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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2017

✎ Monika Feth - Das blaue Mädchen

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Ich bin eher durch Zufall auf diese Autorin aufmerksam geworden, denn Celine fragte, ob wir mal was von ihr gemeinsam lesen möchten, da sie die Autorin und deren Thriller bereits kennt und mag.
Ich habe ...

Ich bin eher durch Zufall auf diese Autorin aufmerksam geworden, denn Celine fragte, ob wir mal was von ihr gemeinsam lesen möchten, da sie die Autorin und deren Thriller bereits kennt und mag.
Ich habe mich dann jedoch erstmal für einen Einzelband der Schriftstellerin entschieden, da ich den Schreibstil kennenlernen und nicht schon wieder eine Reihe anfangen wollte.

Wenn man sich von vornherein klar macht, dass dies ein Buch für junge Jugendliche (ab 12 Jahre) ist, dann sieht man vielleicht auch über das ein oder andere hinweg.

Den Schreibstil fand ich angenehm und angemessen. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man unterschiedliche Einsichten bekommt. Die Gefühle der einzelnen Personen werden gut rübergebracht. Es ist natürlich nichts wirklich Tiefsinniges, aber dieses Werk wurde, wie gesagt, auch für jüngere Leser geschrieben.

Wie es in einer Sekte zugehen kann, wurde toll beschrieben, wobei ich mir hier mehr wirklich Krasses gewünscht hätte. Man hört und liest darüber sehr viel und die Sekte im Buch kam mir schon hart, aber irgendwie nicht hart genug rüber.

Die Geschichte ist sehr vorhersehbar und hat kaum spannende Momente oder Wendungen. Auch bleiben Ereignisse im Raum stehen, die sich der Leser selbst weiterspinnen kann.

Zum Schluss ging mir dann alles einfach zu schnell. Zwar hat das Werk eine gute Länge für dieses Alter, trotzdem hätte ich mir an der ein oder anderen Stelle mehr Hintergrund gewünscht.

©2017

Veröffentlicht am 15.08.2017

✎ Julia Engelmann - Eines Tages, Baby

Eines Tages, Baby
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Über 'Wir können alles sein, Baby' bin ich durch Zufall gestolpert. Jedoch hatte mich Julia Engelmann sofort in ihrem Bann. Zwar konnte sie mich in dem damaligen Hörbuch nicht vollends überzeugen, jedoch ...

Über 'Wir können alles sein, Baby' bin ich durch Zufall gestolpert. Jedoch hatte mich Julia Engelmann sofort in ihrem Bann. Zwar konnte sie mich in dem damaligen Hörbuch nicht vollends überzeugen, jedoch soweit, dass ich zu einem weiteren Werk von ihr griff.

'Eines Tages, Baby' ist ihr erstes Buch und ich bin ehrlich: Hätte ich dieses vorher gehört, wäre dies auch mein erstes und letztes von ihr gewesen.

All die Gefühle, die sie in ihrem zweiten Buch rüberbringt, habe ich hier vermisst. Irgendwie fand ich sie hier nicht "so dabei". Vielleicht fehlte ihr die Erfahrung - daran wächst man ja.
Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie meint, was sie sagt - das kam im zweiten Buch viel besser rüber. Abgenommen habe ich ihr ihre Gedanken dieses Mal also nicht und konnte mich nur schwer in sie hineinversetzen oder mit ihr mitfühlen.

Auch empfand ich es dieses Mal so, dass sich alles mehr oder weniger wiederholt hat - zumindest von der Kernaussage her.

Ich möchte das Hörbuch nicht gänzlich schlecht reden, denn Julia Engelmann hat Talent, aber ich würde eher ihr zweites Werk empfehlen.

©2017

Veröffentlicht am 18.06.2017

✎ Marc-Uwe Kling - Känguru-Werke 2 Das Känguru-Manifest

Das Känguru-Manifest (Känguru 2)
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Nachdem ich 'Die Känguru-Chroniken' gehört und mich teilweise köstlich amüsiert habe, war klar, dass ich auch den zweiten Teil hören möchte.

Wie bereits im ersten Teil konnte ich auch hier nicht uneingeschränkt ...

Nachdem ich 'Die Känguru-Chroniken' gehört und mich teilweise köstlich amüsiert habe, war klar, dass ich auch den zweiten Teil hören möchte.

Wie bereits im ersten Teil konnte ich auch hier nicht uneingeschränkt lachen, da nicht immer mein Humor getroffen wurde.

Auch finde ich, dass bei diesem Buch deutlich mehr die Politik im Vordergrund steht, was ja so gar nicht meine Interessen abdeckt.

Dennoch muss ich auch hier wieder einen Pluspunkt an den Sprecher vergeben. Dadurch, dass Marc-Uwe Kling die Bücher selbst verfasst hat, kann er jedem natürlich genau die richtige Stimme geben - und das tut er. Ich könnte ihn mir auch als Sprecher für andere humoristische Bücher vorstellen.

Auch wenn ich nicht restlos begeistert bin und die Geschichte nur bedingt weiterempfehlen kann, werde ich mir trotzdem 'Die Känguru-Offenbarung' noch anhören und auf ein bisschen mehr Witz und weniger politisch orientierte Passagen hoffen.

