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Veröffentlicht am 13.06.2023

Toller Auftakt der Lichtenberg-Reihe - Leo und Juna

Love Always Hopes
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Dieses Buch fällt in die Kategorie Faithful New Adult und das spürt man mit jeder Seite. Sowohl der Titel in Verbindung mit einem bedeutungsvollen Bibelspruch als auch das Cover selbst laden zum Lesen ...

Dieses Buch fällt in die Kategorie Faithful New Adult und das spürt man mit jeder Seite. Sowohl der Titel in Verbindung mit einem bedeutungsvollen Bibelspruch als auch das Cover selbst laden zum Lesen ein.

Mir hat der Schreibstil sehr gefallen. Sowohl Juna als auch Leo erzählen ihre persönlichen Eindrücke, ihre Gedanken und Erlebnisse während ihres Praktikums.

Beide sind mit ihrer jetzigen Situation ziemlich unglücklich. Während Juna Hemmungen hat, ihre Wünsche, Geheimnisse und Träume ihrer Familie zu erzählen, aus Angst sie zu enttäuschen, kämpft Leo gegen die Erwartungshaltung seiner Eltern an und dementsprechend schlecht gelaunt tritt er die erste Zeit seines Praktikums auf. Doch die Entwicklung, die beide machen und sich gegenseitig ermutigen, für ihre Träume zu kämpfen und einzustehen haben mir unglaublich gut gefallen.
Die familiäre Bindung und der Glaube in Junas Familie spielen eine große Rolle. So kreiert der Vater als Künstler viele biblische und eindrucksvolle Szenen, während ihre Mama als Pfarrerin voll aufgeht, und zwar mit Herz und Seele, was auch ihren Kindern zugutekommt. Ihre Gedanken sind einfach so genial, um Mut zu machen und besonders Juna in ihrem noch jungen Glauben an Gott zu bestärken und einen Weg zu finden, um Zweifel zu überwinden.
Doch auch der vielschichtige Leo hat mich sehr überrascht. Obwohl er anfangs den verzogenen Hotelerben raushängen ließ, entdeckt man nach und nach, was sich hinter dieser Mauer verbirgt und was man da entdeckt, lässt einen regelrecht schmelzen. Ob in Gesprächen oder durch seine selbstgeschriebenen Songs, in denen er von seinem Glauben erzählt, seinem Vertrauen zu Gott.


Dieses Buch hat mich unglaublich berührt, weil es auf so leichte, sanfte Weise von jungen Leuten erzählt, die lernen müssen, für ihre Ziele und Wünsche einzustehen, den Mut zu haben sich zu öffnen, Fehler einzugestehen und über den Schatten zu springen und an Selbstzweifeln und Zweifeln an Gott zu arbeiten. Nach und nach lernen sie, Gott in alles einzubeziehen, was ihnen auf dem Herzen liegt und sich dafür nicht zu schämen. Ich habe viel gelacht, es von der ersten Seite an genossen und konnte all die Reaktionen und Gefühle komplett nachvollziehen. Mit vielen tollen Charakteren, dem Aufspüren nach verschwundenen Zahnbürsten, einem Vulkankrater und der Suche nach Plan B erhält man hier einen wundervoll mitreißenden, berührenden Roman und ich freue mich sehr auf die weiteren Teile dieser Reihe.


„Wenn dein Leben ein Hotel wäre: Ist Gott dann nur ein Gast, der sein zugedachtes Zimmer und vielleicht ein paar öffentliche Bereiche betreten darf? Oder gehört ihm das Hotel und er darf auch in die Räume hinter den Kulissen? Hat er den Generalschlüssel?“ (Buchzitat)

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Veröffentlicht am 10.06.2023

Eine Liebe, die alle Stürme des Lebens übersteht

Hickory Hills
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Aufmerksam geworden durch das einladende Cover und das Thema Pferde hat es mir sehr viel Freude gemacht, dieses Buch zu lesen.

Abwechselnd aus der Sicht von Allie selber, die den Verlauf des drohenden ...

