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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2019

Mordserie

Kaltblütige Abrechnung
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In Graz kommt es zu einer grausamen Mordserie. Beginnend bei einem angesehenen Gynäkologen, der grausam zugerichtet wurde. Nach und nach gibt es immer weitere Tote und sie haben alle etwas gemeinsam. Auf ...

In Graz kommt es zu einer grausamen Mordserie. Beginnend bei einem angesehenen Gynäkologen, der grausam zugerichtet wurde. Nach und nach gibt es immer weitere Tote und sie haben alle etwas gemeinsam. Auf jeder Leiche ist ein rosa Babyschuh platziert. Nun stellt sich die Frage was es damit auf sich hat. Das Ermittlerteam um Inspektor Wakolbinger und seine beiden Assistenten Cindy und Franz tappen zunächst im Dunkeln. Doch sie verfolgen die Spur mit dem rosa Babyschuh und stoßen dabei an menschliche Abgründe. Kommen Sie noch rechtzeitig auf die Lösung um den Täter dingfest zu machen? Die Idee des Buches fand ich super und es wurde meiner Meinung nach auch gut umgesetzt. Die Leichen sowie auch die Charaktere wurden immer sehr bildlich dargestellt, sodass man sich alles recht gut bildlich vorstellen konnte. Den Schreibstil fand ich allerdings nicht ganz so gut. Ich fand den etwas anstrengend. Außerdem waren es für mich auch etwas zu viele Personen in dem Buch. Dadurch hat es mir das Durchsteigen etwas erschwert.

Veröffentlicht am 31.10.2025

Ohne Spannung

Himmelerdenblau
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Julie Novak ist seit September 2003 spurlos verschwunden. Ihre Familie ist daran zerbrochen, doch ihr Vater hat nie aufgehört zu suchen. Die Podcasterin Liv nimmt Kontakt zu ihrem Vater, Theo Novak, auf, ...

Julie Novak ist seit September 2003 spurlos verschwunden. Ihre Familie ist daran zerbrochen, doch ihr Vater hat nie aufgehört zu suchen. Die Podcasterin Liv nimmt Kontakt zu ihrem Vater, Theo Novak, auf, als sich das Verschwinden zum zwanzigsten Mal jährt. Liv ist auf eine neue Spur gestoßen. Doch Theos Demenz schreitet voran, und ihm bleibt wenig Zeit, die Wahrheit zu erfahren. Rätselhafte Fragen stehen im Raum: Was verbirgt Julies Ex-Freund Daniel? Und wie lange kann ein Mensch die quälende Ungewissheit über das eigene Kind ertragen?

Die Story wird aus wechselnden Perspektiven erzählt jeweils aus der Ich-Perspektive der einzelnen Protagonisten. Diese Erzählweise bietet Nähe zu den Protagonisten und man ist den Gedanken und Gefühlen von ihnen näher. Jedoch gibt es häufige Wiederholungen in den einzelnen Perspektiven, insbesondere in Theos demenzgeprägter Sicht und den Podcast-Passagen, die zu einem zähen Lesefluss führen.

Die Spannung bleibt über weite Strecken aus, interessante oder überraschende Momente sind rar. Auch wenn hier und da versucht wird einige rätselhafte Momente einzubauen, muss man die spannenden Momente doch quasi suchen. Wenn sie da sind, sind sie auch so schnell wieder weg, wie sie gekommen sind.

Beim Thema "Demenz" wurde sich an ein sensibles Thema gewagt. Die Grundidee, eine Geschichte rund um Erinnerungsverlust, familiäre Geheimnisse und die Suche nach Wahrheit zu erzählen, birgt viel Potenzial, doch leider blieb die Umsetzung hinter meinen Erwartungen zurück. Theos Demenzerkrankung wurde zweifellos gut und authentisch dargestellt. Es wurden sprachliche Brüche und Wortlücken integriert, die Theos Zustand glaubhaft widerspiegeln. Diese stilistische Entscheidung holpert manchmal beim Lesefluss. Der größte Teil lässt sich aber dennoch flüssig lesen.

