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Veröffentlicht am 24.05.2023

Magie, Paris, erste, süße Liebe und eine stellenweise recht plumpe Handlung

Das Geheimnis der Schokomagie (Schokomagie 1)
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Dass die vierzehnjährige Mia wie ihre verstorbene Großmutter eine Duftseherin ist, kommt für sie ziemlich plötzlich, als sie eines Tages beim Duft von Schokolade eine Zukunftsvision hat. Doch es bleibt ...

Dass die vierzehnjährige Mia wie ihre verstorbene Großmutter eine Duftseherin ist, kommt für sie ziemlich plötzlich, als sie eines Tages beim Duft von Schokolade eine Zukunftsvision hat. Doch es bleibt Mia wenig Zeit, sich an ihre Gabe zu gewöhnen, denn für sie und ihre beste Freundin Liz steht ein Schüleraustausch in Paris an. Dort wartet eine weitere Überraschung auf Mia. Ihr Austausschüler entpuppt sich als Louis, der Sohn des französischen Präsidenten. Louis sorgt bei Mia für Schmetterlinge im Bauch. Zudem duftet es in Paris überall nach Schokolade und es ist für Mia eine große Herausforderung, da einen klaren Kopf zu bewahren. Als der französische Präsident in Gefahr gerät, möchte Mia unbedingt eingreifen, doch die fiesen Widersacher sind mit allen Wassern gewaschen….

Mareike Allnoch schreibt in der ersten Person aus Mias Sicht. Die Geschichte liest sich leicht, flüssig und gut verständlich. Teilweise sind französische Sätze in den Text eingeflochten, die sich aber aus dem Zusammenhang ergeben. Authentisch wirkt die Sprache auf mich allerdings nicht, kommt es mir doch eher so vor, als erzähle eine ältere Frau als ein junges Mädchen. Die Kapitel haben individuelle, witzige Überschriften, die die Handlung knapp zusammenfassen wie „Einmal Fettnäpfchen zum Mitnehmen bitte!“. Am Ende des Buchs finden sich noch als süße Dreingabe Schokoladenrezepte zum Nachmachen, die im Buch eine Rolle spielen.
Das Buch richtet sich an Kinder ab zehn Jahren.

Mia muss mit ihrem neuentdeckten Talent erst noch klarkommen. Sie wird nett und sympathisch, doch ein wenig zu glatt und unkompliziert dargestellt, immerhin befindet sie sich ja mitten in der Pubertät. Auch ihre beste Freundin Liz wirkt mir ein bisschen zu selbstbewusst. Beide Figuren ruhen zu sehr in sich, was bei Mädchen dieses Alters doch eher ungewöhnlich ist. Überhaupt ist die Figurenkonstellation recht schwarz-weiß. In Paris werden sie mit bösen und teils zickigen Gegnern konfrontiert, die sehr überzogen und undifferenziert dargestellt werden.

Ob Mia den Präsidenten mit Hilfe ihrer magischen Fähigkeit beschützen kann? Und wie entwickelt sich das Verhältnis zu Austauschschüler Louis, den Mia so süß findet?
Stellenweise habe ich das Buch durchaus gerne gelesen, mochte die Grundidee, aber gerade das Ende empfand ich doch als sehr übertrieben und klischeehaft. Freilich darf es in einem Kinderbuch märchenhaft, phantastisch und unrealistisch zugehen. Die Handlung war mir persönlich allerdings zu sehr an den Haaren herbeigezogen und zu einfach gestrickt. Ich bin sicher, dass jüngere Mädchen nicht so kritisch sind und die zauberhafte Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und erste Liebe mehr schätzen, für mich wurde das Potential der durchaus soliden Grundidee allerdings nicht ausgeschöpft.

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Veröffentlicht am 21.05.2023

Naturwunder in hübsch bebilderte Geschichten verpackt - gute Grundidee, nicht ganz ansprechende Umsetzung

Kleine und große Wunder der Natur
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Die Natur ist voller Wunder. „Kleine und große Wunder der Natur“ stellt einige davon in Vorlesegeschichten vor: „Das Geheimnis der Pilze“, „Das Internet des Waldes“, „Das Lied der Hirsche“, „Der Flug der ...

