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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2023

Anders

Wo du mich findest
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Wo du mich findest ist mein erster Roman der Autorin. Die Geschichte befasst sich mit Sophie, einer Frau, die kurz zuvor erst ihren Vater und dann auch noch ihre beste Freundin verloren hat. Sie hat auf ...

Wo du mich findest ist mein erster Roman der Autorin. Die Geschichte befasst sich mit Sophie, einer Frau, die kurz zuvor erst ihren Vater und dann auch noch ihre beste Freundin verloren hat. Sie hat auf Rügen einen Mann kennengelernt - Anton. Dieser fasziniert sie und sie verliert sich in Träumen und Wunschvorstellungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und komplett anders - Sophies Darstellung ist irgendwie ein fiktiver Monolog an Anton. Ist das jetzt gut oder schlecht? Weder noch. Es ist ein ganz anderer Stil und Ansatz.

Ansich ist das Buch thematisch sehr interessant, da es Trauer, Hoffnung, der Wunsch nach Liebe und die Suche nach dem eigenen Ich und dem eigenen Lebensweg verbindet. Dies wird gut umgesetzt. Trotzdem bleibt Sophie immer auch etwas distanziert. Man liest ihre Gedanken aber doch ist immer diese Distanz zwischen Leser:in und Protagonistin.

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Veröffentlicht am 22.05.2023

4 Frauen, 4 Leben, 4 Freundschaften

Weite Sicht
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Die Idee vier differente Leben mit all den Höhen und Tiefen zu vereinen und daraus ein gemeinsames Erlebnis zu schaffen, war sehr gut und authentisch umgesetzt. Sprachlich ist das Buch so gestaltet, dass ...

Die Idee vier differente Leben mit all den Höhen und Tiefen zu vereinen und daraus ein gemeinsames Erlebnis zu schaffen, war sehr gut und authentisch umgesetzt. Sprachlich ist das Buch so gestaltet, dass es zwischen einer gewissen Kühle und diesem Aspekt "weniger sagt (ist) mehr" springt. Man erlebt die Charaktere, lernt sie in gewisser Weise kennen und doch sind sie irgendwie auch unnahbar. Das Alter der Charaktere ist um die 70 Jahre. Oft hat man das Gefühl und den Eindruck von "sweet 17(0)".
In die Geschichte sind die Erlebnisse und Geheimnisse der Protagonistinnen einbezogen, die sich im Laufe des Buches aufklären.

Als Gesamtresümee war das Buch schön zu lesen, trotzdem hat etwas gefehlt und es hat der gewisse Funke in der Story gefehlt.

Ich vergebe vier tolle Punkte und kann das Buch als Gesamtheit jedem empfehlen, der ein gutes harmonisches Buch sucht.

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Veröffentlicht am 09.04.2023

Fulminanter Historienroman

Tochter einer leuchtenden Stadt
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Ein fulminantes Werk, das das Schicksal einer Frau, mit dem Schicksal von ganzen Ländern historisch verbindet. Das Buch "Tochter einer leuchtenden Stadt" ist ein Buch, das auf den ersten Blick, das erste ...

Ein fulminantes Werk, das das Schicksal einer Frau, mit dem Schicksal von ganzen Ländern historisch verbindet. Das Buch "Tochter einer leuchtenden Stadt" ist ein Buch, das auf den ersten Blick, das erste Lesen ein Werk ist, mit dem man sich auseinandersetzen und es ergründen muss. Es beinhaltet sehr viel geschichtlichen Background und eine gewisse Kenntnis darüber ist mit Sicherheit gut, um die Geschehnisse einordnen zu können. Es ist ein Buch, das man definitiv nicht schnell liest, aber es zu entdecken lohnt. Die Sprache ist einnehmend, die Sätze teils sehr kurz, dann wieder lang. Das Buch ist teilweise in der Ich-Perspektive als auch als Erzählstimme verfasst. Die Zeitangaben sind teilweise in den Kapiteln, teilweise sind sie auch nicht ganz transparent.

Ein wirklich sehr interessantes Werk, schön, teilweise durch den Krieg brutal, und doch entdeckenswert. Von mir gibt es vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für alle, die sich gerne auf ein Leseabenteuer einlassen wollen.