Aufmerksam geworden durch das einladende Cover und das Thema Pferde hat es mir sehr viel Freude gemacht, dieses Buch zu lesen.

Abwechselnd aus der Sicht von Allie selber, die den Verlauf des drohenden Verkaufs des Gestüts erzählt, aber auch ihrer Emotionen bezüglich der zerbrochenen Beziehung zu Austin, dem Tierarzt, wird man zwischendurch immer wieder in die Zeit vor und während des 2.Weltkriegs versetzt, sowohl was das Spring- und Dressurreiten betrifft, aber auch Geschehnisse der Angriffe durch deutsche U-Boote und deren Auswirkungen.
Dabei erhält man Einblicke aus dem Leben von Allies Großmutter - liebevoll Nana Dale genannt. Diese kleine Person schließt man sofort ins Herz, weil sie für alles, woran sie glaubt und wofür ihr Herz schlägt bis zum Ende und mit Feuereifer kämpft.


Es ist einfach unglaublich, was sie alles erlebt, was passiert, wie die Familienverhältnisse waren und auch über ihre ganz große Liebe zu lesen, die erst nach ihrem Tod nach und nach ans Licht kommen. Für Allie eine Herausforderung, weil Dale es unglaublich spannend macht, während die Zeit bis zur Übergabe an den Immobilienhai immer näher rückt.



An Allie musste ich mich erst gewöhnen, weil sie ziemlich stur und hartnäckig ihre Ziele verfolgt und dabei gar nicht bemerkt, wie viele helfende Hände sie ignoriert. Doch je mehr sie über ihre Großmutter erfährt, über ihre Art mit den Pferden und wie deren geduldige, sanfte Nanny Husy Dale auf einfühlsame, beispielhafte Weise gezeigt hat, was Glaube und Vertrauen zu Gott für eine wichtige Rolle spielen, nicht nur wenn das Leben schwer ist oder man vor Herausforderungen steht.


Als Leser ist man im Gegensatz zu Allie immer einen Schritt voraus, was den Werdegang ihrer Oma betrifft, bis sie selbst durch Sammlungen, Zeitungsausschnitte, Ausflüge zu bestimmten Orten und aufgehobene Kostbarkeiten zur Aufklärung kommt. Obwohl sich dadurch einiges wiederholt, war es für den Gesamtverlauf nicht schlimm, auch wenn das Buch ruhig noch etwas mehr an Spannung hätte aufnehmen können.



Dennoch hat es mich emotional sehr berührt, weil es anders als erwartet und dennoch so gut entwickelt ist und ich absolut überrascht war, was für Geheimnisse ans Tageslicht kommen.



Fazit: Eine wunderbar einfühlsame Geschichte auf zwei Zeitebenen, deren Entwicklung faszinierend, erschütternd und mitreißend ist. Dieser große unerschütterliche, gelebte Glaube der Großmutter, den sie zu Lebzeiten durch viele Gespräche und Zitate mit ihrer Enkelin geteilt hat und nun Einfluss auf deren Leben, ihre Entscheidungen nimmt, ist bewegend und nachahmenswert. Kein Gebet ist zu groß oder zu klein für Gott und der Spruch: „Wenn du vor Sorgen nicht mehr stehen kannst, geh auf die Knie“ hat sich regelrecht in mein Herz gebrannt.


Ich kann das Buch wirklich empfehlen, eine tolle Mischung aus fiktiven Charakteren vor historischen Ereignissen, klasse recherchiert und verpackt in eine schöne, wenn auch dramatische Erzählung, die zu Herzen geht mit der Botschaft der Dankbarkeit, Zufriedenheit, einem hilfsbereiten Herzen und dem großen Vertrauen zu Gott, dass alles bei ihm am besten aufgehoben ist, denn „im Gebet gefaltete Hände sind nie leer.“

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Veröffentlicht am 08.06.2023

großartige, unvergessliche Geschichte basierend auf wahrer Begebenheit

Sonnenaufgang mit Giraffen
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Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes, einfühlsam, wohltuend und einfach unglaublich.