Die Natur ist voller Wunder. „Kleine und große Wunder der Natur“ stellt einige davon in Vorlesegeschichten vor: „Das Geheimnis der Pilze“, „Das Internet des Waldes“, „Das Lied der Hirsche“, „Der Flug der Stare“, „Die magische Verwandlung der Frösche“, „Das 7-Jahres-Festmahl des Hirschkäfers“, „Der Tanz der Honigbiene“, „Das kleine graue Kaninchen und die grüne Maschine“, „Die Motte und der Mond“. Am Ende jeder Geschichte finden sich Seiten, die das Sachwissen zum Thema noch einmal näher und zusammenfassend erläutern.

Die Vorlesegeschichten sind in „schöner“, sanfter Sprache verfasst, mit wohlklingenden Worten, teils sind die Sätze fast poetisch formuliert. Auf die die eigentliche Zielgruppe mag das allerdings manchmal etwas zu abgehoben und künstlich wirken. Die Texte der Seiten zum Sachwissen präsentieren sich da wesentlich anschaulicher, direkter und klarer verständlich.
Die tollen Illustrationen sprechen Kinder sicher mehr an als die Texte. Sie sind harmonisch, farbenfroh und mit Liebe zum Detail gestaltet. Die Tiere haben niedliche Gesichter, diese Bilder schaut man einfach gerne an, auch wenn sie doch sehr viele Elemente enthalten und nicht immer hundertprozentig übersichtlich sind. Überhaupt besticht das Buch durch eine hochwertige, schöne Aufmachung. Die goldig-schimmernden Elemente auf dem Cover fallen sofort ins Auge. Der Einband wirkt recht robust.
Das Vorlesebuch richtet sich an Kinder ab vier Jahren.

Die Natur ist einfach zauberhaft, bietet so viel zu sehen, zu entdecken und zu erfahren. Vor allem die Sachbuchseiten des Buchs sind äußerst interessant und informativ.
Mit den Vorlesegeschichten konnten meine Kinder allerdings wenig anfangen, sie fanden sie leider wenig greifbar und stellenweise etwas langweilig. Auch wenn sich die Geschichten ohne Zweifel schön vorlesen lassen, haben sie meine kleinen persönlichen Zuhörer einfach nicht angesprochen. Grundsätzlich eine prima Idee, Wissen über die Natur in Geschichten zu vermitteln. Für diesen Zweck sollten die Texte aber dann etwas konkreter und motivierender sein. Bestimmt gibt es allerdings Kinder, die einen Sinn für solche Art von Geschichten haben und sich von diesem Buch zu einem Waldspaziergang mit offenen Augen inspirieren lassen. Ich kann für die durchaus gute Grundidee und die hübsche Gestaltung leider nur drei von fünf Sternen vergeben.

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Veröffentlicht am 15.05.2023

Mädchenhaft glitzerndes Freundschaftsabenteuer in einer magischen Welt

Sternenschweif, 75, Das Regenbogen-Einhorn
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Dass Lauras graues Pony Sternenschweif auch eine andere Seite hat, darf keiner wissen. Wenn Laura den richtigen Zauberspruch aufsagt, verwandelt es sich in ein Einhorn. Mit Sternenschweif erlebt Laura ...

Dass Lauras graues Pony Sternenschweif auch eine andere Seite hat, darf keiner wissen. Wenn Laura den richtigen Zauberspruch aufsagt, verwandelt es sich in ein Einhorn. Mit Sternenschweif erlebt Laura im phantastischen Arkadia magische Abenteuer.
Laura freut sich schon sehr auf ihren nächsten Aufenthalt in Arkadia. Doch diesmal steht er unter keinem guten Stern. Irgendwas stimmt nicht, die Bewohner Arkadias streiten vermehrt. Eigentlich müsste das Regenbogeneinhorn für Versöhnung und Harmonie sorgen, doch das taucht nicht auf. Laura und Sternenschweif machen sich auf die Suche nach dem Regenbogeneinhorn. Ob sie es finden und die gute Stimmung nach Arkadia zurückbringen?

