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Veröffentlicht am 10.09.2023

Einfach schön

Dreams so golden
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Rezension☀️
Klappentext:
Die Bloggerin Amelia ist frustriert – erst verliert sie ihren Praktikumsplatz, dann muss sie sich eingestehen, dass ihr geliebter Instagramblog keine Zukunft hat. Sie flüchtet ...

Rezension☀️
Klappentext:
Die Bloggerin Amelia ist frustriert – erst verliert sie ihren Praktikumsplatz, dann muss sie sich eingestehen, dass ihr geliebter Instagramblog keine Zukunft hat. Sie flüchtet aus München in ein kleines Schweizer Dorf, in dem ihre Eltern eine Imkerei betreiben. Umgeben von Bergen, sattgrünen Wiesen und dem Summen tausender Bienen erhofft sie sich eine Pause. Wäre da nicht Nick, der Imkerlehrling, der ihr mit seinen blöden Sprüchen und seiner geheimnisvollen Art gerade noch gefehlt hat. Gleichzeitig kann sie in seiner Nähe endlich zur Ruhe kommen. Langsam aber sicher nähern sie sich einander an – doch Nick verschweigt etwas, und das bedroht nicht nur ihre aufkommenden Gefühle ... 

Meine Meinung:
Der poetische Schreibstil hat direkt dazu eingeladen, das Buch ganz in Ruhe zu lesen - was absolut zu dem wunderbar atmosphärischen kleinen Ort in der Schweiz gepasst hat. Amelia habe ich mit ihren Zweifeln rund um ihre Berufswahl und ihren Selbstwert, vor allem in Bezug auf Social Media, direkt in mein Herz geschlossen. Nicht nur einmal haben mich ihre Worte sehr berührt und ich konnte ihre Gedanken nachempfinden. Der Ortswechsel von München zu ihren Eltern in ein kleines Dörfchen in der Schweiz haben ihr sichtlich gut getan und für einen Tapetenwechsel gesorgt. Dabei standen die Themen Bienen und Nachhaltigkeit im Fokus und waren sehr ausführlich, lehrreich und interessant dargestellt. Eine Liebesgeschichte gab es natürlich auch - wobei mir das Geheimnis von Nick etwas zu oft angedeutet und etwas zu spät aufgelöst wurde, zumal mir in diesem Bezug einige Fragen offen blieben. Leider konnte ich die Liebesgeschichte nicht so mitfühlen, wie ich es gerne hätte. Die Zweifel und Bedenken, aber auch die schönen Momente haben aber sehr gut zu den beiden gepasst - lediglich das Ende mit seinem Konflikt und der dazugehörigen Auflösung hätte noch ein bisschen ausführlicher dargestellt werden können.

Ein absolut wunderbares Sommerbuch zum endschleunigen mit toll dargestellten, aktuellen Themen!

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Veröffentlicht am 14.08.2023

Guter Reihenabschluss

A Place to Shine
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Poppy, eine der McCharty Schwestern, die auf Cherry Hill leben, hat nicht nur Geldprobleme sondern ist auch die erste Person an der Unfallstelle von dem Countrysänger Trace. Für diesen hat Poppy so gar ...

Poppy, eine der McCharty Schwestern, die auf Cherry Hill leben, hat nicht nur Geldprobleme sondern ist auch die erste Person an der Unfallstelle von dem Countrysänger Trace. Für diesen hat Poppy so gar nichts übrig, seitdem die beiden sich vor einigen Jahren schon einmal begegnet sind und er daraufhin einen erfolgreichen Song über diesen Abend geschrieben hat. Jetzt sehen die beiden sich durch den Unfall wieder und durch ein paar Zufälle wird Poppy für den Freund von Trace gehalten. Um der Publicity von Trace nicht zu schaden, soll Poppy daraufhin eine echte Beziehung mit Trace vortäuschen. Ihre Lust hält sich in Grenzen, doch sie benötigt das Geld dringend - und schon kommen die beiden sich unweigerlich näher und es beginnt zu knistern…