Mein Fazit:
Schade, leider konnte mich "Himmelerdenblau" wie ihre anderen Bücher wie "Marta schläft" nicht überzeugen. Ich habe von dem Thriller mehr erhofft. Mir fehlte ihr die Spannung und fesseln konnte es mich auch nicht so recht. Daher kann ich leider keine Leseempfehlung geben, hoffe aber darauf, dass mich eins ihrer nächsten Bücher wieder voll überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 01.10.2023

Langatmig

Refugium
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Die ehemalige Polizistin Julia Malros soll bei ihren Recherchen für die Fortsetzung einer Buchreihe von dem jungen Hacker Kim Ribbing, der tiefe Spuren der Vergangenheit in sich trägt, unterstützt werden. ...

Die ehemalige Polizistin Julia Malros soll bei ihren Recherchen für die Fortsetzung einer Buchreihe von dem jungen Hacker Kim Ribbing, der tiefe Spuren der Vergangenheit in sich trägt, unterstützt werden. Doch in der Mittsommernacht erschüttert ein schweres Verbrechen das Leben in den Schären. Nicht weit von Julias Ferienhaus entfernt wird eine Familie und ihre Gäste brutal hingerichtet. Nur die Tochter der Familie kann sich retten. Allerdings ist das Mädchen verstummt. Für Julia steht fest, sie muss handeln. Während Kim sich auf die Spur des Täters im World Wide Web begibt und um den Globus folgt, nutzt Julia ihre Kontakte bei der Polizei. Ausgerechnet ihr Ex-Mann Johnny ist mit den Ermittlungen betraut. Wer steckt hinter den Auftragskillern?

"Refugium" ist der erste Band einer neuen Trilogie.

Ehrlich gesagt konnte das Buch leider meine Erwartungen nicht füllen. Ich habe zur Handlung und zu den beiden Hauptprotagonisten Julia und Kim nicht wirklich einen Zugang gefunden. Nach einem starken Beginn flaut es sehr schnell wieder ab und es dauert sehr lange bis endlich mal wieder etwas passiert, da hatte ich schon überlegt, ob ich das Buch nicht abbreche. Doch ich habe dann weitergelesen, da dann endlich mal etwas Spannendes passiert ist. Doch so schnell wie die Spannung dagewesen war, hat sie auch wieder nachgelassen und die Handlung plätscherte weiter vor sich hin, trotz dass der Schreibstil sich flüssig lesen ließ. Die Auflösung zum Schluss hat mich leider auch nicht mehr sonderlich überrascht.

Einzig Kim Ribbing als Charakter fand ich sehr interessant. Er ist durch seine Art und seine prägende Erlebnisse seiner Vergangenheit mit einem etwas anderem Charakter ausgestattet und dadurch sehr außergewöhnlich.

Mein Fazit:
Konnte mich leider nicht überzeugen und meine Erwartungen erfüllen. Die Fortsetzung werde ich dann wohl auch nicht lesen.

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Veröffentlicht am 26.08.2023

Leider langweilig

Zwei Fremde
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Ausgerechnet am letzten Tag der Saison wird das Hotel in den Highlands von einem Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten. Nichts geht mehr - kein Telefon, kein Internet. Immerhin funktioniert das Notstromaggregat. ...

Ausgerechnet am letzten Tag der Saison wird das Hotel in den Highlands von einem Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten. Nichts geht mehr - kein Telefon, kein Internet. Immerhin funktioniert das Notstromaggregat. Dann stehen nacheinander zwei Männer vor der Tür und jeder behauptet von sich selbst Polizist zu sein und den entflohenen Häftling zu suchen und die Hotelgäste vor dem Mörder beschützen zu wollen. Remie Yorke arbeitet als Managerin in dem Hotel und sie weiß ganz genau, dass einer von den beiden Männern lügt. Doch nur wer? Sie hat eine 50:50 Chance sich richtig zu entscheiden. Wird sie es?