Die Geschichte ist in einfachen, klaren, kindgemäßen Sätzen formuliert. Dabei ist die Schrift groß gedruckt, der weite Zeilenabstand macht sie auch für Leseanfänger gut lesbar. Viele pastellig-bunte, mädchenhaft-süße Bilder sorgen für Abwechslung und Motivation. Die Geschichte richtet sich an Kinder, bevorzugt an Mädchen ab sieben Jahren.

Viele kleine Mädchen träumen davon, auf dem Rücken eines Einhorns eine märchenhafte Welt zu entdecken. Für Hauptfigur Laura wird dieser Traum Wirklichkeit. Mit ihr können sich die Leserinnen bestimmt gut identifizieren. Laura gibt nicht auf und glaubt an Wunder, was sie ihre Ziele oft erreichen lässt. In Arkadia trifft Laura auf viele phantastische, zauberhafte Wesen, die die Geschichte vielfältig und abwechslungsreich gestalten: Einhörner, Elfen oder Trolle. Natürlich wird es da nicht langweilig.

Ob Laura und Sternenschweif die Freundschaft und Harmonie nach Arkadia zurückbringen? Die beiden erleben ein besonderes, traumhaftes Abenteuer und lassen sich dabei auch durch Tiefschläge nicht entmutigen. Ihre starke Freundschaft hilft ihnen.
Bestimmt trifft die Geschichte den Geschmack von vielen kleinen Mädchen, die durch das spezielle Setting zum Lesen angeregt werden. Mir persönlich ist die Rahmenhandlung allerdings zu klischeehaft und kitschig, zu „rosa“. Das mag jedoch mein persönlicher Geschmack sein. Ich kann das Buch dennoch allen Erstleserinnen, die Einhörner, Pferde und Glitzerwelten mögen, empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Unheilvoller Roadtrip mit Halbwüchsigem und Großvater - gnadenlos ehrlich und direkt und trotzdem rätselhaft unklar

Frankie
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„In dieser Nacht machte ich die Erfahrung, dass man manchmal Dinge weiß, die man nicht wissen kann, aber man weiß diese Dinge nicht weniger deutlich, als wenn sie wissenschaftlich bewiesen wären. Es ist ...

„In dieser Nacht machte ich die Erfahrung, dass man manchmal Dinge weiß, die man nicht wissen kann, aber man weiß diese Dinge nicht weniger deutlich, als wenn sie wissenschaftlich bewiesen wären. Es ist nicht so kompliziert, wie es sich ausspricht, das muss ich dazusagen. Es ist das Einfachste von der Welt, genau genommen.“

Frankie ist knapp vierzehn, als sein Großvater aus dem Gefängnis entlassen wird. Obwohl der ältere Mann sich hart und unsympathisch gibt, fühlt sich Frankie von ihm wie magisch angezogen, ist regelrecht fasziniert von seiner Persönlichkeit und seinem Leben. Gemeinsam unternehmen die beiden einen folgenschweren Ausflug, der Frankies Leben von Grund auf ändert…

Michael Köhlmeier schreibt aus Frankies Sicht in Ich-Form. Er erzählt flüssig, messerscharf und direkt, gewährt den Leserinnen und Lesern einen erschütternd klaren Blick in die Gedanken und das Innenleben seines Protagonisten.

Obwohl Frankie knallhart, offen und ehrlich schildert, was in ihm vorgeht, entwickelte ich beim Lesen keinen rechten Zugang zu ihm, verstand seine Beweggründe nicht, lernte ihn nicht wirklich kennen. Frankies Großvater Ferdinand erzählt aus seiner Zeit im Gefängnis. Er habe viel Zeit zum Nachdenken gehabt, erklärt er, habe sich oft nach dem Warum für Handeln gefragt. „Ich bin dahintergekommen, dass wir nicht etwas aus irgendeinem Grund tun. Das Ergebnis meines zehnjährigen Denkens lautet: Wir tun etwas. Fertig.“ Auch bei Frankie fragte ich mich oft nach dem Warum und überlegt zwangsläufig, ob der Großvater mit seinen Ausführungen nicht doch recht hat.