Fast schon etwas traurig bin ich nach Cherry Hill zurückgekehrt, mit dem Wissen, dass dies der letzte Band einer Reihe mit unglaublich tollem Setting sein wird. Besonders auf Poppys Geschichte war ich gespannt, da sie in den vorherigen Büchern immer mal angeteasert wurde und richtig Lust gemacht hat.
Alles rund um das Entstehen der Fake-Dating Geschichte war sehr plausibel und ausführlich ausgearbeitet. Hier konnte ich noch nahezu alle Handlungen nachvollziehen, ebenso wie die Reaktionen der Familienmitglieder.
Poppy war mir bereits in den vorherigen Bänden durch kindische Handlungen und zickige Verhaltensweisen aufgefallen. Dies hat sich auch durch ihre Geschichte gezogen. Natürlich muss kein Charakter durchweg sympathisch sein - denn das sind die wenigsten Menschen. Doch ihre Denkweise und ihr Verhalten haben teilweise einfach nicht zusammengepasst. Sie hat lauter Drama veranstaltet, wo keins hätte sein müssen und sich dadurch auch selbst geschadet. Sie ist teilweise sehr impulsiv und handelt unüberlegt, was auf Dauer anstrengend war. Ebenso habe ich bis zum Ende nicht ganz verstanden, was sie so furchtbar schlimm an dem Song fand.
Trace war ein liebevoller Mann und zudem interessant, doch allgemein er blieb eher blass. Sein Charakter beschränkte sich darauf, dass er Streitpunkte mit seinen Eltern hat, einen Unfall hatte und aktuell nicht allzu erfolgreich in seinem Job als Country-Sänger ist. Gerne hätte ich noch mehr über ihn als Person und seine Gedanken und Gefühle erfahren. Sein Sänger-Dasein stand auch eher am Rand und nur wenige Aspekte waren dies betreffend inkludiert. Leider war es mir nicht ganz schlüssig, warum er Poppy nicht kontaktiert hat, obwohl er sie angeblich schon so lange liebt (was wieder damit zu tun hat, dass ich Poppys großes Problem mit dem Song nicht verstanden habe). Die angehenden Gefühle der beiden waren jedoch spürbar und ich mochte die Szenen mit den beiden gern.
Während zu Beginn alles sehr ausführlich erzählt wurde, ist das Ende eher abrupt und enthält einen großen Zeitsprung. Vor allem der Umgang mit dem Konflikt hat mir hier gefehlt.

Trotz meiner Kritikpunkte kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat - besonders auch das Wiedersehen mit Poppys Geschwistern und die Atmosphäre rund um Cherry Hill. Ich werde die Reihe definitiv in guter Erinnerung behalten.

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Veröffentlicht am 14.07.2023

Nicht ganz meins

Wie warmer Regen auf nackter Haut
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Dieser Gedichtband ist in vier Unterthemen aufgeteilt: ich bin der Ozean, ich bin der Wald, ich bin eine Blume, die jeweils eine Vielzahl von Gedichten beinhalten. Womit ich direkt zu meinem ersten Kritikpunkt ...

Dieser Gedichtband ist in vier Unterthemen aufgeteilt: ich bin der Ozean, ich bin der Wald, ich bin eine Blume, die jeweils eine Vielzahl von Gedichten beinhalten. Womit ich direkt zu meinem ersten Kritikpunkt komme, denn es gab pro Kapitel jeweils vielleicht ein Gedicht, das themenbezogen war, die anderen waren recht willkürlich, weshalb mir diese Aufteilung leider nicht sinnig erschien. 
Ich finde es immer etwas schwierig, Gedichte zu bewerten, da eine solche Wortkunst natürlich etwas sehr individuelles und persönliches ist. Bisher habe ich aus dem Lago Verlag schon zwei wunderbare Gedichtbände gelesen (Im großen und ganzen hoffnungsvoll & Gewitterwolken und Sommernächte), die mir unglaublich gut gefallen haben, weshalb ich diese als Vergleich herangezogen habe.
Besonders gefallen haben mir hier die 33 tiefgründigen Fragen, die man ohne nachzudenken innerhalb drei Sekunden beantworten sollte sowie einige andere Gedichte, in denen ich mich wiederfinden konnte. Die Themen rund um Selbstakzeptanz, Selbstliebe und Menschen loslassen haben mich sehr berührt. Allgemein muss ich jedoch sagen, dass es der für mich bisher schwächste Gedichtband gewesen ist, von den 3, die ich bisher gelesen habe. Dies ist jedoch nur ein persönliches Empfinden und wie schon gesagt, ist solch Poesie sehr persönlich und kann daher nicht wirklich als „schlecht“ bewertet werden. Verglichen mit den anderen Bänden konnte ich mich hier jedoch nicht so oft wiederfinden und die Gedichte konnten mich nicht so tief berühren - aber das ist eine persönliche Sache und sagt nichts darüber aus, wie die Inhalte jemand anderem gefallen! Was mir jedoch zu 100% gefallen hat, waren die wunderschönen Linearts, die so viel hergemacht haben.

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Veröffentlicht am 24.05.2023

Perspektivenwechsel

Was Männer nie gefragt werden
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Wie oft bekommt man es mit, dass Frauen in Interviews sehr persönliche Fragen gestellt werden, Männer hingegen eher fachliche Fragen gestellt bekommen? Selten hört man, wie ein Interviewer von einem Mann ...