Mit dem Sprecher ist genau der Richtige ausgewählt worden, um diese Geschichte mit den beiden Hauptprotagonisten ...

Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes, einfühlsam, wohltuend und einfach unglaublich.



Mit dem Sprecher ist genau der Richtige ausgewählt worden, um diese Geschichte mit den beiden Hauptprotagonisten Woody Nickels und dem Zoowärter Riley Jones so souverän und authentisch mit ihrer ganz eigenen Persönlichkeit zu präsentieren. Ich war sofort mittendrin und hab es so genossen, sowohl den etwas griesgrämigen Riley zu erleben, der eine eigene Giraffensprache entwickelt hat, um zu kommunizieren. Aber auch den gerade mal 17-jährigen Woody, den schwere Schicksalsjahre ziemlich mittellos und verwaist zurückgelassen haben. Mit seiner jungen, ungestümen Art wird die Reise ein großes, spannendes, amüsantes und ereignisreiches Erlebnis.



Unfassbar, was man dabei alles erlebt und auch über die beiden Giraffen lernt, die von Woody liebevoll „Wildes Mädchen“ und „Wilder Junge“ genannt wurden.



In einem selbst gebauten Kastenwagen geht es durch Sandstürme und eine Wüstenflut, durch unwegsames Gelände, etlichen Gefahren durch Mensch, Tier und Wetterkapriolen ausgesetzt, 12 Tage und 3000 Meilen nach Westen. Mit der geheimnisvollen Reporterin Augusta kommt auch die romantische Seite mit ins Spiel, wenn auch anders als gedacht und sehr emotional.



Diese Story beruht auf wahren Begebenheiten, ist toll recherchiert und wertvoll, um alte Geschichte wieder lebendig werden zu lassen, mit zwei wundervollen Tieren, die das Leben der Mitreisenden grundlegend verändert haben.



Eine Geschichte, die nicht ungelesen bleiben darf, weil sie so tief berührt und unvergesslich bleibt.

Die Mischung aus Wahrheit und Fiktion ist großartig gelungen, zumal dies hier dargestellt durch eine Erinnerung von Woody ist, die er im Seniorenheim als über 100-Jähriger aufschreibt und obwohl es ihn eigentlich gar nicht gab, passte es perfekt hinein.



Das Ende hat mich sehr mitgerissen, weil ich mit dem Verlauf überhaupt nicht gerechnet habe, es dennoch genau passend fand, weil eben auch im echten Leben nicht immer alles so verläuft, wie man es erhofft und sich wünscht.



Fazit: Ein sehr bewegendes Buch über zwei Tiere, liebevoll auch turmhohe Wunder genannt, die man für ihre Grazie und Schönheit bewundert und die mit ihrer Geschichte weltweit für Schlagzeilen gesorgt haben. Toll verpackt in eine ereignisreiche Reise, die sowohl Mensch als auch Tier auf ganz besondere Weise verbunden hat und zu Freunden gemacht hat. Ich kann diese Geschichte wirklich empfehlen, es hat mich sehr berührt und ich bin froh, dass ich es, wenn auch eher durch Zufall, entdeckt habe. Doch schon alleine das Cover und der besondere Titel haben mich sofort angesprochen. Und die Erwartung ist übertroffen worden.

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Veröffentlicht am 05.06.2023

Mitreißende, packende und emotionale Geschichte über das Warschauer Ghetto

Das Medaillon
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Die Frage auf der Rückseite des Buches hat mich sehr nachdenklich gemacht: Wie weit würdest du gehen, um die zu schützen, die du liebst? Da mich interessiert hat, was es mit diesem Medaillon und der Entscheidung ...

Die Frage auf der Rückseite des Buches hat mich sehr nachdenklich gemacht: Wie weit würdest du gehen, um die zu schützen, die du liebst? Da mich interessiert hat, was es mit diesem Medaillon und der Entscheidung auf sich hat, wollte ich das Buch unbedingt lesen und ich habe es nicht bereut.
Es ist ein Buch, dass extrem unter die Haut geht, das einen innerlich zerreißt und das auch gleich mehrmals.

