Gelungener Auftakt.
Spiele um Segen und VerdammnisEinst auserkoren, um als Assassine der »Boten des Lichts« zu töten, lebt Aveny, seit die „Organisation“ ausgelöscht wurde, auf der Burg von Lord Thain – als Einzige, die übrig blieb.
Fünf Jahre später ...
Einst auserkoren, um als Assassine der »Boten des Lichts« zu töten, lebt Aveny, seit die „Organisation“ ausgelöscht wurde, auf der Burg von Lord Thain – als Einzige, die übrig blieb.
Fünf Jahre später tauchen Zeichen auf, die davon zeugen, dass die Boten noch existieren — und mit ihnen auch alle Gräuel. Als ausgebildete, präzise Kriegerin soll sich die junge Frau nun als vermeintliche Wächterin bei den Ehrenspielen einschleusen, um Hinweise zu suchen …
Bereit für einen starken High Fantasy Auftakt?
Dann solltet ihr sofort mit „Spiele um Segen und Verdammnis“ loslegen …
Neben der Protagonistin, die trotz allem, was sie einst getan hat, trotz dessen, wozu sie erzogen wurde, sympathisch und sensibel ist, lernen wir eine Vielzahl weiterer Charaktere kennen – vor allem die anderen vier Teilnehmer der Seenlande: Shadia, Daron, Kento und Xiliranus. Auch die Hexe Odilla verfolgt, gemeinsam mit Kaelan Walsh, Spuren, dieser will jedoch zusätzlich zu der Frage, ob der mörderische Orden erneut aktiv wurde, den Hintergründen seiner eigenen Veränderung nachgehen.
Viele Eindrücke und Informationen, ein komplexes Worldbuilding und frische Gegebenheiten warten, Fragen, die nicht alle beantwortet werden, Gefühle und ein Hauch Romantik. Stilistisch liest sich das Geschehen bildhaft und detailreich. Es war leicht, sich in die Charaktere und deren verschiedene Probleme zu versetzen. Vor allem die Verletzlichkeit, die in den Hauptfiguren schlummert, war bewegend – steht diese Seite doch im starken Kontrast zu den gnadenlosen KämpferInnen.
Jana Ulmer baute ihre Story langsam auf, dennoch passiert so vieles. Diese Geschichte ist anspruchsvoll und durchdacht, lässt Raum für eigene Vermutungen, Vorstellungen und eine Fortsetzung. Eine Vielzahl sensibler Themen – angefangen von Vorurteilen und der Angst vor dem, was man ist – werden bearbeitet, Mythologie, Welt und Wesen waren faszinierend, die Luxeri und Tristi fand ich genauso interessant, wie die Machenschaften der »Boten des Lichts« und die Entwicklungen samt Offenbarungen während der Spiele.
Schwang anfangs noch Distanz und Argwohn im Miteinander der Teilnehmer mit, verdichtete sich die Dynamik merklich, je intensiver sich das Kennenlernen gestaltete. Jedoch ließen sich etliche Involvierte schwer oder gar nicht durchschauen, Misstrauen waberte durch die oft bedrückenden Atmosphäre, überraschende Ereignisse und actionreichen Szenen trugen zu Spannung und Abwechslung bei.