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Veröffentlicht am 22.01.2023

Liebe auf den ersten Ton?

The Man I Never Met – Kann man lieben, ohne sich zu kennen?
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Gibt es Liebe auf den ersten Ton, bzw. das erste Gespräch? Wie das Schicksal es will, verwählt sich der in den USA lebende Davey und landet bei Hannah, in London. Es beginnt mit einem netten Telefonat, ...

Gibt es Liebe auf den ersten Ton, bzw. das erste Gespräch? Wie das Schicksal es will, verwählt sich der in den USA lebende Davey und landet bei Hannah, in London. Es beginnt mit einem netten Telefonat, doch dann soll Davey eine Stelle in London annehmen. Aus einem Telefonat werden Telefonate, aus Nachrichten Videocalls ... und dann ist der Tag da, an dem Davey in London landen soll, doch er ist nicht in der Maschine und taucht unter.


Mein Leseeindruck:

The Man I never met ist der Debütroman der Autorin Elle Cook in diesem Genre. Wer die Bücher von Josie Silver kennt, wird Elle Cook lieben! Die Autorin hat eine sehr stimmige moderne Romanze über Liebe, Freundschaft und die Hoffnung geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und auf den Punkt. Die Charaktere sind authentisch, nahbar und realistisch.
Die Story an sich schlüssig und rund. Der Spannungsbogen, der durch den Verlauf der Geschichte zu einem sehr wichtigen Element wird, ist von der ersten bis zur letzten Seite da. Die Lovestory wird untermauert durch viel Ernsthaftigkeit, was das Buch insgesamt zu einer guten Mischung werden lässt.


Spoiler: Das ganze Buch arbeitet auf eine bestimmte Schlüsselszene hin, die im Finale "eigentlich" DAS Element hätte sein "sollen". Leider ist dieses Ende zu kurz und im Gegensatz zum Rest des Buches, das sehr ausgeglichen von der Länge ist zu schnell abgefrühstückt und dadurch ein bisschen kantig.


Das Buch hat vom Stil und als Gesamtheit 5 volle Sterne verdient. Aufgrund der Anmerkung im Spoiler, ziehe ich einen Stern ab, da dadurch das Gesamtwerk kleine Risse hat.

Dennoch empfehle ich das Buch uneingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Lesereise

Die Meerjungfrau von Black Conch
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1976 - Der junge Fischer David Baptiste ist mit seinem Boot auf Fischfang, als er im Wasser die geheimnisvolle Meerfrau Aycayia entdeckt. Zwischen den beiden knüpft sich ein zartes Band der Vertrautheit. ...

1976 - Der junge Fischer David Baptiste ist mit seinem Boot auf Fischfang, als er im Wasser die geheimnisvolle Meerfrau Aycayia entdeckt. Zwischen den beiden knüpft sich ein zartes Band der Vertrautheit. Bei einem Angelwettbewerb wird Aycayia von zwei "Yankees" schwer verletzt und "geangelt". David kann sie retten ... und es beginnt ihre ganz eigene Geschichte zwischen Zukunft, Gegenwart und der Vergangenheit.

Der Schreibstil wird eingeleitet von einer erzählenden Stimme, die dann zwischen Tagebucheinträgen von David sowie Aycayia wechselt. Die Passagen von Aycayia sind durch Verse dargestellt. Die Sprache und das ist das besondere daran, implementiert viele Slangwörter aus der original Sprache. Die Übersetzerin verweist darauf im Nachwort. Teils ist die Sprache einfach, an anderen Stellen wieder rau und derb, an wieder anderen Stellen zerbrechlich.

Die Autorin kommt selbst aus der Karibik und erschuf mit diesem Buch eine Hommage an ihre Heimat, an die Menschen dort und die Mythen und Geschichte der Karibik. Auch die der (Kulturellen)-aneignung.

Die Geschichte vereint ein sehr großes Spektrum an Emotionen, Selbstfindung und dem Kampf auf Selbstbestimmtheit.

Der einzige Kritikpunkt meinerseits ist, dass im Buch sehr viele Flüche vorkommen, die es nicht gebraucht hätte und die mich beim Lesen irgendwann einfach nur noch gestört haben.

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