Ich habe schon einige Bücher über diese dunkle Zeit deutscher Geschichte gelesen, und doch habe ich das Gefühl gehabt, dass die Autorin mich mit ihrem flüssigen, angenehmen und doch ungeschönten Schreibstil direkt in die Zeit mitnimmt.
Zu erfahren, wie Anfang 1939 das Warschauer Ghetto erbaut wurde, wie all die Gräuel an Juden begangen wurden auf die schlimmste, grausamste und entwürdigendste Art hat mich schockiert, sprachlos gemacht und gleichzeitig frustriert. Immer und immer wieder kam die Frage auf: Warum sind Menschen so grausam?

Dieses Buch erzählt auf berührende Art die Geschichte des sehr sympathischen, tapferen Ehepaars Rosa und Itzhak Dunovich, die so glücklich über die Geburt ihrer Tochter Ania sind und alles daransetzen, ihre Familie zu schützen. Immer wieder spürt man diese Zerrissenheit – Pflicht oder Herz, ohne zu wissen, ob es überhaupt gut ausgeht, egal für was man sich entscheidet.
Parallel dazu erlebt man die Geschichte von Sophie Kumiega, einer Engländerin, die aufgrund ihrer Heirat mit einem Polen auch in Warschau gelandet ist und heimlich für den Untergrund arbeitet, bis irgendwann beide Geschichten ineinanderfließen.

Anfangs habe ich noch überlegt, wie beides zueinander passt, aber nach und nach ergibt sich ein Gesamtbild und das hat mich wirklich mitgerissen. Was beide Seiten erleben müssen, all die Kompromisse, die sie eingehen müssen, die ständige Angst verraten zu werden, von Menschen, denen man eigentlich vertraut, hat mich zutiefst berührt, aber auch der Ideenreichtum, aus der größten Not dennoch etwas für andere zu tun, obwohl es den eigenen Tod bedeutet.

Besonders schön fand ich dabei, wie sie auf ihre ganz eigene Art das Gespräch mit Gott gesucht haben, ihn immer wieder um Hilfe, um Beistand, um gute Entscheidungen gebeten haben und dabei biblische Beispiele wie z.B. die Israeliten am roten Meer, ohne sichtbaren Ausweg und doch im vollen Vertrauen auf Gott, als Motivation und Stärkung genutzt haben.

Diese großartige Kombination zwischen historischen Ereignissen und einer fiktiven Erzählung, die genauso hätte passiert sein können und absolut authentisch klar hat mich sehr begeistert. Auch die Bezugnahme auf Dr.Janusz Korczak, einem polnischen Kinderarzt und Kinderbuchautor, fand ich sehr berührend und hat mich dazu bewogen, die beiden Kinderbücher „König Hänschen“, auf die auch in der Geschichte Bezug genommen wird, zu kaufen. Was für eine Leistung und perfekt in die Handlung integriert.

Gegen Ende hatte ich etwas Schwierigkeiten mit Sophies Reaktionen. Ich konnte es ein stückweit nachvollziehen, allerdings habe ich mich doch etwas über ihr Verhalten gewundert, das so völlig untypisch für sie war. Auch der Schluss ist anders als erwartet, aber genau das macht besondere Geschichten aus, weil nichts vorhersehbar ist, so viele Wendungen und Entwicklungen eingebaut sind, dass man gar nicht anders kann, als die Geschichte zu verschlingen und noch lange wirken zu lassen.
Einen ganz besonderen Satz gab es, den ich mir fest eingeprägt habe. „Die Angst ist ein unschöner Feind. Lass sie einen Fuß in die Tür kriegen, und sie wird dein Leben kontrollieren.“


Fazit: Ein emotionsgeladenes Buch, fesselnd, ereignisreich, es begegnet einen mit voller Wucht, als wenn die Erde bebt und zurück nur Asche und Erinnerungen bleiben. Es nimmt einen direkt mit ins Geschehen und lässt einen jede einzelne Sekunde miterleben, leiden, hoffen, trauern, kämpfen und weinen. Und gleichzeitig ist es noch so viel mehr, weil es Vergangenes wieder aufleben lässt, um zu warnen, zu lernen und nie zu vergessen, einfach weil wir es all den Opfern schuldig sind.