©2017

Veröffentlicht am 11.06.2017

✎ Marc-Uwe Kling - Känguru-Werke 1 Die Känguru-Chroniken

Die Känguru-Chroniken (Känguru 1)
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Ich wollte mal wieder etwas Leichtes für Zwischendurch - etwas mit Humor, also zum Lachen. Mir wurden diese Bücher empfohlen, also habe ich mich ans erste gewagt.

Tatsächlich wurde ich teilweise richtig ...

Ich wollte mal wieder etwas Leichtes für Zwischendurch - etwas mit Humor, also zum Lachen. Mir wurden diese Bücher empfohlen, also habe ich mich ans erste gewagt.

Tatsächlich wurde ich teilweise richtig gut unterhalten. Ich habe nicht nur gelächelt, sondern bei einigen Passagen herzhaft gelacht. (die Blicke der Leute auf der Straße waren köstlich)

Leider gab es jedoch auch Abschnitte, die mich kopfschüttelnd zurückließen, bei denen ich am liebsten manchmal sogar weggeschaltet hätte. Ich mag keine Hitler-Witze und alles, was in diese Richtung geht - auch nicht, wenn es ins Lächerliche gezogen wird. Bedauerlicherweise gibt es davon nicht gerade wenig - für meinen Geschmack. Das hat das Hörerlebnis ein wenig geschmälert.

Auch sind manche Anekdoten langweilig und ich hatte das Gefühl, dass es sich an der ein oder anderen Stelle wiederholt.

Ansonsten finde ich es einen netten Zeitvertreib, wenn man sowieso gerade nur am Putzen oder im Auto unterwegs ist.

Toll fand ich die Umsetzung. Marc-Uwe Kling liest sein Buch selbst und imitiert das Känguru auf eine lustige Art und Weise.

Von mir also nur eine bedingte Hörempfehlung. Man muss auf diese Art von Humor stehen.

©2017

Veröffentlicht am 30.05.2017

✎ Julie Cohen - Der Tag, an dem der Sommer begann

Der Tag, an dem der Sommer begann
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Als ich 2015 'Das Gefühl, das man Liebe nennt' von Julie Cohen gelesen hatte, wusste ich: Von dieser Frau mag ich mehr lesen! Noch heute läuft mir dieses Buch nach, weil ich es immer wieder Lesern empfehle, ...

Als ich 2015 'Das Gefühl, das man Liebe nennt' von Julie Cohen gelesen hatte, wusste ich: Von dieser Frau mag ich mehr lesen! Noch heute läuft mir dieses Buch nach, weil ich es immer wieder Lesern empfehle, die Geschichten fürs Herz mögen.

Nachdem ich das vorliegende Buch entdeckte, wanderte es direkt auf meine Liste der Bücher, die ich demnächst unbedingt lesen möchte, denn ich habe mich erneut auf eine herzerweichende Geschichte eingestellt.

Dass es eine Familiengeschichte sein wird, darauf hatte ich mich ganz besonders gefreut. Ich hatte auch Kitsch und ein wenig Übertreibung einkalkuliert - eben eine Lektüre mitten aus dem Leben, die sich jeder vorstellt, jedoch keiner wirklich lebt.

Was ich dann zu lesen bekam, enttäuschte mich schon sehr.

Zwar flog ich auch dieses Mal durch die Seiten, da die Autorin mir das Gefühl gibt, mich nicht an Ecken und Kanten zu stoßen. Jedoch beleuchtet sie keine der auftretenden Frauen wirklich tiefgründig. Alles wird angeschnitten, nichts wird intensiviert. Und das hat mich ganz arg enttäuscht.

Mindestens zwei Damen haben es verdient, dass man näher auf ihr Geheimnis eingeht - wahrscheinlich hätte jede ihr eigenes Buch gefüllt. Und Julie Cohen? Sie spricht sie an, widmet sich jedoch zu vielen Themen, um wirklich allen gerecht zu werden.

Hier hätte ich mir gewünscht, dass sie sich entweder ein Thema herauspickt, welches sie eindringlich recherchiert und behandelt. Oder dass sie mehr Seiten füllt. Ich bin gewiss kein Freund von dicken Büchern. Wenn sie mich jedoch fesseln und interessieren, dann merke ich die Seitenanzahl sowieso nicht.

Einzig Jo als weiblicher Charakter hat mir zugesagt - und ein Mann. Manche mögen es als übertrieben ansehen, wie sie dargestellt wird, aber ich brauchte das einfach - genau so.

Ich mag den Schreibstil der Schriftstellerin und die Kleinigkeiten, die sie zwischen die Zeilen packt, daher werde ich sicher auch noch mehr Geschichten von ihr lesen, auch wenn mir die vorliegende nicht so ganz zugesagt hat.

©2017

Zitate:

"Doch sie war nicht vor die Wahl gestellt worden.
Sie ist vor die Realität gestellt worden." (S. 326)

"Ihre Tochter wollte jetzt keinen Optimismus.
Sie wollte nicht das Positive sehen oder die Zähne zusammenbeißen.
Sie wollte einen Grund haben zu leben.
Und das war etwas ganz anderes." (S. 383)