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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Schwarzer Lavendel

Schwarzer Lavendel
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Nach einem Schicksalsschlag verspricht sich der Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter ein ruhigeres Leben in der Provence, wo er einen neuen Job annimmt, und das scheint auch durchaus möglich zu sein, denn in ...

Nach einem Schicksalsschlag verspricht sich der Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter ein ruhigeres Leben in der Provence, wo er einen neuen Job annimmt, und das scheint auch durchaus möglich zu sein, denn in Frankreich trifft seine korrekt-deutsche Art auf das provenzalisches „Laisser-faire“. Die Uhren ticken dort wahrlich anders...
Doch dann beginnt rund um das Städtchen Le Lavandou die Weinlese und zu seiner eigenen Überraschung wird Ritter selbst Besitzer eines kleinen Weinbergs. Seine Tante hat ihn offenbar großzügig bedacht.
Aber die Freude über den neuen Besitz währt nur kurz, denn statt edler Reben wird auf dem Grundstück eine mumifizierte Frauenleiche entdeckt. Der detailversessene Ritter erkennt schnell: Die Tote wurde professionell einbalsamiert. Als eine weitere junge Frau als vermisst gemeldet wird, findet Ritter heraus, dass beide Frauen für die Weinernte in die Provence kamen.
Macht jemand Jagd auf die jungen Frauen?
Um Antworten auf seine Fragen zu bekommen, muss Leon erst weit in die Vergangenheit zurückgehen.
Ich kannte den ersten Band „Tödlicher Lavendel“ beim Lesen dieses nun zweiten Bandes um den Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter nicht, aber das war wohl auch nicht nötig, denn Remy Eyssen bringt dem Leser den Protagonisten so gut näher, dass man Vorkenntnisse eigentlich nicht benötigt. Es wird zwar nicht alles aus seiner Vergangenheit erklärt, aber genug, damit man die Situation beurteilen kann.
Ich fand besonders den Protagonisten sehr sympathisch. Er ist freundlich, gründlich, engagiert und scheint einfach ein netter Kerl zu sein, dem man nichts Böses wünscht.
Lilou, die Tochter seiner Vorgesetzten, um die er sich auch mit kümmert, fand ich reizend.
„Schwarzer Lavendel“ ist ein sehr guter Kriminalroman, der gut durchdacht und spannend präsentiert wird. Die Spannung hält sich auch konstant bis zum Ende, das mir ebenfalls gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 27.12.2020

Wieder ein Lese-Genuss

Die Farben der Schönheit – Sophias Triumph (Sophia 3)
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Wieder ein echter Lese-Genuss
Auch bei Corina Bomann und ihrer „Farben der Schönheit“-Trilogie warten wir treuen Leser immer auf den nächsten Band und nun haben wir leider bereits den dritten vor uns mit ...

Wieder ein echter Lese-Genuss
Auch bei Corina Bomann und ihrer „Farben der Schönheit“-Trilogie warten wir treuen Leser immer auf den nächsten Band und nun haben wir leider bereits den dritten vor uns mit „Sophias´s Triumph“.
Als eingefleischte Thriller- und Krimileserin lasse ich mich eher selten auf andere Genre ein, doch diese Trilogie „nahm mich recht schnell gefangen“, weil sie so vielschichtig ist und mir die Figuren immer irgendwie rasch ans Herz wachsen.
„New York, 1942. Für Sophia bricht eine Welt zusammen, als ihr Mann sich nach einem Streit freiwillig an die Front meldet. Der Krieg in Europa schien so fern, auch wenn Sophia immer noch Freunde in Paris und Familie in Berlin hat. Sophia stürzt sich in die Arbeit, so gerne würde sie für die erfolgsverwöhnte Elizabeth Arden eine eigene Pflegeserie entwickeln. Oder ist für Sophia der Moment gekommen, sich selbstständig zu machen? Als ihr Mann in Frankreich als verschollen gilt und die Nachrichten aus der alten Heimat immer schlimmer werden, stellt sie alle Pläne zurück. Sie wird ihren Traum nicht aufgeben, aber für die große Liebe ist sie bereit, alles Erreichte zu opfern...“
Ich mag es, wenn starke Frauen-Charaktere im Vordergrund stehen und hier wird man sehr gut und spannend unterhalten. Die Geschichte ist gut durchdacht und soweit ich das beurteilen kann, auch geschichtlich sehr gut recherchiert und präsentiert.

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Veröffentlicht am 31.07.2018

Ich war recht schnell in der Zeit zurückgereist...

Wenn wir wieder leben
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Ich war recht schnell in der Zeit zurückgereist
Historische Romane finden sich eigentlich eher selten auf meinen Wunschlisten und auch in meinen Händen später dann, aber es gibt immer mal wieder eine Ausnahme, ...

Ich war recht schnell in der Zeit zurückgereist
Historische Romane finden sich eigentlich eher selten auf meinen Wunschlisten und auch in meinen Händen später dann, aber es gibt immer mal wieder eine Ausnahme, die mich erst neugierig macht und es dann sogar schlussendlich schafft, mich von sich zu überzeugen.