Leider konnte mich dieser Thriller nicht wirklich überzeugen. Mir fehlte hier dieser richtige Spannungsbogen und der fesselnde Schreibstil. Der Schreibstil hatte irgendwie nichts an sich, was mich fesseln konnte. Die Handlung kam nicht wirklich in Gang. Anfangs hat sich alles immer nur wiederholt und drehte sich im Kreis. Es passierte nicht wirklich etwas und der Autor ist ständig in Remies Vergangenheit abgeschiffen. Somit dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis die beiden Männer wirklich vor der Hoteltür standen.

Obwohl viel in Remies Vergangenheit abgeschwiffen worden ist, konnte ich nicht wirklich mit ihr warm werden und so auch nicht mit ihr mitfühlen. Alles wirkte zu konstruiert. Die beiden Männer blieben ebenfalls sehr blass.

Mein Fazit:
Mit diesem Thriller konnte ich leider nicht warm werden. Es wirkte zu konstruiert und statt mich zu fesseln, hat es mich eher gelangweilt. Mein Geschmack hat er leider nicht getroffen, daher kann ich hier auch keine Leseempfehlung geben.

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Veröffentlicht am 24.04.2023

Sehr langatmig

SØG. Dunkel liegt die See
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An Deck eines Schiffes werden Blutsspuren gefunden, doch die Besatzung nicht mehr aufgefunden. Der einzige Überlebende scheint der Seemann Vitali Romaniuk zu sein. Hat er seine Kameraden mit einer Axt ...

An Deck eines Schiffes werden Blutsspuren gefunden, doch die Besatzung nicht mehr aufgefunden. Der einzige Überlebende scheint der Seemann Vitali Romaniuk zu sein. Hat er seine Kameraden mit einer Axt ermordet? Aufgrund fehlenden Beweisen wird der freigesprochen und der Fall "Das Axtschiff" wird zu den Akten gelegt. Dieser Fall liegt nun etwas mehr als 10 Jahre zurück und die junge Kommissarin Nina Portland beschäftigt sich noch immer damit. Als sie dem Seemann in Talinn wieder begegnet, klemmt sie sich noch mehr hinter die Aufklärung und erkennt viel zu spät, dass sie damit in ein Wespennest gestochen hat.

"SØG. Dunkel liegt die See" ist der erste Teil der Reihe mit Nina Portland und den Auftakt in diese Reihe fand ich äußerst langatmig.

Nach dem Lesen des Klappentextes habe ich einen düsteren und spannenden Thriller erwartet, aber leider wurde ich schon mal dahingehend enttäuscht, dass es sich nicht um einen aktuellen Fall handelt sondern um einen Cold Case. Zudem plätscherte die gesamte Handlung nur vor sich hin. Es wurde mehr der Tagesablauf von Nina und ihrem Sohn Jonas erzählt, als dass sich mal in dem Fall "Axtschiff" etwas getan hatte. So wurde es sehr kaugummiähnlich, was ich schade fand.

Den Schreibstil fand ich flüssig zu lesen, aber hatte durch die Handlung doch nichts fesselndes an sich. Die Beschreibungen der Handlungsorte waren gut ausgearbeitet, sodass man sich gut ein Bild davon machen konnte. Allerdings fand ich die Dialoge zwischen den Protagonisten zum Teil sehr aufgesetzt. Es las sich wie als wenn der Darsteller seinen Text auswendig gelernt oder vorgesagt bekommen hätte.

Zur Hauptprotagonistin Nina ist meine Meinung etwas zwiegespalten. Zum Einen konnte ich ihre Beweggründe verstehen, aber dann habe ich mich gefragt warum sie sich dermaßen in Gefahr begibt und auch noch ihre Familie damit hineinzieht.

Mein Fazit:
Leider anders als erwartet. Es war mir zu langatmig und ich habe ein paar Mal damit gerungen, dass Buch nicht zuzuklappen. Sehr schade, denn es steckte durchaus mehr Potenzial drin. Wenn man im Vorfeld weiß, dass es mehr ein Cold Case und Ninas private Ermittlung ist, hat man evtl. eine andere Meinung.

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