof und ihrem Heimatdorf den Rücken – sie wollte nie wieder zurückkehren. Jetzt tut sie es aber doch, denn ihre Großmutter ist gestorben. Nur wenig hat sich seit damals verändert. Noch immer hat sie ihren Ruf weg und noch immer schert es den Dorfpolizisten nicht, was Sanne ihm zu sagen hat, im Gegenteil. Erst als eine junge Frau, die Sanne am Abend davor beinahe überfahren hätte, tot aufgefunden wird, muss er zugeben, dass sie wohl doch die Wahrheit gesagt hat. Außer natürlich, sie hat etwas mit deren Tod zu tun, was er durchaus für möglich hält. Die Ermittlungsleiterin will so früh nichts ausschließen, stößt aber bald auf Ungereimtheiten bezüglich des Dorfes. Und es dauert nicht lang, bis die nächste Leiche auftaucht und die dunklen Geheimnisse des Dorfes eines nach dem anderen ans Licht kommen.


Die Geschichte an sich fand ich sehr gut. Mein Problem war nur, dass ich bereits ganz am Anfang, wirklich nach wenigen Seiten, fast alles herausgefunden hatte. Nur eine Sache wurde mir erst im Verlauf des Buches klar, aber die zentralen Punkte waren mir zu früh bekannt, wodurch mir die Spannung flöten ging.

Sanne hatte als junge Frau alles so gut geplant! Sie hatte abhauen, zur Polizei gehen, dort Beweise vorlegen und ihren Bruder retten wollen. Doch die Beweise rutschten ihr buchstäblich aus der Hand und ohne weigerte sich der Freund ihres Vaters ihr zu glauben. Mehr noch, Sanne war bald darauf im ganzen Dorf verschrien.
Mittlerweile hat sie sich ein neues Leben aufgebaut. Doch kaum ist sie im Dorf angekommen muss sie feststellen, dass sich dort kaum etwas verändert hat, bis auf ihren Bruder, der jetzt natürlich kein hilfloses Kind mehr und ihr fremd geworden ist. Sanne versucht trotzdem ihre Beziehung zu kitten.

Als die erste Leiche gefunden wird, merkt man schnell, dass der Dorfpolizist keine Lust darauf hat, richtig zu ermitteln. Er will den leichten Weg gehen und alles Sanne anhängen. Immerhin hat sie auch früher nur Probleme gemacht. Das steht allerdings im Widerspruch zu einer Aussage, die er später der Ermittlungsleiterin gegenüber tätigt. Die Frage ist nur, wann er gelogen hat. Wie denkt er wirklich über Sanne?

Die Auflösung am Ende kam für mich nur in einem Punkt überraschend, wobei ich es toll fand, wie dadurch alles verknüpft wurde. Allerdings fand ich es schade, dass das Buch mit einer Rückblende endete, da ich hier lieber einen Ausblick in die Zukunft gesehen hätte, als einen „Rückschritt“ in die dunkle und deprimierende Vergangenheit.


Fazit: Insgesamt fand ich die Geschichte an sich sehr interessant – vor allem wie nach und nach die Geheimnisse des Dorfes ans Licht kamen. Leider konnte ich aber zwei wesentliche Dinge schon auf den allerersten Seiten erraten, wodurch mir die Spannung flöten ging. Trotzdem fand ich es aber nicht schlecht oder langweilig.

Ich hatte ab und an etwas Probleme mit dem Schreibstil, das ist einfach die Lektorin in mir. Ich vermute damit sollte betont werden, dass im Dorf bzw. Schwarzwald etwas anders gesprochen wird, aber irritiert hat es mich trotzdem.

Obwohl ich den Großteil vorab erraten konnte, fand ich das Buch gut. Von mir bekommt es 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.03.2023

Stellenweise sehr spannend, aber ich hätte mir eine Triggerwarnung gewünscht

Stranded - Die Insel
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Triggerwarnung: Gewalt, Mobbing!



Die zurückgezogen lebende Maddie nimmt an einem TV-Show-Experiment teil. Sie wird zusammen mit fünf weiteren Kandidaten auf einer unbewohnten schottischen Insel ausgesetzt ...

Triggerwarnung: Gewalt, Mobbing!



Die zurückgezogen lebende Maddie nimmt an einem TV-Show-Experiment teil. Sie wird zusammen mit fünf weiteren Kandidaten auf einer unbewohnten schottischen Insel ausgesetzt und muss dort ein Jahr lang überleben. Anfangs ist die Motivation hoch, doch schon bald stellt sich die Wirklichkeit als viel härter vor, als es die Kandidaten erwartet hatten und auch innerhalb der Gruppe gibt es bald Probleme. Werden sie ein Jahr durchhalten?





Die Geschichte wird auf mehreren Ebenen erzählt. Maddie ist die Erzählerin und greift immer wieder vor, indem sie Andeutungen macht, wie „wenn ich geahnt hätte, was noch passiert, hätte ich anders reagiert“. Dadurch wird konstant für ein ungutes Bauchgefühl gesorgt. Man weiß, es wird etwas passieren, nur nicht was und wann. Ebenso ist es mit den „Ausflügen“ in die Gegenwart. Maddie scheint es von der Insel geschafft zu haben, aber etwas Furchtbares ist dort passiert. Nur was? Und warum? Man wartet darauf, dass sie mehr erzählt und gleichzeitig hat man auch Angst davor.



Das Buch hat immer wieder zwischendrin mit Längen zu kämpfen. Das passt zum Thema und wirkt auch glaubwürdig, aber sorgt auch dafür, dass man beim Lesen manchmal Mühe hat, dranzubleiben.



Andererseits ist es auch immer wieder sehr spannend, vor allem ab einem gewissen Punkt, als die Probleme innerhalb der Gruppe sichtbar werden und Mobbing sehr stark zum Tragen kommt. Leider hat mich das sehr unvorbereitet getroffen. Ich hätte mir hier eine Triggerwarnung gewünscht. Mich hat das emotional sehr mitgenommen und deprimiert.



Ich persönlich empfand das Schriftbild als nicht sehr leserfreundlich. Die Schrift war mir etwas zu klein und zu eng gesetzt. Ich konnte das Buch lesen, aber ich musste sehr aufpassen, um nicht zu verrutschen.





Fazit: Ich fand die Idee sehr gut und sehr spannend. Gerade zu Beginn gibt es viele Längen, die es mir nicht ganz leicht gemacht haben, richtig im Buch anzukommen. Aber es ist ein interessantes Thema. Allerdings kam ein für mich stark triggerndes Thema vor - Mobbing - und das hat für mich den Großteil des Buches überlagert. Mich hat das Thema sehr mitgenommen und deprimiert, ich würde daher sehr zu einer Triggerwarnung raten.



Es war spannend und erschreckend und echt schrecklich, was Menschen bereit sind einander anzutun. Dabei spielt auch die jeweilige subjektive Wahrnehmung eine große Rolle, was hier schön dargestellt wurde.


Ich fand das Buch nicht schlecht, stellenweise sogar sehr spannend. Aber das Mobbing hat mich leider recht unvorbereitet und deswegen sehr hart getroffen und für mich alles überlagert. Trotzdem bekommt das Buch von mir 3 Sterne, denn es war immer wieder auch richtig spannend und die Idee gefiel mir sehr gut.

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