Michael Köhlmeier schreibt über Familie, Jugend, Pubertät, Schuld, Beziehungen, Macht, Gewalt, Kriminalität, den Reiz des „Bösen“, über Außenseiter, „richtige“ und „falsche“ Wege, über Unheil, Momente, die alles verändern können und vor allem über das „Warum“. Warum tun wir, was wir tun? Gibt es Gründe für unser Handeln? Oder konstruieren wir nicht vielmehr erst hinterher Rechtfertigungen für unser Handeln?
„Frankie“ ist ein Buch, das durch seine klare, direkte Sprache beeindruckt und besticht, gleichzeitig, aber so viele Fragen aufwirft. Ein deprimierendes, erschütterndes, knallhartes, verstörendes Buch, das gleichermaßen fasziniert wie abstößt.
Die kontroverse Geschichte wird mir sicherlich noch länger in Erinnerung bleiben. Ich bin mir allerdings selbst noch nicht ganz im Klaren, wie ich den Roman letztendlich einordnen soll. Ein bisschen ging es mir mit dem Buch da wohl wie Frankie mit seinem Großvater. Definitiv ist der Roman geeignet für das gemeinsame Lesen in Lesekreisen, denn er wird garantiert für einige Diskussionen unter seiner Leserschaft sorgen.

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Veröffentlicht am 31.10.2022

Locker-leichte Liebesgeschichte mit wenig Tiefgang

Der schönste Zufall meines Lebens
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Mit der Liebe hat es bei Köchin Penny bisher noch nicht geklappt. Leider, denn Penny wünscht sich nichts so sehr, wie Mutter zu werden, was nach einer überstandenen Krebserkrankung für sie nicht einfach ...

Mit der Liebe hat es bei Köchin Penny bisher noch nicht geklappt. Leider, denn Penny wünscht sich nichts so sehr, wie Mutter zu werden, was nach einer überstandenen Krebserkrankung für sie nicht einfach ist. Als Penny Francesco kennenlernt, der sofort von ihr beeindruckt ist, traut sie sich nicht, ihn zu kontaktieren, obwohl er sehr darauf hofft. Durch Zufall begegnet Penny dem jungen Mann wieder. Die beiden gehen trotz Pennys Unsicherheit schließlich eine Beziehung ein, doch dann muss Penny London verlassen, um für ein Jahr die Kneipe ihres Onkel Davids zu übernehmen. Francesco und Penny müssen sich trennen. In Pennys neuer Heimat tauchen schon bald zwei Männer auf, die sich für Penny interessieren. Doch Penny kann Francesco einfach nicht vergessen….

Autorin Laura Jane Williams schreibt in einfacher und unkomplizierter Sprache, meist direkt und sehr klar. Manche Ereignisse werden zunächst nur angedeutet, was beim Lesen natürlich sehr neugierig auf den weiteren Verlauf und die Auflösung macht.

Mit vielen Figuren hatte ich meine Schwierigkeiten, richtig sympathisch war mir leider keine. Penny tat mir sehr leid, musste sie doch in jungen Jahren schon gegen den Krebs kämpfen. Während der Behandlung wurde sie von ihrem damaligen Freund verlassen, was sie prägt und tief enttäuscht hat. Zunächst ist sie, was Beziehungen betriff, daher sehr vorsichtig und hat wenig Selbstbewusstsein. Später jedoch wirkt sie doch etwas ichbezogen, ein wenig oberflächlich, mitunter sogar rücksichtslos und stellenweise überdramatisch und wehleidig. Zu ihr wollte ich einfach keinen rechten Bezug finden. Mit den männlichen Hauptfiguren ging es mir ähnlich. So hatte ich teilweise Probleme, mich in die Charaktere und die Geschichte hineinzuversetzen.

Die Grundidee, eine enttäuschte, verletzte Frau sucht die große Liebe, findet zu sich und neuem Selbstbewusstsein und wird plötzlich von mehrere Männern gleichzeitig umworben, hat mir durchaus gefallen. Eine charmante, leichte, kurzweilige Liebesgeschichte. Für mich war die Handlung aber nicht hundertprozentig rund, manche Probleme und Hindernisse konnte ich nicht ganz nachvollziehen, auch nahmen Pennys sexuellen Erlebnisse und Erfahrungen für mich etwas zu viel Raum ein. Meiner Meinung nach eine unterhaltsame und nette, aber auch ein wenig oberflächliche Geschichte mit nicht ganz überzeugenden Figuren, die vermutlich recht schnell wieder vergessen sein wird.

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