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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2024

Drei Protagonisten mit Verbindung zu Afrika

Drei starke Frauen
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Der Prix Goncourt ist meisten wie eine Wundertüte… Entweder gefällt mir das prämierte Buch sehr oder oder gar nicht. „Drei starke Frauen“ von Marie NDiaye, der Preisträger 2009 gehört für mich eindeutig ...

Der Prix Goncourt ist meisten wie eine Wundertüte… Entweder gefällt mir das prämierte Buch sehr oder oder gar nicht. „Drei starke Frauen“ von Marie NDiaye, der Preisträger 2009 gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.
Die Autorin hat in diesem Buch drei Novellen mit einer Verbindung zu Afrika veröffentlicht. Die erste und dritte Geschichten, die auch die kürzesten sind, finden in Afrika statt. In der Weise, wie sie ihr Leben leben, strahlen die Protagonistinnen Norah und Khady eine gewisse Stärke aus.
In der zweiten Geschichte, die mir am wenigsten gefallen hat, finden nur einige Szenen aus Erinnerungen des Protagonisten in Afrika statt. Fanta, die Frau, um die es geht, ist so wie nicht präsent und wird eigentlich von ihrem Ehemann vertreten.
Afrika gehört selten zu den Zielen, die ich in meinen Lektüren ansteuere. Umso mehr hatte ich mich auf diesem Buch gefreut, weil ich mich eine Entdeckungsreise in der afrikanischen Kultur erhofft hatte. Fehlanzeige. Auch die literarische Qualität dieses Buches konnte mich nicht überzeugen. Besonders in der zweiten Geschichte fehlen Dynamik und Ereignisse, die der Leser in einer Novelle erwartet. Der teilweise gekünstelte Schreibstil der Autorin trägt auch nicht zu angenehmen Lesestunden.
Fazit: Mal wieder ein Prix Goncourt, den ich nicht verliehen hätte.

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Veröffentlicht am 28.05.2023

Fünfzig Modelle, die unsere Welt erklären sollen

Die Welt erklärt in drei Strichen
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In diesem Buch beschreiben die Autoren unterschiedliche Modelle, die bestimmte Bereiche unseres Lebens, unserer Gesellschaft und unserer Welt erklären können. Zusätzlich zum Text gibt es in den meisten ...

In diesem Buch beschreiben die Autoren unterschiedliche Modelle, die bestimmte Bereiche unseres Lebens, unserer Gesellschaft und unserer Welt erklären können. Zusätzlich zum Text gibt es in den meisten Fällen eine Illustration, damit das Modell besser visualisiert werden kann. Zusätzlich gibt es am Ende des Buches Referenzen zu den jeweiligen Modellen, so dass der Leser sein Wissen über die für ihn interessanten oder wichtigen Modelle vertiefen kann.
Ob man die Welt nach dieser Lektüre besser versteht, wage ich zu bezweifeln. Jedoch wird wahrscheinlich jeder Interesse für einige dieser Modelle finden, sei es nur, um beim nächsten Meeting oder bei der nächsten Party anzugeben.

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Veröffentlicht am 30.04.2023

Was ist eine Mutter?

Die Mutter
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Dieses Buch beantwortet in seiner Weise diese wichtige Frage. Jedes Thema bzw. jede Eigenschaft einer Mutter wird auf einer Seite mit einem Text beschrieben und auf der gegenüberliegenden Seite mit einem ...

Dieses Buch beantwortet in seiner Weise diese wichtige Frage. Jedes Thema bzw. jede Eigenschaft einer Mutter wird auf einer Seite mit einem Text beschrieben und auf der gegenüberliegenden Seite mit einem Bild mit Sechziger-Jahre-Flair illustriert. Leser und Leserinnen sollten nicht die Beschreibungen allzu wörtlich nehmen.
Wer Jason Hazeleys Humor mag, könnte Gefallen an diesem Buch finden. Passt eventuell als kleines Geschenk für eine Freundin, die gerade Mutter geworden ist. Für Muttertag ist es vermutlich zu gewagt.

