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Veröffentlicht am 15.05.2023

Tagebucheinträge

Mörderfinder – Mit den Augen des Opfers
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Nach der Beerdigung der an Krebs erkrankten Freundin der Kriminalrätin Eslem Keskin liest sie in deren Tagebuch von einer schweren Schuld, die sie auf sich geladen haben. Vor 22 Jahren verschwand auf ungeklärte ...

Nach der Beerdigung der an Krebs erkrankten Freundin der Kriminalrätin Eslem Keskin liest sie in deren Tagebuch von einer schweren Schuld, die sie auf sich geladen haben. Vor 22 Jahren verschwand auf ungeklärte Weise der junge Winzer Peter Kautenberger, der damals ermittelnde Polizeibeamte wurde auf dubiose Weise vom Fall abgezogen. Nun bittet ausgerechnete seine ehemalige Chefin Keskin den inzwischen als Privatermittler und Dozent arbeitende Max Bischoff um Hilfe. Im beschaulichen Moselort Klotten soll er sich umhören, was damals vorgefallen ist. Die Clique um Peter Kautenberger wie auch alle andere, die er befragt schweigen oder wissen von nichts. Auch die Hilfe seines Freundes, des Psychologen Dr. Marvin Wagner, führt ihn nicht weiter. Bis sich die Dinge zuspitzen und ein Mord im Weinberg geschieht. Jetzt will die „richtige“ Polizei übernehmen und in Person des damals abgezogenen Kriminalkommissars den Fall klären. Max bleibt und ermittelt weiter.
Vertuschen und Verschweigen, darum ging es damals und auch jetzt und an der Dorfbevölkerung beißen sich alle die Zähne aus. Personen aus Max Umfeld spielen ebenso mit in diesen eher mäßig spannenden Krimi hinein wie auch die Menschen in Klotten und deren Befindlichkeiten. Psychologisch interessant, doch manchmal etwas langatmig geschrieben.

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Veröffentlicht am 15.05.2023

einmal Ermittlerin, immer Ermittlerin

Südlich von Porto lauert der Tod
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Zur Beerdigung ihres geliebten Großvaters reist Ria Almeida mit ihren Eltern aus Stuttgart ins portugiesische Küstendorf Torreira. Sie selbst ist in Stuttgart aufgewachsen, sie merkt die Unterschiede der ...

Zur Beerdigung ihres geliebten Großvaters reist Ria Almeida mit ihren Eltern aus Stuttgart ins portugiesische Küstendorf Torreira. Sie selbst ist in Stuttgart aufgewachsen, sie merkt die Unterschiede der Kulturen und dennoch fühlt sie sich in Portugal wohler als in Deutschland. Private und berufliche Probleme möchte sie mit einer längeren Auszeit klären. Ihre Beziehung zu ihrem Vorgesetzten ist gerade in die Brüche gegangen, sie hat sich von der Kriminalpolizei zur Verkehrspolizei versetzen lassen und überlegt, wie es für sie weitergehen soll. Während sie bei ihrer Cousine Mariposa und deren Mann, dem Dorfpolizisten Joao wohnt, wird eine junge Frau tot aufgefunden. Es sieht aus wie ein normaler Todesfall, wenn nicht kurz vor einer angeordneten Obduktion die Leiche verschwindet. Joao bittet Ria um Hilfe, sie kennt sich doch mit Ermittlungen aus. Dass sie gar nicht befugt ist, wird auch gegenüber dem eingesetzten Chef Baptista nicht erwähnt, denn Ria merkt schnell, dass ihre Fähigkeiten im Ermitteln liegen, dass es ihre Berufung ist.
Der Kriminalfall tritt in diesem Buch in den Hintergrund, dadurch fehlt auch die Spannung. Sehr genau wird die Landschaft, die Menschen an der Nordküste Portugals und deren Lebensweise beschrieben, wie auch Rias innere Konflikte, wie es in ihrem beruflichen Leben weitergehen soll. Die Unterschiede der Kulturen werden durch eine in Deutschland aufgewachsene Portugiesin interessant erzählt.

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Menschen und Tiere in der Nacht

Lebendige Nacht
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Während wir in der Nacht schlafen krabbeln, fliegen und laufen so einige Lebewesen um uns herum, viel mehr als gedacht. Sophia Kimmig nimmt uns mit in diese vielseitige unbekannte Welt. Dass Fledermäuse, ...