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Veröffentlicht am 18.05.2023

Überraschender Auftakt einer Reihe mit dramatischem Verlauf

Das Musikhaus an der Alster - Lied der Sterne
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Das Cover hat mich fasziniert, einmal aufgrund der zeitlichen Epoche, aber auch weil ich ein großer Musikfan bin. Die Spannung stieg noch mehr als sich das eher sanfte, ruhig wirkende Cover zu einem überraschenden ...

Das Cover hat mich fasziniert, einmal aufgrund der zeitlichen Epoche, aber auch weil ich ein großer Musikfan bin. Die Spannung stieg noch mehr als sich das eher sanfte, ruhig wirkende Cover zu einem überraschenden Krimi entpuppt. Und was für einer.

Es brauchte eine kleine Weile, bis ich in der Geschichte war und auch mit Theresa warm geworden bin. Doch je mehr man die Umstände und Hintergründe erfährt, desto mehr Verständnis hat man für ihre etwas aufbrausende, impulsive Art.
Die Ereignisse überschlagen sich und eh sie sich versieht, steckt sie mit ihrem Klavierlehrer in einer Mordermittlung, deren Verlauf ziemlich rasant und dramatisch ist. Zerrissen zwischen Pflicht und Emotionen wird sie mit jedem weiteren Funken Klarheit von weiteren Vorfällen überrollt, die all ihre Pläne immer wieder über den Haufen werfen.
Mit Georg hat sie einen sanften, besonnen und sehr geduldigen Menschen an ihrer Seite, eine treue Seele, der viel in Kauf nimmt, um Theresa in ihrer teilweise unüberlegten, hitzigen Art bei ihrer Suche unterstützt.


Die Entwicklung, Auflösung und damit verbundene Verläufe haben mich angenehm überrascht, obwohl es an manchen Stellen etwas langatmig wirkte und ich mir auch etwas mehr Gefühl und Leidenschaft seitens Theresas gewünscht hätte, sie kam leider öfter förmlich, versnobt und abweisend rüber und andererseits auch wieder sehr kindlich oder der Ohnmacht nah.

Bei dem Titel habe ich lange überlegt, wie er zur Geschichte passt, doch am Ende weiß man, was für eine Bedeutung er hatte und verursacht doch ziemlich Gänsehaut.

Fazit: Ein Überraschungsroman mit düsterem Verlauf, der spannend, wendungsreich und unterhaltsam ist und der Protagonistin nicht nur dabei hilft, zu sich selbst zu finden und für ihre Wünsche und Überzeugungen einzustehen, sondern auch die Kraft gibt, Dinge in Frage zu stellen, ohne auf das Gesellschaftsdenken zu achten und dabei sich selbst treu zu bleiben. Dabei begegnet man einigen für mich ausdrucksstarken Nebencharakteren, die genau zu diesem Effekt beitragen und der Geschichte das nötige Gewicht und Abwechslung zu verleihen.

Mit der Stimme von Corinna Dorenkamp ist genau die richtige Stimmung vermittelt worden und hat die Charaktere lebendig gemacht. So hatte man genau das richtige Gefühl für die Geschichte - ob Sehnsucht, Verzweiflung, Gefahr, Überzeugung und Dominanz. Es hat wirklich Spaß gemacht, der Erzählung als Hörbuch zu folgen und sich in das frühe Hamburg Anfang des 20.Jahrhunderts entführen zu lassen.

Das Ende bleibt offen, um die Erwartung auf den nächsten Teil zu steigern, ich bin wirklich gespannt, wie es in Hamburg weitergehen wird.

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