„Wenn wir wieder leben“ von Charlotte Roth ist absolut so ein Roman und ich bin sehr froh, dass ich den 680 Seiten eine Chance gegeben habe.

Das vornehme Ostseebad Zoppot in den 1920er-Jahren. Noch herrschen überschäumende Lebenslust und unbeschwerte Sommerfrische. Die vier Freunde Lore, Gundi, Julius und Erik erfreuen die Kurgäste mit flotten Rhythmen und eingängigen Melodien und träumen vom Durchbruch als Musiker. Bald ist ihnen tatsächlich Erfolg beschieden, auf dem Luxusschiff Wilhelm Gustloff befahren sie die Meere – und wollen nicht wahrhaben, dass sich die Zeiten schon lange geändert haben. Gundi verliebt sich in den Sänger Tadek, aber dann überfällt Hitler Polen, und Tadek schließt sich dem Widerstand an: das Ende einer großen Liebe? Viele Jahre später begibt sich die junge Wanda auf die Suche nach dem, was von den Träumen der jungen Leute übrig blieb.

Die Autorin schafft es, dass man sich vorkommt, als sei man selbst in diese Zeit zurückgereist und man hat die Geschichte wie einen Film vor Augen. Das hat mich sehr gut gefallen und unterhält zudem sehr gut.

Die Figuren sind durch die Bank weg so lebensnah, als kämen sie aus dem eigenen Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis.

Die 680 Seiten schrecken vielleicht den einen oder anderen Leser ab, aber denen sei gesagt: es lohnt sich..!

Veröffentlicht am 21.05.2023

Wir retten Deinen Arsch

Seventeen
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Wir retten Deinen Arsch
Man kann trotz des Titels „Seventeen“ diesen Thriller nicht mit einer Jugendromanze verwechseln, denn das Cover zeigt ja bereits einen Mann mit Waffe... Und als 17, gefürchteter ...

Wir retten Deinen Arsch
Man kann trotz des Titels „Seventeen“ diesen Thriller nicht mit einer Jugendromanze verwechseln, denn das Cover zeigt ja bereits einen Mann mit Waffe... Und als 17, gefürchteter Auftragskiller, ist der Titel ja auch durchaus sehr passend gewählt...
Man kommt sich bei diesem Buch gar nicht so vor, als läse man ein Buch – ich kam mir eher vor wie mitten in einem tempogeladenden Action-Film – aber das meine ich durchaus positiv. Es ist eben nur etwas anders als bei anderen Thrillern, die ich in letzter Zeit gelesen hatte. Von daher brauchte ich auch ein wenig, bis ich in die Geschichte fand; der Schreibstil war ein wenig „sperrig und schräg“ für mich am Anfang...
Aber als ich dann „drin“ in der Geschichte war, ging alles ganz schnell und ich konnte gut folgen und war auch recht gefesselt. Mal was ganz Anderes...
Zumindestens ich hatte zuvor eine derartige Geschichte gelesen und ich freue mich immer, wenn ich noch „was Neues“ entdecke.
Die Spannung baute sich meines Empfindens nach eher langsam auf, blieb dann aber konstant und hat mir gut gefallen.
Ich vergebe vier Sterne für „Seventeen“.

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Veröffentlicht am 21.05.2023

Schon gut gemacht...

Die Zentrale
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Schon gut gemacht...
Dr. Veit Etzold weiß, wovon er schreibt und gerade im Bankenwesen kennt er sich als Ex-Banker ja nun auch bestens aus und das schlägt sich auch in seinen Thrillern nieder.
„Die Zentrale“ ...

Schon gut gemacht...
Dr. Veit Etzold weiß, wovon er schreibt und gerade im Bankenwesen kennt er sich als Ex-Banker ja nun auch bestens aus und das schlägt sich auch in seinen Thrillern nieder.
„Die Zentrale“ ist die Fortsetzung von „Die Filiale“, in dem wir Bankerin Laura Jakobs schon kennenlernen durften und beide Thriller haben mich rasch von sich überzeugt.
Für die junge Bankerin Laura Jacobs scheint sich eigentlich alles zum Besten zu wenden: Ihr Arbeitgeber versetzt sie auf ein Spezialprojekt in die Zentrale der Bank, was einer beachtlichen Beförderung gleichkommt.
Doch je tiefer Laura in das Projekt eintaucht, desto tiefer werden auch die Abgründe der Finanzwelt, die sich vor ihr auftun. Erneut stößt sie dabei auf jenen unheimlichen Investor, der sie beinahe um ihr Haus gebracht hätte. Laura muss feststellen, dass ihr Gegner keineswegs aufgegeben hat – er hat längst einen neuen Plan für sie. Einen Plan, der einen Mord beinhaltet. Und sämtliche Indizien deuten auf Laura als Täterin …
Hier geht es um Bilanzskandal und Geldwäsche und das durchaus unterhaltsam und spannend. Doch das Thema hatte für mich auch einige „Längen“, die mich dann nicht so gefesselt haben, dass ich Lesepausen hatte. Von daher vergebe ich vier Sterne für „Die Zentrale“.

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