Während wir in der Nacht schlafen krabbeln, fliegen und laufen so einige Lebewesen um uns herum, viel mehr als gedacht. Sophia Kimmig nimmt uns mit in diese vielseitige unbekannte Welt. Dass Fledermäuse, Käuze und Waschbären nachts unterwegs sind, haben die meisten von uns bereits erfahren, die nächtliche Tierwelt ist jedoch deutlich reichhaltiger. Und auch Pflanzen richten sich darauf ein. Einerseits werden in diesem Sachbuch Tiere der Nacht beschrieben und wie es überhaupt zur Aktivität in der Nacht kam, andererseits wird die Wirkung der Nacht auf den Menschen beleuchtet. Wie gehen wir damit um, wie haben wir durch die zunehmende Beleuchtung das Leben in der Nacht gestört und verändert, wie können wir den nachtaktiven Tieren ihr gewohntes Leben erhalten. Neben wissenschaftlichen Texten wird Sophia Kimmig auch persönlich und lockert so die abwechslungsreichen, leicht lesbaren Texte auf. Ich hätte mir mehr Beschreibungen und Fotos der hiesigen nachtaktiven Tierwelt gewünscht, mehr Informationen des Lebens um uns herum, wie es der Untertitel vermuten lässt und weniger die Wirkung der Nacht auf den Menschen.

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Veröffentlicht am 04.04.2023

leicht und verständlich erzählt

Mythen und Sagen der Griechen
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Die Mythen und Sagen der Griechen sind sehr umfangreich und, so zumindest in den von den alten Geschichtenschreibern verfassten Werken, oft schwere Kost. Dieses Werk von Sylvia Seelert liest sich dagegen ...

Die Mythen und Sagen der Griechen sind sehr umfangreich und, so zumindest in den von den alten Geschichtenschreibern verfassten Werken, oft schwere Kost. Dieses Werk von Sylvia Seelert liest sich dagegen leicht und verständlich. Ein extra Teil beschäftigt sich mit den Göttern und dem Olymp und einem Teil von Zeus Kindern von den unterschiedlichsten Göttinnen und Sterblichen. Der dünne Band umfasst nur die wichtigsten Sagen der alten Griechen, auf Vollständigkeit wird keinen Wert gelegt, die Schrift ist groß gehalten, die einzelnen Kapitel in einer chronologischen Abfolge verfasst. Besonders schön ist die künstlerische Gestaltung, viele Zeichnungen der Gottheiten und der Sagen vervollständigen den Eindruck, den man durch das äußerst gut gelungene Cover des Buches bereits erhält. Durch die einfache und klare Sprache ist dieses Buch für Erwachsene wie auch etwas ältere Kinder besten geeignet. Als einziges, wirklich sehr kleines Manko ist die am Ende des Buches feststellbare Vernachlässigung der korrekten Rechtschreibung zu bemängeln.

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Veröffentlicht am 04.04.2023

Irrlichter

Totes Moor (Janosch Janssen ermittelt 1)
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Der Polizist Janosch Janssen ist nach Jahren in Frankfurt wieder zurück in sein Heimatdorf in die Rhön gezogen, da seine Mutter allein nicht mehr zurecht kommt. Mit seiner Chefin, der ehrgeizigen Kriminaloberrätin ...

Der Polizist Janosch Janssen ist nach Jahren in Frankfurt wieder zurück in sein Heimatdorf in die Rhön gezogen, da seine Mutter allein nicht mehr zurecht kommt. Mit seiner Chefin, der ehrgeizigen Kriminaloberrätin Diana Quester kommt er nicht zurecht, er fürchtet sich direkt vor ihr. Bisher wurden ihm auch nur kleine Delikte zugeteilt bis zu dem Tag, als er als erster Beamter bei einer aufgetauchten Moorleiche ist. Diese konnte nur durch ein Irrlicht, welches vorher dort nicht war, gefunden werden. Bei der Toten handelt es sich um die seit ca. 10 Jahren verschwundene Mathilda Nolte, Janoschs heimliche Jugendliebe. Nach einer Party hatte sie auf der Landstraße einen Autounfall mit Janoschs Vater und seitdem war sie verschwunden. Janoschs Vater war der Hauptbeschuldigte und nach der Vernehmung durch Diana Quester nahm er sich das Leben. Durch das Auftauchen Mathildas wird der Fall wieder aufgerollt, neue Aspekte und Sichtweisen werden beleuchtet und Janosch versucht, auch wenn er wieder mal nicht offiziell ermitteln kann, seinen Vater zu rehabilitieren und Licht ins Dunkel zu bringen. Bis ein weiterer Mord geschieht.
Das gesamte Dorf hat etwas zu Verschleiern, dadurch treten immer wieder neue Verdächtige auf und nichts scheint so zu sein, wie es aussieht. zusätzlich zu der spannenden Mordaufklärung wird die dörfliche Bevölkerung sehr gut beschrieben, die Verwicklungen der Menschen untereinander. Spannend und emotional geschrieben.

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