Wie oft bekommt man es mit, dass Frauen in Interviews sehr persönliche Fragen gestellt werden, Männer hingegen eher fachliche Fragen gestellt bekommen? Selten hört man, wie ein Interviewer von einem Mann wissen will, wie er denn seine Karriere mit der Familie vereinbart. Bei Frauen ist das jedoch die absolute Standardfrage. Daher finde ich es eine grandios Idee, den Spieß hier einmal umzudrehen. Leider hat das hier nur bedingt geklappt, denn die Männer wussten vorher genau Bescheid, um was sich das Interview drehen wird und waren demnach auf die problematische Thematik vorbereitet. Hinzu kam, dass die Autorin laut eigenen Aussagen keine geschulte Interviewerin war und ich das Gefühl hatte, dass sie den Männer gegenüber sympathisch wirken wollte, anstatt sie stärker zu konfrontieren. Hinzu kommt natürlich der Intervieweffekt: die Männer wissen ganz genau, dass ihre Aussagen in einem Buch abgedruckt sein werden und antworten daher bedachter, als wenn die Frage zb in einem Fernsehinterview spontan gestellt worden wäre. Nichtsdestotrotz zeigt das Buch auf, wie unterschiedlich Fragen wahrgenommen werden und wie absurd manche Fragen scheinen, je nachdem, an welches Geschlecht sie gestellt werden. Die Biografie der Autorin war ebenso sehr interessant, sie berichtet auch von persönlichen Erfahrungen, die teils wirklich schockierend sein.
Ein Buch mit genialer Idee, dass die Absurdität von klischeebehafteten Fragen Frauen gegenüber aufzeigen soll, dessen Umsetzung an einigen Stellen jedoch noch ausbaufähig war.

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Veröffentlicht am 19.04.2023

Gut, aber nicht so stark wie die Vorgänger

A Place to Belong
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Cherry Hill: dazu gehören vor allem die drei Geschwister June, Poppy und Lilac mit ihrer Mutter. Eines Tages bekommen die 4 Besuch, von niemand geringerem als der bisher unbekannten Halbschwester der drei ...

Cherry Hill: dazu gehören vor allem die drei Geschwister June, Poppy und Lilac mit ihrer Mutter. Eines Tages bekommen die 4 Besuch, von niemand geringerem als der bisher unbekannten Halbschwester der drei Mädels, die sich zunächst als Journalistin ausgibt. Kein Wunder, dass sie das Farm- und Familienleben auf den Kopf stellt und sich dabei auch noch in Flynn verliebt - da ist Chaos vorprogrammiert.

Nach Cherry Hill zurückzukehren ist für mich mittlerweile ein bisschen wie nach Hause kommen. In diesem Band lernt der Leser die Farm noch einmal ein bisschen neu kennen - nämlich aus einer Außensicht. Ganz ungeahnt findet Maggy heraus, dass sie 3 Geschwister hat, die ihr ihre Mutter bisher verschwiegen hat. Sie macht sich auf den Weg zu deren Farm und verstrickt sich in ein paar alternative Wahrheiten, um ihre Halbgeschwister kennenzulernen. Maggy hat definitiv ein gutes Herz, doch leider fand ich sie zeitweise echt anstrengend: ich habe volles Verständnis dafür, dass sie überfordert und überrumpelt von der Situation ist. Vermutlich wäre das jeder an ihrer Stelle. Der Umgang damit ist jedoch fragwürdig: mehrfach ist sie erst nicht ehrlich und wundert sich dann, dass sie in unangenehme Situationen gerät, als die Wahrheit ans Licht kommt. Mehrfach ist ihre Lösung, einfach abzuhauen. Bei fragwürdiger Problembewältigung fällt mir noch Poppy ein. Ich habe sie in den ersten beiden Bänden als so liebenswürdig und auch zerbrechlich wahrgenommen. Zerbrechlich und schnell eingeschnappt kommt sie auch hier rüber, denn sie kommt mit den Veränderungen auf der Farm, in Gestalt von Maggy, nicht gut klar. Anstatt zu äußern, dass sie Zeit für sich und für die Verarbeitung benötigt, ist sie sauer und lässt ihre Laune und ihre Gefühle an den anderen aus. Sicher ist es für alle eine neue, merkwürdige und teils schmerzhafte Situation - aber dies kann man ja äußern! Die Charaktere haben oft viel kindischer gehandelt, als sie eigentlich sind.
Die Konflikte waren sehr offensichtlich und ich konnte alles erahnen, dennoch habe ich die Geschichte gern verfolgt. Besonders gefreut hatte ich mich auf Flynn und die Thematik der Baumhäuser. Leider blieb er ziemlich blass und ich hätte gern noch mehr über ihn erfahren.
Alles in allem ein gutes Buch, was für mich aber nicht an seine ersten beiden Vorgänger rankommt.

Jetzt bin ich gespannt auf den vierten und letzten Band. Am Ende des dritten Bandes erfährt der Leser nämlich noch, dass Poppy einen Freund hat - obwohl sie einige Tage vorher scheinbar noch Gefühle für jemand anderen hatte - die Auflösung bzw. Erklärung davon interessiert mich sehr.

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