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Veröffentlicht am 30.04.2023

Was ist ein Vater?

Der Vater
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Dieses Buch beantwortet in seiner Weise diese wichtige Frage. Jedes Thema bzw. jede Eigenschaft eines Vaters wird auf einer Seite mit einem Text beschrieben und auf der gegenüberliegenden Seite mit einem ...

Dieses Buch beantwortet in seiner Weise diese wichtige Frage. Jedes Thema bzw. jede Eigenschaft eines Vaters wird auf einer Seite mit einem Text beschrieben und auf der gegenüberliegenden Seite mit einem Bild mit Sechziger-Jahre-Flair illustriert. Leser und Leserinnen sollten nicht die Beschreibungen allzu wörtlich nehmen.
Wer Jason Hazeleys Humor mag, könnte Gefallen an diesem Buch finden. Passt eventuell als kleines Geschenk für einen Kumpel, der gerade Vater geworden ist.

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Veröffentlicht am 30.11.2022

Eine Illusion im Schein der Goldenen Zwanzigern

Die Wintergarten-Frauen. Der Traum beginnt
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Von klein an fand Nina von Veltheim große Begeisterung und Leidenschaft an der Bühne und die Stücke, die sie sich für ihre Vorstellungen ausgedachte. Mit der Unterstützung ihrer Familie verlässt sie ihre ...

Von klein an fand Nina von Veltheim große Begeisterung und Leidenschaft an der Bühne und die Stücke, die sie sich für ihre Vorstellungen ausgedachte. Mit der Unterstützung ihrer Familie verlässt sie ihre Heimat in der Uckermark und zieht nach Berlin. Ninas Traum ist es, Regisseurin zu werden und sie setzt alles in Bewegung, dieses Traum eigenständig zu erfüllen.

Wie gerade aus der Goldenen Zwanzigern entwischen sieht die Frau mit Federboa auf dem Cover aus. Als Bindeglied zwischen Akrobaten und Publikum könnte es sich um Nina von Veltheim handeln.
Die goldene Prägung, die sie einrahmt, betont der Zauber, den das Publikum im Varieté erleben kann.

Wie das Glossar es beweist, hat Charlotte Roth ihre Geschichte gut recherchiert. Die leichtblütigen Begrüßung der Autorin verspricht den Lesern eine glamouröse Aufführung im berühmten Varietétheater Wintergarten in Berlin. Sogar die Teile werden wie Nummer einer Aufführung vorgestellt. Ein tolles Programm…

Leider scheitert es an der Umsetzung. Das Publikum, das einen Abend im Varieté verbringt, kommt für die Unterhaltung und Überraschungen, sowie das Außergewöhnliches, das in ihm Entzücken und Begeisterung erweckt und den Alltag vergessen lässt. Zauber, Glamour, Glitzer? In diesem Roman, Fehlanzeige. Selbst in den wenigen Seiten, in der es um die Proben oder Aufführungen geht, vermisse ich die Magie des Varietés.

Nicht der Trauer und die Schwierigkeiten, die Nina von Veltheim auf ihrem Weg konfrontiert ist, lassen die Heiterkeit des Vorwort schnell verblassen, sondern die unvollendete Figuren, sowie der ständige Hin und Her zwischen ihnen, das zu unnötigen Wiederholungen führt. Der solide, aber glanzlose Schreibstil kann den Schein nicht wahren. Ähnlich wie Rudolf Kantes Inszenierung von „Gespenster“ im Buch das Publikum nicht mitreißen konnte, war dieser Roman für mich eine Enttäuschung.

„Vom Guten nur das Beste“, dem mehrfach wiederholten Motto des Wintergartens wird dieser erste Band der „Wintergarten-Frauen“ nicht gerecht.

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